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Ich stelle Ihnen hier drei meiner Erfindungen vor, die - so hoffe ich - Auswirkungen auf zehn bis hundert Millionen Menschen haben werden. Im vorigen Film ging es um Dinge, die wir früher gemacht haben, wie Stents und Insulinpumpen für Diabetiker. Ich möchte kurz über drei neue Erfindungen sprechen, die viele Menschenleben ändern werden.
Zurzeit dauert es im Schnitt drei Stunden, bis ein Patient die ersten Symptome eines Herzinfarktes erkannt hat und in der Notaufnahme ankommt. Und Menschen mit stiller Ischämie -- also Menschen, die keine Symptome haben -- brauchen noch länger, bis sie ins Krankenhaus kommen. Der AMI, der akute Myocardinfarkt, Ärzte benutzen dieses Wort gern zur Einnahmesteigerung -- (Lachen) bedeutet Herzinfarkt. Jährliches Vorkommen: 1,2 Millionen Amerikaner Sterblichkeit: 300.000 sterben jedes Jahr. Etwa die Hälfte, 600.000, erleiden bleibende Herzschäden, die im Nachhinein große Probleme verursachen. 900.000 Menschen sind gestorben oder haben erhebliche Herzmuskelschäden. Patienten, besonders wir Männer, leugnen oft die Symptome, weil wir mutig sind. Wir sind sehr mutig, wir wollen nicht zugeben, dass unsere Brust höllisch wehtut. Dann wieder haben etwa 25 Prozent aller Patienten überhaupt keine Symptome. Was tun wir mit ihnen? Wie können wir ihre Leben retten? Das gilt vor allem für Diabetiker und ältere Frauen.
Was braucht man zur frühest möglichen Warnung bei Herzanfällen? Ein Mittel, das erkennt, ob eine Koronararterie völlig verstopft ist? Denn genau das ist ein Herzanfall. Wir müssen also ein technisches Problem bemerken können, eine Erhöhung des ST-Segments im Kardiogramm. Im Klartext: wenn im Herzen ein elektrisches Signal auftritt und sich ein Teil des EKG -- das ST-Segment -- erhebt, ist das ein sicheres Zeichen für einen Herzanfall. Wäre dem Körper eines Gefährdeten ein Computer eingebaut, wüssten wir von dem Anfall, noch bevor Symptome auftreten, und könnten damit sein Leben retten. Der Arzt programmiert einen Spannungspegel zur ST-Erhöhung, der den Notfallalarm auslöst, eine Vibration wie beim Handy, aber direkt neben dem Schlüsselbein. Und wenn es dann piepst, sollten Sie etwas tun, wenn Sie nämlich leben wollen, müssen Sie medizinisch versorgt werden.
Wir müssen diese Geräte ausprobieren, denn die FDA lässt sie uns erst an Menschen einsetzen, wenn wir sie ausprobiert haben. Zufällig sind Schweine das beste Modell. Wir setzten dem Schwein externe Elektroden auf die Haut, wie man sie aus der Notaufnahme kennt. Ich zeige Ihnen, warum sie nicht gut funktionieren. Dann setzten wir ein Kabel, einen Draht, in die rechte Herzkammer der das Kardiogramm generiert, die Signalspannung aus dem Herzen. Bei dem Schwein war hier die Nulllinie, bevor wir ihm zur Simulation eines Herzanfalls eine Arterie blockierten. Nach 43 Sekunden sieht selbst ein Fachmann keinen Unterschied, und nach drei Minuten -- nun ein Fachmann würde den Unterschied sehen. Was aber als wir über das Kardiogramm in das Herz des Schweins schauten?
Erstens gab die Nulllinie ein viel größeres und verlässlicheres Signal. Zweitens, wette ich, dass selbst Sie hier als Laien den Unterschied sehen Hier ist eine Erhöhung des ST-Segments direkt nach dieser scharfen Linie. Sehen Sie den Unterschied --- es braucht nicht viel, ein Laie könnte den Unterschied sehen, und Computer lassen sich auf leichte Erkennung programmieren. Sehen Sie hier drei Minuten später. Das ist das tatsächliche Signal im Herzen. So können wir Menschen sagen, dass sie einen Herzanfall haben, noch bevor Symptome auftreten und damit ihr Leben retten.
