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Ich war von der ziemlich faden und abgedroschenen Idee erfüllt, dass neue Technologien eine Gelegenheit für sozialen Wandel seien. Das ist es, was mich antrieb, und es ist eine Wahnvorstellung, die mich noch immer antreibt. Ich wollte Sie auf den neuesten Stand dessen bringen, was ich seitdem gemacht habe – aber es ist immer noch dasselbe Lied – und Ihnen mein Labor und meine derzeitige Arbeit vorstellen, und das ist die Umweltgesundheitsklinik, die ich an der NYU betreibe. Was das ist – es ist ein Wortspiel mit dem Begriff Gesundheit. Denn was ich wirklich versuche, hier zu tun, ist neu zu definieren, was als Gesundheit gilt. Es ist eine Klinik wie jede andere Praxis an irgendeiner Universität, außer dass Leute mit Umweltgesundheitsanliegen in die Klinik kommen, und sie verlassen sie mit Verschreibungen für Dinge, die sie tun können, um die Umweltgesundheit zu verbessern, anstelle mit medizinischen Anliegen in die Klinik zu kommen und mit Verschreibungen für Medikamente wegzugehen.
Es ist ein passendes Zitat von Hippokrates aus dem hippokratischen Eid das besagt: „Der größere Teil der Seele befindet sich außerhalb des Körpers, und die Behandlung des inneren erfordert die Behandlung des äußeren." Aber das lässt auf das Thema schließen, auf das ich hier hinauswill, nämlich dass wir eine Gelegenheit haben, umzudefinieren, was Gesundheit bedeutet. Denn diese Idee, dass Gesundheit innerlich partikulär und individuell und medizinisch ist, ist weitgehendst ein Fehler. Und ich benutzte diese Studie, eine kürzlich von Philip Landrigan durchgeführte Studie, um eine andere Sichtweise der Gesundheit anzuregen, für die er zu den meisten Kinderärzten in Manhattan und dem Gebiet von New York gegangen ist und aufgezeichnet hat, womit sie ihre Patientenstunden verbracht haben. 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit verbrachten sie mit fünf Dingen. Nummer eins war Asthma, Nummer zwei waren verzögerte Entwicklung, Nummer drei war der 400-fache Anstieg bei seltenen Kindheitskrebskrankheiten in den letzten 10 bis 15 Jahren. Nummer vier und fünf waren Fettlebigkeit bei Kindern und Probleme in Bezug auf Diabetes. Alle diese Krankheiten – was haben die alle gemeinsam? Es steht im Zusammenhang, im engen Zusammenhang mit der Umwelt, genau. Das sind nicht die Bakterien mit denen sich die Mediziner auseinandersetzen; das hier ist eine andere Definition von Gesundheit. Gesundheit, die einen großen Vorteil hat, weil sie extern ist, sie allen gemein ist. Wir können etwas für sie tun, im Gegensatz zu interner, genetisch vorbestimmer oder individualisierter Gesundheit.
Leute, die zur Klinik kommen, werden nicht Patienten, sondern Ungeduldige genannt, weil sie zu ungeduldig sind, um auf Gesetzesänderungen zu warten, die sich mit lokalen und Themen der Umweltgesundheit befassen. Ich treffe sie an der Universität. Ich habe auch ein paar Außenstellen, die ich an verschiedenen Orten errichtet habe, die das Eintauchen in einige der Umweltaufgaben, denen wir begegnen, ermöglichen. Ich mag dieses hier von der belgischen Außenstelle, wo wir uns in einem Kreisverkehr trafen, gerade weil der Kreisverkehr die kopflose soziale Bewegung verbildlicht, die viel sozialen Wandel erfüllt, ganz im Gegenteil zu der Top-Down-Kontrolle von Kreuzungen mit roten Ampeln. In diesem Fall ist der Kreisverkehr natürlich ein Ort, an dem Mikro-Entscheidungen vor Ort von Leuten getroffen werden, denen nicht gesagt wurde, was sie tun sollen. Aber er ermöglicht selbstverständlich größeren Durchlauf, weniger Unfälle und ein interessantes Modell von sozialer Bewegung.
