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Hi, ich heiße Roz Savage und ich rudere über Ozeane. Vor vier Jahren bin ich allein über den Atlantik gerudert, und seither habe ich zwei der drei Phasen über den Pazifik gemacht, von San Francisco nach Hawaii und von Hawaii nach Kiribati. Und morgen werde ich dieses Boot verlassen, um nach Kiribati zurück zu fliegen und mit der dritten und letzten Phase meiner Überquerung des Pazifik weiter zu machen. Zusammengenommen werde ich mehr als 12.500 Kilometer gerudert sein, mehr als 3 Millionen Ruderschläge gemacht und mehr als 312 Tage allein auf dem Ozean verbracht haben, in einem 7 m großen Ruderboot. Das hat mir eine ganz besondere Beziehung zum Ozean verschafft. Wir haben eine kleine Hass-Liebe zwischen uns. Ich sehe das ein bisschen wie eine sehr strenge Mathe-Lehrerin, die ich mal in der Schule hatte. Ich mochte sie nicht immer, aber ich respektierte sie. Und sie hat mir verflixt viel beigebracht. Heute möchte ich also mit Ihnen einige meiner Abenteuer auf dem Ozean teilen und Ihnen ein klein wenig darüber erzählen, was sie mich gelehrt haben und was ich glaube, wie wir vielleicht ein paar dieser Lektionen auf die Umwelt-Herausforderung anwenden können, vor der wir im Moment stehen.
Manche von Ihnen denken jetzt vielleicht: "Moment mal. Sie sieht nicht unbedingt wie ein Hochsee-Ruderer aus. Sollte sie nicht ungefähr so groß und etwa so breit sein und vielleicht ein bisschen mehr wie diese Typen aussehen?" Sie werden feststellen, dass die alle etwas haben, was ich nicht habe. Na ich weiß ja nicht, woran Sie denken, aber ich spreche von den Bärten. Und egal wie viel Zeit ich auf dem Ozean verbracht habe, habe ich es noch nicht auf einen anständigen Bart gebracht. Und ich hoffe, dass das so bleibt.
Lange Zeit glaubte ich nicht, dass ich ein großes Abenteuer erleben könnte. Die Geschichte, die ich mir erzählte, besagte, dass Abenteurer so aussehen. Ich sah nicht danach aus. Ich dachte es gäbe sie und uns, und ich war nicht einer von ihnen. 11 Jahre lang habe ich mich also gefügt. Ich tat, was Leute mit meinem Hintergrund tun sollten. Ich arbeitete in einem Büro in London als Management-Beraterin. Und ich glaube, ich wusste vom ersten Tag an, dass das nicht der richtige Job für mich war. Aber diese Art Konditionierung hat mich einfach so viele Jahre da gehalten, bis ich Mitte 30 war und dachte: "Weißt du, ich werde nicht jünger. Ich spüre, dass ich ein Ziel im Leben habe und ich weiß nicht welches, aber ich bin ziemlich sicher, dass es nicht Management-Beratung ist.
Spulen Sie also ein paar Jahre vor. Ich hatte ein paar Veränderungen durchgemacht, um zu versuchen, diese Frage, was ich mit meinem Leben machen soll, zu beantworten. Eines Tages habe ich mich hingesetzt und zwei Versionen meines eigenen Nachrufs geschrieben, den, den ich wollte, ein Leben voller Abenteuer, und den, auf den ich tatsächlich zusteuerte, der ein nettes, normales, angenehmes Leben war, aber nicht, wo ich am Ende meines Lebens sein wollte. Ich wollte ein Leben leben, auf das ich stolz sein konnte. Und ich erinnere mich, wie ich diese zwei Versionen meines Nachrufs angeschaut und gedacht habe: "Oh Mensch, ich bin hier auf dem ganz falschen Pfad. Wenn ich so weiterlebe wie bisher werde ich einfach nicht dahin gelangen, wo ich in fünf oder zehn Jahren oder an meinem Lebensende sein will. Ich änderte ein paar Dinge, ließ ein paar tote Enden meines alten Lebens zurück, und beschloss durch einen ziemlichen Gedankensprung, über den Atlantik zu rudern.
