Benjamin Zander
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Kennen Sie die Geschichte der beiden Geschäftsmänner, die Anfang 1900 nach Afrika gingen? Sie sollten nach Möglichkeiten suchen, Schuhe zu verkaufen. Beide schickten Telegramme nach Manchester. Der eine schrieb: „Situation hoffnungslos. Stop. Hier trägt niemand Schuhe.“ Der andere schrieb: „Großartige Gelegenheit. Hier hat noch niemand Schuhe.“ (Lachen)

Es gibt eine ähnliche Situation in der Welt der klassischen Musik. Manche Menschen denken, die klassische Musik stirbt aus. Und es gibt jene, die sagen: „Ihr habt noch nix gesehen.“ Statt Statistiken und Trends zu untersuchen und Ihnen von Orchester-Schließungen zu berichten und von Musikverlagen, die zusammengelegt werden dachte ich, wir sollten ein Experiment unternehmen – ein Experiment. Eigentlich ist es kein Experiment, denn ich kenne das Ergebnis.

Aber es ist wie ein Experiment. Bevor wir aber... (Lachen) ... bevor wir beginnen brauche ich zwei Dinge. Erstens: ich möchte Sie daran erinnern, wie ein Siebenjähriger Klavier spielt. Vielleicht haben Sie dieses Kind zuhause. Er klingt in etwa so. (Klavier) Einige von Ihnen scheinen, dieses Kind zu kennen. Wenn er ein Jahr übt und Unterricht nimmt ist er nun acht und klingt so: (Klavier) Dann übt er ein weiteres Jahr; jetzt ist er neun. (Klavier) Dann übt er ein weiteres Jahr; jetzt ist er zehn Jahre alt. (Klavier) An diesem Punkt geben sie meistens auf. (Lachen) (Applaus) Wenn Sie nur ein weiteres Jahr gewartet hätten hätten Sie dies gehört: (Klavier)

Es ist aber nicht passiert, was Sie vielleicht denken. Dass er plötzlich leidenschaftlich wurde, engagiert einen neuen Lehrer bekam, in die Pubertät kam, oder was auch immer. In Wirklickeit wurde nur die Anzahl der Akzente reduziert. Beim ersten Mal hob er jede einzelne Note hervor. (Klavier) Beim zweiten Mal jede zweite Note. (Klavier) Sie können es an meinem Kopf sehen. (Lachen) Der Neunjährige setzte alle vier Noten einen Akzent. (Klavier) Und der Zehnjährige alle acht Noten. (Klavier) Und der Elfjährige nur einen Akzent im gesamten Abschnitt. (Klavier)

Ich weiß nicht, wie wir in diese Position gekommen sind. (Lachen) Ich wollte meine Schulter nicht verrrücken, meinen Körper bewegen. Nein. Die Musik hat meinen Körper geschoben. Deshalb nenne ich es „Spielen auf einer Pobacke“. (Klavier) Kann auch die andere Pobacke sein. (Klavier) Ein Herr hatte mal eine meiner Präsentationen gesehen, in der ich mit einem jungen Pianisten arbeitete. Er war ein Firmenchef aus Ohio. Ich arbeitete mit diesem jungen Pianisten und sagte: „Das Problem ist, dass Du ein Zwei-Pobacken-Spieler bist. Du solltest ein Ein-Pobacken-Spieler sein.“ Und ich bewegte seinen Körper während er spielte. Und plötzlich hob die Musik völlig ab. Die Zuschauer haben nach Luft geschnappt als sie den Unterschied hörten. Später bekam ich einen Brief von besagtem Herrn. Er schrieb: „Ich war so bewegt. Nachdem ich zurück war habe ich meine ganze Firma zu einer Ein-Pobacken-Firma gemacht.“ (Lachen)

