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Ich werde heute über die Freuden des täglichen Lebens sprechen. Aber beginnen möchte ich mit einer Geschichte eines ungewöhnlichen und grausamen Manns. Das ist Hermann Goering. Goering war HItlers zweiter Befehlshaber im zweiten Weltkrieg, vorgesehen als sein Nachfolger. Und genau wie Hitler hielt Goering sich für einen Kunstsammler. Er ging durch Europa, durch diesen zweiten Weltkrieg und stahl, erpresste und kaufte auch gelegentlich verschiedene Gemälde für seine Sammlung. Was er wirklich wollte, war ein Stück von Vermeer. Hitler hatte zwei davon und er hatte keines. Am Ende fand er einen Kunsthändler, einen holländischen Kunsthändler namens Han van Meegeren, der ihm einen wundervollen Vermeer verkaufte zu einem Preis, der heute etwa 10 Millionen Dollar betrüge. Es war sein allerliebstes Kunstwerk.
Der zweite Weltkrieg ging zu Ende und Goering wurde gefasst, in Nürnberg verhandelt und letztendich zum Tode verurteilt. Dann durchsuchten die Alliierten seine Sammlungen und fanden die Gemälde und verfolgten die Menschen, die sie ihm verkauft hatten. Irgendwann kam die Holländische Polizei nach Amsterdam und verhaftete Van Meegeren. Van Meegeren wurde des Hochverrats angeklagt, was mit der Todesstrafe geahndet wird. Nachdem er sechs Wochen seiner Gefängnisstrafe verbüßt hatte, gestand Van Meergen. Aber er gestand nicht den Verrat. Er sagte, "Ich habe diesem Nazi kein großes Meisterwerk verkauft. Ich habe es selbst gemalt, ich bin ein Fälscher." Nun, niemand glaubte ihm. Und er sagte, "Ich werde es beweisen. Bringt mir eine Leinwand und Farbe, und ich werde einen viel besseren Vermeer malen, als ich diesem abscheulichen Nazi verkauft habe. Ich brauche auch Alkohol und Morphium, denn nur so kann ich arbeiten." (Gelächter) Also brachten sie ihm, was er verlangte. Er malte einen wunderschönen Vermeer. Die Anklagen wegen Hochverrats wurden fallen gelassen. Es gab eine kleinere Anklage wegen Fälschung, er bekam eine einjährige Strafe und starb als Held des holländischen Volkes. Es gibt über Van Meegeren noch viel mehr zu erzählen, aber ich will mich jetzt Goering zuwenden, der hier bei seiner Befragung in Nürnberg abgebildet ist.
Goering war allen Berichten nach ein schrecklicher Mann. Sogar für einen Nazi war er ein schrecklicher Mann. Seine amerikanischen Befrager beschrieben ihn als einen freundlichen Psychopathen. Aber man konnte Sympathie empfinden für seine Reaktion als er erfuhr, dass sein Lieblingsgemälde tatsächlich eine Fälschung war. Gemäß seinem Biographen "sah er aus, als ob er zum ersten Mal entdeckt hätte, dass es Schlechtes in der Welt gibt." (Gelächter) Und er brachte sich kurz darauf um. Er fand letzen Endes heraus, dass das Gemälde, von dem er annahm, es sei dieses, tatsächlich ein anderes war. Es sah gleich aus, aber es hatte einen anderen Ursprung, es war ein anderes Kunstwerk.
Nicht nur er war schockiert. Als Van Meegeren erst einmal in der Verhandlung war, hörte er nicht mehr auf zu sprechen. Und er prahlte mit all den großen Meisterwerken, die er selber gemalt hatte und die anderen Künstlern zugeschrieben wurden. Insbesondere "Das Abendmahl in Emmaus", das als Vermeers größtes Meisterwerk, seine beste Arbeit angesehen wurde – Menschen kamen von überall auf der Welt, um es zu sehen – war tatsächlich eine Fälschung. Es war nicht dieses Gemälde, sondern dieses hier. Und all das entdeckt wurde, verlor es all seinen Wert und wurde aus dem Museum entfernt.
