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Wenn wir uns umsehen, hat vieles von dem, was uns umgibt, sein Leben als mancherlei Steine und Schlamm begonnen, an diversen Orten auf der Welt im Boden vergraben. Aber natürlich sehen sie nichtmehr wie Steine und Schlamm aus; Sie sehen aus wie Fernsehkameras, Monitore, lästige Radiomikrofone. Und diese magische Verwandlung war das, was ich mit meinem Projekt erreichen wollte, welches als "Das Toaster Projekt" bekannt wurde. Und es war inspiriert von diesem Zitat von Douglas Adams. Die Situation ist aus "Per Anhalter durch die Galaxis". Und die beschriebene Situation ist: der Held des Buches - ein Mann des 20. Jahrhunderts - findet sich auf einem seltsamen Planeten wieder, der von technologisch primitiven Menschen bevölkert ist. Und er nimmt irgendwie an, ja, er wird - diese Dorfbewohner - er wird ihr Herrscher und verändert ihre Gesellschaft mit seiner wundervollen Herrschaft der Technologie, der Wissenschaft und der Elemente, aber bemerkt natürlich, dass er ohne den Rest der menschlichen Gesellschaft kaum ein Sandwich, geschweige denn einen Toaster, herstellen kann. Aber er hatte kein Wikipedia.
Also dachte ich, okay, ich werde versuchen einen elektrischen Toaster von Grund auf herzustellen. Und, mit der Idee, dass der billigste Toaster sich auch am einfachsten auseinander bauen ließe, kaufte ich mir den billigsten den ich finden konnte, nahm ihn mit heim und war etwas bestürzt zu entdecken, dass in diesem Objekt, das ich für nur 3,49 Pfund gekauft hatte, 400 verschiedene Teile, aus über 100 verschiedenen Materialien stecken. Ich hatte für dieses Projekt nicht mein Leben lang Zeit; Ich hatte vielleicht 9 Monate. Also dachte ich, okay, beginne ich mit fünf. Und das waren Stahl, Glimmer, Plastik, Kupfer und Nickel.
Angefangen mit Stahl: Wie macht man Stahl? Ich klopfte an die Tür vom Lehrstuhl des Rio Tinto Konzerns der modernen Mineralförderung an der "Royal School of Mines" und fragte: "Wie macht man Stahl?" Und Professor Cilliers war sehr nett und erklärte es mir. Und ich erinnerte mich vage an den Realschulunterricht - Naja, Stahl kommt von Eisen, also rief ich bei einer Eisenmiene an. Und sagte: "Hi, ich versuche einen Toaster zu bauen. Kann ich kommen und etwas Eisen holen?" Leider, als ich dort ankam - kam Ray heraus. Er hatte mich missverstanden und dachte, ich käme, weil ich versuche ein Poster zu machen, darum war er nicht vorbereitet mich in die Mine zu führen. Aber nach etwas Quengelei, machte er es.
(Video) Ray: Es war gefalteter Kalkstein. Der wurde produziert von Meerestieren, vor 350 Millionen Jahren, in einem schönen, warmen, sonnigen Klima. Wenn du Geologie studierst, kannst du sehen was in der Vergangenheit passiert ist. Es gab ungeheuerliche Veränderungen.
Thomas Thwaites: Wie Sie sehen können, hatten sie für Weihnachten dekoriert. Natürlich wurde diese Miene nicht mehr betrieben. Weil, obwohl Ray dort als Kumpel gearbeitet hat, wurde die Miene geschlossen und als Touristenattraktion wieder eröffnet. Denn natürlich kann sie nicht mithalten, bei dem Arbeitsumfang, wie er in Südamerika, Australien, wo auch immer betrieben wird. Aber egal, ich bekam meinen Koffer voll Eisenerz und brachte ihn mit dem Zug zurück nach London, wo ich mit dem Problem konfrontiert wurde: Okay, wie mache ich aus diesem Stein Bauteile für einen Toaster?
Also ging ich zurück zu Professor Cilliers, und der sagte: "Gehen sie in die Bibliothek." Das tat ich und sah Studienlehrbücher über Metallurgie durch - komplett nutzlos für meine Zwecke. Weil sie natürlich nicht erklären wie man das anstellt, wenn man es selbst machen will und keinen Schmelzanlage hat. Also landete ich in der Bibliothek der Geschichte der Wissenschaft, wo ich mir dieses Buch ansah. Das ist, tatsächlich, das erste Lehrbuch der Metallurgie das im Westen geschrieben wurde. Und hier, sehen sie, dieser Holzschnitt zeigt im Grunde das was ich am Ende tat. Nur statt einem Blasebalg hatte ich einen Laubbläser. (Gelächter) Und das war etwas, das sich durch das ganze Projekt zog, dass, je geringer der Grad der Arbeit, desto weiter muss man in der Zeit zurückgehen. Und so, nach einem Tag und einer halben Nacht Eisen schmelzen, holte ich das Zeug raus, und es war kein Eisen. Aber glücklicherweise, fand ich online ein Patent für industrielle Schmelzöfen, die Mikrowellen nutzen. 30 Minuten bei voller Leistung und ich war in der Lage diese Arbeit abzuschließen.
