Follow TED
Be the first to know about new TEDTalks, TED news and other announcements.
Click on any phrase to play the video from that point.
John Hockenberry: Grossartig hier bei Ihnen zu sein, Tom. Und ich möchte mit einer Frage beginnen, die mich beschäftigt hat, seit ich mich zum ersten Mal mit Ihrer Arbeit befasst habe. In Ihrer Arbeit gibt es immer so eine gemischte Charakteristik, einer natürlichen Kraft im Zusammenspiel mit einer kreativen Kraft. Sind diese jemals in Einklang, so wie Sie Ihre Arbeit sehen?
Tom Shannon: Die Thematik mit der ich mich beschäftige, ist gewöhnlich eine Frage zu beantworten. Diese Frage kam mir in den Sinn: Wie sieht der Kegel aus, der Sonne und Erde verbindet, könnte man diese beiden Sphären verbinden? Und im Verhältnis dazu, was wäre die Grösse der Sphären, und die Länge, und was die Abschrägung zur Erde hin? Und so ging ich das an und machte die Skulptur aus massiver Bronze. Und ich machte eine, die etwa 35 Fuss lang war. Das Ende der Sonne hatte einen Durchmesser von etwa vier Inch und dann lief es spitz zusammen über etwa 35 Fuss bis auf etwa einen Millimeter am Ende der Erde. Und für mich war es wirklich spannend zu sehen wie es aussieht, könnte man hinaus und in grösseren Zusammenhang treten, als wäre man ein Austronaut, und diese zwei Dinge als ein Objekt sehen, weil sie so eng verbunden sind, und das eine ist ohne das andere bedeutungslos.
JH: Ist es befreiend mit diesen Kräften zu spielen? Und ich frage mich, wie sehr es ein Gefühl der Entdeckung ist mit diesen Kräften zu spielen.
TS: Nun ja, wie die magnetisch frei schwebenden Objekte -- wie das silberne dort. Das war das Ergebnis hunderter Experimente mit Magneten, der Versuch etwas schweben zu lassen mit möglichst wenig Verbindung zum Boden. Und so reduzierte ich es bis auf ein Seil, das es stützen kann.
JH: Ist das hier elektromagnetisch, oder ist das feststehend?
JH: Weil es sonst nur krachen würde, wenn der Strom ausfällt?
TS: Yeah. Kunst die an die Steckdose muss ist wirklich unzufriedenstellend.
TS: Die Arbeiten mit Magneten sind eine Kombination von Erdanziehungskraft und Magnetismus, eine Mischung dieser Kräfte im Raum, die alles beeinflussen. Die Sonne hat ein enormes Feld, das sich weit über die Planeten hinaus ausbreitet. Und das Kraftfeld der Erde schützt uns vor der Sonne. So gibt es diese riesigen Strukturen unsichtbarer Form des Magnetismus im Universum. Aber mit diesem Pendel kann ich diese unsichtbaren Kräfte aufweisen, die die Magneten stützen. Meine Skulpturen sind normalerweise stark vereinfacht. Ich versuche sie zu sehr einfachen Formen zu verfeinern. Aber die Bilder werden sehr komplex. Ich glaube, weil die Felder die sie unterstützen sich aufbauschen und sich gegenseitig durchdringen. Ud da sind Interferenzmuster.
JH: Und sie sind nicht plangesteuert. I meine, man weiss nicht unbedingt wohin es einen führt, wenn man anfängt, obwohl diese Kräfte berechnet werden können. Also die Entwicklung von diesem -- Ich nehme an dies ist nicht Ihr erstes Pendel.
TS: Das erste machte ich in den späten 70er Jahren. Ich hatte nur einen einfachen Trichter mit einem Hahnventil am Ende. Ich warf es in einen Kreisbahn und es hatte nur eine Farbe. Und als es zur Mitte kam lief die Farbe weiter raus. Also musste ich da reinlaufen. Ich konnte das Hahnventil nicht fernbedienen. Und so wusste ich gleich, dass ich etwas zur Fernsteuerung brauche. Aber dann begann ich davon zu träumen sechs Farben zu haben. Ich stelle mir das als DNA vor -- diese Farben, das Rot, Blau, Gelb, die Primärfarben und Weiss und Schwarz. Und wenn man die in unterschiedlichen Kombinationen zusammenbringt -- genau eigentlich wie beim Druck, so wie Farbe in Zeitschriften gedruckt wird -- und sie bestimmten Kräften aussetzt, sie also kreisen lässt, oder hin und her fahren lässt, oder mit ihnen zeichnet, dann fangen diese erstaunlichen Dinge an zu erscheinen.