Außerdem möchte ich Ihnen von Ihnen selbst erzählen. Hier sitzen etwa 1.600 Menschen, glaube ich. Nach meiner Schätzung sind 45 von Ihnen absolut leidenschaftliche Hörer klassischer Musik. Sie lieben klassische Musik. Ihr Radio steht immer auf einem Klassik-Sender. Sie haben CDs in Ihrem Auto und gehen ins Orchester. Ihre Kinder spielen Instrumente. Sie können sich kein Leben ohne Klassik vorstellen. Das ist die erste Gruppe; eine ziemlich kleine Gruppe. Dann gibt es noch eine Gruppe; eine größere Gruppe. Das sind diejenigen, denen Klassik nichts ausmacht. (Lachen) Sie wissen schon. Sie kommen nach einem langen Tag nach Hause und nehmen sich ein Glas Wein, legen die Füße hoch. Ein bisschen Vivaldi im Hintergrund kann nicht schaden. (Lachen) Das ist die zweite Gruppe. Nun zur dritten Gruppe. Das sind diejenigen, die nie Klassik hören. Es ist einfach kein Teil ihres Lebens. Sie hören es vielleicht wie ein Passivraucher am Flughafen, aber... (Lachen) ...und vielleicht ein biscchen von einem Marsch aus Aida, wenn Sie den Saal betreten. Aber sonst hören Sie sie nie. Das ist wahrscheinlich die größte Gruppe von allen.

Und dann gibt es noch eine sehr kleine Gruppe. Das sind diejenigen, die denken, sie hätten kein musikalische Gehör. Erstaunlich viele denken, sie hätten kein musikalisches Gehör. Ich höre tatsächlich oft: „Mein Mann hat kein musikalisches Gehör.“ (Lachen) Aber in Wirklichkeit gibt es das nicht. Jeder hat ein musikalisches Gehör. Wenn Sie kein musikalisches Gehör hätten, könnte Sie im Auto keine Gänge schalten. Sie könnten keinen Unterschied hören zwischen jemandem aus Texas und jemandem aus Rom. Und das Telefon! Wenn Ihre Mutter anruft – und in sie in schlechter Telefonqualität „Hallo“ hören wissen Sie nicht nur, wer es ist, sondern auch in welcher Stimmung sie ist! Sie haben ein fantastisches Gehör. Jeder hat es. Also: jeder hat ein musikalisches Gehör.

Aber ich sagen Ihnen was. Ich kann so nicht weitermachen, mit dieser Kluft zwischen denen, die klassische Musik verstehen und leidenschaftlich lieben und denen, die keinerlei Bezug zu ihr haben. Die ohne Gehör sind nicht mehr hier. Aber selbst mit den drei anderen Kategorien ist es eine zu große Kluft. Also werde ich nicht weiter machen, bevor nicht jeder Einzelne in diesem Raum im Untergeschoss und in Aspen, und jeder, der sonst noch zusieht, beginnt, klassische Musik zu verstehen und zu lieben. Also tun wir folgendes.

Sehen Sie! Es gibt keinerlei Zweifel in meinem Gesicht, dass das hier funktionieren wird, richtig? Es gehört zu einem Führer, dass er die Möglichkeiten derer, die er führt, zu keinem Zeitpunkt in Zweifel zieht, um das, wovon er träumt, zu ermöglichen. Stellen Sie sich vor, Martin Luther King hätte gesagt: „I have a dream. Aber ich weiß nicht, ob mir jemand folgen wird.“ (Lachen)

Okay. Ich werde ein Stück von Chopin nehmen. Es ist ein schönes Vorspiel von Chopin. Manche werden es kennen. (Musik) Ich stelle mir vor, was in diesem Raum gerade passiert ist. Als ich begonnen habe haben Sie gedacht: „Wie schön das klingt.“ (Musik) „Ich denke, wir sollten in diesen Sommerferien nicht wieder an den gleichen Ort fahren.“ (Lachen) Es ist lustig, oder? Wie sich unsere Gedanken irgendwie in unsere Köpfe schleichen. Und natürlich... (Applaus) ...wenn es ein langes Stück ist und Ihr Tag anstrengend war könnten Sie tatsächlich wegdriften. Ihrer Sitznachbar stößt Ihnen dann in die Rippen und sagt „Aufwachen! Das ist Kultur!“ Und Sie fühlen sich noch schlechter.

