Follow TED
Be the first to know about new TEDTalks, TED news and other announcements.
Click on any phrase to play the video from that point.
(Video) Sprecher: Viele Tests werden durchgeführt mit Yves am Flügel festgeschnallt, weil Yves ein wesentlicher Teil des Flugzeuges ist.
Sprecher: Der Flügel hat keine Lenkbetätigung, keine Klappen, keine Ruder. Yves benutzt seinen Körper um den Flügel zu steuern.
Stefan von Bergen: Er dreht, indem er den Kopf auf die eine oder andere Seite legt. Und manchmal nimmt er noch zusätzlich seine Hände, manchmal auch ein Bein. Er ist sozusagen ein menschlicher Flugzeugrumpf. Und das ist doch einzigartig.
Sprecher: Streckt er seinen Rücken durch, gewinnt er an Höhe. Wenn er die Schultern vorbeugt, geht er in den Sinkflug.
Überquerung der Strasse von Gibraltar
Kommentator: Da ist er. Da ist Yves Rossy. Und ich glaube der Flügel ist geöffnet, ist offen. Unser erster kritische Moment, es ist offen. Er ist runter. Fliegt er?
Zweiter Kommentator: Sieht aus, als würde er sich stabilisieren. Er beginnt seinen Anstieg.
Kommentator: Da ist die 90-Grad-Wende, über die Sie sprachen, bringt ihn raus. Er ist draussen über dem Kanal. Da ist Yves Rossy. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Er ist über dem Ärmelkanal und auf seinem Weg. Meine Damen und Herren, ein historischer Flug beginnt.
Zweiter Kommentator: Und wenn er sich dem Boden nähert, zieht er an den Schlaufen um die Landung abzufangen, sich zu verlangsamen, und dann kommt er rein für eine gute Landung.
Kommentator: Da ist er. Yves Rossy ist in England gelandet.
Bruno Giussani: Und jetzt ist er in Edinburgh. Yves Rossy. (Applaus) Und auch seine Ausrüstung.
Yves, willkommen. Das ist schon unglaublich. Diese Szenen wurden in den letzten drei Jahren aufgenommen, in unterschiedlichen Momenten Ihrer Aktivitäten. Und es gab noch viele viele mehr. Es ist also möglich, fast wie ein Vogel zu fliegen. Wie ist es, da oben zu sein.
Yves Rossy: Das macht Spass. Spass. (Lachen) Ich habe keine Federn. Aber manchmal fühle ich mich wie ein Vogel. Es ist wirklich ein unwirkliches Gefühl, weil man normalerweise so ein grosses Ding, ein Flugzeug, um sich hat. Und wenn ich dieses kleine Gurtzeug anlege, diesen kleinen Flügel, dann habe ich wirklich das Gefühl ein Vogel zu sein.
BG: Wie fing das mit Jetman an?
YR: Das war so vor 20 Jahren, als ich den freien Fall entdeckte. Wenn man aus dem Flugzeug kommt, ist man fast nackt. Man geht dann in so eine Position. Und besonders wenn man in der Tracking-Position ist, hat man das Gefühl zu fliegen. Und das ist dem Traum am nächsten. Da ist keine Maschine um einen herum. Man ist einfach in dem Element. Das geht so nur sehr kurz und nur in eine Richtung. Also die Idee war jenes Gefühl des Freiseins zu behalten, aber dabei die Richtung zu verändern und die Zeit zu verlängern.
BG: Also, ich bin neugierig. Was ist Ihre Höchstgeschwindigkeit?
YR: Das ist so 300km/h vor dem Looping. Das sind etwa 190 Meilen pro Stunde.
BG: Und wieviel wiegt die Ausrüstung, die Sie tragen?
YR: Wenn ich aussteige, voll Kerosin, dann ungefähr 55 Kilo. Ich trage 55 Kilo auf dem Rücken.
BG: Und Sie lenken nicht? Es gibt keinen Griff, keinen Lenker, nichts? Es ist nur Ihr Körper, die Flügel werden Teil des Körpers und andersherum?