JH: Sieht aus als seien wir hier bereit.
TS: Yeah, wir nehmen ein paar Leinwände. Ich bitte einige meiner Söhne hier Leinwände aufzubauen. Ich sag nur -- das sind Jack, Nick und Louie.
JH: In Ordnung. Ich gehe aus dem Weg.
TS: Ich werfe das jetzt in eine Kreisbahn. Mal sehen ob ich die Schuhe von allen vorne bemalen kann.
JH: Whoa. Das ist ... Ooh. Gut.
TS: Also sowas in der Art. Dies ist eine Demonstration und es ist eher verspielt. Aber am Ende kann man dies alles benutzen. Ich kann dies Bild überarbeiten, einfach weitermachen mit Schicht über Schicht. Und ich behalte es einige Wochen da. Und denke darüber nach. Und ich mache damit noch eine Session und bringe es voran, und dabei wird all dies zu Hintergrund, zu Tiefe.
JH: Das ist fantastisch. Also die Ventile am Boden der Röhren da sind wie funkgesteuerte Flugzeugventile.
TS: Ja, das sind Klampen die diese Plastikröhrchen kneifen. Und die können das sehr dicht drücken und stoppen oder man kann die weit geöffnet haben. Und alle Farben kommen aus der Mündung in der Mitte am Boden. Man kann die Farben immer wechseln, Aluminiumfarbe nehmen. Oder ich könnte irgendetwas anderes reintun. Es könnte Tomatensausse sein, oder irgendetwas kann verteilt werden -- Sand, Puder, so etwas.
JH: So viele Kräfte hier. Also da ist Eranziehungskraft, da ist Fliehkraft, da ist das dynamische Verhalten der Flüssigkeit. Jedes dieser schönen Bilder, ist das ein Bild in sich selbst, oder sind das Belege des physikalischen Ereignis genannt Pendel nähert sich der Leinwand?
TS: Also, dieses Bild hier, ich wollte etwas sehr Einfaches machen ein einfaches, ikonisches Abbild zweier sich überlagernder Wellenformen. Das rechts wurde zuerst gemacht und dann das links wurde darüber gemacht. Und dann lies ich Lücken, damit man das zuerst gemachte sehen kann. Und dann als ich das zweite machte hat es die Arbeit wirklich durcheinandergebracht -- diese starken blauen Linien krachen durch die Mitte -- und das schaffte Spannung und Überschneidung. Es gibt Linien vor dem rechts, und es gibt Linien hinter dem links, und so führt das zu unterschiedlichen Ebenen. Worum es geht, die kleinen Ereignisse, die gegenseitige Durchdringung --
TS: Zwei Dinge die geschehen -- Da ist ein Interferenzmuster und dann passiert eine dritte Sache. Es gibt Formen die entstehen durch die Vermählung zweier stattfindender Ereignisse. Und daran bin ich sehr interessiert. Wie das Auftreten dieser Störungsmuster. Wie dieses grüne. Dies ist ein Bild, das ich vor etwa 10 Jahren machte. Aber es hat einige -- sehen Sie, hier im oberen Drittel -- da sind diese Stör- und Interferenzmuster. Das ist bildliche Darstellung aus dem Funkbereich. Und das ist etwas, das ich in einem Gemälde niemals gesehen habe. Ich habe noch nie eine Darstellung dieser Art von Funk-Interferenzmustern gesehen, die so allgegenwärtig und so ein wichtiger Teil unseres Lebens sind.
JH: Ist das eigentlich Teil des Bildes, oder ensteht in meinem Auge das Interferenzmuster? Vervollständige ich das Interferenzmuster?
TS: Das ist wirklich die Farbe, die macht das real. Das tritt da wirklich auf. Wenn ich sehr konzentrische Kreise werfe, oder konzentrische Elipsen, dann macht es brav diese Linien in gleichmässigen Abständen. Die kommen dichter und dichter zusammen. Dies beschreibt, wie Erdanziehungskraft sich auswirkt. Es liegt etwas sehr anziehendes in der Exaktheit der Wissenschaft und das macht mir wiklich Spass. Und ich liebe die Formen, die ich in wissenschaftlichen Beobachtungen und Geräten sehe. Besonders astronomische Formen und die Idee der ungeheuren Weite und die Grössenordnung sind sehr interessant für mich.
