Sergey Brin: Ich möchte eine Frage diskutieren, von der ich weiss, dass sie viele von Euch beschäftigt. Wir haben das letzte mal vor etlichen Jahren zu Euch gesprochen. Und bevor ich heute beginne, weil viele von Euch neugierig sind, möchte ich das zuerst erledigen. Die Antwort lautet: Boxers. Ich hoffe, dass ihr Euch nun alle besser fühlt.
Wisst Ihr was das sein könnte? Weiss jemand, was das ist?♫
Publikum: Das sind Leute, die sich rund um die Welt bei Google einloggen.
SB: Wow, OK. I wusste nicht was es war, als ich es zum ersten mal sah. Aber das hier hat mir geholfen, es zu sehen. Wir lassen das in unseren Büros laufen, es läuft eigentlich in Echtzeit. Hier ist es leicht verzögert. Aber hier könnt Ihr sehen, wie Leute rund um die Welt Google benutzen. Und jeder dieser ansteigenden Punkte repräsentiert wahrscheinlich etwa 20, 30 Suchanfragen oder so ungefähr. Und sie sind durch Farben gekennzeichnet, im Moment nach Sprache.
Man sieht also: hier sind wir in den Vereinigten Staaten und die Punkte erscheinen rot. Dort sind wir in Monterey -- hoffentlich habe ich das richtig erwischt. Man sieht, das Japan nachts beschäftigt ist, genau hier. Wir sehen Tokyo auftauchen auf japanisch. Es gibt viel Aktivität in China und viel Aktivität in Indien. Ein bisschen etwas im mittleren Osten, diese Nischen hier. Und Europa, wo es jetzt mitten am Tag ist, erscheint hier deutlich mit einer ganzen Vielfalt an Sprachen.
Man sieht auch, wenn ich das hier herum drehe -- hoffentlich erschüttere ich die Welt nicht zu sehr. Aber man sieht auch, dass es Orte gibt, wo nicht viel los ist. Australien, weil es einfach nicht sehr viele Leute gibt dort. Und dies ist etwas, an dem wir wirklich arbeiten sollten, nämlich Afrika, da tröpfelt es nur ein bisschen, hauptsächlich in Südafrika und einigen wenigen anderen urbanen Regionen. Aber was wir grundsätzlich festgestellt haben in Bezug auf diese Suchanfragen, welche zu Tausenden pro Sekunde eintreffen, ist dass sie überall dort vorhanden sind, wo es Strom gibt. Und so ziemlich überall, wo es Strom gibt, ist auch das Internet. Und selbst in der Antarktis -- naja, wenigstens um diese Jahreszeit -- können wir von Zeit zu Zeit eine Suchanfrage aufsteigen sehen. Und wenn wir das eingezeichnet hätten, glaube ich, würde man auch die Internationale Raumstation sehen.
Das ist also eine der Herausforderungen, welche sich uns stellt, wie Ihr sehen könnt -- es ist gerade etwas schwierig die -- so jetzt geht's. Dies hier zeigt, wie wir die Daten herum schieben müssen um den Leuten schliesslich die Antworten auf ihre Fragen zu liefern. Man kann sehen, dass viele Daten herum geschickt werden. Sie gehen um die ganze Welt: durch Glasfaserkabel, über Satelliten, über alle möglichen Verbindungen. Und es ist ziemlich knifflig für uns, die Wartezeiten so tief zu halten wie wir das versuchen zu tun. Hoffentlich habt ihr gute Erfahrungen gemacht. Aber ihr könnt auch einmal mehr sehen -- dass einige Orte mehr vernetzt sind als andere, und ihr könnt sehen, wie die ganze Bandbreite quer durch die USA rüber nach Asien, nach Europa in die andere Richtung und so weiter geht.
Was ich jetzt gerne tun würde, ist euch zu zeigen wie eine Sekunde all dieser Aktivität aussehen würde. Wenn wir jetzt bitte zu den Dias wechseln könnten -- Ok, da sind sie. Also dies ist stark verlangsamt. So sieht also eine Sekunde aus. Und das hier ist, wofür wir viel Zeit aufwenden, nämlich einfach sicherzustellen, dass wir diese Art von Datenverkehr aufrecht erhalten können. Nun hat jede dieser Anfragen ein interessantes Leben und eigene Geschichte. Ich meine, es könnte jemandes Gesundheit sein, jemandes Karriere, oder einfach etwas wichtiges für sie. Und möglicherweise könnte es etwas sein, dass etwa so wichtig ist wie Tomatensauce, oder in diesem Fall Ketchup.