Das Ruderrennen über den Atlantik geht von den Kanaren bis Antigua. Es ist ca. 5.000 km lang. Und es stellte sich als das Schwerste, das ich je getan hatte, heraus. Klar, ich wollte meinen Wohlfühlbereich verlassen, aber was ich irgendwie nicht wahrgenommen hatte, war, dass es definitionsgemäß extrem ungemütlich ist, seinen Wohlfühlbereich zu verlassen. Und mein Timing war auch nicht gerade toll. 2005, als ich den Atlantik gemacht habe, war das Jahr von Hurricane Katrina. Es gab mehr Tropenstürme über dem Nordatlantik als je zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Und ziemlich früh fingen diese Stürme an, sich bemerkbar zu machen.
Meine vier Ruder zerbrachen alle bevor ich auf der Hälfte war. Ruder sollten so nicht aussehen. Aber was will man machen? Man ist in der Mitte des Ozeans. Ruder sind die einzige Triebkraft, die man hat. Ich musste also einfach auf dem Boot herumschauen und herausfinden, was ich benutzen konnte, um diese Ruder zu reparieren, damit ich weiter machen konnte. Ich fand also einen Bootshaken und mein treues Panzertape und befestigte den Bootshaken an den Rudern, um sie zu verstärken. Als sie dann ausfielen, sägte ich die Radachsen von meinem Ersatz-Rudersitz ab und nahm die. Und als die ausfielen, habe ich eines der kaputten Ruder ausgeschlachtet. Ich war nie besonders gut darin, Sachen zu reparieren als ich noch mein altes Leben hatte. Aber es ist unglaublich, wie erfinderisch man wird, wenn man in der Mitte des Ozeans ist und es nur einen Weg gibt, auf die andere Seite zu gelangen.
Und die Ruder wurden zu einer Art Symbol, auf wie viele Arten ich über das hinausging, wovon ich dachte, dass es meine Grenze wäre. Ich litt unter Sehnenscheidenentzündung an meinen Schultern und unter Salzwassergeschwüren an meinem Po. Ich habe psychologisch echt gekämpft, völlig überwältigt von der Dimension der Herausforderung als ich merkte, dass ich, wenn ich mich weiter mit 3 km/h bewegen würde, für knapp 5.000 km sehr, sehr lange brauchen würde. So viele Male dachte ich, dass ich die Grenze erreicht hätte, aber ich hatte keine Wahl außer weiter zu machen, zu versuchen, herauszufinden, wie ich zur anderen Seite gelangen könnte, ohne mich selbst verrückt zu machen.
Und irgendwann nach 103 Tagen auf See kam ich in Antigua an. Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so glücklich gewesen. Das war ein bisschen, wie einen Marathon schaffen und aus der Einzelhaft entlassen zu werden und einen Oscar zu gewinnen, alles in einem. Ich war euphorisch. Und all diese Leute zu sehen, die kamen, um mich zu grüßen und die auf den Spitzen der Klippen standen und applaudierten und jubelten, ich kam mir vor wie ein Filmstar. Das war ganz wunderbar. Und da habe ich wirklich gelernt, dass, je größer die Herausforderung, desto größer das Gefühl einer besonderen Leistung, wenn man ans Ende gelangt.
Das könnte eine gute Gelegenheit sein, eine kurze Pause zu nehmen, um ein paar häufig gestellte Fragen über Hochsee-Rudern zu beantworten, die Sie vielleicht im Kopf haben. Nummer eins fragt man mich: Was essen Sie? Ein paar gefriergetrocknete Mahlzeiten, aber meistens versuche ich, viel weniger stark verarbeitete Nahrung zu essen. Ich ziehe meine eigenen Bohnensprossen. Ich esse Obst und Nussriegel, viele Nüsse, und komme im Allgemeinen ungefähr 13 kg leichter auf der anderen Seite an. Frage Nummer zwei: Wie schlafen Sie? Mit den Augen zu. Haha. Ich nehme an, was Sie meinen ist: Was passiert mit dem Boot während Sie schlafen? Nun, ich plane meine Route so, dass ich mit den Winden und den Strömungen treibe, während ich schlafe. In einer guten Nacht lag mein Rekord bei 18 km in die richtige Richtung. Schlechtestes Ergebnis, 21 km in die falsche Richtung. Das ist ein schlechter Arbeitstag. Was trage ich? Hauptsächlich eine Baseballkappe, Ruderhandschuhe und ein Lächeln, oder einen finsteren Blick, je nachdem ob ich in der Nacht rückwärts gefahren bin. Und viel Sonnencreme. Habe ich ein Begleitboot? Nein. Ich bin da draußen ganz auf mich allein gestellt. In der ganzen Zeit, in der ich auf See bin, sehe ich normalerweise niemanden. Und zuletzt: Bin ich verrückt? Na das überlasse ich Ihnen, darüber zu urteilen.
