Sal Khan
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Die Khan Academy ist am meisten für ihre Sammlung an Videos bekannt, also lassen Sie mich Ihnen, bevor wir fortfahren, eine kleine Montage hiervon zeigen.

(Vidoe) Salman Khan: Die Hypotenuse wird nun gleich fünf sein. Die Fossile dieses Tieres werden nur in diesem Gebiet in Südamerika gefunden — eine schönes klares Feld hier — und in diesem Teil von Afrika. Wir können über diese Fläche integrieren und die Schreibweise ist normalerweise das große Sigma. Nationalversammlung: Sie rufen das Kommitee für öffentliche Sicherheit ins Leben, was wie ein kleines nettes Kommitee klingt. Bemerke, dass dies ein Aldehyd ist und es ist ein Alkohol. Fang an es in einen Effektor und in Speicherzellen zu unterteilen. Eine Galaxie. Hey, da ist noch eine Galaxie. Oh schau, da ist noch eine Galaxie. Und für den Dollar, sind es deren 30 Millionen plus die 20 Millionen Dollars von amerikanischen Firmen. Wenn dich das nicht von den Socken haut, dann hast du keine Gefühle.

(Gelächter)

(Applaus)

SK: Wir haben jetzt 2.200 Videos im Programm, die alles von der einfachen Addition bis hin zur Vektorkalkulation abdecken und dazu noch einiges, wie das, was Sie da gerade gesehen haben. Wir haben im Monat eine Millionen Lernwillige, die die Seite nutzen und die zwischen 100 bis 200.000 Videos am Tag sehen. Aber worüber wir heute sprechen werden, ist, wie wir die nächste Ebene erreichen werden. Bevor ich das jedoch tue, möchte ich mit Ihnen ein wenig darüber reden, wie ich eigentlich damit angefangen habe. Einige von Ihnen wissen es vielleicht, vor ungefähr fünf Jahren war ein Analyst bei einem Hedge Fonds. Ich war in Boston und unterrichtete aus der Ferne meine Cousins in New Orleans. Ich fing an die ersten Videos auf Youtube zu veröffentlichen, eigentlich nur als eine Art von Nice-to-have, nur eine Ergänzung für meine Cousins — etwas, das ihnen vielleicht als Auffrischung oder sowas dienen könnte.

Gleich nach dem ich die ersten Youtube Videos veröffentlicht hatte, geschah etwas sehr Interessantes — tatsächlich geschah eine ganze Reihe an interessanten Dingen. Als erstes erhielt ich Feedback von meinen Cousins. Sie sagten mir, dass sie mich lieber auf Youtube sahen als persönlich. (Gelächter) Sobald man über die zweifelhafte Art dieser Aussage hinweggekommen ist, erkennt man, dass da tatsächlich etwas Tiefsinninges hinter steckt. Sie sagten, dass sie die elektronische Version ihres Cousins ihrem Cousin vorzogen. Auf den ersten Blick läuft es der Intuition entgegen, aber wenn man tatsächlich aus ihrer Perspektive darüber nachdenkt, ergibt es wirklich Sinn. Sie haben jetzt die Möglichkeit, ihren Cousin anzuhalten und wiederholen zu lassen ohne dabei das Gefühl zu haben, meine Zeit zu vergeuden. Wenn sie etwas nochmal ansehen wollen, dass sie schon vor Wochen oder sogar vielleicht vor Jahren hätten lernen sollen, müssen sie sich nicht schämen und ihren Cousin fragen. Sie sehen sich einfach diese Videos an. Wenn sie sich langweilen, gehen sie einfach weiter. Sie können es sich in ihrer Geschwindigkeit zu ihrer Uhrzeit ansehen. Und der vermutlich am wenigsten geschätzte Aspekt daran, ist der Gedanke, dass wenn man das erste Mal, das allererste Mal versucht ein neues Konzept zu verstehen, das letzte was man braucht, ein ander Mensch ist, der sagt, "Verstehst du das?" Und das war genau das, was beim Zusammenspiel mit meinen Cousins vorher passierte. Jetzt können sie es einfach in der Vertrautheit ihrer eigenen Zimmer machen.