Könnte der Grund, warum Sie bei klassischer Musik müde werden vielleicht nicht bei Ihnen liegen sondern bei uns? Hat jemand von Ihnen, während ich gespielt habe, gedacht: „Warum setzt er so viele Akzente?“ Wenn ich mit meinem Kopf so gemacht hätte, hätten Sie es sicherlich gedacht. (Musik) Und für Ihr restliches Leben, werden Sie immer wissen, wenn Sie bei klassischer Musik diese Akzente hören.

Lassen Sie uns sehen, was hier wirklich passiert. Wir haben ein H. Das ist ein H. Die nächste Note ist ein C. Die Aufgabe des C ist es, das H traurig zu machen. Und es funktioniert, oder? (Lachen) Komponisten wissen das. Wenn sie traurige Musik wollen spielen sie einfach diese beiden Noten. (Musik) Aber eigentlich ist es bloß ein H mit vier traurigen Noten. (Lachen) Jetzt geht es runter zum A, zum G und zum F. Also haben wir H, A, G, F. Und was erwarten wir nach H, A, G, F? Oh, das kann einfach Glück gewesen sein. Probieren wir es erneut. Ooh, der TED-Chor. (Lachen) Sehen Sie! Alle haben ein musikalisches Gehör. Jeder. Sie wissen es, jedes Dorf in Bangladesh und jedes Dörfchen in China – alle wissen: da, da, da, da – da. Jeder weiß es, der das E erwartet.

Aber Chopin wollte das E hier noch nicht erreichen, denn was wäre dann? Es wäre vorbei, wie bei Hamlet. Erinnern Sie sich an Hamlet? Akt 1, Szene 3: er erkennt, dass sein Onkel seinen Vater getötet hat. Erinnern Sie sich? Er geht nach oben zu seinem Onkel und tötet ihn fast. Aber er weicht zurück und er geht noch einmal hoch und tötet ihn fast. Und alle Kritiker, alle, die da in der hinteren Reihe sitzen, müssen eine Meinung äußern, also sagen sie: „Hamlet ist ein Zauderer.“ (Lachen) Oder sie sagen: „Hamlet hat einen Ödipus-Komplex.“ Nein, sonst wäre das Stück vorbei, Dummkopf. Deshalb packt Shakespeare so viel Stoff in Hamlet. Sie wissen schon, Ophelia wird verrückt und das Stück innerhalb des Stücks, und Yoricks Totenschädel und die Totengräber. Das dient alles dem Aufschub – bis er ihn in Akt 5 töten kann.

Mit Chopin ist es das Gleiche. Er ist kurz vor dem E und sagt sich: „Ups, ich geh lieber nach oben und wiederhole es.“ Also wiederholt er es. Jetzt wird er aufgeregt – das ist Aufregung, aber darum müssen Sie sich nicht sorgen. Jetzt kommt er zum Fis und geht endlich runter zum E, aber es ist der falsche Akkord. Er sucht nämlich diesen Akkord, macht aber stattdessen ... WIr nennen das einen Trugschluss, denn er betrügt uns. Ich sage meinen Studenten immer: „Wenn Du einen Trugschluss hast hebe immer eine Augenbraue, dann erkennt es jeder.“ (Lachen) (Applaus) Richtig. Er ist also beim E, aber es ist der falsche Akkord. Er probiert das E nocheinmal, aber der Akkord funktioniert nicht. Er probiert das E nocheinmal, aber der Akkord funktioniert nicht. Er probiert das E nocheinmal, aber es funktioniert nicht. Und dann, endlich ... Ein Herr in der vorderen Reihe machte gerade „Mmm.“ Genauso macht er, wenn er nach einem harten Tag nach Hause kommt, den Schlüssel aus dem Zündschloss zieht und sagt: „Aah, ich bin zuhause.“ Denn wir wissen alle wo Zuhause ist.