Einige der Dinge sind die Überwachungsprotokolle, die ich entwickelt habe: das hier ist das Kaulquappen-Bürokraten-Protokoll, oder aufmerksames Beobachten, wenn Sie so wollen. Es sind eine Ansammlung von Kaulquappen, die nach einem örtlichen Bürokraten benannt sind, dessen Entscheidungen Ihre Wasserqualität beeinflusst. Ein Ungeduldiger, der sich wegen der Wasserqualität sorgt, zieht also einen Kaulquappenbürokraten in einer Probe des Wassers auf, an dem er interessiert ist. Und wir geben ihnen ein paar Sachen, um das zu tun, und ihnen zu helfen, wie Haustierausstattung, solange sie bloggen und emailen. Das hier ist ein Kaulquappen-Gehwagen, um Ihre Kaulquappe am Abend spazieren zu führen. Und das Interessante, was passiert – weil wir natürlich Kaulquappen benutzen, weil sie die ausgezeichnetsten Biosensoren haben, die es gibt, um einige Zehnerpotenzen empfindlicher als einige unserer Sinne, mit denen sie spüren und in einer biologisch aussagekräftigen Art auf diese ganze Gruppe von industriellen Schadstoffe reagieren, die wir endokrine Disruptoren oder Hormonemulatoren nennen.
Aber wenn Sie Ihre Kaulquappe am Abend Spazieren fahren – hier sind ein paar Aktionsbilder – fragen Ihre Nachbarn sehr warhscheinlich: „Was machen Sie da?" Und dann müssen Sie Ihre Kaulquappe vorstellen und nach wem sie benannt ist. Sie müssen erklären, was Sie tun und wie die Entwicklungsstadien einer Kaulquappe selbstverständlich so schön erkennbar sind. Sie benutzen dieselben T3-Hormone wie wir. Und das nächste Mal, wenn Ihr Nachbar Sie sieht wird er sagen: „Wie geht es Ihrer Kaulquappe?" Und Sie können ihn über ein soziales Netzwerk mit Ihrer Kaulquappe vernetzen lassen, denn die Umweltgesundheitsklinik at eine soziales Netzwerk-Seite, nicht nur für Ungeduldige, Menschen, sondern Nicht-Menschen, soziale Vernetzung für Menschen und Nicht-Menschen. Und diese endokrinen Disruptoren sind natürlich eine Sache, die mit der Brustkrebs-Epidemie, der Übergewichts-Epidemie, dem um zweieinhalb Jahre früheren Einsetzen der Pubertät junger Mädchen und ähnlichen Dingen in Zusammenhang gebracht wird. Der Höhepunkt davon ist: wenn Sie ihre Kaulquappe erfolgreich aufgezogen haben, und dabei die Abläufe im Verhalten und der Entwicklung beobachtet haben, dann werden Sie losgehen, ihre Kaulquappe ihrem Namensgeber vorstellen und die Anzeichen, die Sie beobachtet haben, diskutieren.
Ein weiteres schnelles Protokoll – und ich werde diese schnell behandeln, aber um Ihnen die grundsätzliche Richtung dessen vorzustellen, was wir hier tun – Anstelle Sie um eine Urinprobe zu bitten, bitte ich Sie um eine Mausprobe. Ist irgendjemand hier in der glücklichen Situation, mit einer Maus zu teilen, zusammenzuleben – eine Lebensgemeinschaft mit Mäusen? Glückspilz. Mäuse sind selbstverständlich der wesentliche Modellorganismus. Sie sind sogar bessere Modelle für Umweltgesundheit, nicht nur wegen ihrer gleichartigen Säugetier-Biologie, sondern weil sie im Großen und Ganzen Ihre Essgewohnheiten teilen. Sie teilen Ihre umweltbedingten Stressfaktoren, die Asbestlevels und Bleilevels, und die, denen Sie sonst noch ausgesetzt sind. Und sie sind geografisch eingegrenzter als Sie das sind, denn wir wissen nicht, ob Sie schwer abbaubaren organischen Schadstoffen ausgesetzt waren, zu Hause, oder im Beruf, oder als Kind. Mäuse sind jedoch eine gute Vertretung. Es fängt also mit dem Bau einer besseren Mausefalle an. Das hier ist eine davon.