YR: Das ist wirklich das Ziel. Wenn man eine Lenkeinheit einbaut, dann erfindet man das Flugzeug neu. Und ich wollte diese Freiheit der Bewegung. Es ist wirklich wie ein Kind, das Flugzeug spielt. So, wenn ich runter will. Und ich steige auf, ich drehe. Das ist wirklich pures Fliegen. Es ist nicht Lenken, es ist Fliegen.
BG: Was für ein Training absolvieren Sie, Sie persönlich, dafür?
YR: Ich versuche einfach nur fit zu sein. Ich mache kein spezielles Training. Ich versuche meine Wendigkeit durch neue Aktivitäten zu erhalten. Zum Beispiel, letzten Winter fing ich mit dem Kitesurfen an -- also neue Sachen. Man muss sich anpassen. Weil -- ich bin recht erfahrenen erfahren im Leiten von Systemen als Pilot, aber dies ist wirklich -- man muss flüssig sein, man muss flink sein, und mann muss sich auch richtig schnell anpassen.
BG: Einer der Zuschauer fragte mich, "Wie atmet er da oben?" weil Sie so schnell sind und über 3000m hoch.
YR: Okay, bis 3000 Meter ist das mit dem Sauerstoff kein grosses Problem. Motorradfahrer zum Beispiel sind genauso schnell. Nur mit dem Helm, Integralhelm, ist es kein Problem zu atmen.
BG: Beschreiben Sie mir Ihre Ausrüstung hier. Also vier Motoren von Breitling.
YR: Yeah, 2 Meter Spannweite. Ultrastabiles Profil. Vier kleine Motoren, je 22 Kilo Schub, Turbinen, mit Kerosin betrieben. Gurtzeug, Fallschirm. Meine einzigen Instrumente sind Höhenmesser und Zeit. Ich weiss, das ich für ungefähr 8 Minuten Brennstoff habe. Also einfach prüfen bevor es alle ist. (Lachen) Und, ja, das ist alles. Zwei Fallschirme. Das heisst, dass wenn es ein Problem gibt, mit dem ersten den ich ziehe, ich immernoch die Möglichkeit habe den zweiten zu öffnen. Und das ist mein Leben. Dies ist das ganz Wichtige zur Sicherheit. Das habe ich in den letzten 15 Jahren vielleicht 20 Mal benutzt -- nie mit dieser Art Flügel, aber am Anfang. Ich kann den Flügel ausklinken, wenn ich ins Trudeln komme oder nicht stabil bin.
BG: Das haben wir 2009 bei der Überquerung der Strasse von Gibraltar gesehen. Da verloren Sie die Kontrolle und tauchten dann in die Wolken und ins Meer. Das war also eine der Situationen in denen Sie den Flügel abgeworfen haben, nicht?
YR: Ja. Ich versuchte es in den Wolken, aber man verliert [komplett die Orientierung]. Also ich versuchte noch einmal an Höhe zu gewinnen. Ich dachte, okay, ich komme hier raus. Aber wahrscheinlich habe ich sowas gemacht.
BG: Das stelle ich mir nicht sehr sicher vor.
YR: Man fühlt sich grossartig, aber man hat nicht die richtige Höhe. Und so sah ich als nächstes nur Blau. Das war das Meer. Ich habe auch einen akustischen Höhenmesser. Ich war an meiner Minimalhöhe in der Richtung -- schnell -- da habe ich das gezogen. Und dann habe ich meinen Schirm geöffnet.
BG: Die Flügel haben also einen eigenen Fallschirm und Sie habe zwei.
YR: Genau. Es gibt einen Notschirm für den Flügel. Aus zwei Gründen: damit ich ihn später reparieren kann und besonders damit das keiner auf den Kopf bekommt.
BG: Ich verstehe. Kommen Sie hierher zurück. Dies ist wirklich riskant. Leute sind dabei gestorben so etwas zu tun. Aber Sie sehen nicht wie ein Verrückter aus; Sie sind ein schweizer Pilot, also eher jemand mit einer Checkliste. Ich nehme an Sie haben Standards.
YR: Yeah. Dafür habe ich keine Checkliste.
BG: Das sagen wir Ihrem Arbeitgeber nicht.
