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Ich war ziemlich überrascht von der Entdeckung, dass es eine Organisation gibt, die sich für beide Bereiche meines Lebens einsetzt. Denn eigentlich arbeite ich als Physik-Theoretiker. Ich entwickle und teste Modelle zum Urknall auf der Grundlage empirischer Daten. Nebenher habe ich in den letzten fünf Jahren ein Projekt in Afrika unterstützt. In Cambridge ernte ich dafür viel Unverständnis. Die Leute fragen sich z.Bsp.: "Wie kannst du Zeit dafür haben?" Ich fand es deshalb sehr erstaunlich, auf eine Organisation zu stoßen, die beide Seiten wertschätzt.
Ich beginne, indem ich ein wenig über mich selbst erzähle und warum ich dieses schizophrene Leben führe. Ich bin in Südafrika geboren und meine Eltern wurden wegen Widerstands gegen das rassistische Regime inhaftiert. Als sie entlassen wurden, flüchteten wir nach Kenia und Tansania. Damals waren das beides junge Länder voller Hoffnung für die Zukunft.
Unsere Kindheit war wundervoll. Wir hatten kein Geld, aber wir verbrachten die meiste Zeit draußen. Wir hatten fantastische Freunde und sahen die Wunder der Welt wie den Kilimandscharo, die Serengeti und die Olduvai-Schlucht. Dann zogen wir nach London, um die High School zu besuchen. Und danach - da gibt es nicht viel dazu zu sagen. Es war ziemlich fade. Aber ich ging mit 17 Jahren zurück nach Afrika, um als ehrenamtlicher Lehrer in Lesotho zu arbeiten, einem kleinen Land, umschlossen von Südafrika, damals unter dem Apartheidregime.
80 Prozent der Männer in Lesotho arbeiteten in den Minen jenseits der Grenze unter brutalen Bedingungen. Doch ich wurde als - sicherlich - ziemlich beunruhigend junger, weißer Mann, der ihr Dorf besuchte, mit unglaublicher Gastfreundschaft und Wärme willkommen geheißen. Aber die Kinder waren das Beste, Die Kinder waren wunderbar: extrem eifrig und oft sehr klug. Ich möchte Ihnen kurz eine Geschichte erzählen, die mich berührt hat.
Ich ging mit den Kindern so oft wie möglich nach draußen, um den akademischen Stoff mit der realen Welt in Verbindung zu bringen. Und das waren sie nicht gewöhnt. Aber eines Tages ging ich mit ihnen raus und sagte: "Ich möchte, dass Ihr die Höhe des Gebäudes schätzt." Ich erwartete, dass sie ein Lineal an die Wand hielten, mit einem Finger abschätzten und eine Schätzung der Höhe machten. Aber da war ein kleiner Junge, sehr klein für sein Alter. Er war der Sohn einer der ärmsten Familien im Dorf. Er machte das nicht. Er kritzelte mit Kreide auf den Gehweg. Und ich sagte verärgert: "Was machst du da? Ich möchte, dass du die Höhe des Gebäudes schätzt." Er sagte: "Ok. Ich habe die Höhe eines Backsteins gemessen. Ich habe die Anzahl der Backsteine gezählt und jetzt multipliziere ich." Nun - (Lachen) - daran hatte ich nicht gedacht.
Ich habe viele derartige Erfahrungen gemacht. Ich traf auch einen Minenarbeiter. Er war auf dreimonatigem Heimaturlaub. Als ich eines Tages neben ihm saß, sagte er: "In der Schule habe ich nur eine Sache wirklich geliebt. Und weißt du was das war? Shakespeare." Und er rezitierte ein paar Verse für mich. Diese und viele ähnliche Erfahrungen überzeugten mich, dass es massenhaft kluge Kinder in Afrika gibt - einfallsreiche Kinder, gebildete Kinder -, die nach Chancen hungern. Wenn Afrika gerettet wird, dann von ihnen, nicht von uns. Nun, nach - (Lachen) - das ist die Wahrheit.