Das andere, was passierte ist — ich habe sie einfach bei YouTube eingestellt — ich sah keinen Grund sie nicht öffentlich zu machen, also ließ ich andere sie sehen. Menschen begannen über sie zu stolpern. Ich fing an Kommentare, Briefe und alle möglichen Arten von Feedback von zufälligen Menschen rund um des Globus zu bekommen. Dies sind nur einige. Dieses kommt tatsächlich von dem Original Differential- und Integrationsrechnungsvideo. Jemand hat einfach auf YouTube geschrieben - es war ein YouTube Kommentar: "Das erste Mal, dass ich beim Berechnen eines Derivats gelächelt habe." (Gelächter) Lassen Sie uns hier kurz innehalten. Diese Person berechnete ein Derivat und dann hat sie gelächelt. Dann kam eine Antwort zu diesem Kommentar — dies ist aus der Kommentarreihe. Sie können auf YouTube gehen und sich diese Kommentare ansehen — jemand anderes schrieb: "Hier genauso." Ich habe tatsächlich ein natürliches High bekommen und war den ganzen Tag gutgelaunt. Weil ich mich an all den Matrizentext in der Schule erinnere, und jetzt bin ich hier und fühle mich wie "Ich kann Kung Fu!"

(Gelächter)

Wir haben eine Menge Feedback in dieser Art bekommen. Es hat den Menschen ganz klar geholfen. Dann, als die Zuschauerzahlen stiegen und weiter anstiegen, begann ich Briefe von Menschen zu bekommen und es fing an deutlich zu werden, dass es tatsächlich mehr war als ein Nice-to-have. Dies ist nur ein Auszug aus einem dieser Briefe. "Mein zwölfjähriger Sohn hat Autismus und hatte mit Mathe große Probleme. Wir haben alles versucht, alles angeschaut, alles gekauft. Wir stolperten über Ihr Video über Dezimalszahlen und er verstand es. Dann haben haben wir uns den gefürchteten Brüchen zu gewandt. Und wieder verstand er es. Wir konnten es nicht glauben. Er ist so begeistert." Sie können es sich also vorstellen, da war ich ein Analyst bei einem Hedge-Fond. Es war sehr seltsam für mich etwas, dass einen sozialen Beitrag leistete.

(Gelächter)

(Applaus)

Aber ich war begeistert und so machte ich weiter. Dann begannen mir ein paar andere Dinge zu dämmern. Nämlich, dass es nicht nur jetzt meinen Cousins helfen würde, oder den Menschen, die die Briefe schicken, sondern dass diese Inhalte niemals veraltet sein werden, dass sie ihren Kindern helfen könnten oder ihren Enkeln. Wenn Isaac Newton YouTube Videos zur Kalkulation gemacht hätte, würde ich es nicht machen müssen. (Gelächter) Vorausgesetzt er war gut. Was wir nicht wissen.

(Gelächter)

Das andere was passierte war, und selbst an diesem Punkt sagte ich, "Okay, vielleicht ist es eine gute Ergänzung. Es ist gut um Schüler zu motivieren. Es ist vielleicht auch gut für Menschen, die Zuhause lernen." Aber ich dachte nicht, dass es etwas sein würde, dass irgendwie in das Klassenzimmer Einzug halten würde. Dann fing ich jedoch an Briefe von Lehrern zu bekommen. Die Lehrer schrieben und sagten, "Wir benutzen Ihre Videos um den Unterricht umzudrehen. Sie haben die Vorlesung gehalten, und jetzt machen wir es so...." und das könnte morgen in jedem Klassenzimmer in Amerika passieren, "... jetzt gebe ich Ihre Vorlesung als Hausaufgabe auf. Und was früher Hausaufgaben waren, lasse ich die Schüler jetzt im Klassenzimmer machen."

