Worüber ich immerzu nachdenke ist, worum es in dieser Sitzung geht, nämlich Einfachheit. Und beinahe, also ich würde es fast schon einfältig nennen, aber im besten Sinne des Wortes. Ich versuche, für mich zwei sehr einfache Dinge herauszufinden: wie man lebt und wie man stirbt, Punkt. Das ist es, was ich den ganzen Tag versuche. Und ich bemühe mich auch, ein paar Mahlzeiten einzunehmen, und Snacks und, na ja, meine Kinder anzuschreien und all diese normalen Sachen die einen auf dem Boden halten.
Jedenfalls hatte ich das Glück, als ein sehr verträumtes Kind geboren zu werden. Meine ältere Schwester war damit beschäftigt, meine Eltern zu quälen, und sie waren wiederum damit beschäftigt, sie zu quälen. Ich hatte das Glück, komplett ignoriert zu werden -- was wirklich eine ganz tolle Sache ist, das will ich Ihnen mal sagen. Ich war somit in der Lage, gänzlich tagträumend durch das Leben zu gehen. Und ich träumte mir meinen Weg an die NYU zu einem sehr guten Zeitpunkt -- 1967, wo ich einen Mann kennenlernte, der versuchte, das Mathegebäude der NYU in die Luft zu sprengen. Und ich selbst habe ganz schreckliche Gedichte geschrieben und Pullover für ihn gestrickt. Und die Feministen haben uns gehasst und das Ganze war durch und durch erbärmlich. Aber ich habe weiterhin schlechte Gedichte geschrieben und er hat nie das Mathegebäude in die Luft gejagt, aber er ist nach Kuba gegangen. Ich hab ihm das Geld dafür gegeben, denn ich kam ja aus Riverdale und hatte mehr Geld als er. (Gelächter) Und das war ja auch gut so, dass man die Sache unterstützt hat. Aber dann ist er zurückgekommen und es sind ein paar Dinge passiert und ich habe beschlossen, dass ich meine Texte hasste, dass sie schlecht waren und zwar ganz schlimme kitschige Prosa. Und ich habe beschlossen, dass ich etwas sagen möchte, und dass es sich um eine Erzählung handeln sollte, und dass ich meine eigenen Geschichten erzählen wollte. Also hab ich beschlossen, dass ich anfangen würde zu zeichnen. Wie schwer kann das schon sein? Was also passierte war, dass ich anfing, eine redaktionelle Illustratorin zu werden, aus bloßer was auch immer, bloßer Ignoranz.
Und wir haben eine Werkstatt eröffnet -- also, Tibor hat das mit der Werkstatt angefangen, und sie M & Company genannt. Und die Prämisse von M & Company war, dass wir von nichts eine Ahnung hatten, aber das ist schon okay, wir machen es trotzdem. Und es ist tatsächlich so, dass es besser ist, keine Ahnung zu haben, denn wenn man zu viel weiß, dann behindert man sich selbst. Also war die Prämisse in der Werkstatt, dass es keine Grenzen gibt und keine Angst. Und ich -- und mein Vollzeit-Job, ich hatte den besten Job der Welt, war es zu tagträumen, und mir einfach absurde Ideen einfallen zu lassen, die, zum Glück waren genügend Leute da -- und es war ein Team, ein Kollektiv, nicht nur ich habe mir verrückte Ideen einfallen lassen. Wichtig war, dass ich als ich selbst dort war, als eine Träumerin. Sodass einige Sachen -- ich meine, M & Company hat eine lange Geschichte, und wir mussten natürlich auch Geld verdienen also entschlossen wir uns, eine Reihe von Produkten zu entwerfen. Und einige dieser Uhren dort die schön und witzig sein sollten -- was uns hoffentlich gelungen ist -- in der Lage zu sein, über den Inhalt zu reden, das auseinander zu brechen, was normalerweise erwartet wird, Humor und Überraschung zu nutzen, Eleganz und Menschlichkeit in unserer Arbeit ist uns wirklich wichtig. Das war eine sehr wichtige, aber auch eine sehr unpersönliche Zeit im Design und wir wollten einfach sagen, dass der Inhalt das ist, was zählt, nicht das Paket, nicht die Verpackung. Man muss wirklich ein Journalist sein, Erfinder man muss vor Allem seine Vorstellungskraft nutzen, mehr als alles andere.
