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Haben Sie sich je gefragt, warum in den mehrheitlich muslimischen Ländern der Extremismus im letzten Jahrzehnt anscheinend angestiegen ist? Haben Sie sich je gefragt, wie eine solche Situation umgedreht werden kann? Haben Sie sich die Arabischen Aufstände angesehen und gedacht, "Wie hätten wir das voraussagen können?" oder "Wie hätten wir besser vorbereitet sein können?" Nun, meine persönliche Geschichte, meine persönliche Reise, die mich heute hier auf die TED-Bühne bringt, ist eine Demonstration genau dessen, was in den mehrheitlich muslimischen Ländern in den letzten Jahrzehnten und zuvor geschehen ist. Ich möchte einen Teil dieser Geschichte mit Ihnen teilen, aber auch einige meiner Ideen über Veränderung und die Rolle von sozialen Bewegungen dabei, in mehrheitlich muslimischen Ländern Wandel zu erschaffen.
Lassen Sie mich damit beginnen, Ihnen ein kleines bisschen Zeitgeschichte näher zu bringen, wenn Sie erlauben. In den mittelalterlichen Gesellschaften gab es fix definierte Gefolgschaften. Eine Identität wurde primär durch Religion definiert. Im 19. Jahrhundert kam ein Zeitalter, mit dem Aufstieg eines Europäischen Nationalstaates, in dem Identitäten und Gefolgschaften durch Volkszugehörigkeit definiert wurden. Die Identität wurde also primär durch Volkszugehörigkeit definiert, und der Nationalstaat spiegelte das wider. Im Zeitalter der Globalisierung haben wir uns weiterbewegt. Ich nenne es die Ära der Staatsbürgerschaft – worin Menschen unterschiedlichen Rassen oder Ethnien angehören, aber doch als Bürger alle gleich gleich sein können. Man könnte ein amerikanischer Italiener sein, amerikanischer Ire, man könnte britisch-pakistanisch sein.
Aber ich glaube heute, dass wir uns in ein neues Zeitalter bewegen, welches die New York Times kürzlich als "Das Zeitalter des Verhaltens" betitelte. Ich definiere das Zeitalter des Verhaltens als einen Zeitraum von länderübergreifenden Gefolgschaften, in dem Identität mehr durch Ideen und Erzählungen definiert wird. Diese Ideen und Erzählungen, die Menschen über Grenzen stoßen, beeinflussen zunehmend die Art und Weise, wie sich Menschen verhalten. Das ist nicht alles notwendigerweise positiv, denn ich glaube auch, dass Hass genauso global geworden ist wie Liebe. Aber eigentlich glaube ich, dass die Menschen, die dieses Zeitalter des Verhaltens kapitalisiert haben, bisher, bis vor kurzem, bis in den letzten sechs Monaten, diejenigen, die das Zeitalter des Verhaltens und die länderübergreifenden Gefolgschaften durch digitalen Aktivismus und andere Arten grenzenloser Technologien am meisten kapitalisiert haben, die am meisten davon profitiert haben, waren Extremisten. Das ist etwas, was ich näher beleuchten möchte.
Wenn wir uns Islamisten ansehen oder das Phänomen von rechtsgerichteten Faschisten, ist das eine, worin sie wirklich gut sind, das eine, was sie tatsächlich außergewöhnlich macht, mittels Technologie über Grenzen hinweg zu kommunizieren und sich zu organisieren, um ihre Botschaft zu propagieren und ein wirklich globales Phänomen zu schaffen. Ich sollte das wohl wissen, denn ich war 13 Jahre meines Lebens an einer extremen Islamistenorganisation beteiligt. Tatsächlich war ich eine starke Kraft in der Verbreitung von Ideen über Grenzen hinweg. Ich habe den Aufstieg des Islamistischen Extremismus als unterschiedlich vom Glauben des Islam erlebt und von der Art, in der es meine Mit-Gläubigen in aller Welt beeinflusste.
