Allan Savory
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Wie eine Tsunami stürzt eine der größten Katastrophen über uns herein. Diese Katastrophe gipfelt in einer immer grausameren Realität. Wir begegnen dieser Realität in vollem Glauben, dass wir unsere Probleme mit Technik lösen können, was durchaus verständlich ist. Diese bevorstehende Katastrophe kann auf unsere wachsende Bevölkerung, die bald 10 Milliarden Menschen erreicht, auf Wüstenbildung und natürlich den Klimawandel zurückgeführt werden.

Es gibt keinen Zweifel mehr: Nur mit Hilfe der Technik lösen wir das Problem, fossile Brennstoffe zu ersetzen. Aber fossile Brennstoffe, Kohlenstoff – Kohle und Gas – sind bei weitem nicht die einzigen Ursachen für den Klimawandel.

Desertifikation ist das neue Schlagwort für Wüstenbildung. Dazu kommt es nur, wenn wir zu viel vegetationslosen Boden verursachen. Das ist die einzige Ursache. Ich konzentriere mich auf den größten Teil der Erdoberfläche, der zur Wüste wird.

Ich habe eine einfache Botschaft, die mehr Grund zur Hoffnung gibt, als Sie glauben. Es gibt Gebiete mit garantierter Feuchtigkeit, das ganze Jahr über. In diesen ist es schier unmöglich, große kahle Flächen zu erzeugen. Was auch immer Sie tun, die Natur überdeckt es. Und es gibt Gebiete, wo den Monaten der Feuchtigkeit Monate der Trockenheit folgen, und hier kommt es zur Desertifikation. Dank der Raumfahrt können wir das aus dem Weltall beobachten. Dabei sieht man die Ausdehnung ziemlich gut. Was hier grün erscheint, ist keine Desertifikation. Was braun erscheint, versteppt. Das sind die größten Gebiete der Erde. Ich schätze, zwei Drittel der Welt werden zur Wüste.

Dieses Foto entstand in der Wüste Tihamah, als 25 Millimeter Regen fielen. Stellen Sie sich Wasserfässer mit je 200 Litern Inhalt vor. Auf jeden Hektar kamen über 1.000 Fässer Regen an diesem einen Tag. Am Tag darauf sah das Land so aus. Wohin war das Wasser verschwunden? Ein Teil floss an der Oberfläche ab, aber das meiste Wasser, das in die Erde sickerte, verdunstete einfach wieder, genauso wie in Ihrem Garten, wenn Sie die Erde nicht abdecken. Wasser und Kohlendioxid stehen mit der organischen Bodensubstanz in Wechselwirkung. Beuten wir den Boden aus, wird Kohlendioxid frei. Kohlendioxid geht in die Atmosphäre.

Es wird immer wieder behauptet, dass Desertifikation ein Phänomen der Trocken- und Halbtrockengebiete sei und dass dieses Grasland mit viel Regen nicht davon betroffen sei. Aber wenn Sie nicht auf das Gras, sondern darunter schauen, sehen Sie, dass die meiste Erde dieser Wiese kahl und mit Algen verkrustet ist. Das führt zu erhöhtem Oberflächenabtrag und Verdunstung. Das ist der Krebs der Desertifikation, den wir erst in seinem Endstadium erkennen.

Wir wissen, dass Desertifikation durch Vieh hervorgerufen wird, meist durch Rinder, Schafe und Ziegen, die bei Überweidung den Boden kahlfressen und Methan freisetzen. Fast jeder weiß das, vom Nobelpreisträger bis zum Caddie, oder wurde es gelehrt, wie ich. In staubigen Gegenden Afrikas, wie dieser hier, wuchs ich auf und ich liebte die Tierwelt. Zugleich hasste ich Viehherden, da sie solchen Schaden anrichteten. Dann verstärkte mein Universitätsstudium der Ökologie meine Vorstellungen noch.

Aber ich habe Neuigkeiten für Sie. Genauso sicher waren wir einst, dass die Erde eine Scheibe sei. Damals lagen wir falsch und auch jetzt liegen wir falsch. Ich möchte Sie einladen, meiner Reise des Umdenkens und Entdeckens zu folgen.