Also, das hier ist eine Anfrage die wir hatten -- ich nehme an es handelte sich um eine beliebte Band, die an einigen Orten mehr beliebt war als an anderen. Sie können sehen, hier hat es angefangen. In den USA und in Spanien war sie zur gleichen Zeit beliebt. Aber sie hatte in den USA nicht ganz dieselbe Nachfrage, wie in Spanien. Und von Spanien ging es dann nach Italien, und dann freute sich Deutschland darüber und im Moment ist es vielleicht England. Und so nehme ich an sind schlussendlich auch die USA auf den Geschmack gekommen. Das wollte ich euch einfach zeigen.
Wie auch immer, jeder von Euch kann damit seinen eigenen Spass haben -- hoffentlich wird die Suche funktionieren. Und als Teil -- wissen Sie, als Teil von dem was wir tun wollen um unsere Firma wachsen zu lassen, möchten wir noch mehr Suchanfragen haben. Was das heisst ist, wir möchten mehr Leute, die gesund und gebildet sind. Mehr Tiere, wenn die auch anfangen würden Suchanfragen zu stellen. Aber eigentlich wollen wir einfach dazu beitragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen und deswegen ist eine Sache, der wir uns widmen, die Goolge Stiftung, und wir sind mitten drin diese aufzubauen.
Wir haben auch ein Programm, dass Google Stipendien heisst, welches über 150 verschiedenen Wohltätigkeitszwecken auf der ganzen Welt zugute kommt, und diese hier sind einige der Wohltätigkeitsorganisationen die dort dabei sind. Das ist etwas, worüber ich mich sehr freue, daran Teil zu haben. In der Tat sind viele der hier vertretenen Organisationen -- der Acumen Fond, ich glaube Appro TEC haben wir am laufen, ich bin nicht sicher, ob dieser schon läuft -- und viele der Leute die hier präsentierten finanzieren sich durch von Google gespendete Gelder. Sie schalten Google Werbung und wir geben ihnen die Werbeeinnahmen, damit sie die Organisationen davon in Kenntnis setzen können.
Eines der früheren Ergebnisse die wir hatten war, dass wir einen Geschäftsmann aus Singapur hatten, der jetzt damit einem Dorf von 25 vietnamesischen Mädchen deren Ausbildung finanziert, und das war eines unserer ersten Resultate. Und wie ich schon sagte, jetzt gibt es mehr und mehr Geschichten die bei uns eintreffen, weil wir hunderte von Wohltätigkeitsintitutionen hier drin haben, und die Google Stiftung wird ein sogar noch grösseres Unterfangen. Nun, weiss jemand von euch wer das ist? A-ha!
SB: Ja! Jemand hat's gewusst! Das ist Orkut. Ist jemand hier auf Orkut? Irgendjemand? Okay, nicht viele Leute wissen davon. Ich werde es gleich erklären. Das hier ist einer unserer Ingenieure. Wir haben heraus gefunden, dass sie besser arbeiten, wenn sie verschüttet und mit Blättern abgedeckt sind. So stellen wir unsere Produkte her. Orkut hatte eine Vision davon, ein soziales Netzwerk zu erstellen. Ich weiss, alle denken jetzt wahrscheinlich, "Noch ein weiteres soziales Netzwerk." Aber es war sein Traum und im Grunde genommen, wenn die Leute etwas wirklich tun wollen, nun ja, dann lassen wir sie. Und das ist was er baute. Letzten Monat veröffentlichten wir es in der Testphase, und es hat eingeschlagen.