Wir probierten es mit meinem Sohn, Dr. Tim Fischell, an Menschen, die einen Stent benötigten. Wir ließen den Ballon voll, um damit eine Blockierung zu simulieren, was ja ein Herzanfall ist. Man kann die Nulllinie leicht auf dem Bild oben links erkennen. 30 Sekunden später zeigt sich dieser Anstieg, dann dieser, das ist die ST-Erhöhung. Mit einem Computer, der das erkennt, könnten wir Ihnen so früh sagen, dass Sie einen Herzinfarkt haben, dass wir Ihr Leben retten und Herzdekompensation verhindern könnten. Dann tat er es wieder. Etwas später füllten wir den Ballon wieder. Hier sehen wir schon nach 10 Sekunden einen großen Aufschwung. Wir können Ihnen Computer in die Brust setzen, ganz wie ein Schrittmacher, mit einem Draht zu Ihrem Herzen. Und Computer schlafen nicht. Wir haben eine kleine Batterie, mit der der Computer 5 Jahre lang ohne Auswechseln laufen kann.
Wie sieht dieses System aus? Links ist ein IMD, ein implantierbares medizinisches Gerät. Sie können es sich heute Abend im Zelt bei der Ausstellung ansehen. Es ist etwa so groß wie ein Schrittmacher. Die Implantierung erfolgt ganz konventionell. Das EXD ist ein externes Gerät, das man auf den Nachtisch stellen kann. Wenn es losgeht, sollten Sie sich schleunigst in die Notaufnahme bewegen, denn andernfalls sitzen Sie ganz schön in der Scheiße. Schließlich setzt ein Programmierer den Stimulationspegel, der Ihnen sagt, wann Sie einen Herzanfall haben.
Die FDA lässt uns das Endgerät testen, nachdem es einem Tier eingesetzt wurde, hier einem Schwein; so mussten wir dem Schwein einen Herzinfarkt besorgen. Schweine, die kurz vor einem Herzanfall stehen, sind gar nicht so leicht zu finden. Aber schließlich sind wir Profis für Stents. Heute zeigen wir einige unserer erfundenen Stents. Wir wollten einen Stent einsetzen, aber keinen, den wir bei Menschen benutzen würden. Wir setzten einen Kupferstent, der die Arterie erodiert und damit Herzinfarkte verursacht. Nicht nett, aber schließlich mussten wir eine Antwort finden. Also setzten wir dem Schwein zwei Kupferstents in die Arterie, mit einem erfreulichen Ergebnis, was Menschen mit Herzkrankheiten betrifft.
Hier war es. Donnerstag früh setzten wir die Medikation ab. Hier wird das Kardiogramm, das Signal aus seinem Herzen, über Radiotelemetrie ausgegeben. Freitag um 6:43 begannen bestimmte Zeichen, später ließen wir das Schwein umherrennen -- auf das Frühstadium gehe ich nicht ein. Aber sehen Sie, was um 10:06 passierte, nach dem Absetzen der Medikation gegen Herzanfall. Mittlerweile sind Sie alle Experten für ST-Erhöhungen. Sehen Sie sie hier? Sehen Sie auf dem Bild die ST-Erhöhung nach dem hohen QRS-Anstieg? Um 10:06 erlitt das Schwein einen Herzinfarkt. Was passiert nach einem Herzinfarkt, dieser Blockade? Ihr Rhythmus wird unregelmäßig; das passierte nach 45 Minuten. Dann Kammerflimmern, anstatt zu schlagen zittert das Herz. Das geschah kurz vor dem Tod des Schweins; dann starb es, Stillstand. Aber wir hatten über eine Stunde, dem Schwein das Leben zu retten. Der FDA zuliebe retteten wir das Schwein nicht, wir brauchen solche Tierversuche für Menschen. Bei Menschen können wir jedoch Leben retten. Wir können Leben von Menschen mit hohem Herzinfarktrisiko retten.