Warum spielt das eine Rolle? Ihr Psychologen, warum spielen Ursprünge so eine große Rolle? Warum sprechen wir so sehr auf das Wissen an, woher etwas kommt? Es gibt eine Antwort, die viele Menschen für wahrscheinlich halten. Viele Soziologen wie Veblen und Wolfe würden behaupten, dass wir Ursprünge so wichtig nehmen, weil wir Snobs sind, weil wir auf Status fokussiert sind. Unter anderem ist es immer besser, ein Original statt einer Fälschung zu besitzen, wenn man demonstrieren will, wie reich und mächtig man ist, denn es wird immer weniger Originale als Fälschungen geben. Ich bezweifle nicht, dass das eine Rolle spielt, aber ich möchte Sie heute davon überzeugen, dass es da noch etwas Anderes gibt. Ich will Sie überzeugen, dass Menschen bis zu einem gewissen Grad natürliche Essentialisten sind. Ich meine damit, dass wir nicht auf Dinge ansprechen, so wie wir sie sehen, oder sie fühlen oder hören. Unsere Ansprache wird durch unsere Glaubenssätze konditioniert, darauf was sie wirklich sind, wo sie herkommen, woraus sie gemacht sind, was ihre verborgene Natur ist. Ich behaupte, dass das wahr ist, nicht nur dafür, wie wir über Dinge denken, sondern auch dafür, wie wir auf Dinge reagieren.
Ich möchte behaupten, dass Freuden tief sind – und dass dies nicht nur für Freuden auf hoher Ebene gilt wie zum Beispiel Kunst, sondern sogar die scheinbar einfachsten Freuden werden von unseren Glaubenssätzen über ihre Essenz beeinflusst. Nehmen Sie zum Beispiel Nahrung. Würden Sie das essen? "Es kommt darauf an. Was ist es?" ist eine gute Antwort. Manche von Ihnen würden es essen, wenn es Schwein, aber kein Rind ist. Andere von Ihnen würden es essen, wenn es Rind, aber kein Schwein ist. Nur wenige von Ihnen würden es essen, wenn es eine Ratte ist oder ein Mensch. Manche von Ihnen würden es nur essen, wenn es eigenartig verfärbter Tofu ist. Das ist nicht so überraschend.
Interessanter aber ist: Wie es Ihnen schmeckt, hängt davon ab, was Sie denken, dass das ist, was Sie da essen. Dieses Phänomen wurde mit kleinen Kindern veranschaulicht. Wie bringt man Kinder dazu, nicht nur eher Möhren zu essen und Milch zu trinken, sondern mit mehr Freude Möhren zu essen und Milch zu trinken – zu denken, dass es besser schmeckt? Es ist ganz einfach, Sie sagen ihnen, es kommt von McDonald's. Sie glauben, dass Essen von McDonalds besser schmeckt und das führt dazu, dass ihnen dieses Essen besser schmeckt.
Wie bringt man Erwachsene dazu, Wein wirklich zu genießen? Es ist ganz einfach: Schenken Sie ihn aus einer teuren Flasche aus. Es gibt inzwischen Dutzende, vielleicht Hunderte von Studien, die zeigen, dass wenn man glaubt, dass man das teure Zeug trinkt, es einem besser schmeckt. Neulich hat das jemand mit einem neurowissenschaftlichen Dreh gemacht. Sie haben die Leute in einen Kernspintomographen gesteckt und währen sie da lagen, bekamen sie durch einen Strohhalm Wein zu trinken. Auf einem Monitor vor ihnen waren Informationen über den Wein. Natürlich bekam jeder genau denselben Wein zu trinken. Aber wenn man glaubt, dass man das teure Zeug trinkt, leuchten die Teile des Gehirns auf wie ein Weihnachtsbaum, die für Freude und Belohnung zuständig sind. Es ist nicht nur so, dass man sagt, es sei mehr Genuss, man mag es mehr, man erfährt es wirklich auf eine andere Weise.