Das ist also ein Stück, das von weit weg nach Hause geht. Und ich werde es komplett durchspielen und Sie folgen bitte. H, C, H, C, H, C, H – runter zu A, runter zu G, runter zu F. Fast zum E, denn sonst wäre das Stück vorbei. Er geht wieder hoch zu H. Er wird aufgeregt. Geht zu Fis. Geht zu E. Der falsche Akkord. Der falsche Akkord. Der falsche Akkord. Und endlich zum E, und das ist das Zuhause. Und was Sie sehen werden ist das Ein-Pobacken-Spiel. (Lachen) Denn, um beim Weg von H nach E dabei zu sein, muss ich aufhören, über jede einzelne Note nachzudenken und anfangen, über den langen, langen Weg von H nach E nachzudenken.

Wir waren gerade in Südafrika. Und man kann nicht nach Südafrika gehen ohne über Mandela nachzudenken. 27 Jahre Gefängnis. Woran hat er gedacht? Mittagessen? Nein, er hat über die Vision für Südafrika nachgedacht und für die Menschen. Das hat ihn... es geht um Vision; es geht um den langen Weg. Wie der Vogel, der über ein Feld fliegt und sich nicht um die Zäune schert. Okay? Also, folgen Sie dem ganzen Weg von H nach E. Und ich habe noch eine letzte Bitte bevor ich das Stück ganz durchspiele. Würden Sie bitte an jemanden denken, den Sie bewundern, der aber nicht mehr da ist? Eine geliebte Großmutter, ein Geliebter, jemanden aus Ihrem Leben, den Sie mit Ihrem ganzen Herzen lieben, der aber nicht mehr bei Ihnen ist. Stellen Sie sich die Person vor und folgen Sie gleichzeitig dem ganzen Weg von H nach E und Sie werden alles hören, was Chopin zu sagen hatte. (Musik) (Applaus)

Sie mögen sich fragen, warum ich klatsche. Nun, ich habe das schonmal in einer Schule in Boston gemacht mit ungefähr 70 Siebtklässlern – 12-Jährigen. Und ich habe mit ihnen genau das gleiche gemacht und das Ganze erklärt. Am Ende wurden sie ganz wild und klatschten. Sie klatschten. Ich klatschte. Sie klatschten. Dann fragte ich: „Warum klatsche ich?“ Und einer der Kinder sagte: „Weil wir zugehört haben.“ (Lachen) Denken Sie mal. 1.600 Menschen, beschäftigte Menschen, mit allen möglichen Dingen befasst. Hören zu, verstehen und sind bewegt von einem Stück von Chopin. Na, das ist doch was. Aber kann ich sicher sein, dass jeder Einzelne gefolgt ist, es verstanden hat, bewegt war. Natürlich kann ich das nicht. Aber ich sage Ihnen was mir passiert ist.

Ich war in Irland während des Nordirlandkonfliktes vor 10 Jahren, um mit katholischen und evangelischen Kinden an einer Konfliktlösung zu arbeiten. Und ich habe das mit ihnen gemacht. Ein Wagnis, denn es waren Straßenkinder. Einer kam zu mir am nächsten morgen und sagte: „Ich habe in meinem Leben nie Klassik gehört, aber als Sie das Shopping-Stück gespielt haben...“ (Lachen) Er sagte: „Mein Bruder wurde letztes Jahr erschossen. Ich habe nicht geweint. Aber letzte Nacht, als Sie das Stück gespielt haben, war er es, an den ich gedacht habe. Und ich spürte, wie mir die Tränen über das Gesicht flossen. Und, wissen Sie, es fühlte sich wirklich gut an, um meinen Bruder zu weinen.“ In diesem Moment habe ich mich entschlossen, dass klassische Musik für jeden da ist. Für jeden.