Jedenfalls, die gute Nachricht ist, dass ich einen Hund habe und, obwohl ich nicht weiß, ob ich an Glück glaube -- Ich weiß nicht woran ich glaube, das ist eine sehr komplizierte Frage -- aber immer bevor ich rausgehe, streiche ich siebenmal über seinen Schwanz. Und so, jedes Mal wenn er einen Koffer im Haus stehen sieht, weil ja immer alle gehen, kraulen sie immer seinen wundervollen Hundeschwanz, und er rennt in das andere Zimmer. Aber ich schaffe diesen Wechsel vom Arbeiten für Kinder und -- vom Arbeiten für Erwachsen zu den Kindern und wieder zurück, denn, nun ja, ich kann sagen, dass ich unreif bin, und irgendwie stimmt das auch. Ich -- ich meine, ich könnte Ihnen sagen, dass ich nichts verstanden habe -- Ich bin nicht stolz darauf, aber ich habe bestimmt 95 Prozent der Vorträge auf dieser Konferenz nicht verstanden. Aber ich habe wunderschöne Skizzen für Zeichnungen gemacht und ich habe eine großartige Zwiebel von Murray Gell-Manns Vortrag. Und ich habe eine wundervolle Seite mit Kritzeleien von Johnathan Woodhams Vortrag. Also, aus Unverständnis können tolle Sachen entstehen -- (Gelächter) -- von denen ich dann ein Bild male, das schließlich in meinem Werk landen wird. Ich bin also offen für die Möglichkeit nicht zu wissen und dann was Neues zu entdecken.
Und so, schreiben für Kinder wirkt einfach, und das ist es auch. Man muss eine Geschichte in 32 Seiten zusammenfassen können, also normalerweise. Und was du tun musst ist, es wirklich auf das zu reduzieren, was du sagen möchtest, und hoffentlich redest du damit nicht zu den Kindern herab und redest nicht so, dass man die Geschichte nicht mehr lesen mag nach dem ersten Mal oder so. Also hoffentlich schreibe ich Bücher, die Kindern und Erwachsenen gefallen. Aber das Bild zeigt, dass ich für Kinder nicht anders denke als für Erwachsene. Ich versuche, diesellbe Art der Vorstellungskraft, dieselbe Laune zu gebrauchen, dieselbe Liebe zur Sprache. Und ich habe viele sehr gut aussehende Freunde.
Dies hier ist Andrew Gatz, und er kam durch die Tür und ich sagte, "Du, setz dich hier hin", and ich schieße viele viele Fotos. Und der Bertoia Stuhl im Hintergrund ist mein Lieblingsstuhl. Also kann ich alles mit einbeziehen, was ich liebe, und hoffentlich findet dann ein Dialog statt zwischen Erwachsenen und Kindern, und zwar auf vielen verschiedenen Ebenen, und hoffentlich entstehen dabei verschiedene Arten von Komik. Und die Bücher sind eigentlich sowas wie Tagebücher, die mein Leben schildern. Ich -- ich mag keine Handlung. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll, Handlung. Ich kann den Gedanken nicht ausstehen, das etwas am Anfang beginnt, Sie wissen schon, Anfang, Mitte, Ende, das macht mir einfach Angst, weil mein Leben viel zu zufällig und verwirrend ist, und ich das so mag.
Wie dem auch sei, ich, wir waren in Venedig, und dies ist unser Zimmer und ich hatte diesen Traum, dass ich ein fantastisches grünes Kleid trug, und ich sah zum Fenster hinaus, und das war einfach wunderschön. Also konnte ich das in diese Geschichte mit einbinden, die ein Alphabet ist, und hoffentlich führt das zu etwas anderem. Der Buchstabe C zeigt also andere Dinge. Ich hatte auch das Glück, den Mann zu treffen, der hier auf dem Bett sitzt, obwohl ich ihm hier Haare gegeben habe und er hat eigentlich keine Haare -- naja, also er hat ein paar Haare, also, er hatte mal Haare. Und mit ihm konnte ich ein Projekt durchführen, das wirklich toll war. Ich arbeite für den New Yorker und ich mache Titelseiten, und dann kam der 11. September und das war, ähm, ein völliges Ende der Welt wie wir sie kannten.