Wie also kann man es toppen, über den Atlantik zu rudern? Na natürlich beschließt man, über den Pazifik zu rudern. Nun, ich dachte, der Atlantik sei groß, aber das Pazifik ist wirklich sehr groß. Ich finde wir tun ihm ein bisschen Unrecht auf unseren gewöhnlichen Karten. Ich bin nicht sicher, dass die Briten diese bestimmte Sicht auf die Welt erfunden haben, aber ich vermute, dass wir das gewesen sein könnten, denn da sind wir, genau in der Mitte. Und wir haben den Pazifik halbiert und an die entlegenen Ecken der Welt geschleudert, wohingegen, wenn Sie auf Google Earth schauen, der Pazifik so aussieht. Der bedeckt so ziemlich den halben Planeten. Sie können ein kleines Stück Nordamerika hier oben sehen, und einen Hauch von Australien da unten. Er ist wirklich groß. 105 Millionen Quadratkilometer. Und auf gerader Linie hinüber zu rudern wären ungefähr 12.500 Kilometer. Dummerweise fahren Hochsee-Ruderbote sehr selten auf gerader Linie. Wenn ich Australien erreiche, falls ich Australien erreiche, werde ich wahrscheinlich insgesamt 14- bis 16.000 km gerudert sein.
Weil niemand, der ganz richtig im Kopf ist, direkt an Hawaii vorbeirudern würde ohne dort vorbei zu schauen beschloss ich, diese riesige Unternehmung in drei Abschnitte zu teilen. Der erste Versuch ging nicht so glatt. 2007 habe ich unfreiwillig drei Kenterübungen in 24 Stunden gemacht. Ein bisschen wie in einer Waschmaschine. Das Boot hat ein paar Kratzer abbekommen, ich auch. Ich habe darüber gebloggt. Leider hat jemand mit einer Art Heldenkomplex beschlossen, dass dieses Fräulen in Not war und gerettet werden musste. Das habe ich erst erfahren, als das Flugzeug der Küstenwache über mir auftauchte. Ich sagte ihnen, sie sollten weggehen. Wir hatten einen kleinen Willenskampf. Ich habe verloren und wurde per Luftbrücke abtransportiert. Schrecklich, wirklich schrecklich. Das war eines der schrecklichsten Gefühle in meinem Leben. Und wie ich an dieser Seilwinde in den Hubschrauber hochgezogen wurde und auf mein treues kleines Boot herabsah, das in den 6-Meter-Wellen herumrollte fragte ich mich, ob ich es je wieder sehen würde. Ich musste also eine sehr kostspielige Bergungsaktion starten und dann weitere neun Monate warten bevor ich wieder auf den Ozean zurückkehren konnte.
Aber was will man machen? Neun mal Fallen, zehn Mal aufstehen. Im Jahr darauf brach ich also auf und schaffte es diesmal zum Glück sicher hinüber bis Hawaii. Aber das ging nicht ohne Missgeschicke. Mein Wasseraufbereiter ging kaputt, war ja nur das wichtigste Teil der Ausrüstung auf dem Boot. Durch meine Solarkollektoren angetrieben saugt er Salzwasser an und verwandelt es in Süßwasser. Aber er verträgt nicht besonders gut, in den Ozean getaucht zu werden, aber genau das war passiert. Zum Glück war Hilfe zur Hand.
Es gab ein anderes ungewöhnliches Boot da draußen, zur gleichen Zeit, das tat, was ich tat, Aufmerksamkeit auf den Müllstrudel im Nordpazifik zu lenken, das Gebiet im Nordpazifik, das ca. doppelt so groß wie Texas ist, mit geschätzten 3.5 Millionen Tonnen Müll darin, das in der Mitte des Nordpazifikwirbels strudelt. Um das also rüberzubringen, hatten diese Leute ihr Boot tatsächlich aus Plastikmüll gebaut, aus 15.000 leeren Wasserflaschen, die zu zwei Pontons zusammengebunden waren. Sie bewegten sich sehr langsam vorwärts. Teilweise hatten sie ein wenig Verspätung. Sie hatten bei Catalina Island anhalten müssen, kurz nachdem sie Long Beach verlassen hatten, weil die Kappen von all den Wasserflaschen abgingen und sie begannen, zu sinken. Sie mussten also anhalten und alle Kappen instand setzen.