Wie ist heute die Reaktion bei akutem Myocardialinfarkt, Herzinfarkt? Sie haben Brustschmerzen oder Magenverstimmung. Es ist nicht so schlimm. Sie unternehmen nichts. In den nächsten Stunden wird es schlimmer, selbst ein Mann kann es nicht ignorieren. Schließlich geht man zur Notaufnahme und wartet. Verbrennungen und andere kritische Zustände werden behandelt. Da 75 Prozent aller Patienten mit Brustschmerzen in der Notaufnahme kein AMI haben, nimmt man Sie nicht ernst. Endlich werden Sie untersucht. Es dauert, bis das Kardiogramm über die Haut da ist und ausgewertet wird; das ist schwierig, weil die Daten Ihrer Nulllinie nicht da sind, die der Computer erhält, den wir Ihnen einsetzen. Mit etwas Glück werden Sie 3 bis 4 Stunden nach dem Vorfall behandelt, aber Ihr Herzmuskel ist gestorben. Das ist die typische Behandlung. In der entwickelten Welt, nicht in Afrika -- ist das derzeit die typische Behandlung.
Also entwickelten wir das AngelMed Guardian-System. Dieser Patient hat ein Gerät, namens Implanted AngelMed Guardian. Bei einer Blockade löst es den Alarm aus, der mit dem Kardiogramm an ein externes Gerät gesendet wird, das auch Ihre Nulllinie von vor 24 Stunden besorgt und den Pegel bei Auslösen des Alarms. Sie bringen alles in die Notaufnahme und sagen: "Behandeln Sie mich sofort". Dann geht es weiter an ein Netzwerkzentrum, wo Ihre Daten aus der Patientenkartei geholt werden, die an einem zentralen Ort, etwa in den USA, gespeichert wird. Weiter ans Diagnosezentrum und eine Minute nach Ihrem Infarkt erscheint Ihr Signal auf einem Bildschirm und der Computer analysiert Ihr Problem. Der diensthabende Arzt ruft Sie an -- das Gerät ist auch ein Handy und sagt: "Herr Schmidt, Sie sitzen in der Scheiße. Die Ambulanz ist bestellt. Sie ist unterwegs. Sie werden abgeholt und wir erzählen alles Ihrem Arzt. Wir senden ihm das Signal, das sagt, dass Sie einen Herzinfarkt haben, wir senden das Signal ans Krankenhaus, lassen es dort analysieren. Ihr Arzt wird bei Ihnen sein und man wird sich um Sie kümmern, damit Sie nicht an diesem Herzinfarkt sterben. " Das ist die erste Erfindung, die ich beschreiben wollte. (Applaus)
Und jetzt zu etwas völlig anderem. Anfangs hielt ich Migräne für kein großes Problem, weil ich nie welche hatte, aber ich traf Menschen mit drei oder vier Anfällen pro Woche, deren Leben dadurch völlig ruiniert war. In unserer Firma haben wir für Migräne ein Motto, das besagt: "Verhindere oder mildere Migräne durch sichere, kontrollierte Magnetpulse, die nach Bedarf beim Patienten anzubringen sind." Hier sind sicherlich kaum Ärzte im Publikum. Als Arzt würden Sie Faradays Gesetz kennen, nach dem Salzwasser - übrigens besteht daraus Ihr Gehirn -, das mit magnetischen Impulsen versetzt wird, elektrische Impulse generiert, die Migräne bedingte Kopfschmerzen im Gehirn ausradieren können. Das haben wir herausgefunden.
Hier sehen Sie, was wir tun. Menschen mit Migräne, der eine Aura vorausgeht, haben ein Band mit nervösen Neuronen - hier in Rot -, das sich drei bis fünf Millimeter pro Minute zur Gehirnmitte bewegt. Wenn es dort ankommt, fangen die Kopfschmerzen an. Es gibt Migräne mit vorausgehender visueller Aura. Die visuelle Aura - gleich sehen Sie ein Bild - fängt langsam an mit kleinen tanzenden Lichtern und vergrößert sich, bis sie das ganze Gesichtsfeld ausfüllt. Wir haben Folgendes versucht. Hier ist ein Gerät namens Cadwell Model MES10. Es wiegt etwa 140 Kilo und hat einen Draht von etwa 2,5 cm Durchmesser. Hier ist ein Patient, der nach jeder Aura furchtbare Kopfschmerzen hat. Was tun wir also?