Und Rick und ich waren unterwegs zu einer Party in der Bronx, und jemand hat Bronxistan gesagt, und jemand anderes sagte Fareerristan, und so sind wir auf dieses New Yorker Cover gekommen, das wir -- also wir wussten nicht wirklich was wir taten, wir haben nicht versucht, lustig zu sein. wir haben nicht versucht -- also gut, wir haben schon versucht lustig zu sein, das ist so nicht wahr. Wir haben gehofft, dass es lustig wäre, aber wir wussten nicht, dass es ein Cover werden würde, und wir wussten nicht, dass dieses Bild, in dem Moment als es entstand, etwas so Wunderbares sein würde, für so viele Menschen. Und es wurde zu so einem -- ich weiss auch nicht, Sie wissen schon, es war einer dieser Momente, als die Leute angefangen haben über das zu lachen, was sich da abspielte. Und von, Fattushis nach Taxistan, und, für die Fashtoonks, Botoxia, Pashmina, Khlintunesia, und so konnten wir uns die Stadt nehmen und uns über dieses Ganze -- was passiert eigentlich gerade da drüben? -- lustig machen. Wer sind diese Leute? Was sind das für Stämme? Und David Remnick, der wirklich ganz toll war mit dem Ganzen, hatte ein Problem: er mochte Al Zheimer, Al Zheimers nicht, weil er dachte, dass es Menschen mit Alzheimers verletzen würde. Aber wir haben dann gesagt, "David, wer wird das schon wissen?" Sie ganz bestimmt nicht. (Gelächter) Also blieb es dabei, und das war halt gut so. Wissen Sie, im Laufe meines Lebens werde ich nie wissen, was passiert und das ist gerade das Schöne daran.
Und wir waren auf Cape Cod, offensichtlich ein höchst inspirierender Ort, und ich hab dieses Buch in die Hand genommen, "The Elements of Style" [eine Art 'Knigge', Anm. d. Übers.], auf einem Flohmarkt, und ich -- ich hab's nie in der Schule gelesen, weil ich zu sehr damit beschäftigt war, Gedichte zu schreiben und von der Schule zu fliegen und was weiß ich, in Cafés rumhängen. Jedenfalls habe ich es mir gegriffen und hab angefangen darin zu lesen und dachte mir, dieses Buch ist wirklich unglaublich. Und ich habe gesagt -- die Leute sollten von diesem Buch erfahren. (Gelächter) Also habe ich beschlossen, dass es ein paar -- es brauchte eine Auffrischung, es hatte ein paar Illustrationen nötig. Dann habe ich also die White Erben überzeugt, und was für eine Überschneidung, wissen Sie, Polnische Jüdin, eine größtenteils WASP Familie, hier komme ich und sage, ich möchte mit diesem Buch irgend etwas anstellen. Und sie haben Ja gesagt und mich komplett in Ruhe gelassen, was wunderbar war, einfach toll. Also habe ich die Muster genommen, die sie mir gegeben haben und habe im Grunde genommen einfach nur 56 Bilder gemalt. Also hier steht, Ich weiß nicht, ob Sie das lesen können. "Nun, Susan, da hast du dir ja was Schönes eingebrockt." Und wenn man es dann mit Grammatik zu tun bekommt, das ist einfach, na ja, unglaublich trocken, E.B. White hat so wunderbar geschrieben, so skurril -- und eigentlich hat Strunk -- und dann kommen halt die Regeln, es gibt so vielle grammatikalische Dinge -- " Haben Sie etwas dagegen, wenn ich Ihnen eine Frage stelle?" "Haben Sie etwas dagegen, dass ich Ihnen eine Frage stelle?" [Anm. Bsp. für verschiedene grammatikalische Möglichkeiten derselben Fragestellung.] " würde, könnte, sollte oder würde, sollte, könnte" und "würde" ist der Liebhaber von Coco Chanel und "sollte" ist Edith Sitwell, und könnte ist ein August Sander Modell. und "Er bemerkte einen großen Fleck in der Mitte des Teppichs." (Gelächter)
Es gibt da so eine Art britische Untertreibung, ein Mord-Rätsel-Thema, das ich einfach liebe. Un dann "Fasse dich deutlich unklar! Sei ungebärdig mit der Zunge, aber so, dass wir es verstehen." E.B. White hat eine Anzahl von Regeln für uns aufgestellt, die einen entweder lähmen können oder einen dazu bringen ihn für immer zu verabscheuen, oder man kann sie ignorieren, wie ich das mache, oder man kann, was weiß ich, ein Sandwich essen. Also, was ich gemacht habe, während ich malte, da habe ich angefangen zu singen denn ich liebe Gesang, und ich bin der Meinung, dass Musik die höchste Form der Kunst ist. Also habe ich einen wunderbaren Komponisten beauftragt, Nico Muhly, der neun Lieder geschrieben hat, zu dem Text, und wir haben es an diesem fantastischen Abend aufgeführt -- er hat Musik für Anfänger und Fortgeschrittene geschrieben. Ich hab die klappernde Teetasse gespielt, im Hauptlesesaal der New York Public Library, wo man sich eigentlich sehr sehr leise verhalten soll und es war eine phänomenal traumhafte Veranstaltung wie wir hoffentlich noch einige weitere geben werden.