Nach meiner Zeit in Lesotho reiste ich durch Afrika, bevor ich nach England zurückging, das im Vergleich so grau und deprimierend ist. Ich ging nach Cambrigde, wo ich der theoretischen Physik verfiel. Ich werde diese Gleichung nicht erklären, aber die theoretische Physik ist ein wirklich erstaunliches Gebiet. Wir können alle uns bekannten physikalischen Gesetze in eine Zeile schreiben. Zugegeben, es ist eine sehr stenoartige Schreibweise. Sie enthält 18 freie Parameter, die zu allen Daten passen müssen.
Es ist zwar noch nicht alles, aber es ist eine unglaublich leistungsfähige Zusammenfassung von allem, was wir über die Grundlagen der Natur wissen. Abgesehen von ein paar losen, sehr wichtigen Enden, von denen Sie hier gehört haben - wie dunkle Energie und dunkle Materie - scheint diese Gleichung unser gesamtes Universum und dessen Inhalt zu beschreiben.
Aber es muss noch ein großes Puzzle zusammengesetzt werden, das mir höchst prägnant von meiner Mathelehrerin in der Grundschule in Tansania vermittelt wurde, einer wunderbaren Schottin, mit der ich immer noch Kontakt pflege. Sie ist jetzt um die 80. Als ich versuchte, ihr meine Arbeit zu erklären, wischte sie alle Details weg und sagte: "Neil, nur eine Frage ist wirklich wichtig. Was hat geknallt?" (Lachen) "Jeder redet vom Urknall. Was hat geknallt?"
Und sie hat recht. Das ist eine Frage, die wir alle vermieden haben. Die übliche Erklärung lautet, dass das Universum irgendwie plötzlich entstanden ist, voller merkwürdiger Energie - inflationärer Energie -, die es gesprengt hat. Aber das Puzzle, warum das Universum in diesem bestimmten Zustand auftauchte, ist noch völlig ungelöst. Ich habe einige Zeit an einer Theorie gearbeitet, mit Stephen Hawking und anderen. Aber dann habe ich mit der Erforschung einer Alternative begonnen. Die Alternative ist, dass der Urknall nicht der Anfang war. Vielleicht existierte das Universum vor dem Urknall und der Knall war nur ein gewaltiges Ereignis im präexistenten Universum.
Diese Möglichkeit wird tatsächlich in den neuesten Theorien in Betracht gezogen, den einheitlichen Theorien, die versuchen, allen 18 freien Parametern einen einzigen Rahmen zu geben, mit dem hoffentlich alle berechnet werden können. Ich möchte hier nur eine Zeichnung der Idee zeigen. Mehr kann ich nicht vermitteln. Nach diesen Theorien gibt es im All zusätzliche Dimensionen, nicht nur die drei bekannten, aber an jedem Punkt im Raum gibt es mehr Dimensionen, und in den elegantesten der einheitlichen Theorien gibt es im Besonderen eine sehr seltsame Dimension. Die seltsame sieht so aus: dass wir in einer dreidimensionalen Welt leben. Wir leben in einer dieser Welten - ich kann sie nur als Blatt darstellen, aber es ist wirklich dreidimensional.
Eine winzige Distanz entfernt gibt es ein anderes Blatt, auch dreidimensional, dazwischen ist eine Lücke. Die Lücke ist sehr winzig - ich habe das zur Verdeutlichung vergrößert. Es ist nur ein winziger Teil der Größe eines Atomkerns. Ich werde nicht ins Detail gehen, warum wir uns das Universum so vorstellen, aber es ergibt sich aus der Mathematik und versucht die Physik zu erklären, die wir kennen. Ich begann mich für eine offensichtliche Frage zu interessieren. Die lautet: Was passiert, wenn diese beiden dreidimensionalen Welten aus Versehen kollidieren? Wenn sie kollidieren, ähnelte das sehr dem Urknall. Aber es ist ein wenig anders als im konventionellen Bild. Das konventionelle Bild des Big Bangs ist ein Punkt. Alles entsteht aus einem Punkt; dort ist unendliche Dichte. Und alle Gleichungen versagen. Hoffnungslos zu beschreiben.