Mit umweltbedingten Stressfaktoren klar zu kommen ist knifflig. Nimmt irgendjemand hier Antidepressiva? (Lachen) Viele Menschen in Manhattan nehmen die. Und wir testen, ob die Mäuse auch freiwillig SSRIs (Antidepressiva) nehmen würden. Dies hier war Fluoxetin, das war Sertralin, das hier war ein schwarzer Kaubonbon und das ein Entspannungsmittel, und das waren alles Arzneimittel, die der Ungeduldige zu sich nahm. Glauben Sie also, dass die Mäuse freiwillig Antidepressiva genommen haben? Was ist das – (Publikum: Na klar. Ja.) Woher wussten Sie das? Sie haben es genommen. Das hier war eine Wodkalösung, eine Ginlösung. Diese Kerl mochte auch einfaches Wasser und das Entspannungsmittel. Wo ist unser Experte? Wodka, Gin – (Publikum: [unklar]) Ja. Ja. Sie kennen sich aus mit Mäusen. Ja, das ist es, was sie taten. Sie tranken also genauso viel Wodka wie einfaches Wasser, das war interessant. Und dann geht's natürlich zur eigentlichen Falle. Da drin ist ein altes Handy – eine gute Verwendung für alte Handys – das die Klinik anruft, und dann kommen wir und holen die Maus ab. Wir nehmen eine Blutprobe und machen die Blut- und Haartests an den Mäusen.
Und ich möchte sozusagen auf den großen Vorteil hinweisen den es hat, wenn man Gesundheit auf diese externe Weise erfasst. Wir haben ein paar verschreibungspflichtige Produkte dadurch. Es ist ganz anders als das medizinische Modell. Wenn Sie irgendetwas tun, um die Wasser- oder Luftqualität in Ihrer Umwelt zu verbessern oder um sie zu verstehen oder zu verändern, werden die Vorteile von jedem, der diese Wasser oder Luftqualität mit Ihnen teilt, genutzt. Und dieser Gesamteffekt, dieser kollektive Aktionseffekt ist tatsächlich etwas, das wir zu unserem Vorteil nutzen können. Ich möchte Ihnen also ein rezeptpflichtiges Produkt in der Klinik zeigen, das Parkverbot heißt. Das ist ein Rezept, um Wasserqualität zu verbessern. Viele Ungeduldige sind sehr besorgt um die Wasser- und Luftqualität. Was wir tun ist folgendes: wir nehmen einen Hydranten und die „Parkverbots"-Zone, die zum Hydranten gehört, und verschreiben das Abtragen des Asphalts um eine angelegte Mikrolandschaft zu schaffen, und Versickerungsmöglichkeit.
Denn, wie viele von Ihnen wohl wissen, die größte Verschmutzung, die wir hier in der New York, New Jersey Hafengegend heute haben, kommt nicht mehr aus punktförmigen Quellen, nicht mehr von den großen Umweltsündern, nicht mehr von den GEs, sondern den massiven Straßennetzen, diesen undurchlässigen Oberflächen, die all das Nervengift Cadmium sammeln, das von Ihren Bremsbelägen kommt, oder die öligen Kohlenwasserstoff-Rückstände. In jedem einzelnen Sturm werden sie über die mittelalterliche Infrastruktur direkt in die Gewässer gespült. Das bringt nicht viel Gutes. Es gibt nur wenige Gelegenheiten, diese Schadstoffe aufzufangen bevor sie den Hafen erreichen, und die werden von Ungeduldigen in verschiedenen Häuserblocks und in einigen sehr interessanten Weisen bereitgestellt. Ich will nur sagen, es war so eine Art Daumenregel, dass es ungefähr zwei oder drei Hydranten pro Häuserblock gibt. Indem wir angelegte Mikrolandschaften erschaffen, um das Wasser versickern zu lassen, hindern wir sie nicht daran, als Parkplätze für Notfallfahrzeuge benutzt zu werden, denn ein Feuerwehrauto kann selbstverständlich kommen und dort parken. Sie machen ein paar Pflanzen platt. Keine große Sache, die erholen sich wieder. Aber wenn wir das bei jedem – jedem Hydranten machten, könnten wir den Notfall neu definieren. Diese 99 Prozent der Zeit, wenn kein Feuerwehrauto dort parkt, versickern dort Schadstoffe. Sie binden auch CO2, indem sie einige der Schadstoffe in der Luft aufnehmen. Und in der Verbindung könnten diese kleinen Unterbrechungen sogar all die Straßenverschmutzung versickern lassen, die jetzt in die Gewässer läuft, bis zu einem Regen von knapp 18 cm, bis zu einem Jahrhundertsturm.