Wer weiß? Die New York Times Select, die Seite für Leserkommentare, hat mich gebeten, eine Kolumne zu schreiben, und sie haben gesagt, ich kann tun und lassen, was ich will. Also habe ich im letzten Jahr, einmal pro Monat eine Kolumne geschrieben, die hieß 'Die Prinzipien der Ungewissheit', was, na ja, ich weiß nicht wer Heisenberg ist, aber ich weiß, dass ich das jetzt immer einbringen kann, das sind eben die Prinzipien der Ungewissheit. Ich werde schnell noch noch ein paar Kolumnen vorlesen -- und ich werde wahrscheinlich auch was weglassen, denn ich habe nicht mehr so viel Zeit. Und im Grunde genommen war ich , also es war so amüsant denn ich ich habe sie gefragt " Nun ja, wieviel Platz habe ich denn?" Und dann haben sie gesagt "Na ja, es ist schließlich das Internet." Und ich habe gesagt "Ja schon, aber wieviel Platz habe ich denn?" Und sie haben gesagt "Der ist unbegrenzt, unbegrenzt." OK. Also die erste war sehr zaghaft, ich fange an. "Wie kann ich dir all die Dinge sagen, die in meinem Herzen sind? Es ist unmöglich zu beginnen. Genug. Nein. Beginnen wir mit dem unglückseligen Dodo." Und dann rede ich über den Dodo, und wie es dazu kam, dass der Dodo ausgestorben ist, und dann rede ich über Spinoza. "Als der letzte Dodo starb, suchte Spinoza nach einer rationalen Erklärung für alles, genannt Eudämonie. Und dann hauchte er sein Leben aus, umgeben von seinen Lieben, und ich weiß auch, dass er Hühnersuppe aß, als sein letztes Mahl." Das weiß ich zufällig ganz genau. Und dann ist er gestorben und es gab keinen Spinoza mehr, er war ausgestorben.
Und dann gibt es keinen ausgestopften Spinoza, aber dafür einen ausgestopften Pavlov'schen Hund, und ich habe ihn im Hygiene-Museum in St. Petersburg in Russland besucht. Und da steht er, mit dieser schrecklichen elektrischen Box an seinem Hinterteil in diesem fantastischen, heruntergekommenen Palast. "Und ich glaube es muss ein sehr, sehr dunkler Tag gewesen sein als die Bolschewiken kamen. Vielleicht teilten sie untereinander ein paar gute Lacher, aber Stalin war ein paranoider Mann, mehr noch als mein Vater." (Gelächter) Sie haben ja keine Ahnung. "Und er beschloss, dass seine Topleute ausgestorben werden mussten." Was ich mir, glaub ich, ausgedacht habe, was gut so ist. Und das hier, das ist eine Aufstellung, also nur eine kleine Aufstellung, denn das würde sonst immer so weiter gehen bei all den Leuten die er getötet hat. Also erschossen, eins über den Schädel gezogen – und – weggeworfen. "Nabokovs Familie ist aus Russland geflohen. Wie konnte der junge Nabokov, unschuldig und elegant in einem roten Stuhl sitzend, ein Buch durchblätternd, und Schmetterlinge, sich so eine Vertreibung, so einen Verlust vorstellen." Und dann möchte ich Ihnen sagen, dass das hier eine Karte ist.