Als junger Mann, als junger Biologe in Afrika, war ich daran beteiligt, wundervolle Gebiete in zukünftige Nationalparks umzuwandeln. Das war in den 1950ern. Kaum hatten wir jedoch die jagende und trommelnde Bevölkerung weggeschickt, um die Tiere zu schützen, da begann auch schon der Verfall des Bodens, wie in diesem neugeschaffenen Park hier. Keine Viehherden waren daran beteiligt, aber wir nahmen an, dass wir zuviele Elefanten hätten. Ich forschte und bewies, dass es zu viele waren. Ich schlug vor, dass wir deren Zahl dezimieren und auf ein Niveau reduzieren sollten, die der Boden ernähren kann. Ich hatte eine furchtbare Entscheidung zu treffen, und, offen gesagt, war es politisches Dynamit. Unsere Regierung stellte eine Expertengruppe zusammen, um meine Forschung zu überprüfen. Sie taten es. Sie stimmten mir zu. In den folgenden Jahren haben wir 40.000 Elefanten erschossen, um die Zerstörung aufzuhalten. Es wurde aber schlimmer, nicht besser. Ich liebe Elefanten und das war der traurigste und größte Fehler in meinem Leben und ich werde es mit ins Grab nehmen. Etwas Gutes entstand daraus. Es machte mich fest entschlossen, mein Leben dem Lösen von Problemen zu widmen.

Ich ging dann in die USA und war von Nationalparks wie diesem hier schockiert, so wüstenhaft wie in Afrika. Und auf diesem Land hatten seit über 70 Jahren keine Viehherden geweidet. Ich erfuhr, dass amerikanische Wissenschaftler keine Erklärung dafür hatten, außer dass es trocken und natürlich sei. Ich begann, mir im Westen der Vereinigten Staaten alle Versuchsflächen anzusehen, von denen Rinder entfernt worden waren, um zu beweisen, dass das die Desertifikation aufhält. Aber ich stieß auf das Gegenteil, wie wir an dieser Forschungsstation sehen, wo das Grasland 1961 grün war und sich bis 2002 so verändert hat. Die Autoren des Arbeitspapiers zum Klimawandel, aus dem diese Bilder stammen, schreiben dies "ungeklärten Prozessen" zu.

Offensichtlich haben wir nie verstanden, was Desertifikation auslöst, die viele Zivilisationen zerstört hat und uns jetzt global bedroht. Wir haben es nie verstanden. Nehmen Sie einen Quadratmeter Erde und entfernen Sie sämtliche Vegetation, und ich verspreche Ihnen, es wird morgens viel kälter und mittags viel heißer sein, als wenn die gleiche Fläche mit Abfall bedeckt ist, pflanzlicher Abfall. Das Mikroklima wurde geändert. In dem Moment, in dem man den Anteil an kahlem Boden auf mehr als der Hälfte des Erdbodens drastisch erhöht, verändert man das Makroklima. Aber wir haben einfach nicht verstanden, warum dies vor 10.000 Jahren begonnen hat. Warum hat es sich seit kurzem beschleunigt? Wir verstanden es nicht.

Uns fiel nicht auf, dass diese von der Regenzeit geprägten Gebiete, ihr Boden und ihre Vegetation unter Einfluss zahlreicher Weidetiere entstanden und sich diese Weidetiere zusammen mit wilden, in Gruppen jagenden Raubtieren entwickelten. Der größte Schutz gegen Raubtiere im Pack ist, Herden zu bilden. Je größer die Herde, desto sicherer ist das Individuum. Große Herden düngen und urinieren auf ihre Nahrungsquelle und sie ziehen immer weiter. Es war dieses Weiterziehen, dass eine Überweidung verhinderte, während das regelmäßige Trampeln die Bodenbedeckung sicherstellte, wie man an Stellen sieht, an denen Herden vorbeigezogen sind.

Dieses Bild zeigt ein typisch saisonales Grasland. Nach vier Monaten Regenzeit sprießt es hervor und nun stehen ihm 8 Monate Trockenzeit bevor. Beachten Sie die Veränderung beim Übergang in die Trockenzeit. Das ganze Gras über dem Boden muss sich noch vor der nächsten Wachstumsperiode biologisch zersetzen. Passiert das nicht, sterben Grasland und Erdreich. Wenn es nicht biologisch abgebaut wird, beginnt die Oxidation, ein sehr langsamer Prozess. Das erstickt und tötet die Gräser und begünstigt die Entwicklung von Gehölzen und kahlem Boden, der Kohlendioxid freisetzt. Um dem vorzubeugen, setzen wir normalerweise Feuer ein. Aber Feuer hinterlässt ebenso kahlen Boden, der Kohlendioxid freisetzt. Schlimmer noch, ein Brand auf einem Hektar Grasland setzt mehr Schadstoffe frei als 6.000 Autos. Und jedes Jahr brennen wir in Afrika mehr als 1 Milliarde Hektar Grasland ab und kaum jemand spricht darüber. Als Wissenschaftler rechtfertigen wir die Brände, weil sie totes Material entfernen und es Pflanzen ermöglichen zu wachsen.