So sieht eine Aura aus. Es sind seltsam tanzende Lichter, die man hier links und rechts sieht. Hier oben ist eine voll entwickelte visuelle Aura. In der Mitte unser Experimentleiter, ein Neurologe, der sagt: "Ich werde das nach unten bewegen und die Hälfte Ihrer Aura ausradieren." Und tatsächlich radierte der Neurologe sie aus, das ist das mittlere Bild, ein kurzer magnetischer Puls und die halbe Aura ist weg. Was bedeutet das? Der magnetische Puls generiert einen elektrischen Strom, der die fehlerhaften elektrischen Aktivitäten im Gehirn stört. Zum guten Schluss sagt er: "Ok, jetzt werde ich...". die ganze Aura ausradieren mit einem richtig platzierten magnetischen Puls.
Und das Resultat? Wir entwickelten einen magnetischen Depolarisator, den die Damen in ihre Handtaschen stecken könnten. Wenn Sie eine Aura bekommen, probieren Sie ihn aus und sehen, ob er funktioniert. Als nächstes wollen wir Ihnen die 11-Uhr Nachrichten bei ABC News auf Kanal 7 von letzter Woche zeigen.
Sprecher: Für alle, die an Migräne leiden -- und davon gibt es 30 Millionen Amerikaner -- kann es heute Abend eine Lösung geben. Die Reporterin vor Ort Stacy Sager stellt ein kleines portables Gerät vor, das Migräne einfach auslöscht. Christina Sidebottom: Als erstes dachte ich: "Das sieht aus wie eine Pistole und ist ganz schön seltsam." Stacy Sager: Aber für Christina Sidebottom ist alles, was Migräne verhindern kann, einen Versuch wert. Dieses Ding in der Tasche mag albern oder sogar unheimlich aussehen, aber die Forscher, die hier in Ohio die klinischen Versuche durchführen, halten es für wissenschaftlich fundiert. Eine Durchschnittsmigräne entsteht durch so etwas wie ein elektrischer Impuls. Dieses Löschgerät baut ein magnetisches Feld zur Gegenwehr auf. Yousef Mohammed: Mit anderen Worten: Wir bekämpfen Elektrizität mit Elektrizität, und nicht mit Chemikalien wie bisher. SS: Ist es denn für die tägliche Anwendung sicher? Experten sagen, dass daran bereits seit einem Jahrzehnt geforscht wird und mehr Langzeitstudien benötigt werden. Christina schwört darauf. CS: Das ist das Allerbeste gegen meine Migräne. SS: Die Forscher hoffen, dass sie der FDA bald ihre Studien vorlegen können.