Also, "Die Familie meiner wunderschönen Mutter ist ebenfalls aus Russland geflohen, es gab zu viele Progrome. Sie ließen die Hütte zurück, die Wälder mit den wilden Blaubeeren, die Gänse, den Fluss Slutsch, und sie gingen nach Palästina und dann America." Und meine Mutter hat mir diese Karte von den Vereinigten Staaten gezeichnet und das genau hier ist meine DNA, denn diese Person, mit der ich aufgewachsen bin, hatte überhaupt keine Anwendung für Fakten, oder was auch immer. Fakten waren überhaupt aus unserem Haus verbannt. Und also, wenn man hier Texas hat -- also Texas und Kalifornien sind unter Kanada und South Carolina über North Carolina, das ist das Zuhause in dem ich aufgewachsen bin, OK? Also ist es schon ein Wunder, dass ich heute hier bin. Aber eigentlich ist es doch keins, es ist einfach nur eine wunderbare Sache. Und dann heißt es hier Tel Aviv und Lenin, die Stadt aus der sie stammen, und, tja tut mir leid, der Rest ist nicht bekannt, danke. Aber in ihrem Lexikon bedeutet "tut mir leid der Rest ist nicht bekannt" eigentlich "tut mir leid der Rest ist nicht bekannt, geh zum Teufel", denn es war ihr einfach Wurst. (Gelächter)
Die Unmöglichkeit des Februar ist, dass der Februar in New York ein wirklich elender Monat ist und diese Bilder beschwören für mich diese schreckliche Dinge herauf -- naja, nicht ganz so schrecklich. Ich habe in der Post eine Schachtel erhalten und die war in Zeitungspapier eingewickelt und in dieser Zeitung war das Bild dieses Mannes und er war tot. Und da sage ich, "Ich hoffe er ist nicht wirklich tot, und geniesst einfach nur ein erfrischendes Nickerchen im Schnee, aber die Bildunterschrift sagt, er sei tot." Und er war es tatsächlich, ich glaube, er ist tot, ich weiß auch nicht, vielleicht ist er nicht tot. "Und diese Frau steht schmerzhaft gebeugt, aber nicht wegen des Mannes sondern wegen aller traurigen Dinge, das passiert recht häufig im Februar." Und hier ist der Trost. Dieser Mann ist wütend, weil jemand überall auf seiner Treppe Zwiebeln verteilt hat. und im Grunde genommen -- wissen Sie, Zwiebeln scheinen hier ein Thema zu sein -- und er sagt, "Es ist unmöglich nicht zu lügen. Es ist Februar und nicht zu lügen ist unmöglich." Und ich habe wirklich viel Zeit damit verbracht darüber zu grübeln, wieviel Wahrheit wir aussprechen? Was ist es, dass wir eigentlich -- welche Geschichte erzählen wir hier tatsächlich? Woher wissen wir, wann wir wir selbst sind? Woher wissen wir eigentlich, dass diese Sätze, die da aus unserem Mund kommen echte Geschichten sind, also echte wahre Sätze? Oder sind es künstliche Sätze, von denen wir denken, dass wir sie sagen sollten?