Dies ist unser Vizepräsident der Entwicklung. Sie können das rote Haar sehen, und ich weiss nicht ob Sie auch den Nasenring hier sehen können. Und das sind alle seine Freunde. Und so -- wir haben es eben erst rausgebracht -- haben wir beschlossen, dass die Leute Einladungen verschicken sollten um dabei sein zu können, daher haben die Mitarbeiter unserer Firma die ersten verschickt. Und jetzt sind wir schon auf über 100'000 Mitglieder gewachsen. Und sie verbreiten sich sehr schnell, sogar ausserhalb der USA
Man sieht, auch wenn die USA immer noch die Mehrheit ausmacht hier -- auch wenn sie übrigens, wenn man nach den Suchanfragen geht, nur 30 Prozent des Verkehrs ausmachen. Aber es geht schon bis nach Japan, und England und Europa, und auch in all die restlichen Länder. Es ist also ein lustiges kleines Projekt. Es gibt verschiedene Arten von Bevölkerungswissenschaften. Ich werde sie damit nicht langweilen. Aber es ist eines dieser Dinge die wir einfach zum Spass tun und mal schauen wo es uns hin führt. And -- wir machen es spannend für Sie. Larry, könntest du dies hier erklären?
Larry Page: Danke, Sergey. Eine Sache ist -- wir beide, Sergey und ich, sind zur Montessori Schule gegangen, und ich denke, aus irgendeinem Grund wurde das in Google eingebunden. Und Sergey hat Orkut angesprochen, was etwas ist, wissen Sie, dass Orkut in seiner Zeit machen wollte und wir nennen es -- bei Google hat sich das als "die 20 Prozent Zeit" etabliert, und die Idee ist, dass Sie für 20 Prozent Ihrer Zeit, die Sie für Google arbeiten, das machen können, wovon Sie denken, es sei das beste. Und viele, viele Dinge bei Google sind aus diesem Konzept entstanden, wie z.B. Orkut und auch Google News. Und ich denke, viele andere Dinge auf der Welt sind auch so entstanden. Mendel, der eigentlich High-School Studenten hätte unterrichten sollen, entdeckte das Gesetz der Vererbung, einfach so, als ein Hobby sozusagen. Viele nützliche Dinge entstehen also aus so etwas.
Und "Google News", welche ich gerade erwähnte, wurde durch einen Forscher ins Leben gerufen. Er war einfach -- er -- nach 9/11 war er einfach sehr an Nachrichten interessiert. Und er sagte, "Warum schaue ich bei den Nachrichten nicht besser hin?" Und so fing er an, sie nach Kategorien zusammen zu legen, und dann fing er an das so zu gebrauchen und dann fingen seine Freunde an, es zu gebrauchen. Und dann, anstatt einfach nur rumzustehen und gut auszusehen, haben wir eine Googlette gemacht, welches bei Google im Wesentlichen ein kleines Projekt ist.
Es sind dann also so um die drei Leute, und die versuchen ein Produkt zu machen. Und wir sind uns jeweils nicht sicher, ob es funktionieren wird. Also im Fall der Google News, wissen Sie, hatten wir eine Handvoll Leute die für eine Weile daran arbeiteten, und mehr und mehr Leute fingen an es zu nutzen, und dann haben wir es ins Internet gestellt, und immer mehr Leute fingen an es zu nutzen. Und heute ist es ein richtig grosses Projekt mit einem Haufen Leuten die daran arbeiten. Und so halten wir unsere Innovationsfähigkeit am laufen.
Ich denke, dass normalerweise wenn Firmen grösser werden, sie es sehr schwierig finden, trotzdem noch kleine, innovative Projekte anzugehen. Auch wir hatten dieses Problem für eine Weile und wir sagten: "Oh, wir brauchen unbedingt ein neues Konzept." Wissen Sie, die Googlettes -- das ist ein kleines Projekt bei dem wir nicht wissen, ob es funktionieren wird oder nicht. Aber wir hoffen, dass es klappen wird und dass wenn wir genügend viele umsetzen, einige sich zu wirklich guten Projekten entwickeln werden, so wie News.
Aber dann hatten wir ein Problem, weil wir nun über 100 Projekte hatten. Und ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber ich habe Mühe, 100 verschiedene Dinge auf einmal in meinem Kopf zu haben. Und wir fanden heraus, dass wenn wir sie alle aufschrieben, und sie etwas ordneten -- und die hier sind zum Teil einfach erfunden. Beachten Sie sie also nicht zu sehr. Zum Beispiel das "Buy Iceland" war von einem Medienartikel. Wir würden so etwas Verrücktes nie machen. Aber -- jedenfalls fanden wir heraus, dass wenn wir sie alle aufschrieben und ordneten, die meisten Leute darin übereinstimmten, in welcher Reihenfolge sie geordnet sein sollten. Und das war etwas überraschend für mich, aber wir fanden heraus, solange Sie die 100 Dinge im Kopf behalten, was Sie tun indem Sie sie aufschreiben, es ziemlich einfach ist zu entscheiden, was Sie umsetzen und wo sie Ihre Mittel einsetzen wollen. Das ist es also, was wir mehr oder weniger getan haben, seit wir das vor ein paar Jahren eingeführt haben, und ich denke diese Methode erlaubt es uns innovativ und gleichzeitig einigermassen organisiert zu bleiben.