Und meine persönliche Geschichte ist ein echter Beweis für das Zeitalter des Verhaltens, das ich versuche, hier näher zu beleuchten. Ich war übrigens – ich bin ein Junge aus Essex, in Essex, England geboren und aufgewachsen. Jeder, der aus England kommt, kennt den Ruf, den wir in Essex haben. Aber als Junge aus Essex trat ich mit 16 Jahren einer Organisation bei. Mit 17 Jahren rekrutierte ich in der Cambridge Universität neue Mitglieder für die Organisation. Mit 19 Jahren gehörte ich zur nationalen Führung der Organisation in England. Mit 21 Jahren, gründete ich die Organisation in Pakistan mit. Mit 22 Jahren gründete ich die Organisation in Dänemark mit. Als ich 24 war, wurde ich in Ägypten im Gefängnis verurteilt und kam auf die schwarze Liste dreier Länder, weil ich versucht hatte, ihre Regierungen zu stürzen. Ich wurde in ägyptischen Gefängnissen Folter ausgesetzt und zu fünf Jahren als politischer Häftling verurteilt.
Nun, diese Reise, und was mich von Essex um die ganze Welt gebracht hat – übrigens lachten wir über demokratische Aktivisten. Für uns waren Sie aus einem längst vergangenen Zeitalter. Für uns waren sie veraltet. Von der Extremistenorganisation lernte ich, E-Mail zu benutzen. Ich lernte, wie man effektiv über Grenzen hinweg kommuniziert, ohne entdeckt zu werden. In Ägypten war ich natürlich letztendlich entdeckt worden. Aber die Art, in der ich lernte, Technik zu meinem Vorteil zu nutzen, war, weil ich in einer extremistischen Organisation war, die gezwungen war, jenseits des Handlungsspielraums des Nationalstaates zu denken. Das Zeitalter des Verhaltens: Wo Ideen und Erzählungen zunehmend das Verhalten, Identität und Gefolgschaften definierten.
Wie ich schon sagte, sahen wir uns den Status Quo an und zogen ihn ins Lächerliche. Und nicht nur die islamistischen Extremisten taten dies. Aber sogar wenn man sich die Stimmungsmusik in letzter Zeit in Europa ansieht, hat der rechts-aussen-Faschismus Aufwind. Eine Form von anti-islamischer Rhetorik ist ebenfalls am Aufsteigen und zwar länderübergreifend. Die Konsequenzen davon sind, dass dies das politische Klima in ganz Europa beeinflusst. Was tatsächlich geschieht, ist, dass das, was vorher lokale Engstirnigkeit war, Individuen oder Gruppierungen von Extremisten, die von einander isoliert waren, sind jetzt auf globalisierte Weise miteinander verbunden und wurden somit, oder werden, auf diese Weise etabliert. Denn das Internet und andere Verbindungstechniken verbinden Sie über die ganze Welt hinweg.
Wenn man sich den aktuellen Anstieg von rechts-außen-Faschismus in Europa ansieht, bemerkt man einige Geschehnisse, welche die inländische Politik beeinflussen, doch das Phänomen ist länderübergreifend. In gewissen Ländern werden Minarette bei Moscheen verboten. In anderen werden Kopftücher verboten. Woanders verbietet man koscheres und halal Fleisch, während wir hier sprechen. Und auf der anderen Seite haben wir transnationale islamistische Extremisten, die dasselbe in ihren eigenen Gesellschaften tun. Sie sind Inseln des Provinzialismus, die auf eine Weise miteinander verbunden sind, die sie sich etabliert und rechtens fühlen lassen. Das wäre zuvor niemals möglich gewesen. Sie hätten sich isoliert gefühlt, bevor diese Technologien auftauchten und sie in einer Weise verbanden, durch die sie sich als Teil eines größeren Phänomens fühlen.
Wohin führt das für demokratische Kandidaten? Ich denke, sie fallen weit zurück. Ich werde Ihnen hier auf dieser Bühne ein Beispiel geben. Erinnert sich jemand an den Weihnachts-Bombenplan? Da war ein Mann namens Anwar al-Awlaki. Als amerikanischer Bürger, ehtnisch ein Jemenit, versteckt er sich momentan im Jemen. Er inspirierte einen Nigerianer, den Sohn des Vorsitzenden der nigerianischen Nationalbank. Dieser hatte in London studiert, wurde im Jemen ausgebildet und bestieg in Amsterdam ein Flugzeug, um Amerika anzugreifen. In der Zwischenzeit, wurde die Alte Mentalität, mit grossem A, von seinem Vater repräsentiert, dem Vorsitzenden der nigerianischen Bank, der die CIA vor seinem Sohn warnte, der kurz vor dem Angriff stand, und diese Warnung traf auf taube Ohren. Die Alte Mentalität, mit grossem A, wie sie vom Nationalstaat verkörpert wird, noch nicht im Zeitalter des Verhaltens angekommen, noch nicht die Macht der länderübergreifenden sozialen Bewegungen erkennend, wurde abgehängt. Und es gelang dem Weihnachts-Bomber beinahe, die Vereinigten Staaten von Amerika anzugreifen. Wieder mit dem Beispiel von rechts aussen: ironischerweise stellen wir fest, dass fremdenfeindliche Nationalisten die Vorteile der Globalisierung nutzen.