YR: Nein, das sind wirklich zwei Welten. Die Zivilluftfahrt ist etwas, das wir sehr gut kennen. Wir haben 100 Jahre Erfahrung. Und man kann sich sehr präzise anpassen. Damit, muss ich mich an etwas Neues anpassen. Das heisst improvisieren. Es ist also etwas zwischen diesen beiden Ansätzen. Etwas, mit dem ich mich sehr gut auskenne -- diese Richtlinien, zum Beispiel, ein Airbus hat zwei Motoren; mit nur einem Motor kann man fliegen. Also Plan B, immer ein Plan B. In einem Kampfflugzeug hat man einen Schleudersitz. Das ist mein Schleudersitz. Mein Ansatz ist also der eines professionellen Piloten, mit dem Respekt des Pioniers vor Mutter Natur.
BG: Gut gesagt. Gut gesagt. Was passiert, wenn einer der Motoren abschaltet?
YR: Ich mache ein Rolle. Und dann stabilisiere ich mich und je nach Höhe geht es mit zwei oder drei Motoren weiter. Manchmal ist es möglich -- das ist wirklich schwer zu erklären -- aber je nachdem wie stabil ich bin, kann ich mit zweien weiterfliegen. Und dann versuche ich einen guten Platz zum Landen zu finden und öffne meinen Fallschirm.
BG: Also der Beginn des Flugs ist eigentlich der Sprung aus einem Flugzeug oder Hubschrauber. Und Sie springen und fahren die Motoren hoch, und dann starten Sie im Grunde genommen irgendwo in der Luft. Und die Landung ist dann, wie wir gesehen haben bei der Ankunft auf dieser Seite des Kanals, mit einem Fallschirm. Nur so aus Neugier, wo sind Sie gelandet als Sie über den Grand Canyon flogen? Sind Sie am Rand gelandet, auf dem Grund?
YR: Es war unten am Grund. Und danach kam ich auf den Kufen des Hubschraubers zurück. Aber es war oben zu steinig und voller Kakteen.
BG: Deswegen habe ich gefragt.
YR: Die Strömungen sind auch recht eigenartig da. Da gibt es grosse thermische Aktivität, auch grossen Höhenunterschied. Daher war es viel sicherer am Grund zu landen.
BG: Ich glaube, dass viele Zuschauer sich jetzt fragen, "Okay, wann entwickelt er einen Zweisitzer, damit ich mit ihm fliegen kann?"
YR: Ich habe eine Standardantwort. Haben Sie schon einmal Tandem-Vögel gesehen?
BG: Perfekte Antwort. (Applaus) Yves, noch eine Frage. Was ist für Sie das nächste, für Jetman?
YR: Erstmal jemanden Jüngeres ausbilden. Ich will das weitergeben, Formationsflüge machen. Und ich habe vor von einer Klippe zu starten, wie von einer Klippe katapultiert.
BG: Anstatt aus einem Flugzeug zu springen?
YR: Ja, des letztendliche Ziel ist es zu starten, aber mit Anfangsgeschwindigkeit. Ich mach das wirklich Schritt für Schritt. Es scheint etwas verrückt, aber das ist es nicht. Es ist jetzt schon möglich zu starten, das ist aber noch zu gefährlich. (Lachen) Dank mehr Technologie, besserer Technologie, wird das sicher sein. Und ich hoffe, dass jeder das machen kann.
Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation.
An einen Jet-getriebenen Flügel geschnallt, ist Yves Rossy der Jetman -- fliegt frei, mit seinem Körper als Ruder, über den schweizer Alpen und dem Grand Canyon. Nach einem kurzen Film darüber wie das funktioniert, kommt Rossy auf die TEDGlobal Bühne und spricht über das Erlebnis und den Nervenkitzel des Fliegens.
With a jet-powered wing attached to his body, Yves Rossy expands the possibilities of human flight. Full bio »
Translated into German by Tonia David
Reviewed by Alex Boos
Comments? Please email the translators above.
I don’t have feathers, but I feel like a bird sometimes.” (Yves Rossy)
09:38 Posted: Nov 2011
Views 337,795 | Comments 77
21:20 Posted: Sep 2007
Views 275,568 | Comments 24
12:13 Posted: Apr 2009
Views 426,691 | Comments 91
Just follow the guidelines outlined under our Creative Commons license.
This comment will be attributed to . Not ? Sign out.