Und hier möchte ich kurz innehalte — (Applaus) Ich möchte hier für einen Augenblick inne halten, weil hier eine ganze Reihe an interessanten Dingen passiert. Erstens, wenn diese Lehrer das tun, gibt es einen offensichtlichen Nutzen — den Nutzen, dass ihre Schüler sich an den Videos genauso erfreuen, wie meine Cousins es taten. Sie können es anhalten, in ihrem Tempo wiederholen, wann sie es wollen. Aber die noch interessantere Sache ist — und das widerspricht der Intuition wenn wir über Technologie im Klasserzimmer reden — dass wenn sie die eine Vorlesung, die für alle funktionieren soll aus dem Klassenzimmer entfernen und die Schüler eine ihrem Tempo angepasste Vorlesung zu Hause haben und wenn sie dann in das Klassenzimmer gehen und sie die Aufgaben machen während ein Lehrer durchgeht, es den Mitschülern ermöglichen sich miteinander auszutauschen, diese Lehrer die Technologie benutzt haben um das Klassenzimmer menschlicher zu machen. Sie nahmen eine im Grunde unmenschliche Erfahrung — 30 Kinder mit den Fingern auf ihren Lippen, denen es nicht erlaubt war miteinander zu reden. Ein Lehrer, egal wie gut er ist, muss diesen einer-passt-für allle Vortrag den 30 Schülern halten — leere Gesichter, leicht widerstrebend — und jetzt ist es eine menschliche Erfahrung. Jetzt können sie sich wirklich miteinander austauschen.

Als dann die Khan Academy irgendwie — kündigte ich meinen Job und wir wurden eine richtige Organisation — wir machen das nicht für den Profit — die Frage ist nun, wie bringen wir das Ganze auf den nächsten Level? Wie bringen wir das, was diese Lehrer machen wie selbstverständlich ein? Was ich Ihnen hier zeige, sind echte Aufgaben, die ich für meine Cousins zu schreiben begann. Die mit denen ich startete waren deutlich einfacher. Dies ist eine fortgeschrittene Variante davon. Aber der Grundgedanke ist, dass wir so viele Aufgaben erstellen wie Sie benötigen um den Lernstoff zu verstehen, bis Sie 10 richtige in Folge haben. Die Khan Academy Videos sind ebenfalls da. Sie bekommen Hinweise, die tatsächlichen Schritte für die Aufgabe, falls Sie nicht wissen, wie Sie sie lösen können. Der Grundgedanke hier ist und es sieht sehr einfach aus: 10 in einer Folge und Sie können zur nächsten gehen. Aber es ist fundamental unterschiedlich zu dem, was im Augenblick im Klassenzimmer passiert.

Im herkömmlichen Klassenzimmer hat man ein paar Hausaufgaben, Hausaufgaben, Vortrag, Hausaufgaben, Vortrag und dann eine Momentaufnahme in der Prüfung. Und mit dieser Prüfung, unabhängig ob Sie 70 Prozent, 80 Prozent, 90 Prozent oder 95 Prozent erreicht haben, geht die Klasse zum nächsten Thema über. Und selbst bei den 95 Prozent Schülern, was waren die 5 Prozent, die sie nicht wussten? Vielleicht wussten sie nicht was passiert, wenn man etwas mit Null potenziert. Und darauf wird dann der nächste Stoff aufgebaut. Das ist vergleichbar damit: stellen Sie sich vor Fahrrad fahren zu lernen, und vielleicht halte ich Ihnen zunächst einen Vortrag darüber und gebe Ihnen dann für zwei Wochen das Fahrrad. Und dann komme ich nach zwei Wochen wieder und sage, "Nun, schauen wir es uns an. Sie haben Schwierigkeiten beim Linksabbiegen. Sie können nicht richtig bremsen. Sie können zu 80 Prozent Fahrrad fahren." Also klebe ich Ihnen ein dickes C auf die Stirn und sage dann, "Hier ist ein Einrad." So lächerlich wie das auch klingen mag, das ist genau das was zur Zeit in den Klassenzimmern passiert. Wenn Sie den Gedanken weiterspinnen, dann fangen gute Schüler auf einmal an in Algebra zu versagen und fangen auf einmal an in Kalkulation zu versagen, obwohl sie intelligent sind, obwohl sie gute Lehrer haben. Weil sich dann meistens Löcher wie im Schweizer Käse in ihren Wissengrundlagen aufgebaut haben. Unsere Vorgehensweise besteht darin Mathe zu lernen, wie man alles andere lernt, wie man lernen würde Fahrrad zu fahren. Auf dem Fahrrad bleiben. Vom Fahrrad herunterfallen. Dies so lange zu tun, bis Sie es wirklich beherrschen. Die traditionelle Vorgehensweise bestraft Sie für Experimente und Fehler, aber sie erwartet nicht, dass Sie etwas beherrschen. Wir ermutigen Sie etwas auszuprobieren. Wir ermutigen Sie dazu Fehler zu machen. Aber wir erwarten, dass Sie es beherrschen.