Oder nehmen Sie Sex. Das sind Reize, die ich in einigen meiner Studien verwendet habe. Wenn man den Leuten einfach diese Bilder zeigt, sagen sie, das seien ganz attraktive Menschen. Aber wie attraktiv Sie sie finden, wie sehr sie Sie sexuell oder romantisch bewegen, hängt entscheidend davon ab, was Sie denken, wen Sie da betrachten. Sie denken wahrscheinlich, die Person links ist männlich, die Person rechts ist weiblich. Wenn sich herausstellt, dass das falsch ist, macht es einen Unterschied. (Gelächter) Es macht einen Unterschied, wenn sich herausstellt, dass sie viel jünger oder viel älter sind, als sie dachten. Es macht einen Unterschied, wenn Sie entdecken, dass die Person, die Sie mit Lust betrachten, tatsächlich eine verkleidete Version Ihres Sohns oder Ihrer Tochter, Ihrer Mutter oder Ihres Vaters ist. Wissen, dass jemand zur eigenen Sippe gehört, tötet die Libido sofort. Vielleicht eine der ermutigendsten Entdeckungen in der Psychologie der Freuden ist, dass man nicht nur durch seine physische Erscheinung gut aussieht. Wenn Sie jemanden mögen, sieht er oder sie für Sie besser aus. Deshalb tendieren Ehepartner in glücklichen Ehen zur Annahme, ihr Mann oder ihre Frau sehe viel besser aus, als alle anderen denken.
Ein besonders dramatisches Beispiel dafür entsteht durch eine neurologische Störung namens Capgras-Syndrom. Das Capgras-Syndrom ist eine Störung, bei der man einer spezifischen Täuschung unterliegt. Am Capgras-Syndrom erkrankte Menschen glauben, dass jene, die sie auf der Welt am meisten lieben durch perfekte Kopien ersetzt worden sind. Oft ist das Resultat des Capgras-Syndroms tragisch. Menschen haben ihre Geliebten umgebracht im Glauben, dass Sie einen Betrüger ermordeten. Aber es gibt zumindest einen Fall, in dem das Capgras-Syndrom ein Happy End hatte. Es wurde 1931 aufgezeichnet. "Die Forschung beschrieb eine Frau mit dem Capgras-Syndrom, die sich über ihren spärlich ausgestatteten und sexuell unpassenden Liebhaber beschwerte." Aber das war, bevor sie das Capgras-Syndrom bekam. Nachdem sie es hatte, "war sie glücklich, zu berichten, dass Sie einen Doppelgänger entdeckt hatte, der reich, männlich, attraktiv und aristokratisch war." Natürlich war es derselbe Mann, aber sie sah ihn anders.
Als drittes Beispiel denken Sie an Konsumartikel. Ein Grund, warum man etwas vielleicht mag, ist sein Nutzen. Man kann sich Schuhe an die Füße stecken, man kann mit Golfschlägern Golf spielen und gekauter Kaugummi nützt einem überhaupt nichts. Aber jedes dieser drei Objekte hat einen Wert jenseits von dem, was es einem bringt, aufgrund seiner Geschichte. Die Golfschläger gehörten John F. Kennedy und wurden für eine dreiviertel Million Dollar versteigert. Der Kaugummi wurde von Popstar Britney Spears gekaut und für mehrere Hundert Dollar verkauft. Und tatsächlich gibt es einen florierenden Markt für teilweise gegessenes Essen von geliebten Menschen. (Gelächter) Die Schuhe sind vielleicht das Wertvollste von allem. Gemäß eines unbestätigten Berichts bot ein saudischer Millionär 10 Millionen Dollar für dieses Paar Schuhe. Es sind jene, die vor einigen Jahren an einer irakischen Pressekonferenz nach George Bush geworfen wurden.
Diese Anziehung hin zu Objekten funktioniert nicht nur bei Gegenständen von Prominenten. Jeder von uns, die meisten Menschen haben etwas in ihrem Leben, das buchstäblich unersetzlich ist, etwas das einen Wert hat durch seine Geschichte – vielleicht Ihr Ehering, vielleicht die Babyschuhe Ihres Kindes – so dass wenn es verloren ginge, Sie es nicht zurückbekommen könnten. Sie könnten etwas bekommen, das so aussieht oder sich so anfühlt, aber Sie könnten nicht genau denselben Gegenstand zurückbekommen. Mit meinen Kollegen George Newman und Gil Diesendruck haben wir versucht, herauszufinden, welche Faktoren, welche Art Geschichte, für die Objekte wichtig sind, die Menschen mögen. In einem unserer Experimente baten wir Menschen, eine berühmte Person zu nennen, die sie verehrten, eine lebende Person, die sie verehrten.