So, mein nächstes - (Beifall) Das nächste Teil was ich zu bekommen versuchte war Kupfer. Erneut, diese Miene war einst die größte Kupfermiene der Welt. Ist sie nicht mehr, aber ich fand einen pensionierten Geologieprofessor der mich mit hinunter nahm. Und er sagte: "Okay, Du kannst ein bisschen Wasser aus der Miene haben." Und der Grund warum ich versuchte Wasser zu bekommen ist, weil Wasser das durch Stollen fließt säuerlich wird und beginnt die Mineralien aufzunehmen die es aus dem Felsen löst. Und ein gutes Beispiel daführ ist der rote Fluss "Rio Tinto" in Portugal. Wie sie sehen, hat er viele viele Mineralien in sich gelöst. So viele sogar, dass er nun nur noch Heimat für Bakterien ist, die giftige, saure Bedingungen mögen. Aber wie auch immer, das Wasser, das ich von der "Isle of Anglesey", wo die Miene war, mitbrachte - war kupferhaltig genug dass ich die Kontakte für meinen Elektrostecker aus Metall gießen konnte.
Als nächstes ging ich nach Schottland um Glimmer zu besorgen. Und Glimmer ist ein Mineral, das eine sehr gute Isolierung abgibt, und Elektrizität sehr gut isoliert. Das bin ich bei der Glimmer Beschaffung. Und das letzte Material über das ich heute reden werde, ist Plastik. Und natürlich musste mein Toaster eine Plastikhülle bekommen. Plastik ist das bestimmende Merkmal von billigen elektrischen Geräten. Und weil Plastik aus Öl gemacht wird, habe ich BP angerufen und eine gute halbe Stunde damit verbracht die PR-Abteilung von BP zu überreden, dass es für sie fantastisch wäre, mich auf eine Bohrinsel zu fliegen, und mir eine Kanne Öl abtreten. BP hat offensichtlich andere Probleme zur Zeit. Aber obwohl sie nicht überzeugt waren sagten sie: "Okay, wir rufen zurück." - haben sie nie. Also hab ich nach anderen Wegen gesucht, Plastik herzustellen. Und man kann Plastik tatsächlich aus pflanzlichem Öl machen, aber auch aus Stärke. Hier, das ist mein Versuch Kartoffelstärke-Plastik herzustellen. Und für eine Weile sah es wirklich gut aus. Ich habe es auf diese Form hier gegossen, die ich aus einem Baumstumpf gemacht hatte. Und es sah kurzzeitig gut aus, aber ich hatte es draußen gelassen, weil es trocknen musste und als ich zurück kam waren da leider Schnecken, die die getrockneten Kartoffelstücke aßen.
Aus einer Art Verzweiflung heraus, entschied ich mich, in anderen Ansätzen zu denken. Geologen tauften tatsächlich - naja, sie debattieren ob man es taufen sollte - das Zeitalter in dem wir leben - sie debattieren ob es sich um eine neue geologische Epoche handelt, das "Anthropocene", das Zeitalter des Menschen genannt. Und das weil Geologen der Zukunft wohl eine radikale Veränderung sehen werden, was die Felsschichten betrifft die jetzt gebildet werden. Plötzlich werden sie radioaktiv sein, von Tschernobyl und den rund 2000 Atombomben die seit 1945 gezündet wurden. Und es werden Arten aussterben - wie Fossilien, plötzlich verschwinden. Und ich dachte daran dass synthetische Polymere darin sein werden, Plastik eingebettet in Fels.
Also sah ich nach Plastik - und entschied mich, dass ich nach dieser Art von modernem Fels graben konnte. Und ich ging nach Manchester, um einen Ort namens Axion Recycling zu besuchen. Und die sind an vorderster Front von etwas, das WEEE genannt wird, eine europäische Richtlinie für Elektro- und Elektronikgeräte Abfall. Und die ist in Kraft getreten, als Versuch mit dem Berg von Krempel zurechtzukommen, der nur dafür gemacht wurden um eine Weile in unserem Zuhause zu bleiben um dann auf der Müllhalde zu landen. Aber, das war's.
Das ist ein Bild meines Toasters. (Beifall) Das ist er ohne Gehäuse. Und da steht er im Regal. Danke.
Bruno Guissani: Mir wurde gesagt, du hast ihn einmal eingesteckt.
TT: Ja, habe ich. Ich weiß nicht ob sie es sehen konnten, aber ich war nie in der Lage die Kabel zu isolieren. Die Kew Gärten beharrten darauf, dass ich nicht kommen durfte, um in ihre Gummibäume zu hacken. Deshalb waren die Kabel nicht isoliert. Also sind 240 Volt durch die selbstgemachten Kupferdrähte geflossen, durch den selbstgemachter Stecker. Und für circa 5 Sekunden hat der Toaster getoastet, aber dann, unglücklicherweise, hat das Teil sich irgendwie selbst geschmolzen. Aber, um ehrlich zu sein, habe ich es als Teilerfolg verbucht.
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Eine ganze Zivilisation wird benötigt um einen Toaster zu bauen. Designer Thomas Thwaites hat das auf die harte Tour gelernt, als er versuchte, einen von Grund auf zu bauen: Eisenerz für Stahl fördern, Plastik aus Öl herstellen... es ist offen gesagt unglaublich, dass er so weit kam wie er kam. Eine Parabel unserer ineinandergreifenden Gesellschaft, für Designer ebenso wie für Konsumenten.
Thomas Thwaites is a designer "of a more speculative sort," he says. Full bio »
Translated into German by Inga Geiss
Reviewed by Jens Heyer
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16:26 Posted: Jul 2010
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