Dies ist nur ein weiterer Baustein. Das ist Trigonomie. Dies ist das Verschieben und Reflektieren von Funktionen. Und sie passen alle zusammen. Wir haben im Augenblick ungefähr 90 davon. Sie können jetzt direkt auf die Seite gehen. Es ist alles frei. Wir versuchen nichts zu verkaufen. Der Grundgedanke ist, dass sie alle in diese Wissenslandkarte passen. Der oberste Verzweigungspunkt hier, das ist buchstäblich die Addition von einstelligen Zahlen. Es ist wie eins und eins ist gleich zwei. Der Aufbau ist so, dass sobald sie einmal 10 hintereinander richtig haben, leitet es sie weiter zu mehr und mehr fortgeschrittenen Modulen. Wenn Sie also auf der Wissenslandkarte weiter nach unten gehen, kommen wir immer weiter in die fortgeschrittene Arithmetik. Weiter unten, fangen Sie an die Vorstufe der Algebra und in die einfache Algebra zu kommen. Noch weiter unten, fangen Sie an in die Algebra ein und in die Algebra zwei zu gelangen, ein wenig der Elementarmathematik. Die Idee ist, dass wir von hier tatsächlich alles lehren können — nun, alles das in dieser Art des Aufbereitung gelehrt werden kann. Können Sie sich also vorstellen — und genau daran arbeiten wir gerade — dass Sie von dieser Wissenslandkarte aus auch Logik, das Programmieren eines Computers, Grammatik, Genetik lernen können, alles basierend auf dem Fundament, dass wenn Sie dies oder das wissen, dass Sie dann bereit für das nächste Konzept sind. Das kann jetzt gut für einen einzelen Lernenden sein, und ich ermuntere Sie, eine Karte gemeinsam mit Ihren Kindern zu machen aber ich ermuntere Sie alle hier im Publikum auch eine für sich selbst zu machen. Es wird das Geschehen am am Abendbrottisch verändern.

Wir wollen jedoch die natürliche Schlussfolgerung, die Klassenzimmer umzustellen, von denen diese ersten Lehrer uns gemailt haben, nutzen. Was ich Ihnen hier also zeige, sind echte Daten aus einem Pilotprojekt im Los Altos Schulbezirk, in dem zwei fünfte Klassen und zwei siebte Klassen ausgewählt wurden und ihr alter Mathelehrplan komplett abgeschafft wurde. Diese Kinder benutzen keine Lehrbücher mehr, sie bekommen keinen einer-passt-für-alle Unterricht mehr. Sie benutzen die Khan Academy, sie nutzen diese Software ungefähr in der Hälfte des Matheunterrichts. Und ich möchte es ganz klarstellen, wir betrachten es nicht als vollständige Mathevermittlung. Was passiert ist - und das passiert gerade in Los Altos — es schafft Freiräume. Das ist Angriff und Verteidigung, um sicher zu stellen, dass sie sich sicher durch das System der Gleichungen bewegen und es schafft Freiräume für Simulationen, für Spiele, für den Mechanismus, für die Automatisierung, für das Abschätzen wie hoch der Berg über dem Schatten ist.

