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Translated by Arnulf Schmid
Reviewed by Albert Peci

0:11 Okay, ich bin froh, wieder bei TED zu sein. Fangen wir gleich mit dem Video an.

0:16 (Musik)

0:21 (Video) Mann: Okay, Glass, zeichne Video auf.

0:26 Frau: Auf geht's! In zwei Minuten geht's los.

0:30 Mann 2: Okay, Glass, Verbindung mit dem Fliegerklub.

0:34 Mann 3: Google "Fotos von Tigerköpfen". Hmm.

0:39 Mann 4: Bist du bereit? Bist du bereit? (Bellen)

0:41 Frau 2: Genau dort. Okay, Glass, mach ein Foto!

0:47 (Kind ruft)

0:57 Mann 5: Los!

1:02 Mann 6: Heilige [piep]! Das ist Wahnsinn.

1:05 Kind: Boah! Schau mal die Schlange!

1:08 Frau 3: Okay, Glass, zeichne ein Video auf!

1:17 Mann 7: Hinter dieser Brücke, erste Ausfahrt.

1:44 Mann 8: Okay, A12, da drüben!

1:48 (Applaus)

1:51 (Kinder singen)

1:57 Mann 9: Google, übersetze "schmeckt gut" in Thai.

2:01 Google Glass: Aroi (อร่อย) Mann 9: Mmm, Aroi.

2:04 Frau 4: Google "Qualle".

2:08 (Musik)

2:19 Mann 10: Es ist wunderschön.

2:22 (Applaus)

2:30 Sergey Brin: Oh, entschuldigung, ich habe gerade diese Nachricht von einem nigerianischen Prinzen bekommen. Er benötigt Hilfe, um 10 Millionen Dollar unterzubringen. Ich lese mir solche Nachrichten durch, denn auf diese Weise haben wir unser Unternehmen finanziert und das hat ziemlich gut funktioniert.

2:49 Aber ernsthaft, die Körperhaltung, in der Sie mich gerade gesehen haben, also auf mein Handy herunterschauend, ist einer der Gründe für das Projekt Glass. Denn wir haben uns die Frage gestellt, ob das tatsächlich die Zukunft ist, wie wir uns mit anderen Menschen in unserem Leben verbinden wollen oder wie wir Information erhalten wollen. Sollen wir nur umherlaufen und nach unten schauen? Das war die Vision, die zu Glass führte, und deshalb haben wir diesen Formfaktor entwickelt. Ich möchte jetzt nicht über all das sprechen, was man damit machen und was nicht, aber ich kann etwas mehr dazu sagen, warum es entwickelt wurde. Abgesehen davon, dass man sich potenziell sozial isoliert, wenn man ständig auf das Handy starrt, sollte man seinen Körper so einsetzen? Man steht herum und reibt seinen Finger über ein flaches Stück Glas. Man läuft so rum.

3:57 Als wir Glass entwickelt haben, haben wir uns überlegt: Können wir etwas machen, bei dem die Hände frei sind? Sie haben gesehen, was die Leute in dem Video gemacht haben. Alle hatten Glass auf, und so wurden die Videosequenzen gedreht.

4:11 Außerdem möchte man seine Augen freihalten. Deshalb haben wir das Display hochgesetzt, außerhalb des Blickfeldes, so dass es einem nicht die Sicht nimmt und man weiterhin Blickkontakt mit anderen Manschen aufnehmen kann.

4:24 Wir wollten auch die Ohren freimachen, also geht der Schall jetzt direkt durch den Schädelknochen; das ist anfangs etwas seltsam, aber man gewöhnt sich daran. Und ironischerweise, wenn man es besser hören will, muss man das Ohr zuhalten. Das ist überraschend, aber so funktioniert es.

4:48 Als wir Google vor 15 Jahren gestartet haben, war meine Vision, dass man irgendwann keine Suchabfragen mehr benötigt. Man erhält die Informationen genau so, wie man sie braucht. Und das ist jetzt, 15 Jahre später, das erste Instrument, das diese Vision wahr machen könnte. Wenn man draußen auf der Straße ist und mit Leuten redet ... und so weiter.

5:11 Dieses Projekt geht jetzt etwas mehr als zwei Jahre. Wir haben unglaublich viel dabei gelernt. Es war wichtig, dass es bequem zu tragen ist. Die ersten Prototypen waren riesig. Sie sahen wie Handys aus, die vor den Kopf geschnallt wurden. Das war sehr schwer und sehr unbequem. Wir mussten es vor unserer Designerin verstecken bis sie den Job angenommen hatte und dann ist sie fast schreiend davongerannt. Aber wir haben seitdem viel verbessert.

5:40 Eine weitere Überraschung war die Kamera. Die ersten Prototypen hatten gar keine Kamera, aber es war wirklich magisch, die Momente festzuhalten, die ich mit der Familie und den Kindern verbracht habe. Dafür hätte ich niemals eine Kamera ausgepackt, oder das Handy oder sonst etwas.

5:57 Und außerdem habe ich beim Experimentieren mit diesem Gerät festgestellt, dass ich einen nervösen Tick habe. Das Handy ist – ja, man muss darauf herabschauen und so, aber es ist auch eine nervöse Gewohnheit. Als ob ich rauchen würde, ich würde vielleicht stattdessen besser rauchen. Mir einfach eine Zigarette anzünden. Würde cooler aussehen. Es wäre so wie ... Aber in diesem Fall hole ich das Handy raus und sitze hier und sehe so aus, als ob ich mich mit etwas Wichtigem beschäftigen muss. Aber es hat wirklich meine Augen geöffnet, wie oft ich mich vom Leben ausgeschlossen habe für Emails, soziale Netzwerke und so weiter, obwohl es eigentlich nichts wirklich Wichtiges oder Dringendes gab. Und hiermit weiß ich, dass ich bestimmte Nachrichten nur dann bekomme, wenn ich sie wirklich brauche, aber ich muss sie nicht die ganze Zeit checken.

6:52 Ja, es hat mir wirklich Spaß gemacht, die Welt weiter zu entdecken und mehr von den verrückten Dingen zu tun, die Sie im Video gesehen haben.

6:59 Vielen Dank!

7:01 (Applaus)