Aber wie würden Sie gehen – denn in meinem Berufsstand, dem der Musiker, sieht man das nicht so. Die sagen 3 Prozent der Menschen mögen klassische Musik. Wenn wir nur auf 4 Prozent kämen hätten wir keine Probleme mehr. Ich sage: „Wie würden Sie gehen? Wie reden? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie dächten, 3 Prozent der Menschen mögen klassische Musik? Wenn wir nur auf 4 Prozent kämen. Wie würden Sie gehen? Wie reden? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie dächten, jeder liebt klassische Musik – sie haben es nur noch nicht herausgefunden.“ (Lachen) Das sind ganz unterschiedliche Welten.

Ich hatte ein erstaunliches Erlebnis. Ich war 45, war seit 20 Jahren Dirigent und hatte plötzlich ein Erkenntnis. Der Dirigent eines Orchesters macht keinen Ton. Mein Bild erscheint auf dem CD-Cover – (Lachen) – aber der Dirigent macht keinen Ton. Seine Stärke ist abhängig von der Fähigkeit, andere Menschen stark zu machen. Das hat alles für mich geändert. Es war lebensverändernd. Die Musiker des Orchesters kamen zu mir und fragten: „Ben, was ist passiert?“ Das ist passiert. Ich erkannte, es war mein Job, Fähigkeiten in anderen zu erwecken. Und natürlich wollte ich wissen, ob ich das tatsächlich tat. Wissen Sie, wie man das herausfindet? Man schaut ihnen in die Augen. Wenn ihre Augen leuchten, wissen Sie, dass Sie es tun. Sie könnten ein ganzes Dorf mit seinen Augen beleuchten. (Lachen) Also, wenn die Augen leuchten, wissen Sie, dass Sie es tun. Wenn die Augen nicht leuchten, können Sie eine Frage stellen. Und das ist die Frage: Wer bin ich, dass die Augen meines Musikers nicht leuchten? Wir können das auch mit unseren Kindern machen. Wer bin ich, dass die Augen meines Kindes nicht leuchten? Das ist eine ganz andere Welt.

Okay, wir sind alle dabei, diese magische Woche auf dem Berg zu beenden und wir gehen zurück in die Welt. Und ich sage, es ist angebracht, die Frage zu stellen: Wer sind wir während wir zurück in die Welt da draußen gehen? Ich habe eine Definition von Erfolg. Für mich ist es ganz einfach. Es geht nicht um Reichtum, Ruhm und Macht. Es geht darum, wie viele leuchtende Augen ich um mich habe.

Ich habe einen letzten Gedanken. Nämlich, dass das, was wir sagen, wirklich einen Unterschied macht. Die Worte, die aus Ihrem Mund kommen. Ich habe das von einer Frau gelernt, die Auschwitz überlebt hat. Eine der wenigen Überlebenden. Sie kam nach Auschwitz als sie 15 Jahre alt war. Ihr Bruder war acht, ihre Eltern htten sie verloren. Sie hat mir folgendes erzählt: „Wir waren auf dem Zug nach Auschwitz. Ich blickte nach unten und sah, dass meinem Bruder die Schuhe fehlten. Ich sagte: ,Warum bist du so doof? Kannst Du Deine Dinge nicht beisammenhalten?'“ – wie eine ältere Schwester mit ihrem jüngeren Bruder sprechen würde. Bedauerlicherweise war es das letzte, das sie zu ihm sagte. Sie hat ihn nie wieder gesehen. Er hat nicht überlebt. Als sie Auschwitz verlassen konnte tat sie einen Schwur. Sie sagte zu mir: „Ich verließ Auschwitz, ging ins Leben und schwörte. Ich schwörte, dass ich nie wieder etwas sagen würde, das nicht das letzte sein könnte, das ich sage.“ Aber können wir das tun? Nein. Wir werden uns Unrecht tun und anderen. Aber es ist eine Möglichkeit, nach der wir streben können. Danke. (Applaus) Leuchtende Augen, leuchtende Augen. Danke, Danke. (Musik)