Der Grundgedanke ist, dass der Lehrer jeden Tag ins Klassenzimmer kommt, jedes Kind in seiner eigenen Geschwindigkeit arbeitet — und dies ist tatsächlich ein live Instrumentenübersicht aus dem Los Altos Schulbezirk — und sie sehen sich diese Instrumentenübersicht an. Jede Reihe repräsentiert einen Schüler. Jede Spalte ist eins der Konzepte. Grün bedeutet, dass der Schüler dies schon gemeistert hat. Blau bedeutet, dass er gerade daran arbeitet — kein Grund zur Sorge. Rot bedeutet, dass sie festhängen. Was die Lehrer tun, ist buchstäblich zu sagen, "Lassen Sie mich bei den roten Kindern intervenieren." Oder sogar noch besser, " Lassen Sie mich eines der grünen Kinder holen, die diesen Stoff schon gemeistert haben damit sie die erste Angriffslinie sind und sie tatsächlich ihren Mitschülern helfen."

(Applaus)

Jetzt komme ich aus einer sehr zahlenorientierten Welt, deswegen wollen wir nicht, dass dieser Lehrer einfach losgeht, sich einmischt und dem Kind seltsame Fragen stellen muss: "Oh, was verstehst du denn nicht?" oder "Was verstehst du?" und den ganzen Rest davon. Unser Grundsatz ist also, den Lehrer mit soviel Information wie möglich auszustatten — echte Information, die in fast jedem anderen Gebiet, erwartet werden, wenn Sie im Finanzsektor, Marketing oder Industrie sind. So, dass die Lehrer wirklich feststellen können, was den Schülern fehlt und ihre Intervention dadurch so hilfreich wie möglich gestalten können. Die Lehrer wissen also jetzt ganz genau was die Schüler gemacht haben, wie lange sie jeden Tag gelernt haben, welche Videos sie sich angesehen haben, wann sie die Videos angehalten haben, welche sie ganz abgebrochen haben, welche haben Übungen sie gemacht, worauf haben sie sich konzentriert? Der äußere Kreis zeigt auf welche Aufgaben sie sich konzentriert haben. Der innere Kreis zeigt, auf welche Videso sich sich konzentriert haben. Die Daten sind ziemlich detailliert, so dass Sie sehen können, welche Aufgabenstellungen der Schüler richtig oder falsch hatte. Rot ist falsch, blau ist richtig. Die Frage ganz links, ist die erste Frage, die der Schüler versucht hat. Sie haben sich das Video da drüben angesehen. Schliesslich können Sie sehen, dass sie in der Lage waren 10 in einer Serie zu erreichen. Es ist was so, als ob Sie sie während der letzten 10 Aufgabenstellungen beobachten können. Sie wurden sogar schneller. Die Höhe zeigt an, wie lange sie gebraucht haben.

Wenn Sie also über Lernen in selbstbestimmter Geschwindigkeit reden, dann ergibt das für jeden Sinn — in der Bildungssprache, beim differenzierten Lernen - aber es ist ein wenig verrückt, wenn Sie es im Klassenzimmer sehen. Denn jedes Mal, wenn wir das getan haben, in jedem Klassenzimmer, in dem wir das getan haben, immer und immer wieder, werden Sie, wenn Sie nach fünf Tagen hinein gehen, feststellen, dass es eine Gruppe von Kindern gibt, die davongerast sind, und dass es eine Gruppe von Kindern gibt, die etwas langsamer sind. Wenn Sie jetzt im traditionellen Model hingehen und eine Momentaufname Prüfung vornehmen, werden Sie sagen, "Dies sind die begabten Kinder, dies sind die langsamen Kinder. Vielleicht sollten sie unterschiedlich gefördert werden. Vielleicht sollten wir sie in unterschiedliche Klassen stecken." Aber wenn Sie jeden Schüler in seinem Tempo arbeiten lassen — und das sehen wir immer und immer wieder — dann sehen Sie die Schüler, die bei dem einem oder anderen Lernkapitel etwas länger brauchten, dass sie sobald sie dieses verstanden hatten, nach vorne preschten. So dass dieselben Kinder von denen Sie vor sechs Wochen, dachten, dass sie langsam sind, jetzt die sind, von denen Sie denken würden, sie seien begabt. Und wir sehen das immer um immer wieder. Das läßt einen wirklich darüber nachdenken, wieviele von diesen Beschreibungen, von den vielleicht viele von uns profitiert haben in Wahrheit nur ein Zufall in der zeitlichen Betrachtung waren.