Warum also haben sie Erfolg? Warum fallen die demokratischen Kandidaten zurück? Wir müssen die Kraft der sozialen Bewegungen verstehen, die dies verstehen. Und eine soziale Bewegung besteht ,in meinen Augen, besteht aus vier Hauptcharakteristiken. Sie besteht aus Ideen und Erzählungen und Symbolen und Führern. Ich werde das Ihnen anhand eines Beispiels zeigen, und das ist das Beispiel, dass hier jeder kennen wird, und das ist das Beispiel von Al-Quaida. Wenn ich Sie bitte an die Ideen Al-Quaidas zu denken, ist das etwas, dass Ihnen sofort präsent ist. Wenn ich Sie bitte an ihre Erzählungen zu denken -- der Westen im Krieg mit dem Islam, die Notwendigkeit den Islam gegen den Westen zu verteidigen -- diese Erzählungen, sie sind Ihnen sofort präsent. Im Übrigen, der Unterschied zwischen Ideen und Erzählungen: die Idee ist die Sache, an die jemand glaubt; und die Erzählung ist der Weg, um diese Sache zu verkaufen -- die Propaganda, wenn Sie es so wollen, der Sache. So, die Ideen und die Erzählungen von Al-Quaida sind Ihnen sofort präsent.
Wenn ich Sie bitte, an ihre Symbole und Führer zu denken, sind sie Ihnen sofort präsent. Einer ihrer Führer wurde kürzlich in Pakistan getötet. So, diese Symbole und diese Führer sind Ihnen sofort präsent. Und das ist die Macht sozialer Bewegungen. Sie sind länderübergreifend, und sie sind um diese Ideen und Erzählungen und diese Symbole und diese Führer herumgesponnen. Wie auch immer, wenn ich Ihre Köpfe bitte, sich derzeit auf Pakistan zu konzentrieren, und ich Sie bitte, an ihre Symbole und ihre Führer für Demokratie in Pakistan heute zu denken, werden Sie sich vielleicht schwer tun weiter zurück als bis zur Ermordung von Benazir Bhutto zu denken. Was bedeutet, per Definitionem, dieser besondere Führer existiert nicht mehr.
Eines der Probleme, dem wir gegenüber stehen, meiner Ansicht nach, ist, dass es dort keine globalisierten, jugendgeführten, basisdemokratischen sozialen Bewegungen gibt, die sich für demokratische Kultur in mehrheitlich muslimischen Gesellschaften einsetzt. Es gibt nichts vergleichbares zu Al-Quaida, ohne den Terrorismus, für Demokratie in mehrheitlich muslimischen Gesellschaften. Es gibt keine Ideen und Erzählungen und Führer und Symbole, die sich für demokratische Kultur an der Basis einsetzen. Das bettelt nach der nächsten Frage. Warum ist es, dass diese extremistischen Organisationen, ob von Ultra-Rechts oder vom Islamischen Extremismus -- Islamismus meint jene, die eine Variante des Islam dem Rest der Gesellschaft aufzwingen wollen -- warum ist es, dass sie erfolgreich sind in ihrer globalisierten Organisation, wohingegen jene, die nach demokratischer Kultur streben zurückfallen? Und ich glaube, das passiert aus vier Gründen. Ich glaube, Nummer 1 ist Nachlässigkeit. Weil jene, die nach demokratischer Kultur streben sind an der Macht, oder haben Gesellschaften, die globalisierte, mächtige Gesellschaften, mächtige Länder führen. Und dieses Maß an Nachlässigkeit bedeutet, dass sie die Notwendigkeit nicht fühlen, sich für diese Kultur einzusetzen.