Die zweite Sache, die wir entdeckten ist, dass die Leute gerne an Projekten arbeiten, die sie für wichtig halten, und so ist es nur natürlich, dass sie sich mehr und mehr den Dingen mit hohen Prioritäten zuwenden. Ich will hier nur ein, zwei Dinge hervorheben, die neu sind, oder von denen Sie noch nichts wissen. Die wichtigste Sache ist die Deskbar. Das ist also eine neue -- wie viele von Ihnen gebrauchen die Google Toolbar? Heben Sie Ihre Hände.
Wie viele von Ihnen gebrauchen Deskbar? Sehen Sie? Sie sollten es ausprobieren. Wenn Sie aber auf unsere Seite gehen und nach "Deskbar" suchen, bekommen Sie das. Die Idee dahinter ist, dass Sie anstatt eine Toolbar zu bekommen, etwas haben, dass die ganze Zeit am unteren Rand Ihres Bildschirmes präsent ist und mit dem Sie Ihre Suchanfragen ganz einfach handhaben können. Es ist sozusagen eine bessere Version der Toolbar. Danke, Sergey.
Hier ist ein weiteres Beispiel von einem Projekt, dass jemandem bei Google sehr am Herzen lag und mit dem sie einfach mal -- angefangen haben, und dass sich zu einem wirklich, wirklich grossartigen Produkt entwickelt hat. Google Anworten ist etwas, dass wir angefangen haben, was wirklich cool ist, womit Sie für fünf bis 100 Dollar eine Frage eingeben können, welche dann an eine Gruppe von Forschern geht, die dann rausgehen und nach der Antwort auf ihre Frage forschen und es ist garantiert mit allem drum und dran, und Sie bekommen eine wirklich sehr gute Antwort auf Dinge, ohne selber diese ganze Zeit zu investieren.
Bei Froogle können Sie nach Einkaufsinformationen suchen, und mit Blogger können Sie Dinge veröffentlichen. Aber all diese -- nun ja, dies waren alles solche innovativen Dinge die wir machten -- wissen Sie, wir probieren viele, viele verschiedene Dinge aus in unserer Firma. Wir möchten auch in unserer physischen Umgebung erfinderisch sein, und wir merkten in Meetings, dass man lange warten muss bis die Projekter sich an und ausschalten und dass sie sehr laut sind, weswegen die Leute sie ausschalten. Und wir haben das nicht gemocht, also haben wir in vielleicht zwei, drei Wochen, diese kleinen Gehäuse gebaut die die Projektoren abdeckten, damit wir sie die ganze Zeit anlassen können ohne dass sie Lärm machen. Und als eine Folge davon war es uns möglich, eine Software zu entwickeln, die es uns ermöglicht, ein Meeting zu lenken. Wenn man also jetzt in einen Sitzungsraum hinein kommt listet diese Software alle Meetings auf, die gerade laufen, und man kann sich ganz einfach Notitzen machen, welche dann automatisch an alle Leute geschickt werden, die an dem Meeting teilhatten.
Und wie wir mehr und mehr eine globale Firma werden, merken wir, wie uns diese Dinge wirklich beeinflussen -- können wir mit Leuten, die nicht im selben Raum sind, erfolgreich zusammen arbeiten? Und solche Sachen. Einfache Dinge wie diese können wirklich einen sehr grossen Unterschied machen. Wir haben auch immer viele Entwickler in diesen Meetings, welche ihre Wäsche nicht so oft machen wie sie das sollten. Also fanden wir es ziemlich hilfreich Waschmaschinen zu haben, vorallem für unsere jüngeren Entwickler und ... wir erlauben auch Hunde und solche Sachen, und wir haben, denke ich, eine wirklich lustige Unternehmenskultur in unserer Firma, welche die Leute dabei unterstützt, ihre Arbeit gerne zu machen.