So wertvoll wie etwas wie die in einem Bezirk wie Los Altos ist, unser Ziel ist es Technologie zu nutzen um Bildung menschlicher zu gestalten, nicht nur in Los Altos sondern weltweit. Tatsächlich bringt uns das zu einem interessanten Punkt Ein Großteil der Bemühungen das Klassenzimmer menschlicher zu machen konzentriert sich auf das "Schüler zu Lehrer"-Verhältnis. In unseren Augen ist der relevante Maßstab das "Schüler zu wertvoller Zeit mit dem Lehrer"-Verhältnis. Im traditionellen Model, geht die meiste Zeit des Lehrers darauf, Vorträge zu halten und zu benoten und wasnochimmer. Nur etwa fünf Prozent ihrer Zeit verbringen sie tatsächlich damit, neben den Schüler zu sitzen und mit ihnen zu arbeiten. Jetzt können Sie es 100 Prozent ihrer Zeit. Nochmal, Technologie zu benutzen, verändert nicht nur das Klassenzimmer, Sie machen das Klassenzimmer menschlicher, behaupte ich, um einen Faktor von fünf oder 10.

So wertvoll wie das in Los Altos ist, stellen Sie sich vor was das für den erwachsenen Lernenden bedeutet, dem es unangenehm ist zurück auf die Schule zu gehen und Dinge zu lernen, die er vorher schon gelernt haben sollte. Stellen Sie sich vor, was das für ein Kind in Kalkutta heisst, das tagsüber der Familie hilft und deswegen nicht zur Schule gehen kann. Jetzt können Sie zwei Stunden am Tag wiederholen oder zum Tempo aufholen ohne sich darüber zu schämen für das was sie wissen oder nicht wissen. Stellen Sie sich vor was hier passiert — wir haben darüber geredet, dass Klassenkameraden einander im Klassenzimmer unterrichten. Aber das ist alles ein System. Es gibt keinen Grund warum Sie das Prinzip des Schüler-helfen-Schülern nicht über das eine Klassenzimmer hinaus haben können. Stellen Sie sich vor, was passiert wenn die Schülerin aus Kalkutta plötzlich Ihrem Sohn helfen kann, oder Ihr Sohn dem Kind aus Kalkutta hilft? Ich denke, Sie werden sehen wie die Möglichkeit eines Eine-Welt-Klassenzimmers hervortritt. Und das ist im Grunde das, was wir aufzubauen versuchen.

Danke.

(Applaus)

Bill Gates: Ich habe gesehen, dass Sie in Ihrem System Dinge eingebaut haben, die mit Motivation und Feedback zusammenhängen — Engergiepunkte, Verdientsabzeichen. Erklären Sie mir, was Sie sich dabei überlegen?

SK: Oh ja, nein, wir haben ein fantastisches Team, das daran arbeitet. Und ich muss das klar machen, das bin nicht länger nur ich. Ich mache immer noch die ganzen Videos, aber wir haben ein brilliantes Team, das sich um die Software kümmert. Ja, wir haben eine Reihe von Funktionsweisen aus Spielen da, bei denen Sie diese Abzeichen bekommen können, wir haben vor Ranglisten nach Kategorie zu starten, und Sie können Punkte bekommen. Es war tatsächlich ziemlich interessant. Allein die Wortwahl der Abzeichen oder wie wieviele Punkt man für was bekommt, wir sehen eine systemweite Basis, wie zehntausende von Fünft- oder Sechsklässlern, die abhängig von den Abzeichen, die sie bekommen in die eine oder andere Richtung gehen.