Mein Schwerpunkt in den letzten Jahren hat sich hin zu Biologie verlagert. Wenn man sie genauer betrachten, erscheinen in einigen der Bilder sonderbare Dinge, die wirklich aussehen wie Pferde oder Vögel oder Krokodile, Elefanten. Es gibt viele Dinge, die erscheinen. Wenn man es ansieht, ist es wie Wolken anzusehen, aber manchmal ist es sehr geformt und ausgeführt. Und dann sind da all diese Formen von denen wir nicht wissen, was sie sind. Doch die sind ebenso klar und komplex. Und so glaube ich, das sie vorhersagend sein können. Da es die Fähigkeit hat Formen zu machen, die aussehen wie Formen die wir aus der Biologie kennen, macht es auch Formen, die wir nicht kennen. Und villeicht sind es diese Arten von Fomen, die jemand unter der Oberfläche des Mars entdecken wird, wo es vermutlich Seen gibt mit unter der Oberfläche schwimmenden Fischen.
JH: Oh, das hoffe ich. Oh Gott, ja. Oh, bitte, ja. Es scheint, dass in dieser Phase Ihres Lebens Sie persönlich sich auch im Zustand der Konfrontation mit einer Art Unstimmigkeit befinden -- Ich nehme an, es ist eine elektromagnetische Kraft die irgendwie Parkinsons lenkt und diese kreative Kraft, die zugleich der hier und jetzt anwesende Künstler ist und die Spanne Ihres ganzen Lebens. Ist das für ihre Arbeit relevant?
TS: Es hat sich so ergeben, dass dieses Gerät recht praktisch ist, weil ich dafür keine feinmotorischen Fähigkeiten brauche. Ich kann die Regler handhaben. Das ist eher ein mentaler Prozess. Ich sehe es an und treffe Entscheidungen. Das braucht mehr Rot, das braucht mehr Blau, das braucht eine andere Form. Und so treffe ich diese kreativen Entscheidungen und kann sie ausführen auf sehr sehr viel infachere Weise. Ich meine, ich habe die Symptome. Die Parkinson-Krankheit schleicht sich über Jahre hinweg an, aber an einem bestimmten Punkt beginnt man Symptome zu sehen. In meinem Fall hat meine linke Hand ein erhebliches Zittern und mein linkes Bein auch. Ich bin Linkshänder, und so zeichne ich. Alle meine Werk fangen an mit kleinen Zeichnungen. Davon habe ich tausende. Es ist eine Art zu denken. Ich zeichne mit einem einfachen Stift. Am Anfang war Parkinson wirklich erschütternd, weil ich den Stift nicht dazu bekam stillzustehen.
JH: Sie regulieren diese Kräfte also nicht. Sie betrachten sich nicht als Herr dieser Kräfte. Sie betrachten sich selbst als Diener.
TS: Die Natur ist -- ein Geschenk des Himmels. Sie beinhaltet einfach so viel. Und ich glaube, die Natur will sich ausdrücken in dem Sinne das wir Natur sind, Menschen Teil des Universums sind. Das Universum ist in unseren Gedanken und unsere Gedanken sind im Universum. Wir sind Ausdruck des Universums Als Menschen letztlich als ein Teil des Universums, sind wir Fürsprecher oder Beobachter dessen, was das Universum ausmacht. Und um damit in Kontakt zu treten, mit einem Gerät, das diese Kräfte die überall sind agieren lässt, zeigen lässt was sie tun können mit Pigmenten und Farbe wie ein Künstler, dafür ist das ein guter Partner. Das ist ein toller Assistent im Atelier.
JH: Ich liebe die Idee, dass irgendwo in dieser Idee feiner Bewegung und Kontrolle mit den traditionellen Fähigkeiten die man mit der Hand hat solch elementare Kraft aufgedeckt wird. Und das ist das Schöne hier. Tom, vielen Dank. Das war wirklich grossartig.
Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation, or join one of these:
TED besucht Tom Shannon in seinem Atelier in Manhattan für eine eingehende Betrachtung dessen von Wissenschaft inspirierter Kunst. Ein erhellendes, persönliches Gespräch mit John Hockenberry zeigt wie die Kräfte der Natur – und der Beginn von Parkinson-Zittern – auf sein Leben und seine Kunst einwirken.
Tom Shannon's mixed-material sculpture seems to levitate -- often it actually does -- thanks to powerful magnets and clever arrangements of suspension wire. He designed the TED Prize trophy. Full bio »
Translated into German by Tonia David
Reviewed by Alex Boos
Comments? Please email the translators above.
Nature wants to express itself in the sense that we are nature, humans are of the universe. The universe is in our mind, and our minds are in the universe.” (Tom Shannon)
11:55 Posted: May 2009
Views 326,941 | Comments 73
15:57 Posted: Nov 2008
Views 573,681 | Comments 65
15:44 Posted: May 2008
Views 355,841 | Comments 63
Just follow the guidelines outlined under our Creative Commons license.
This comment will be attributed to . Not ? Sign out.