Robert Fischell: Und das ist die Erfindung zur Migränebehandlung. (Applaus) Das Problem ist, dass 30 Millionen Amerikaner Migräne haben, und wir brauchen ein Behandlungsmittel. Ich glaube das haben wir jetzt. Das ist unser erstes Gerät. Ich werde Ihnen von meinem zweiten Wunsch erzählen, der damit zu tun hat. Unsere Studien an bisher drei Forschungszentren zeigen erkennbare Verbesserungen der Schmerzpegel bei einmaliger Anwendung. Schwere Kopfschmerzen reagierten besser auf mehrmalige Anwendung. Diese unerwartete Entdeckung zeigt, dass selbst etablierte Kopfschmerzen, nicht nur solche mit Aura, behandelt und beseitigt werden können. Die Aura kann gelöscht werden und die Migräne tritt nicht auf. Wir reden hier von unserer Erfindung zur Migräne, an der wir arbeiten. (Applaus)
Die letzte Erfindung fing mit einer Idee an. Epilepsie lässt sich am besten mit elektrischer Stimulation behandeln. Warum benutzen wir - einen epileptischen Fokus? Leider müssen wir Techniker, nicht wie Herr Bono, all diese technischen Wörter benutzen. Reaktive elektrische Stimulation bedeutet, dass wir an einer Stelle in unserem Gehirn, dem epileptischen Fokus, spüren, dass ein epileptischer Anfall beginnt. Dort fühlen wir, dass es passieren wird, und reagieren, indem wir diesen Punkt mit elektrischer Energie stimulieren, die das fehlerhafte Signal auslöscht, damit Sie die klinische Manifestation der Migräne nicht bekommen. Wir verwenden dieselbe Technologie wie für Defillibratoren bei Herzschrittmachern. Wir könnten sie auf das Gehirn anpassen, das Gerät unter der Kopfhaut anbringen, völlig versteckt und so Kabelbruch verhindern, der passiert, wenn man es in den Brustkorb pflanzt und Sie Ihren Kopf drehen wollen. Wir gründeten eine Firma zur Herstellung von Neuro-Schrittmachern für Epilepsie und andere Erkrankungen des Gehirns, denn sie alle sind das Ergebnis elektrischer Störungen, die viele, wenn nicht alle Hirnstörungen verursachen.
Wir gründeten das Unternehmen NeuroPace und machten uns hinsichtlich reaktiver Neurostimulation an die Arbeit. So sah das Gerät aus, das in den Schädelknochen gepflanzt wird. Dieses Bild ist wahrscheinlich besser. Hier ist unser Gerät, dem wir einen Rahmen einsetzen. Die Kopfhaut wird mit einem Schnitt geöffnet. Der Neurochirurg benutzt eine Schablone und entfernt mit einem Zahnbohrer ein Stück Schädelknochen von der Größe unseres Gerätes. Heute Abend können Sie das Gerät im Zelt sehen. Mit vier Schrauben setzen wir einen Rahmen ein und lassen das Gerät einschnappen und die Drähte laufen. Der grüne geht mit Elektroden zur Oberfläche des Gehirns, zum epileptischen Fokus, dem Ursprung der Epilepsie. Dort spüren Sie das elektrische Signal. Die Computeranalyse zeigt, wann wir mit dem elektrischen Strom zuschlagen sollen, um die klinische Manifestation des Anfalls zu verhindern. Der blaue Draht zeigt uns eine Tiefenelektrode. Wenn das die Quelle der Epilepsie ist, können wir dort auch angreifen.
Die umfassende Lösung: Dieses Gerät. Es misst etwa 2,5 x 5 cm und ist seltsamerweise nur etwa so dick wie ein Schädelknochen. Die Vorteile der reaktiven Neurostimulation: Anfälle werden vor Auftreten ihrer klinischen Manifestation gefunden und beendet, Stimulation erfolgt nur bei Bedarf, abschaltbar, wenn keine Anfälle mehr auftreten. Kaum Nebenwirkungen. Tatsächlich fanden wir bisher in unseren klinischen Studien bei den etwa 40 Patienten, denen wir es implantiert haben, keine Nebenwirkungen. Es ist unsichtbar, kosmetisch versteckt, Wenn Sie also Epilepsie haben und dieses Gerät benutzen, wird davon niemand wissen, weil man es nicht sehen kann. Hier sehen wir ein Elektroenzephalogramm, links ist das Signal eines spontanen Anfalls bei einem Patienten. Es folgte eine Stimulation und wir sehen diese dicke schwarze Linie, dann geht das Signal auf dem Elektroenzephalogramm auf normal. Das bedeutet, dass der Patient keinen epileptischen Anfall erlitt. Damit möchte ich das Thema Epilepsie und meine Ausführungen über die dritte Erfindung, die ich Ihnen heute Nachmittag vorstellen wollte, beenden. (Applaus)