(Gelächter)

BG: Und die Zusammenarbeit, die Sie mit Los Altos hatten, wie ist die Zustande gekommen?

SK: Los Altos, das war irgendwie verrückt. Nochmal, ich hatte nicht erwartet in Klassenzimmern genutzt zu werden. Jemand aus ihrem Gremium kam und sagte, "Was würden Sie machen, wenn Sie in einem Klassenzimmer völlig freie Hand hätten?" Und ich sagte, "Nun, ich würde, naja, jeden Schüler in seinem eigenen Tempo an etwas wie diesem arbeiten lassen und wir würden eine Übersicht zur Verfügung stellen." Und sie sagten, "Oh, das ist schon ziemlich radikal. Darüber müssen wir nachdenken." Mein Team und der Rest des Teams dachten, "Sie werden das niemals machen wollen." Aber buchstäblich am nächsten Tag sagten sie, "Können Sie in zwei Wochen starten?"

(Gelächter)

BG: Also, zur Zeit geht es um den Mathestoff aus der fünften Klasse?

SK: Es sind zwei fünfte Klassen und zwei siebte Klassen. Sie machen eas auf Bezirksebene. Ich glaube, was sie so fasziniert ist, dass sie den Kindern folgen können. Es ist keine Sache, die nur in der Schule passiert. Wir haben sogar, an Weihnachten, Kinder gesehen, die daran gearbeitet haben. Und wir können alles nachverfolgen. So können sie sie wirklich beobachten während sie durch den ganzen Bezirk gehen. Während des Sommers, wenn sie von einem Lehrer zu nächsten gehen, haben Sie eine Datenkontinuität, die sie selbst auf Bezirksebene sehen können.

BG: Also waren einige der von uns angesehenen Seiten für die Lehrer damit sie wirklich beobachten können was mit den Kindern los ist. Bekommen Sie Feedback zu diesen Seiten für Lehrer um zu erfahren, was sie denken?

SK: Oh ja. Die meisten von ihnen waren Anforderungen von Lehrern. Wie haben einige davon für die Schüler gemacht, damit sie ihre Daten sehen können, aber wir arbeiten beim Entwurf sehr eng mit den Lehrern zusammen. Sie sagen buchstäblich, "Hey, das ist nett, aber... " Wie die Kurve über den Fokus, viele Lehrer sagten, "Ich habe das Gefühl das viele Kinder hin und her springen und sich nicht auf ein Thema konzentrieren." Also haben wir dieses Fokus Diagramm gemacht. Es ist also alles von den Lehrern bestimmt. Es war ziemlich verrückt.

BG: Ist es bereit für den großen Wurf? Denken Sie, dass im nächsten Schuljahr viele Klassen das System ausprobieren sollten?

SK: Ja, es ist bereit. Wir haben schon Millionen von Menschen auf der Seite, wir können mit ein paar mehr umgehen. (Gelächter) Nein, es gibt keinen Grund warum es nicht wirklich ab morgen in jedem Klassenzimmer in Amerika genutzt werden könnte.

BG: Und die Vision mit der Nachhilfe. Die Idee ist, dass wenn ich Schwierigkeiten mit einem Thema habe, ich direkt in der Benutzeroberfläche Menschen finde, die ehrenamtlich helfen, vielleicht ihre Reputation sehen kann, und ich mich mit diesen Menschen verabreden und in Verbindung setzen kann?

SK: Genau. Und das ist etwas, was ich jedem im Publikum empfehlen möchte zu tun. Diese Seiten für Lehrer, Sie können sich da jetzt anmelden und können im Wesentlichen ein Coach für Ihre Kinder, oder Neffen oder Cousins werden oder vielleicht für einige Kinder des Boys and Girls Club. Und ja, Sie können wirklich sofort anfangen ein Mentor oder Tutor zu werden. Aber ja, das ist alles da.

BG: Nun, das ist wirklich faszinierend. Ich glaube ich habe gerade einen Blick in die Zukunft erhascht. vielen Dank. (SK: Vielen Dank.)

(Applaus)