Bei diesem Bild werden Sie merken, dass der Knall ausgedehnt ist. Es ist kein Punkt. Die Dichte der Materie ist endlich und wir können vielleicht mit einer konsistenten Reihe von Gleichungen den ganzen Prozess beschreiben. Um es kurz zu machen, wir haben diese Alternative erforscht. Wir haben gezeigt, dass damit alle bekannten Daten über die Bildung von Galaxien, zusammenpassen können, die Schwankungen im Mikrowellenhintergrund. Außerdem gibt es einen experimentellen Weg, diese Theorie von der zuvor erwähnten inflationären Erklärung abzugrenzen. Es hat mit Gravitationswellen zu tun.
In diesem Szenario war nicht nur der Urknall nicht der Anfang, wie Sie auf dem Bild sehen können, er kann immer und immer wieder passieren. Es kann sein, dass wir in einem unendlichen Universum leben, sowohl in Raum und Zeit. Und es gab Knalle in der Vergangenheit und es wird Knalle in der Zukunft geben. Vielleicht leben wir in einem unendlichen Universum. Modelle des Universums zu entwickeln und zu testen ist - für mich - der beste Weg, das Universum zu genießen und zu würdigen. Wir müssen die bestmöglichen mathematischen Modelle entwickeln, die stimmigsten Modelle. Dann prüfen wir sie, logisch und mit Daten. Wir versuchen uns selbst zu überzeugen - wirklich uns selbst zu überzeugen, dass sie falsch sind. Das ist Fortschritt: wenn wir beweisen, dass etwas falsch ist. So hoffen wir, langsam und Schritt für Schritt die Welt zu verstehen.
Im Laufe meiner Karriere nagte aber immer etwas in mir. Was ist mit Afrika? Was ist mit diesen Kindern, die ich zurückließ? Statt sich zu entwickeln - was wir in den 60ern alle gehofft hatten - wurden die Dinge schlechter. Afrika wurde von Armut, Krankheit und Krieg gebeutelt. Die Webseite und das Projekt Worldmapper zeigen das sehr anschaulich. Dabei wird jedes Land auf einer Karte dargestellt und das Gebiet einer messbaren Größe angepasst.
Das ist eine Standardkarte der Welt. Afrika ist übrigens sehr groß. Die nächste Karte zeigt Afrikas BIP von 1960, etwa zu der Zeit, in der viele afrikanische Staaten unabhängig wurden. Das hier ist 1990 und dann 2002. Und hier ist eine Prognose für 2015. In der Welt finden große Veränderungen statt, aber sie helfen Afrika nicht.
Was ist mit Afrikas Bevölkerung? Das Verhältnis von Bevölkerung und Gebiet ist nicht schlecht. Dennoch führt Afrika die Liste an bei den vermeidbaren Todesursachen: Mangelernährung, einfache Infektionen und Komplikationen bei der Geburt. Dann gibt es HIV/AIDS. Und es gibt Kriegstote. Derzeit sterben 45 000 Menschen pro Monat im Kongo infolge des Krieges, der dort um Coltan und Diamanten und andere Dinge geführt wird. Und er geht weiter.
Wie steht es mit Afrikas Fähigkeit, etwas gegen diese Probleme zu tun? Das ist die Anzahl der Ärzte in Afrika. Das ist die Anzahl der Menschen im höheren Bildungszweig. Und das hier - für mich am schockierendsten - ist die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichen, die aus Afrika kommen. Es gibt wissenschaftlich gesehen keine. Das alles wurde bei TED Africa sehr eloquent erörtert: dass die ganze geleistete Hilfe völlig verfehlt war, um Afrika auf seine eigenen Beine zu stellen.
Der Übergang zur Demokratie in Südafrika in 1994 war für viele von uns sprichwörtlich ein wahr gewordener Traum. Meine Eltern wurde beide in das erste Parlament gewählt, zusammen mit Nelson und Winnie Mandela. Sie waren das einzige weitere Paar. Im Jahr 2001 besuchte ich sie während eines Forschungsaufenthalts. Und während ich tagsüber geschäftig an diesen kollidierenden Welten arbeitete, lernte ich, dass es einen dramatischen Mangel an Fähigkeiten gab, besonders mathematischer Fähigkeiten, in der Industrie, der Regierung, im Bildungswesen.