Eine Antwort war George Clooney. Dann fragten wir sie, "Wieviel würden Sie für George Clooneys Pullover bezahlen?" Und die Antwort ist ein ansehnlicher Betrag – mehr, als man für einen ganz neuen Pullover bezahlen würde oder für einen Pullover, der jemandem gehörte, den man nicht verehrt. Dann fragten wir andere Gruppen von Probanden – wir gaben ihnen andere Einschränkungen und andere Bedingungen. Zum Beispiel sagten wir einigen Leuten, "Nun, Sie können den Pullover kaufen, aber Sie können niemandem sagen, dass Sie ihn besitzen, und Sie können ihn nicht weiterverkaufen." Das vermindert den Wert ein Hinweis darauf dass dies der Grund sein könnte, warum wir es mögen. Aber was wirklich einen Unterschied macht, ist, den Leuten zu sagen, "Sie könnten ihn verkaufen, damit angeben, aber bevor Sie ihn bekommen, wird er gründlich gewaschen." Das führt zu einer riesigen Verminderung des Werts. Wie meine Frau sagte, "Ihr habt die Clooney-Läuse rausgewaschen."
Lassen Sie uns zurück zur Kunst kommen. Ich hätte gerne einen Chagall. Ich liebe seine Arbeit. Wenn jemand mir zum Ende der Konferenz mir etwas geben möchte, könnte er mir einen Chagall kaufen. Aber ich will keine Kopie, auch wenn ich den Unterschied nicht erkennen kann. Nicht, oder nicht einfach nur, weil ich ein Snob bin und mit einem Original angeben will. Es ist eher, weil ich etwas mit einer besonderen Geschichte will. Im Fall von Kunstwerken ist die Geschichte tatsächlich besonders. Der Philosoph Denis Dutton hat in seinem wundervollen Buch "The Art Instinct" die These aufgestellt, dass "der Wert eines Kunstwerks in Annahmen über die menschliche Leistung wurzeln, die seiner Erschaffung zugrunde liegt." Und das könnte den Unterschied zwischen einem Original und einer Fälschung erklären. Sie mögen gleich aussehen, aber sie haben verschiedene Geschichten. Das Original ist das Produkt eines kreativen Aktes, die Fälschung nicht. Ich denke, dieser Ansatz kann den unterschiedlichen Kunstgeschmack der Menschen erklären.
Dies ist ein Werk von Jackson Pollock. Wer hier mag die Arbeit von Jackson Pollock? Okay. Für wen hier bedeutet sie gar nichts? Sie mögen es einfach nicht. Ich werde keine Ansprüche erheben, wer Recht hat, aber ich werde eine empirische Annahme treffen über Ihre Intuitionen, das heißt, wenn Sie Jackson Pollocks Werk mögen, tendieren Sie mehr als die anderen dazu, zu glauben, dass diese Werke schwierig zu erschaffen sind, dass sie viel Zeit und Energie benötigen, und kreative Energie. Ich verwende absichtlich Jackson Pollock als Beispiel, denn es gibt eine junge amerikanische Künstlerin, die sehr im Stil von Jackson Pollock malt, und ihre Arbeit war viele zehntausend Dollar wert – zum großen Teil deshalb, weil sie eine sehr junge Künstlerin ist.
Das ist Marla Olmstead, die die meisten ihrer Werke im Alter von drei Jahren vollbracht hat. Das Interessante an Marla Olmstead ist, dass ihre Familie den Fehler machte, die Fernsehsendung '60 Minutes II' zu sich einzuladen, um ihre Malerei zu filmen. Und diese berichteten, dass ihr Vater sie unterrichtete. Als das im Fernsehen lief, fiel der Wert ihrer Kunst in sich zusammen. Es war physisch gesehen dieselbe Kunst, aber die Geschichte hatte sich verändert.
Ich habe mich jetzt auf visuelle Künste konzentriert, aber ich will Ihnen zwei Beispiele aus der Musik geben. Dies ist Joshua Bell, ein sehr berühmter Geiger. Der 'Washington Post'–Reporter Gene Weingarten entschied, ihn für ein waghalsiges Experiment anzufragen. Die Frage ist: Wie sehr würden die Menschen Joshua Bell mögen, die Musik von Joshua Bell, wenn sie gar nicht wüssten, dass sie Joshua Bell zuhörten? Also brachte er Joshua Bell dazu, seine Millionen-Dollar-Geige mit in eine U-Bahn-Station in Washington D.C. zu nehmen, sich an eine Ecke zu stellen und zu sehen, wie viel Geld er einnehmen werde. Hier ist ein kurzer Clip dazu. (Geigenspiel) Nach einer Dreiviertelstunde hatte er 32 Dollar eingenommen. Nicht schlecht. Auch nicht gut. Offensichtlich muss man wissen, dass man Joshua Bell hört, um die Musik von Joshua Bell wirklich geniessen zu können. Tatsächlich nahm er noch 20 Dollar mehr ein, aber er zählte sie nicht dazu. Denn diese Frau taucht auf – Sie sehen es am Ende des Video – sie taucht auf. Sie hatte ihn einige Wochen zuvor in der Kongressbücherei gehört, an einer sehr exklusiven, gepflegten Veranstaltung. Sie ist fassungslos, dass er in einer U-Bahn-Station steht. Also ist sie ganz ergriffen von Mitleid. Sie greift in ihre Geldbörse und gibt ihm einen Zwanziger.