Aber gerade als ich an das Ende meiner Wasservorräte gelangte trafen unsere Kurse zum Glück zusammen. Ihnen ging die Nahrung aus, mir das Wasser. Wir nahmen also über Satellitentelefon Kontakt auf und machten ein Treffen aus. Und wir brauchten ungefähr eine Woche, um tatsächlich nach und nach zusammen zu treffen. Ich schaffte eine erbärmlich langsame Geschwindigkeit von ungefähr 1,3 Knoten, und sie schafften eine nicht viel weniger erbärmliche Gewschindigkeit von ca. 1,4. Das war wie zwei Schnecken in einem Paarungstanz. Aber schließlich schafften wir es, uns zu treffen und Joel sprang über Bord, fing uns eine wunderschöne große Goldmakrele, die die beste Nahrung war, die ich in, oh, mindestens drei Monaten gehabt hatte.
Zum Glück war die, die er an diesem Tag fing besser als die, die sie ein paar Wochen zuvor gefangen hatten. Als sie die öffneten fanden sie heraus, dass ihr Magen voller Plastik war. Und das sind wirklich schlechte Neuigkeiten, weil Plastik keine inaktive Substanz ist. Aus ihm sickern Chemikalien in das Fleisch der armen Kreatur, die es gegessen hat und dann kommen wir daher und essen die arme Kreatur und in unserern Körpern sammeln sich auch einige der Giftstoffe an. Es gibt also sehr reale Implikationen für die menschliche Gesundheit.
Ich schaffte es schließlich noch lebend bis Hawaii. Und brach im nächsten Jahr zur zweiten Phase des Pazifiks auf, von Hawaii herunter bis Tarawa. Und Sie werden etwas an Tarawa bemerken; es liegt sehr tief. Es ist diese kleine grüne Scheibe am Horizont, was sie sehr nervös macht wegen der steigenden Meeresspiegel. Das ist ein riesiges Problem für diese Leute. Sie haben keinen Punkt Land, der mehr als ca. 1,80 m über dem Meeresspiegel liegt. Und während extreme Wetterereignisse wegen des Klimawandels zunehmen rechnen sie außerdem mit mehr Wellen, die über das sie einfassende Riff schlagen, die ihre Süßwasserversorgung verschmutzen werden. Ich traf mich mit dem Präsident dort, der mir von seinem Ausstiegsszenario für sein Land erzählte. Er erwartet, dass in den nächsten 50 Jahren die hunderttausend Leute, die dort leben nach Neuseeland oder Australien umziehen müssen. Und das brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie ich mich fühlen würde, wenn Großbritannien unter den Wellen verschwinden würde. Wenn die Orte, an denen ich geboren wurde und zur Schule gegangen bin und geheiratet habe, wenn all diese Orte einfach für immer verschwinden würden, wie ungeerdet ich mich buchstäblich fühlen würde.
Sehr bald werde ich wieder aufbrechen, um zu versuchen, nach Australien zu gelangen. Und wenn ich das schaffe, werde ich die erste Frau sein, die solo die ganze Strecke über den Pazifik gerudert ist. Und ich versuche, das zu nutzen, um Aufmerksamkeit auf diese Umweltprobleme zu lenken, um dem Ozean ein menschliches Gesicht zu geben. Wenn es beim Atlantik um meine innere Reise ging, darum, meine eigenen Fähigkeiten zu entdecken, ging es beim Pazifik vielleicht um meine äußere Reise, herauszufinden, wie ich meine interessante Berufswahl nutzen kann, um der Welt zu Diensten zu sein, und ein paar Sachen, die ich da draußen gelernt habe, zu nehmen und auf die Situation anzuwenden, in der sich die Menschheit jetzt befindet.
Ich denke, hier gibt es wahrscheinlich drei springende Punkte. Beim ersten geht es um die Geschichten, die wir uns erzählen. So lange hatte ich mir selbst gesagt, dass ich kein Abenteuer haben konnte, weil ich nicht 1,80 m groß und athletisch war und keinen Bart hatte. Und dann änderte sich die Geschichte. Ich fand heraus, dass Leute über Ozeane gerudert waren. Ich traf sogar eine von ihnen und sie war ungefähr genau so groß wie ich. Obwohl ich also nicht wuchs, mir kein Bart spross, hatte sich etwas geändert, mein innerer Dialog hatte sich verändert. Im Augenblick ist die Geschichte, die wir uns kollektiv erzählen, dass wir all dieses Zeug brauchen, dass wir Öl brauchen. Aber wie, wenn wir diese Geschichte einfach ändern? Wir haben Alternativen und wir haben die Macht des freien Willens, um diese Alternativen zu wählen, die nachhaltigen, um eine grünere Zukunft zu schaffen.