Dies sind also kleine Taten, die einen signifikanten Effekt erzielen können, um die lokale Umweltgesundheit zu verbessern. Das ist eines der ambitionierteren. Was die Klimakrise uns hat erkennen lassen ist eine sekundäre, hinterlistigere und tiefergreifende Krise, und das ist die Tätigkeitskrise, nämlich was tun. Irgendwie scheint es, als ob der Einkauf lokalen Blattsalates, der Wechsel einer Glühbirne, das Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzung, der regelmäßige Wechsel der Reifen, nicht genug ist angesichts der Klimakrise. Und dies ist ein interessantes Bild – sie erinnern sich an sie: Atomschutzbunker. Was ist der Schutzbunker für die Klimakrise? Das war Bürgerinitiative. Kirchen, Schulgruppen, Krankenhäuser, Privatleute – jeder baute einen von diesen in nur ein paar Monaten. Und es gibt sie noch als Symbol bürgerlicher Resonanz angesichts der gemeinsamen, unsicheren, kollektiven Bedrohung.
Ein Schutzbunker für die Klimakrise, würde ich sagen, sieht in etwa so aus, oder so, eine intensive städtische Agrareinrichtung, die im Begriff ist, auf mein Laborgebäude an der NYU gebaut zu werden. Was das leistet ist die ganz einfache Idee, wir nehmen – 80 bis 90 Prozent des CO2, das in Manhattan ausgestoßen wird, kommt von Gebäuden – wir nehmen, genau wie ein kommerzielles Treibhaus, nehmen wir das CO2 von dem Gebäude – mit CO2 angereicherte Luft – pressen sie durch die städtische Agrareinrichtung, und liefern dann wieder mit Sauerstoff angereicherte Luft. Man kann nicht wirklich viel auf ein Dach bauen, dafür sind sie nicht gebaut. Es steht also auf Beinen, so dass es all sein Gewicht auf die Mauerwerkswände und die Stützpfeiler konzentriert. Es ist wie ein Scheunenbau gebaut, der freie Hardware benutzt. Das ist ein Prototyp im Maßstab 1:4 der in Spanien funktionierte. Hier ist wie aussehen wird, drücken Sie die Daumen, wenn die NYU es will.
Und was ich Ihnen zeigen will ist – tatsächlich ist das hier eine der Komponenten davon, die wir erst kürzlich getestet haben – und das ist ein Solarschlot – wir haben im Moment 17 davon überall in New York aufgebaut – der passiv Luft nach oben zieht. Sie verstehen den Solarschlot. Heiße Luft steigt auf. Man bringt ein bisschen schwarzes Plastik an der Seite eines Gebäudes an, es heizt sich auf und man bekommt passive Luftbewegung. Was wir nun tun ist, dass wir einen Standard-Klimaanlagenfilter oben hinsetzen. Der entfernt um die 95 Prozent des Rußes, des Zeugs, das, mit Ozon, für etwa die Hälfte des Treibhauseffekts verantwortlich ist, weil es sich verändert. Es setzt sich auf dem Schnee ab, es verändert die Reflektoren, es verändert die Übertragungsqualitäten der Atmosphäre. Ruß ist der Dreck, der sich ansonsten in Ihren hübschen rosa Lungen festsetzt, und der in Verbindung gebracht wird mit – es ist nichts Gutes, und es kommt von ineffizienter Verbrennung, nicht von der Verbrennung selbst. Wenn wir ihn durch unseren Solarschlot schicken, entfernen wir tatsächlich ungefähr 95 Prozent davon. Und dann tausche ich sie mit den Studenten aus und setze diesen Ruß wieder ein. Wir machen Bleistifte, die so lang sind wie der Dreck, den wir aus der Luft gezogen haben. Hier ist einer davon, den wir jetzt aufgebaut haben. Hier sind die Menschen, die sie aufbauen und die begeisterte Bleistiftbenutzer sind.