Und das hier ist unser "Kult Bild." Das wollte ich nur schnell zeigen. Wir hatten das für eine Weile auf unserer Webseite, aber wir merkten, dass wir, nachdem wir es auf unsere Webseite getan hatten, keine Bewerbungen mehr bekamen. So oder so, jedes Jahr haben wir die ganze Firma zu einem Ski-Ausflug eingeladen. In Firmen wo sich die Leute kennen und es etwas ungezwungener ist, geschieht viel Arbeit. Und ich denke, wer haben gute Arbeit geleistet dies zu unterstützen. Das macht es zu einem Ort, wo es Spass macht zu arbeiten.
Zusammen mit unseren Logos, von welchen ich denke, dass sie unsere Kultur wirklich veranschaulichen, wenn wir etwas verändern. Als wir angefangen haben, hat man uns den Rat gegeben, unser Logo niemals zu ändern, weil wir ja schliesslich unsere Marke etablieren sollten, wissen Sie, da wollen Sie Ihr Logo niemals ändern. Sie wollen dass es konsistent bleibt. Und wir sagten, "Hm, das tönt aber nicht nach viel Spass. Warum versuchen wir nicht, es jeden Tag zu ändern?"
Etwas von dem ich im Moment sehr begeistert bin, ist dieses Ding welches wir AdSense nennen, und das hat ein bisschen was von Vorahnung -- das ist noch von bevor Dean ausgefallen ist. Aber die Idee dahinter ist, wie in einer Zeitung zum Beispiel, zeigen wir entsprechende Anzeigen. Und das ist schwierig zu lesen, aber es heisst "Kämpfen Sie für New Hampshire: Howard Dean als Präsident" -- Artikel über Howard Dean. Und diese Anzeigen werden automatisch generiert -- wie in diesem Fall, für die Washington Post -- von dem Inhalt der Seite. So machen wir Gebrauch von über 150'000 Werbenden und Millionen von Anzeigen, und wir nehmen die, die am relevantesten ist zu dem was Sie sich gerade ansehen, gerade so, wie wir das auch bei der Suche machen. Die Idee ist also, dass wir Werbung in etwas Nützliches verwandeln, anstatt in etwas das einfach nur nervt.
Und das Schöne daran ist, dass wir ein sich selbst ausführendes Programm haben, und viele tausend Webseiten die sich dafür registriert haben und die damit wirklich Geld verdienen. Und ich -- wissen Sie, ich habe viele Leute getroffen -- und ich lernte diesen Typen auf einer Party kennen, der eine Naturschutzseite betrieb und er sagte, "Weisst du, ich machte damit kein Geld. Und dann hab ich einfach dieses Ding da auf meine Seite gemacht und schon machte ich 10,000 Dollar im Monat. Und weisst du was, Danke! Ich muss meinen anderen Job jetzt nicht mehr machen." Ich denke, dass ist wirklich wichtig für uns, weil das Internet dadurch besser funktioniert. Die Inhalte werden besser, die Suche funktioniert besser, wenn die Leute sich wirklich ihren Lebensunterhalt damit verdienen können, indem sie tolle Inhalte produzieren.
In dieser Tagung geht es um die Zukunft, desahlb dachte ich, dass ich wenigstens kurz darüber spreche. Und die Idee dahinter ist: um die perfekte Suchmaschine zu entwickeln muss man wirklich schlau sein. Weil Sie bei Google etwas x-beliebiges in die Suchmaschine eingeben können und dabei eine Antwort erwarten, richtig? Aber die richtigen Dinge zu finden ist kompliziert und so braucht man wirkliche Intelligenz. Und tatsächlich würde die ultimative Suchmachine intelligent sein. Sie würde künstliche Intelligenz sein. Und deshalb ist das etwas woran wir arbeiten, und wir haben sogar schon Leute, die aufgeregt darüber und verrückt genug sind, dass sie daran arbeiten, das ist wirklich ihr Ziel. So hoffen wir immer, dass Google klug sein wird, aber wir sind immer wieder erstaunt, wenn andere Leute denken, dass es das ist.
Also will ich euch ein lustiges Beispiel dafür geben. Das hier ist ein Blog vom Irak und ist nicht wirklich das, worüber ich reden werde, es ist nur um euch ein Beispiel zu zeigen. Könntest du das vielleicht markieren Sergey? Also haben wir beschlossen -- eigentlich ist die Markierung dort drüben. Oh, danke.