Der zweite Grund ist, glaube ich, ist Political Correctness. Dass wir eine Hemmung haben, für die Universalität der demokratischen Kultur einzutreten, weil wir das in Verbindung bringen mit -- wir verbinden den Glauben an die Universalität unserer Werte -- mit Extremisten. Doch eigentlich, wann immer wir über Menschenrechte sprechen, sagen wir, dass Menschenrechte universal sind. Aber wirklich nach draußen gehen und diese Ansicht vertreten ist entweder mit Neokonservatismus oder islamischem Extremismus assoziiert. Zu den Leuten zu gehen und zu sagen ich glaube, dass die demokratische Kultur als eine Form der politischen Organisation das Beste ist, wo wir hingekommen sind, wird mit Extremismus assoziiert.
Und drittens, demokratische Wahl in mehrheitlich muslimischen Gesellschaft wurde zu einer politischen Wahl degradiert, was bedeutet, dass politische Parteien in vielen dieser Gesellschaften die Leuten bitten für sie als eine demokratische Partei zu stimmen, aber dann die anderen Parteien diese bittet, für sie als militärische Partei zu stimmen -- weil sie durch eine Militärdiktatur herrschen wollen. Und dann haben Sie eine dritte Partei, die sagt, "Stimmen Sie für uns, wir werden eine Theokratie etablieren." Somit ist Demokratie bloß zu einer politischen Wahl geworden, zwischen vielen anderen Formen politischer Wahl, die verfügbar ist in diesen Gesellschaften. Und was dann das Ergebnis davon ist, ist, dass wenn diese Parteien gewählt wurden, und sie unvermeidlich scheitern, oder unvermeidlich politische Fehler machen, gibt man der Demokratie die Schuld für die politischen Fehler. Und die Leute sagen, "Wir haben es mit Demokratie versucht. Es funktioniert nicht wirklich." "Führen wir das Militär wieder ein"
Und der vierte Grund ist, glaube ich, ist, was ich hier auf der Folie als Ideologie des Widerstandes etikettiert habe. Was ich damit meine ist, wenn die Supermacht der Welt heute kommunistisch wäre, wäre es viel einfacher für Demokratieaktivisten Demokratieaktivismus als eine Form des Widerstandes gegen Kolonialismus zu benutzen, als es heute in einer Welt mit der Supermacht Amerika ist, welche gewisse Länder besetzt, und ebenso demokratische Ideale zu unterstützen. So grob gesagt, diese vier Gründe macht es für demokratische Kultur um einiges schwieriger sich als eine zivilisatorische Wahl zu verbreiten und nicht bloß als eine politische Wahl.
Wenn wir über diese Gründe sprechen, lassen sie uns gewisse Vorurteile einreißen. Geht es nur um Missstände? Geht es nur um fehlende Bildung? Nun ja, statistisch gesehen, sind die Mehrheit derjenigen, die extremistischen Organisationen beitreten hochgebildet. Laut Statistik, sind sie im Durchschnitt über dem Bildungslevel der westlichen Gesellschaft gebildet. Als Anekdote, wir können zeigen, dass wenn Armut der einzige Faktor wäre, nun ja, Bin Ladens Familie ist eine der reichsten Familien Saudi Arabiens. Sein Stellvertreter, Ayman al-Zawahiri, war Kinderarzt -- nicht ein fehlgebildeter Mann. Internationale Hilfe und Entwicklung gibt es seit Jahren, aber der Extremismus war in diesen Gesellschaften, in vielen dieser Gesellschaften, auf dem Vormarsch. Und was ich glaube, was fehlt, ist ein wahrhaftiger basisdemokratischer Aktivismus an der Basis, zusätzlich zu internationaler Hilfe, zusätzlich zu Bildung, zusätzlich zu Gesundheit. Nicht exklusiv zu diesen Dingen, sondern zusätzlich zu ihnen, ist das Propagieren einer wahrhaften Forderung nach Demokratie an der Basis.