Okay, jetzt will ich Ihnen nur noch zwei weitere Berührungspunkte zeigen, denn ich glaube, eine unserer großen Herausforderungen ist es, uns unsere Beziehung zu natürlichen Systemen neu vorzustellen, nicht nur durch dieses Modell verdrehter personalisierter Gesundheit, sondern durch die Tiere, mit denen wir zusammenleben. Wir sind nicht allein; die Tiere kommen näher. Tatsache ist, dass städtische Migration jetzt die Bewegung von Tieren in urbane Zentren beschreibt, die vorher als wild bezeichnet wurden. Sie wissen schon: Kojoten im Cetral Park, ein Wal im Gowanuskanal, Elche in Westchester County. Das passiert überall in den Industrieländern, wahrscheinlich, weil die natürlichen Lebensräume verloren gehen, aber auch weil unsere Städte ein bisschen lebenswerter sind als sie es waren. Und jede Grünfläche, die wir schaffen ist eine Einladung für Nicht-Menschen, mit uns zu leben. Aber wir haben nicht viel Vorstellungsvermögen gezeigt, wie wir das gut oder interessant tun könnten. Ich möchte Ihnen ein paar der technologischen Berührungsflächen zeigen, die unter dem Spitznamen OOZ entwickelt wurden – das heißt Zoo rückwärts und ohne Gehege – um zu versuchen, diese Beziehung zu reformieren. Das ist Kommunikationstechnologie für Vögel. Das sieht so aus. Wenn ein Vogel darauf landet, löst er eine Audiodatei aus. Das ist im Whitney Museum, wo es sechs davon gibt, und jedes davon hat ein anderes Argument darauf, eine andere Audiodatei. Sie sagten Dinge wie diese:
Stimme vom Band: Hier ist, was du tun musst. Geh da runter und kaufe ein paar dieser Reformkostriegel, die, die du Vogelfutter nennst, und bring sie her und streu sie rum. Da ist ein guter Mensch.
Natalie Jeremijenko: Okay. (Lachen) Es gab also ein paar davon. Die Vögel konnten von einem zum anderen springen. Diese hier sind nur normale Stadttauben. Und sie testeten, welches Argument kooperative Verhaltensweisen von den Leuten unten hervorrief – etwa 100:1 beschlossen, dass dies das Argument war das uns am Besten überzeugte.
Stimme vom Band: Tick, tick, tick. Das ist der Klang von genetischen Mutationen der Vogelgrippe, die zu einer tödlichen menschlichen Grippe wird. Wissen Sie, was sie aufhält? Gesunde Teilpopulationen von Vögeln, generell eine größere Artenvielfalt. Es steht in Ihrem Interesse, dass ich gesund, glücklich und wohlgenährt bin. Demzufolge könnten Sie ein paar Ihrer Nahrungsmittel teilen anstatt sie für sich alleine zu beanspruchen. Das heißt: Teilen Sie Ihr Mittagessen.
NJ: Es hat funktioniert, und es ist wahr. Das letzte Projekt, dass ich Ihnen zeigen möchte, ist eine neue Berührungsfläche für Fische, die gerade erst neu eingesetzt wurde – das heißt, offiziell wird sie erst nächste Woche in Betrieb genommen – mit einer wunderbaren Anzahlung von der Architectural League. Vielleicht wussten Sie noch nicht, dass Sie mit Fischen kommunizieren müssen, aber es gibt ein neues Gerät, mit dem Sie das tun können. So sieht es aus: Bojen, die auf dem Wasser schwimmen, die einen Meter aus dem Wasser und einen Meter nach unten ragen. Wenn ein Fisch darunter wegschwimmt, geht ein Licht an. So sieht das aus. Hier ist eine andere Funktion an. Dieses obere Licht ist – es tut mir Leid, wenn ich Sie seekrank mache – dieses obere Licht ist tatsächlich ein Wasserqualitätsanzeiger, der von Rot, wenn der gelöste Sauerstoff niedrig ist, zu Blau/Grün wechselt, wenn der gelöste Sauerstoff hoch ist. Und dann können Sie den Fischen auch eine SMS schreiben. Es gibt also Visitenkarten da unten, die Ihnen die Kontaktinformationen geben. Und sie schreiben Ihnen eine SMS zurück. Wenn die Bojen Ihre SMS bekommen, zwinkern sie zweimal, um zu sagen, dass sie die Nachricht erhalten haben. Aber das möglicherweise Beliebteste daran ist, dass wir ein anderes Feld dieser Bojen im Bronx River haben, wo sich der erste Bieber – so verrückt wie er ist – seit 250 Jahren aufhält, der umgezogen ist und eine Behausung in New York gebaut hat. Aktuelle Nachrichten von einem Bieber also. Sie können aktuelle Nachrichten von ihm abonnieren. Sie können mit ihm reden.