Ich habe drei Wünsche. Nun, im Hinblick auf Afrika kann ich wenig ausrichten. Ich bin Techniker, ich steh auf medizinische Gerätschaften, meistens Hightechkram, über den Herr Bono gesprochen hatte. Mein erster Wunsch ist, dass der reaktive Neurostimulator für Epilepsie, der RNS, für reaktiver Neurostimulator -- ein spitzenmäßiges Akronym -- für die Behandlung anderer Gehirnstörungen eingesetzt wird. Wenn wir es für Epilepsie benutzen, warum zum Teufel nicht für etwas anderes? Dann haben Sie gesehen, wie das Gerät, das die Frau für ihre Migräne benutzte, aussieht. Ich sag Ihnen eins: Das hat ein Forschungsingenieur wie ich fabriziert, und kein Produktdesigner. (Lachen) Wir wollen Leute, die wirklich wissen, wie man so etwas macht, und anthropotechnische Studien durchführen, damit optimales Design für tragbare Geräte zur Behandlung von Migräne gelingt. Einige der Sponsoren von TED sind solche Organisationen. Dann wollen wir die Teilnehmer von TED herausfordern, neue Wege für das US-amerikanische Gesundheitswesen zu finden, wo es Probleme gibt, die Afrika nicht hat. Die Anzahl der Gerichtsprozesse wegen Kunstfehlern -- das ist kein afrikanisches, sondern ein amerikanisches Problem. (Applaus)
Mein erster Wunsch ist also -- das Gehirn arbeitet mit elektrischen Signalen. Wenn die elektrischen Signale eine Gehirnstörung verursachen, kann elektrische Stimulation diese durch Reaktion mit den Gehirnneuronen überwinden. In anderen Worten: wenn Sie elektrische Signale verpfuscht haben, können Sie vielleicht andere elektrische Signale vom Computer ins Gehirn einsetzen, wir können dem entgegenwirken. Ein Signal im Gehirn, das Störungen verursacht, könnten wir als Auslöser einer elektrische Stimulation betrachten, wie bei der Epilepsie. Aber selbst ohne Signal kann die elektrische Stimulation eines bestimmten Gehirnteils eine Störung abschalten. Denken Sie einmal an die Behandlung psychotischer Störungen -- hier möchte ich die TED-Gruppe miteinbeziehen -- wie etwa Zwangsneurosen, OCD, die derzeit mit geringem Erfolg medikamentös behandelt werden und unter denen 5 Millionen Amerikaner leiden. Herr Fischer, seine Gruppe bei NeuroPace und ich glauben, dass wir in Amerika und der Welt OCD dramatisch verbessern können. Das ist mein erster Wunsch. (Applaus)
Im Moment betrifft mein zweiter Wunsch die klinischen Versuche mit transkraniellen Magnetstimulatoren. Dafür steht TMS. Die Tests des Gerätes zur Behandlung von Migräne scheinen vielversprechend. Nun, das sind gute Nachrichten. Das aktuelle tragbare Gerät ist weit entfernt von optimalem Design, sowohl was den Faktor Mensch betrifft als auch sein Äußeres. Ich glaube, sie sagte es sähe wie eine Pistole aus. Viele Menschen mögen Pistolen nicht. (Lachen) Engagieren Sie zur Optimierung des ersten tragbaren TMS-Gerätes für den Verkauf an Migränepatienten ein Unternehmen, das bereits in Anthropotechnik und Produktdesign erfolgreich gewesen ist. Das ist mein zweiter Wunsch. (Applaus)
Von den 100.000 Dollar Preisgeld, das mir TED so großzügig gegeben hat, spende ich den Leuten von NeuroPace 50.000 Dollar damit wir bei OCD, Zwangsneurose, weiterkommen. Weitere 50.000 gehen an ein anderes Unternehmen zur Optimierung des Designs für den Migräneapparat. So werde ich meine 100.000 Dollar nutzen. (Applaus)
Mein dritter und letzter Wunsch ist leider sehr viel komplizierter, weil es dabei um Anwälte geht. (Lachen) Gerichtsprozesse bei ärztlichen Kunstfehlern in den USA haben die Kosten der Haftpflichtversicherungen überschritten, sodass kompetente Ärzte ihre Praxen verlassen. Anwälte übernehmen Fälle auf Provisionsbasis in der Hoffnung auf fette Anteile an Abfindungen, die die Geschworenen den armen Patienten voller Mitleid zusprechen. Teils verursachen Prozess- und Versicherungskosten die hohen Kosten im US-Gesundheitswesens. Dazu habe ich heute Bilder und Diagramme in der USA Today gesehen, die zeigen, wie es völlig außer Kontrolle gerät, und das ist ein Faktor. Wie kann nun die TED-Gemeinde in dieser Situation helfen?