Die Fähigkeit Modelle zu erarbeiten und zu testen ist heute nicht nur für jede einzelne wissenschaftliche Disziplin unentbehrlich geworden, sondern auch für die moderne Gesellschaft selbst. Wenn Sie keine Mathematik lernen, werden Sie nicht am modernen Zeitalter teilhaben. So kam ich auf eine sehr einfache Idee. Ich wollte ein Afrikanisches Institut für Mathematische Wissenschaft - AIMS - gründen. Ich wollte Studenten aus ganz Afrika rekrutieren, sie mit Lehrern aus der ganzen Welt zusammenbringen und wir würden ihnen zu einer tollen Ausbildung verhelfen.
Als Professor in Cambridge verfügte ich über viele Kontakte. Zu meinem Erstaunen erfuhr ich von ihnen 100%ige Unterstützung. Sie sagten: "Geh und mach es, wir werden kommen und lehren." Ich wusste um die große Freude, die brillanten Studenten aus den Ländern, die ihnen keine Chancen bieten, mit den besten Dozenten der Welt zusammenzubringen, die aus Interesse an Afrika kommen würden. Sie zusammenbringen und einfach Funken sprühen lassen. Wir kauften ein heruntergekommenes Hotel in der Nähe von Kapstadt. Es ist ein Art-Deco-Hotel aus den 1920ern mit 80 Zimmern. Der Bezirk war etwas zwielichtig, weshalb wir ein 80-Zimmer-Hotel für 100 000 Dollar bekamen. Es ist ein schönes Gebäude. Wir beschlossen, es zu renovieren und dann Werbung zu machen: Wir werden das beste Mathematik-Institut Afrikas in diesem Hotel eröffnen.
Das neue Südafrika ist ein sehr aufregendes Land. Wer von Ihnen noch nicht da war, sollte hinfahren. Es ist sehr, sehr interessant, was dort passiert. Wir haben wundervolle Leute eingestellt, hoch motiviertes Personal. Eine andere neue Sache, die uns zugute kam, ist das Internet. Obwohl der Zugang zum Internet in ganz Afrika sehr teuer ist, gibt es überall Internet-Cafés. Intelligente junge Afrikaner möchten unbedingt der globalen Gemeinschaft beitreten, um erfolgreich zu sein - und sie sind sehr ehrgeizig. Sie möchten der nächste Einstein sein.
Als die Eröffnung des AIMS bekannt wurde, verbreitete sich die Nachricht sehr schnell über E-Mail und unsere Webseite. Wir bekamen viele Bewerbungen. Wir gestalteten AIMS als eine 24-Stunden-Lernumgebung und es war großartig, eine Universität völlig neu zu errichten. Man muss ganz neu überlegen, wozu eine Universität gut ist. Das ist wirklich aufregend. Wir gestalteten sie mit interaktivem Lernkonzept. Kein monotones Gebrumme an der Tafel. Wir setzten den Schwerpunkt auf Problemlösung, Gruppenarbeit; jeder Student sollte sein eigenes Potential entdecken und maximieren, und nicht Noten nachjagen.
Im Hotel leben alle zusammen, Dozenten und Studenten und es nicht ungewöhnlich, sie alle um 1 Uhr morgens bei einer spontanen Übung zu finden. Die Studenten dort verlassen die Computerräume normalerweise nicht vor 2 oder 3 Uhr morgens. Und um 8 Uhr morgens sind sie wieder fit. Vorlesungen, Problemlösungen und so weiter. Es ist ein außergewöhnlicher Ort. Wir legen besondere Schwerpunkte auf Bereiche, die für Afrikas Entwicklung besonders relevant sind, denn Wissenschaftler in Afrika, die in diesen Bereichen arbeiten, haben einen Wettbewerbsvorteil. Sie werden veröffentlichen, zu Konferenzen eingeladen werden. Sie werden erfolgreiche Karrieren machen.
Das AIMS hat sich sehr gut gemacht. Hier ist eine Liste der Absolventen des letzen Jahres im Juni und was 48 von ihnen derzeit machen. Wo sie sind steht dort drüben. Wo sie hingegangen sind. Das sind alles Absolventen. Sie alle sind zum Master- oder Doktorstudium an exzellente Orte gegangen. Die Ausbildung von fünf Studenten am AIMS kostet so viel wie die eines einzigen in den USA oder Europa. Doch wichtiger ist, dass die panafrikanische Studentenschaft eine kontinuierliche Quelle von Kraft, Stolz und Engagement für Afrika ist. Wir illustrieren den Fortschritt des AIMS durch Einfärben der Länder Afrikas.