Beim zweiten Punkt geht es um die Häufung winziger Taten. Wir mögen denken, dass alles, was wir als Einzelperson tun nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, dass es keinen echten Unterschied macht. Aber das tut es. Allgemein gesehen sind wir in dieses Schlamassel nicht durch große Katastrophen geraten. Ja, es gab die Exxon Valdez und Tschernobyl und so, aber großteils war es eine Anhäufung schlechter Entscheidungen durch Milliarden von Einzelpersonen Tag um Tag und Jahr um Jahr. Und ebenso können wir das Blatt wenden. Wir können anfangen, bessere, klügere, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Und wenn wir das tun, sind wir nicht nur eine Person. Alles, was wir tun, schlägt Wellen. Andere Leute werden sehen, wenn sie im Supermarkt an der Kasse stehen und ihre wiederverwendbare Einkaufstüte hervorholen. Wenn wir alle anfangen, das zu tun können wir es vielleicht sozial inakzeptabel machen, an der Kasse ja zu einer Plastiktüte zu sagen. Das ist nur ein Beispiel. Das ist eine weltweite Gemeinschaft.
Der andere Punkt: Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen. Lange Zeit meines Lebens wollte ich etwas, das mich glücklich macht. Ich dachte, wenn ich das richtige Haus, das richtige Auto oder den richtigen Mann in meinem Leben hätte könnte ich glücklicher sein, aber als ich diese Nachruf-Übung machte wurde ich augenblicklich ein bisschen erwachsener und erkannte, dass ich meine eigene Zukunft schaffen musste. Ich konnte nicht einfach passiv darauf warten, dass das Glück kommen und mich finden würde. Und ich nehme an, dass ich eine selbstsüchtige Umweltschützerin bin. Ich habe vor, lange zu leben, und wenn ich 90 Jahre alt bin will ich glücklich und gesund sein. Und es ist sehr schwer, glücklich zu sein auf einem Planeten, der von Hunger und Dürre zerstört ist. Es ist sehr schwer, auf einem Planeten gesund zu sein, auf dem wir die Erde vergiftet haben und das Meer und die Luft.
Kurzum, ich werde also eine neue Initiative starten, die Eco-Heroes (Umwelthelden) heißt. Und der Gedanke dabei ist, dass all unsere Umwelthelden mindestens eine grüne Tat pro Tag verzeichnen werden. Das ist als eine Art Spiel gedacht. Wir werden ein iPhone-App daraus machen. Wir wollen einfach versuchen, das Bewusstsein zu schaffen, denn natürlich ändert man nicht die Welt, wenn man eine Glühbirne austauscht, aber diese Einstellung, das Bewusstsein, das einen dazu bringt, die Glühbirne zu wechseln oder seinen wiederverwendbaren Kaffeebecher zu nehmen, das ist es, was die Welt verändern könnte.
Ich glaube wirklich, dass wir uns an einem sehr entscheidenen Punkt in der Geschichte befinden. Wir haben die Wahl. Wir sind gesegnet - oder verflucht - mit freiem Willen. Wir können eine grünere Zukunft wählen. Und wir können dorthin gelangen, wenn wir alle an einem Strang ziehen und es Schritt für Schritt angehen.
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Vor zwei Jahren gab Roz Savage ihren anspruchsvollen Job in London auf, um über den Ozean zu rudern. Sie hat solo den Atlantik überquert, und diese Woche begann gerade der dritte Abschnitt einer Solo-Pazifiküberquerung, der ersten durch eine Frau. Warum macht sie das? Hören Sie ihre Gründe, sowohl ganz persönliche als auch eindringlich aktivistische.
Roz Savage gave up her life as a management consultant to row across the Atlantic in 2005. Her mission now is to row across the Pacific, from the West Coast to Australia, raising awareness along the way of plastic pollution, climate change and eco-heroism. Full bio »
Translated into German by Martina Panzer
Reviewed by Judith Matz
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It’s amazing how resourceful you can become when you’re in the middle of the ocean and there’s only one way to get to the other side.” (Roz Savage)
07:20 Posted: Feb 2009
Views 518,239 | Comments 135
18:03 Posted: Oct 2006
Views 212,353 | Comments 43
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