Ich werde das hier ganz schnell durchgehen. Ein Zitat von Bertrand Russell, "All die Arbeit der ganzen Ewigkeit, all die Hingabe, all die Inspiration all der Mittagsglanz menschlichen Genies sind zum Aussterben bestimmt. Also nun, meine Freunde, wenn das wahr ist, und es ist wahr, was ist dann der Zweck?" Eine komplizierte Frage. Und so rede ich mit meinen Freunden und ich gehe mir Stücke ansehen, in denen sie russiche Lieder singen -- Oh mein Gott, wissen Sie was? Könnten wir -- nein, wir haben keine Zeit. Ich habe meine Tante aufgenommen, als sie für mich ein Lied auf Russisch gesungen hat -- Könnten wir das nicht für eine Sekunde spielen? Habt ihr das? (Musik) OK, ich habe meine Tante aufgenommen -- meine Tante ist an jedem Tag des Jahres im Ozean schwimmen gegangen, bis sie ungefähr 85 war. So, und dieses Lied handelt davon wie elendig alle sind denn, nun ja, wir kommen aus Russland. (Gelächter)
Ich habe Kitty Carlisle Hart besucht, sie ist 96 Jahre alt, und als ich ihr eine Ausgabe von "Elements of Style" überreichte, sagte sie, dass sie es in Ehren halten würde. Und dann sagte ich 'Oh', und sie sprach von Moss Hart und ich sagte, also, als Sie ihn getroffen haben, wussten Sie dass er es war, und sie sagte, ich wusste dass es er war. (Gelächter) Also war eigentlich ich es, die das Buch hätte behalten sollen, aber es war ein wirklich wunderbarer Moment. Und sie ist auch mit George Gershwin ausgegangen, also, ich glaub's nicht. Gershwin ist im Alter von 38 Jahren gestorben. Er ist auf dem selben Friedhof begraben wie mein Mann. Darüber will ich jetzt nicht reden. Ich will nicht davon reden -- das absolute Sahnehäubchen auf dieser Friedhofstorte ist das Mausoleum der Barricini Familie ganz in der Nähe. Ich finde die Barricini Familie sollte ein Geschäft eröffnen und Schokolade verkaufen. (Gelächter) Und ich würde das gern für sie führen. Und ich habe Louise Bourgeoise besucht, die auch immer noch arbeitet, und ich habe mir ihr Waschbecken angesehen, das wirklich sehr toll ist, und dann bin ich gegangen. Und dann habe ich fotografiert und ein Bild von einem Sofa auf der Straße gemalt. Und eine Frau, die in unserer Straße wohnt, Lolita. Und dann bin ich Tee trinken gegangen. Und dann ist meine Tante Frances gestorben und bevor sie gestorben ist, hat sie noch versucht, ihren Bagel mit Süßstoffpäckchen zu bezahlen. (Gelächter) Und ich frage mich, wozu, und dann weiß ich es und ich sehe, dass Hy Meyerowitz, der Vater von Rick Meyerowitz, ein Verkäufer für chemische Reinungsprodukte aus der Bronx, 1931 den Charlie-Chaplin-Doppelgänger-Wettbewerb gewonnen hat. Das ist wirklich Hy. Und hier ist eine wunderschöne Schale mit Früchten, und ein Kleid, das ich für Freunde von mir genäht habe. Und hier heißt es, Ich habe genug, und das ist eine Bach Kantate, wovon ich früher dachte, dass es bedeuten würde: ich habe es satt, ich kann nicht mehr, verschone mich, aber da hatte ich unrecht. Es bedeutet, Ich habe genug -- und das ist schlicht und einfach wahr. Ich bin halt am Leben, Ende der Diskussion. Dankeschön. (Applaus)
You can share this video by copying this HTML to your clipboard and pasting into your blog or web page. This video will play with subtitles.
You either have JavaScript turned off or have an old version of the Adobe Flash Player. To view this rating widget you
need to get the latest Flash player.
If your browser allows only "trusted sites" to execute Javascript, you should add the "googleapis.com" domain to your whitelist to allow our Flash detection to work properly.
Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation.
Die Autorin und Illustratorin Maira Kalman spricht über ihr Leben und ihre Arbeit, angefangen mit ihren Titelblättern für den New Yorker bis zu ihren Büchern für Kinder und Erwachsene. Sie ist als Person genauso wunderbar, weise und köstlich verdreht wie auf dem Papier.
Maira Kalman's wise, witty drawings have appeared on numberless New Yorker covers, in a dozen children's books, and throughout the pages of the Elements of Style. Her latest book, The Principles of Uncertainty, is the result of a year-long illustrated blog she kept for the New York Times. Full bio »
Translated into German by Tanja Boehm
Reviewed by Alex Boos
Comments? Please email the translators above.
14:16 Posted: Nov 2008
Views 286,704 | Comments 65
15:59 Posted: Sep 2007
Views 638,931 | Comments 74
18:09 Posted: Dec 2008
Views 276,708 | Comments 49
Just follow the guidelines outlined under our Creative Commons license.
This comment will be attributed to . Not ? Sign Out.