Was können wir also tun, um das ausgetrocknete Grasland gesund zu erhalten? Beachten Sie, dass ich dabei vom Großteil der Erdoberfläche spreche. Wir können die Anzahl der Tiere nicht dezimieren, ohne Desertifikation und Klimawandel zu verursachen. Wir können es nicht abbrennen, ohne Desertifikation und Klimawandel zu verursachen. Was sollen wir tun? Es gibt nur eine Möglichkeit, nochmals, nur eine Möglichkeit, die den Klimatologen und Wissenschaftlern bleibt: Das Undenkbare tun und Viehherden einsetzen, die im Verbund umherziehen, einstige Herden und Raubtiere ersetzen und die Natur nachahmen. Es gibt keine andere Möglichkeit für die Menschheit.

Also lasst es uns tun. Genau das machen wir auf diesem Stück Wiese im Vordergrund. Mit Rindern wirken wir stark darauf ein, um die Natur nachzuahmen, und danach sieht es so aus. Das ganze Gras bedeckt nun die Erde, in Form von Dung, Urin, Pflanzenabfall oder Mulch. Jeder Gärtner unter Ihnen versteht das. Die Erde kann jetzt Regenwasser absorbieren und speichern, Kohlendioxid speichern und Methan abbauen. Und das funktioniert ganz ohne Brände, die der Erde schaden, und Pflanzen können wachsen.

Als ich zum ersten Mal erkannte, dass wir als Wissenschaftler keine andere Wahl hatten, als die viel verschmähten Nutztiere einzusetzen, um auf den Klimawandel und die Desertifikation zu reagieren, stand ich vor einem Dilemma. Wie schaffen wir das? 10.000 Jahre lang hatten wir erfahrene Hirten, die ihre Tiere in Herden vorantrieben, aber sie schufen die großen, vom Menschen erschaffenen Wüsten. Wir haben auch 100 Jahre den Regen erforscht und das beschleunigte die Desertifikation, wie wir in Afrika herausfanden und in den USA bestätigen konnten, und wie sie auf diesem Bild sehen: Land, um das sich die US-Bundsregierung kümmert. Offenbar reichte es nicht, die Tiere zusammen- und voranzutreiben. Jahrtausendelang waren Menschen nicht in der Lage, mit der Komplexität der Natur umzugehen. Und auch wir Biologen und Ökologen haben noch nie etwas so Komplexes bewältigt. Anstatt das Rad neu zu erfinden, sah ich mir andere Berufe an, ob das jemand schon mal gemacht hatte. Ich stieß auf Planungstechniken, die ich übernehmen und für die Biologie adaptieren konnte. Daraus entwickelte ich das sogenannte ganzheitliche Management und geplante Weiden, einen Planungsprozess, der die gesamte Komplexität der Natur und unsere soziale, ökologische und ökonomische Komplexität anspricht.

Heute gibt es junge Frauen wie diese hier, die in afrikanischen Dörfern lehren, wie man Tiere zu größeren Herden zusammentreibt, das Weiden nach Vorbild der Natur plant, und wo ihre Tiere über Nacht untergebracht werden – wir wirtschaften raubtierfreundlich, weil uns große Flächen zur Verfügung stehen. In Fällen, in denen sie das nächtliche Einfrieden der Nutztiere für die Vorbereitung der Felder nutzen, verzeichnen wir auch eine Steigerung der Ernte.

Hier ein paar Ergebnisse: Dieses Land befindet sich nahe des Gebiets, das wir in Zimbabwe bewirtschaften. Gerade geht eine 4-monatige, sehr gute Regenzeit zu Ende, nun beginnt die lange Trockenzeit. Aber wie Sie sehen können, ist fast der ganze Regen von der Erdoberfläche verdunstet. Der Fluss ist ausgetrocknet, obwohl die Regenzeit gerade erst vorbei ist. 150.000 Menschen sind auf ständige Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Sehen wir uns das Land nebenan am selben Tag an, bei gleicher Niederschlagsmenge. Unser Fluss ist sauber und fließt. Es passt. Gras, Sträucher, Bäume und Tierwelt entwickeln sich besser und niemand hat Angst vor längeren Trockenzeiten. Das ist die Folge einer Steigerung der Rinder- und Ziegenbestände um 400 %, mit geplanter Beweidung nach Vorbild der Natur und mit Einbezug der Elefanten, Büffel, Giraffen und anderen Tiere, die wir haben. Doch zuvor sah das Land so aus. Die Stelle war seit 30 Jahren kahl und abgetragen, ganz unabhängig vom Regen. Schauen Sie sich den Baum mit dem Pfeil an und sehen Sie die Veränderung durch den Einsatz von Viehherden. Das war eine andere Stelle, die kahl und abgetragen war, und am Fuß des kleinen, markierten Baumes waren bereits 30 cm Erde abgetragen. Wiederum ein gewaltiger Unterschied, nur durch Viehherden, die die Natur nachahmen. Jetzt gibt es auch umgefallene Bäume, weil das bessere Land auch Elefanten anzieht. Diese Landschaft in Mexiko war in furchtbarem Zustand – ich musste den Hügel markieren, weil der Wandel so gravierend ist.