Hier können Sie sehen, was hinter der Liste steckt. Wenn ein Land gelb gefärbt ist, haben wir eine Bewerbung erhalten; orange: wir haben eine Bewerbung akzeptiert; und grün: ein Student hat das Studium abgeschlossen. Das hier zeigt den Stand nach dem ersten Abschluss im Jahr 2004. Unser gesetztes Ziel ist es, den Kontinent grün einzufärben. Hier sind die Jahre 2005, -6, -7, -8. (Applaus) Wir sind auf gutem Weg, unser ursprüngliches Ziel zu erreichen.
Einige unserer Studenten wurden zu Hause gefilmt, bevor sie zum AIMS kamen. Ich zeige Ihnen eine davon. Tendai Mugwagwa: Mein Name ist Tendai Mugwagwa. Ich habe einen Bachelorabschluss in Bildungswissenschaft. Ich werde am AIMS studieren. Ich verstehe den Kurs so, dass er ziemlich viel abdeckt. Von Physik über Medizin, wissen Sie, besonders Epidemiologie und auch Modellrechnungen. Neil Turok: Tendai kam also ans AIMS und machte sich sehr gut. Ich lasse sie weitererzählen, was danach kam.
TM: Mein Name ist Tendai Mugwagwa und ich war 2003 und 2004 Studentin am AIMS. Nachdem ich das AIMS verlassen hatte, machte ich einen Master in Angewandter Mathematik an der Universität von Kapstadt in Südafrika. Danach ging ich in die Niederlande, wo ich gerade einen Doktor in Theoretischer Immunologie mache.
Professor: Tendai arbeitet sehr eigenständig. Sie kommuniziert gut mit den Immunologen im Krankenhaus, insgesamt habe ich eine sehr gute Doktorandin aus Südafrika. Ich bin sehr froh, dass sie hier ist.
NT: Ein anderer Student aus dem ersten Jahr des AIMS war Shehu. Hier sieht man ihn mit seinem Lieblingslehrer an der High School. Dann begann er ein Studium im Norden Nigerias. Nach dem AIMS wollte Shehu mit Hochenergiephysik weitermachen und kam nach Cambridge. Er steht kurz vor Abschluss des Doktorstudiums und wurde kürzlich mit jemandem gefilmt, den Sie alle kennen.
Shehu: Davon ausgehend werden wir in der Lage sein, hoffentlich bessere Vorhersagen zu machen, die wir dann mit der Kurve vergleichen und wiederum Vorhersagen machen.
NT: Hier sind die derzeitigen Studenten am AIMS. Es sind 53 aus 20 verschiedenen Ländern, 20 davon Frauen. Jetzt werde ich zu meiner TED-Aufgabe kommen. Wir hatten eine Party. Das ist Afrika -- wir feiern gute Parties in Afrika. Und letzten Monat gab es eine Überraschungsparty für mich. Hier ist jemand, den Sie bereits gesehen haben. (Applaus) Ich möchte auf weitere außergewöhnliche Menschen auf diesem Bild hinweisen. Wir feiern also eine Party, wie Sie sehen können, werde ich zu diesem Zeitpunkt völlig überdeckt. Das ist Ezra. Sie kommt aus Darfur. Sie ist Physikerin und irgendwie bewahrt sie ihr Lächeln, trotz allem, was zu Hause vor sich geht. Aber sie möchte weiterhin Physik studieren und das macht sie sehr gut. Das ist Lydia. Lydia ist die erste Frau, mit einem Abschluss in Mathematik in der Zentralafrikanischen Republik. Nun ist sie am AIMS. (Applaus)
Jetzt möchte ich zu unserem TED-Wunsch kommen. Es ist nicht mein TED-Wunsch. Es ist unser Wunsch, wie Sie bereits bemerkt haben. Unser Wunsch hat zwei Teile: einer ist ein Traum und der andere ist ein Plan. Ok. Unser TED-Traum ist, dass der nächste Einstein Afrikaner sein wird. (Applaus) Im Streben nach den besten kreativen Genies, möchten wir tausende von Menschen motivieren, ermutigen und ihnen die Kraft geben, die hochrangigen Fähigkeiten zu erwerben, die sie brauchen um Afrika zu helfen. Unter ihnen werden nicht nur brillante Wissenschaftler sein. Ich bin sicher, nach dem was wir am AIMS erfahren haben, dass sie auch die afrikanischen Gates, Brins und Pages der Zukunft sein werden.