Also "releated searches", hier. Sie können es nicht so gut sehen, aber wir haben beschlossen, dass wir diese Funktion in unsere AdSense Anzeigen reintun und sie heisst "related searches." Und so werden wir sagen, "meinten Sie suchen nach" -- was ist das, in diesem Fall, "Saddam Hussein", weil es im Blog ja um den Irak geht -- und wissen Sie, wir dachten, zusätzlich zu den Anzeigen, wäre das eine sehr gute Idee.
Und da war also dieser Blog von einem jungen Mann, der irgenwie ein wenig depressiv war und er sagte, "Wissen Sie, ich schlafe sehr viel." Er schrieb einfach irgendwie über sein Leben. Und unsere Aglorithmen -- natürlich nicht eine Person, aber unsere Aglorithmen, unsere Computer -- d dass die "related search" "mir ist langweilig" sei. Und er las das und dachte eine Person hätte enschieden dass er langweilig sei, und das war sehr bedauerlich, weil er sagte, "Was machen diese Mistkerle bei Google eigentlich? Warum gefällt ihnen mein blog nicht?" Also lasen wir seinen Blog, der sich, naja, von schlecht zu sehr schlecht entwickelte und wir sagten dass die related search "geistig zurückgeblieben" sei. Und das machte ihn noch wütender, und er schrieb Sachen wie -- er fing an zu fluchen und so. Und so sagte unsere Suche "Du bist beschissen." Und schlussendlich endete es mit "Leck mich am Arsch." Im Grunde genommen dachte er, er hätte es mit jemandem intelligentem zu tun, aber natürlich schrieben wir einfach unser Programm und probierten es aus, und es funktionierte nicht ganz, deshalb haben wie diese Funktion nicht mehr.
Damit komme ich zurück zum Alltag. Ich will abschliessend noch sagen, dass es ein paar Dinge gibt, wegen denen es mich sehr freut, dass ich bei Google involviert bin und eines davon ist, dass es uns möglich ist, grösstenteils durch Anzeigen Geld zu machen, und eine dieser Zusatzleistungen, die ich davon nicht erwartet hatte ist, dass wir jedermann auf der ganzen Welt bedienen können ohne uns Sorgen zu machen, dass es Orte gibt, die vielleicht nicht ganz so viel Geld haben. Wir müssen uns also keine Sorgen darüber machen, dass unsere Produkte verkauft werden zum Beispiel für weniger Geld an Orten die arm sind und dann zurück importiert werden in die USA -- wie in der Pharmaindustrie zum Beispiel.
Ich denke, dass wir uns wirklich glücklich schätzen können, so eine Art von Geschäftsmodell zu haben, weil jeder in der ganzen Welt Zugang zu unserer Suchmaschine hat, und ich denke, das ist ein riesengrosser Vorteil. Das andere was ich noch kurz erwähnen wollte ist, dass wir eine enorme Fähigkeit und Verantwortung haben, den Leuten die richtige Information zu geben, und wir sehen uns selbst wie eine Zeitung oder eine Zeitschrift -- welche objektive Informationen liefern sollte.
Deshalb akzeptieren wir für unsere Suchergebnisse keine Zahlungen. Wir akzeptieren Zahlungen für die Anzeigen und so verkaufen wir das auch. Das ist ein ziemlicher Unterschied gegenüber vielen unserer Konkurrenten. Und ich denke, dass wir solche Entscheidungen treffen können hat eine grosse Auswirkung auf die Welt und das macht mich sehr stolz bei Google dabei zu sein. Vielen Dank.
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Die beiden Google Gründer Larry Page und Sergey Brin geben einen Einblick hinter die Kulissen der Google Maschine und verraten einige Details über internationale Suchmuster, die philanthropische Google Foundation sowie über das Engagement ihrer Firma für Innovation und Mitarbeiterzufriedenheit.
Sergey Brin is half of the team that founded Google. Now he's leading the development of special projects like Google Glass. Full bio »
Larry Page is the CEO and cofounder of Google, making him one of the ruling minds of the web. Full bio »
Translated into German by Rafael Schwemmer
Reviewed by Joelle Schwemmer
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19:34 Posted: Jul 2008
Views 686,606 | Comments 221
04:14 Posted: Mar 2011
Views 863,083 | Comments 248
14:08 Posted: Apr 2011
Views 374,533 | Comments 106
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