Ich habe da ein paar Ideen. Als Startpunkt einer Diskussion in der TED-Gruppe: ein Großteil des Problems liegt im Ausmaß der schriftlichen Einverständniserklärungen, das der Patient oder Angehörige lesen und unterschreiben muss. Zum Beispiel habe ich Menschen mit Epilepsie gefragt, was sie für ihr Einverständnis alles brauchen. Bevor ein Patient bei unseren Versuchen zu seiner Heilung mitmachen kann, muss er sage und schreibe 12 Seiten mit einzeiligem Abstand lesen. Und was passiert, nachdem man 12 Seiten mit einzeiligem Abstand gelesen hat? Man hat keinen blassen Schimmer. (Lachen) So sieht das System im Moment aus. Wie wäre es mit einem Video? Wir haben hier Leute aus der Unterhaltungsbranche, wir haben Leute, die Videos drehen können, mit visuellen Präsentationen der Anatomie und Animationen zum Verfahren. Jeder weiß, dass wir mit visuellen Dingen besser umgehen können, die der Patient interaktiv bedienen kann, wo man ein Video sehen kann, und selbst gefilmt wird, und man Knöpfe drücken kann. Verstanden? Nein, hab ich nicht. Dann versuchen wir eine einfachere Erklärung. Da ist die einfachere Erklärung und, oh ja, jetzt hab ich's kapiert. Drücken Sie den Knopf und Sie sind dabei. Sie verstehen schon. Und das ist eine meiner Ideen.
Also wird ein Video vom Patienten oder Gatten und dem Mediziner aufgenommen, das zeigt, dass der Patient zustimmt, dass er die Maßnahme verstanden hat, einschließlich aller möglichen Ausfallarten. Der Patient oder Gatte stimmt zu, keine rechtliches Verfahren einzuleiten, wenn einer der bekannten Fehler auftritt. In den USA kann man tatsächlich sein Recht auf ein Geschworenengericht nicht abtreten. Wenn es jedoch dieses Video gibt, das zeigt, was Ihnen erklärt wurde, und Sie alles in Ihrem Video haben, dann ist es sehr viel unwahrscheinlicher, dass ein hitzköpfiger Anwalt den Fall auf Provisionsbasis annimmt, weil der Fall gar nicht so sicher ist. Wenn ein medizinischer Fehler auftritt, stimmen der Patient oder Gatte zu, eine faire außergerichtliche Abfindung zu vereinbaren. Das würde in den USA hunderte von Millionen an Gerichtskosten sparen und die medizinischen Kosten für alle senken.
Das sind nur einige Anfangspunkte. So, das sind alle meine Wünsche. Ich hätte gern noch mehr; aber drei hab ich nun mal und das waren sie. (Applaus)
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Bei der Entgegennahme des TED Prize 2005 äußert Erfinder Robert Fischell drei Wünsche: die Umgestaltung eines tragbaren Gerätes zur Migränebehandlung, die Entdeckung neuer Heilmethoden für klinische Depressionen und die Reform des Systems medizinischer Kunstfehler.
Robert Fischell invented the rechargeable pacemaker, the implantable insulin pump, and devices that warn of epileptic seizures and heart attacks. Yet it's not just his inventive genius that makes him fascinating, but his determination to make the world a better place. Full bio »
Translated into German by Myriam Bastian
Reviewed by Katja Tongucer
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If I apply a magnetic pulse on salt water — that’s your brains by the way — it’ll generate electric currents, and the electric current in the brain can erase a migraine headache.” (Robert Fischell on Faraday’s Law)
05:10 Posted: Aug 2007
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19:25 Posted: Jul 2007
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20:22 Posted: Jun 2008
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