(Beifall)

In den 70er Jahren begann ich, einer Familie in der Wüste Karoo dabei zu helfen, die Wüste, wie rechts zu sehen, wieder in Grasland zu verwandeln. Glücklicherweise bewirtschaften nun deren Enkelkinder das Land und haben Hoffnung für die Zukunft. Sehen Sie sich diesen verblüffenden Wandel an: Die Erosion ist vollständig verschwunden, ausschließlich mit dem Einsatz von Viehherden, die die Natur nachahmen. Wiederum wird auch hier das Land in 3. Generation mit wehenden Fahnen bewirtschaftet.

Das weite Grasland von Patagonien wandelt sich in Wüsten um. In der Mitte ist ein argentinischer Wissenschaftler, der die fortschreitende Landdegradierung über die Jahre dokumentiert hat, in denen die Anzahl der Schafe reduziert wurde. Sie stellten eine Herde von 25.000 Schafen auf, ahmten die Natur mit geplantem Weiden gut nach. Sie erzielten eine 50 %ige Steigerung ihrer Produktion im ersten Jahr.

Heute haben wir am gefährlichen Horn von Afrika Hirten, die das Weiden nach Vorbild der Natur planen und offen sagen, dass es ihre einzige Hoffnung ist, ihre Familien und ihre Kultur zu retten. Auf 95 % dieses Landes ernähren sich Menschen von Tieren.

Wohlgemerkt spreche ich hier vom größten Teil der Erdoberfläche, der unser Schicksal steuert. Das schließt die gefährlichste Region der Welt mit ein, wo sich Menschen auf 95 % der Fläche nur von Tieren ernähren können. Dieses globale Handeln führt im gleichen Maße zum Klimawandel, wie es fossile Brennstoffe tun, vielleicht sogar noch mehr als diese. Schlimmer noch – es verursacht Hunger, Armut, Gewalt, soziale Unruhe und Krieg. Genau in diesem Moment leiden und sterben Millionen Männer, Frauen und Kinder. Wenn dies anhält, können wir den Klimawandel wahrscheinlich nicht aufhalten, selbst nach Abschaffung der fossilen Brennstoffe.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zeigen, wie wir ohne großen Kostenaufwand mit der Natur arbeiten können, um all dies umzukehren. Wir führen es bereits auf 15 Millionen Hektar Land auf fünf Kontinenten durch. Menschen, die weit mehr von Kohlendioxid verstehen als ich, haben zur Veranschaulichung errechnet, dass wir durch die Umsetzung meines Vorschlags der Atmosphäre genug Kohlendioxid entziehen und es für tausende Jahre sicher in der Erde speichern können. Selbst wenn es uns nur auf der Hälfte der globalen Grasflächen gelingt, die ich Ihnen gezeigt habe, können wir auf ein vor-industrielles Niveau gelangen und zugleich Menschen ernähren. Ich kann mir nichts vorstellen, was mehr Hoffnung für unseren Planeten, für unsere Kinder und Kindeskinder und für die ganze Menschheit verspricht.

Vielen Dank.

(Beifall) Danke. (Beifall)

Danke, Chris.

Chris Anderson: Danke. Ich habe, wie bestimmt jeder hier, A) hunderte Fragen und B) möchte dich umarmen. Ich stelle dir nur eine kurze Frage: Wenn du am Anfang eine Tierherde auf das Land lässt, ist da erstmal Wüste. Was fressen die Tiere? Wie geht das? Wie beginnst du?

Allan Savory: Wir machen das schon sehr lange und das einzige Mal, dass wir Futter zur Verfügung stellen mussten, war auf einer Minenlandschaft, wo es zu 100 % kahl ist. Ich habe mal vor Jahren auf dem schlimmsten Stück Land in Zimbabwe demjenigen 5 Pfund geboten, der auf einer 160 km Fahrt auch nur irgendein Gras auf der Strecke finden würde. Darauf verdreifachten wir den Viehbestand im ersten Jahr ohne zusätzliches Futter, nur durch Umherziehen und Nachahmen der Natur und unter Benutzung einer Sigma-Kurve. Es ist etwas technisch, um es hier zu erklären, aber so etwa war es.

CA: Ich würde gerne – Diese Idee ist so interessant und so wichtig. Die klügsten Köpfe auf unserem Blog werden sich mit dir unterhalten wollen. Ich möchte mehr erfahren, das können wir mit dem Vortag veröffentlichen. AS: Wunderbar.

CA: Das ist ein außergewöhnlicher Vortrag, wirklich erstaunlich, und wie du gehört hast, feuern wir dich alle auf deinem Weg an. Danke von ganzem Herzen. AS: Dank dir. Danke, Chris.

(Beifall)