Das zweite Beispiel aus der Musik ist aus John Cages modernistischer Komposition "4'33". Wie viele von Ihnen wissen, ist das die Komposition, wo der Pianist auf seiner Bank sitzt, das Piano öffnet und da sitzt und vier Minuten 33 Sekunden gar nichts tut – diese Zeit der Stille. Die Menschen haben verschiedene Ansichten darüber. Aber was ich hervorheben möchte ist, dass Sie das bei iTunes kaufen können. (Gelächter) Für einen Dollar neunundneunzig, können Sie diese Stille hören, die sich von anderen Formen der Stille unterscheidet.
Nun habe ich bisher über Freude gesprochen, aber ich möchte vorschlagen, dass alles, was ich sagte, auch für Schmerz gilt. Und wie man über das denkt, was man erfährt, der eigene Glauben über die Essenz davon beeinflusst, wie sehr es weh tut. Ein sehr hübsches Experiment wurde von Kurt Gray und Dan Wegner durchgeführt. Sie schlossen Harvard-Studenten an ein Elektroschockgerät an. Und dann versetzten sie ihnen einige schmerzhafte Elektroschocks. Es war eine Serie von fünf schmerzhaften Schocks. Der Hälfte von ihnen wurde gesagt, sie bekämen die Schocks von jemandem in einem anderen Zimmer, aber die Person in dem anderen Zimmer wüsste nicht, dass sie ihnen die Schocks versetzte. Keine Böswilligkeit, sie drücken lediglich auf einen Knopf. Der erste Schock wird als sehr schmerzhaft aufgezeichnet. Der zweite Schock schmerzt weniger, weil man sich ein wenig daran gewöhnt. Der dritte weniger, der vierte, der fünfte. Der Schmerz wird weniger. Der anderen Gruppe wurde gesagt, die Person im nächsten Zimmer weiß, dass sie ihnen die Schocks versetzt und tut es absichtlich. Der erste Schock tut wahnsinnig weh. Der zweite Schock genauso, und der dritte, der vierte und der fünfte. Es schmerzt mehr, wenn man glaubt, jemand tue einem etwas absichtlich an.
Das extreme Beispiel hierfür ist, dass sich Schmerz in manchen Fällen, unter manchen Umständen in Freude transformieren kann. Menschen haben die außergewöhnlich interessante Eigenart, sich oft einem tiefen Maß von Schmerz bei kontrollierten Bedingungen auszusetzen und Genuss daraus zu ziehen – wie zum Beispiel sehr scharfe Chilischoten zu essen oder Achterbahnfahrten. Diesen Punkt hat der Dichter John Milton sehr schön zusammengefasst, der schrieb, "Der Geist ist sein eigener Herr, und er kann aus der Hölle den Himmel und aus dem Himmel die Hölle machen."
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Warum gefällt uns ein Originalgemälde besser als eine Fälschung? Der Psychologe Paul Bloom behauptet, dass Menschen Essentialisten sind – dass unser Glaube an die Geschichte eines Obiektes verändert, wie wir es erfahren, nicht nur in Form einer Illusion, sondern als tiefgreifendes Merkmal dessen, was Freude (oder Schmerz) ist.
Paul Bloom studies our common-sense understanding of the world -- how we know what we know, why we like what we like. Full bio »
Translated into German by Karin Friedli
Reviewed by Alex Boos
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We don’t just respond to things as we see them, or feel them, or hear them. Rather, our response is conditioned on our beliefs, about what they really are, what they came from, what they’re made of, what their hidden nature is.” (Paul Bloom)
15:33 Posted: Nov 2010
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17:33 Posted: Jan 2011
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15:38 Posted: Mar 2009
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