Und ich möchte diesen Berührungspunkt so verstehen, dass er neu definiert, wie wir mit natürlichen Systemen wechselwirken, insbesondere dadurch, dass wir verändern, wer die Information hat, wo sie sie haben, wer die Information deuten kann und was man damit machen kann. In diesem Fall, anstelle Kaugummi oder Doritos oder was Sie auch immer in Ihren Taschen haben, den Fischen hinzuwerfen – Es gibt da ein Gewässer in Island, mit dem ich mich beschäftigt habe, das mitten in der Stadt liegt. Die größte Schadstoffbelastung in ihm ist nicht die Straßenverschmutzung, sondern vielmehr Weißbrot von Leuten, die die Fische und Vögel füttern. Anstelle das zu tun, haben wir ein paar Fischstäbchen entwickelt, die Sie den Fischen füttern können. Die sind lecker. Das heißt, sie sind artenübergreifend lecker, lecker für Menschen und Nicht-Menschen. Aber sie enthalten auch ein chelatbildendes Mittel. Sie haben einen geeigneten Nährstoffgehalt, nicht wie Doritos. Dieser Wunsch, mit Tieren zu kommunizieren, ist mindestens so universell wie das Schild: „Tiere füttern verboten". Und davon gibt es etwa drei in jedem Park in Ney York City. Und im Yellowstone Nationalpark gibt es mehr „Tiere füttern verboten"-Schilder als Tiere, die Sie vielleicht füttern wollen. Aber diese Tätigkeit, diese Wechselwirkung, indem man sie neu definiert, indem man sie zu einer Gelegenheit macht, Futter anzubieten, das geeignete Nährstoffe liefert, das die Ernährungsgrundlagen vergrößern könnte, die wir selbst aufgebraucht haben, um die Fischpopulation zu vergrößern, und indem ein chelatbildendes Mittel zugefügt wird, das, wie jedes chelatbildendes Mittel, das wir medizinisch benutzen, biologisch angesammelte Schwermetalle und PCBs bindet, die in den Fischen sind, die in diesem speziellen Habitat leben, und erlaubt es ihnen, sie als harmloses Salz auszuscheiden, wo es in einer Reaktion verknüpft und damit effektiv von biologischer Gültigkeit entfernt wird.
Aber ich wollte sagen, dass diese Wechselwirkung, die Neudefinition dieser Wechselwirkung in eine kollektive Tätigkeit, kollektive neuvermittelnde Tätigkeit ganz andersartig ist als die Herangehensweise, die auf der anderen Seite, am Hudson River, angewendet wird, wo wir wir die PCBs ausbaggern – nach 30 Jahren legislativer und legaler Kämpfe, bezahlt GE das Ausbaggern der größten Anlage der Welt für die Entschädigung für Umweltschäden – wir baggern es aus, und dann wird es wahrscheinlich nach Pennsylvania oder ins nächstbeste Entwicklungsland geschickt, wo es weiterhin giftiger Schlick ist. Verschiebung ist nicht, wie man mit Umweltproblemen umgehen sollte. Und das ist typischerweise das Modell, nach dem wir gehandelt haben.
Indem wir die Gelegenheit wahrnehmen, die uns neue Technologien, neue, interaktive Technologien, geben, unsere Wechselwirkungen neu zu definieren, nicht nur als isolierte, individuelle Wechselwirkungen zu definieren, sondern als kollektive, sich vereinigende Aktionen, die etwas bewirken, dann können wir wirklich anfangen, uns mit einigen unserer wichtigen Umweltprobleme zu befassen.
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Natalie Jeremijenkos ungewöhnliches Labor bedient sich der Kunst und adressiert Umweltwehwehs, indem es Ingenieurwissen mit öffentlicher Kunst und einem Team Freiwilliger kombiniert. Diese realen Experimente sind unter anderem: Kaulquappen spazieren führen, "Fisch" texten, das Anpflanzen von Feuerhydrant-Gärten und mehr.
Natalie Jeremijenko blends art, engineering, environmentalism, biochemistry and more to create real-life experiments that enable social change. Full bio »
Translated into German by Katrin Dinkel
Reviewed by Alex Boos
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In Yellowstone National Park there are more ‘do not feed the animals’ signs than there are animals you might wish to feed.” (Natalie Jeremijenko)
15:33 Posted: Jul 2009
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15:33 Posted: Apr 2009
Views 360,774 | Comments 87
07:32 Posted: Oct 2009
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