Ich sagte, wir haben einen Plan. Unser Plan ist ziemlich einfach. AIMS ist ein bewährtes Modell. Wir müssen es replizieren. Wir möchten in den nächsten fünf Jahren 15 AIMS-Zentren in ganz Afrika eröffnen. Jedes wird eine panafrikanische Studentenschaft haben, aber auf verschiedene wissenschaftliche Disziplinen spezialisiert sein. Wir möchten mit Hilfe der Wissenschaft nationale und kulturelle Barrieren überwinden, wie es am AIMS geschieht. Wir möchten den Lehrplan erweitern. Wir möchten Entrepreneurship und Politkompetenz aufnehmen.
Die erweiterten Institute werden eine einheitliche panafrikanische Institution bilden und ihre Studenten werden machtvolle Netzwerke bilden, indem sie gemeinsam für Frieden und Fortschritt im gesamten Kontinent arbeiten. Im Verlauf des letzten Jahres habe ich mehrere Orte in Afrika besucht auf der Suche nach potentiellen Standorten für neue AIMS-Zentren. Hier sind die, die wir ausgewählt haben. Jedes dieser Zentren hat ein starkes, lokales Team, jedes ist an einem schönen, einem interessanten Ort, den internationale Dozenten gerne besuchen werden. Unsere Partner in ganz Afrika sind sehr enthusiastisch. Jeder möchte ein AIMS-Zentrum in seinem Land.
Letzten November fand eine Konferenz aller afrikanischen Minister für Wissenschaft und Technologie in Mombasa statt, für einen gemeinsamen Plan zur Verbreitung des AIMS. Wir haben also die politische Unterstützung des ganzen Kontinents. Es wird nicht leicht sein. An jedem Ort warten große Herausforderungen. Lokale Wissenschaftler müssen eine tragende Rolle spielen und die Regierungen müssen zu finanzieller Unterstützung angehalten werden. Die Bedingungen sind sehr schwierig, aber wir können uns keine Kompromisse bei den Prinzipien leisten, durch die AIMS funktioniert.
Wir fassen sie folgendermaßen zusammen: Die Institute müssen relevant, innovativ, kosteneffektiv und von hoher Qualität sein. Warum? Weil wir wollen dass Afrika reich ist. Die nötigen Grundregeln sind leicht zu merken. Zum Schluss möchte ich sagen, dass nur die talentierten, jungen Afrikaner die Probleme Afrikas lösen können. Indem wir ihr kreatives Potential erschließen und fördern, können wir einen Schritt in eine veränderte Zukunft Afrikas gehen. Mit der Zeit werden sie auf eine Art zur Entwicklung Afrikas beitragen und zur Wissenschaft, wie wir es uns bisher nur vorstellen können. Danke. (Applaus)
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Bei der Entgegennahme seines TED Prize' im Jahr 2008 macht sich der Physiker Neil Turok für talentierte junge Afrikaner stark, die an mangelnden Chancen leiden. Wir können die Zukunft Afrikas verändern, wenn wir das kreative Potential des Kontinents freisetzen und fördern.
Neil Turok is working on a model of the universe that explains the big bang -- while, closer to home, he's founded a network of math and science academies across Africa. Full bio »
Translated into German by Katja Tongucer
Reviewed by Alex Boos
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It may be that we live in an endless universe, both in space and in time. And there’ve been Bangs in the past, and there will be Bangs in the future.” (Neil Turok)
17:31 Posted: Aug 2007
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27:52 Posted: Oct 2006
Views 236,835 | Comments 99
25:35 Posted: Mar 2008
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