Und das ist, wo ich glaube, dass es der Neokonservatismus auf den Kopf gestellt hat. Der Neokonservatismus hatte die Philosophie, dass man mit einem von Angebot geleiteten Ansatz hineingeht, um demokratische Werte von oben durchzusetzen. Wohingegen die Islamisten und ultra-rechten Organizationen, jahrzehntelang, eine Nachfrage für ihre Ideologie an der Basis geschaffen haben. Sie haben eine zivilisatorische Nachfrage für ihre Werte an der Basis geschaffen, und wir haben den langsamen Übergang dieser Gesellschaften zu Gesellschaften gesehen, die vermehrt nach einer Form des Islam rufen. Massenbewegungen in Pakistan wurden nach den arabischen Aufständen hauptsächlich durch Organisationen repräsentiert, die für eine Form der Theokratie stehen, anstatt für eine demokratische Erhebung. Weil sie seit der Voraufteilung eine Nachfrage für ihre Ideologie an der Basis geschaffen haben. Und was es braucht ist eine wahrhaftige, länderübergreifende, von der Jugend geleitete Bewegung, die dafür arbeitet, sich aktiv für demokratische Kultur einzusetzen -- was notwendigerweise mehr ist als nur Wahlen. Aber ohne Redefreiheit, können Sie keine freien und gerechten Wahlen haben. Ohne Menschenrechte haben Sie den Schutz Ihrer Person nicht garantiert, um eine Kampaigne durchzuführen. Ohne Glaubensfreiheit, haben Sie kein Recht Organisationen beizutreten.
Daher, was nötig ist, sind diese Organisationen an der Basis die sich selbst für demokratische Kultur einsetzen, um die Nachfrage an der Basis für diese Kultur zu schaffen. Was das leisten wird, ist, dass es das Problem vermeiden wird, über das ich vorher gesprochen habe, wo wir im Moment politische Parteien haben, die Demokratie bloß als politische Wahl neben anderen Wahlen in diesen Gesellschaften, wie etwa Militärherrschaft oder Theokratie, darstellen. Wohingegen, wenn wir anfangen, diese Nachfrage an der Basis auf ein zivilisatorisches Level zu bauen, anstatt bloß auf eine politische Level, ein Level über der Politik -- Bewegungen, die nicht nur politische Parteien sind, sondern eher diese zivilisatorische Nachfrage für demokratische Kultur schaffen. Was wir am Ende haben werden ist das Ideal, dass Sie auf der Folie hier sehen können -- das Ideal, dass Leute in einer existenten Demokratie wählen sollten, nicht für eine Demokratie. Aber um zu diesem Punkt zu gelangen, an dem Demokratie den Mantel aus dem Gesellschaft besteht und die politischen Wahlmöglichkeiten innerhalb dieses Mantels schafft, sind aber sicherlich nicht theokratisch und keine Militärdiktatur -- z.B. Sie wählen in einer Demokratie, in einer existenten Demokratie, und Demokratie ist nicht bloß eine der Wahlmöglichkeiten an der Wahlurne. Um an diesen Punkt zu gelangen, müssen wir wirklich anfangen Nachfrage in diese Gesellschaften an der Basis zu schaffen.
Nun, um abzuschließen, wie passiert das? Nun, Ägypten ist ein guter Anfang. Die arabischen Aufstände haben gezeigt, dass es schon beginnt. Aber was in den arabischen Aufständen passierte und was in Ägypten passierte war besonders erlösend für mich. Was dort passierte, war eine politische Koalition, die sich für ein politisches Ziel zusammenfand, und das war, den Führer zu beseitigen. Wir müssen nun einen Schritt dahinter schauen. Wir müssen sehen, wie wir diesen Gesellschaften helfen können, dass sie von politischen Koalitionen schwach verankerten Koalitionen, hin zu zivilisatorischen Koalitionen machen, die für die Ideale und Erzählungen der demokratischen Kultur an der Basis arbeiten Weil es nicht genug ist, einen Führer, einen Herrscher oder einen Diktator zu beseitigen. Das garantiert nicht, dass das was als Nächstes kommt, eine Gesellschaft auf Basis von demokratische Werten schaffen wird.
Aber generell, die Trends, die in Ägypten beginnen haben sich in historischer Weise über die MENA-Region ausgebreitet, die Region des Mittleren Ostens und Nordafrika. Daher, als der arabische Sozialismus in Ägypten startete, verbreitete er sich über die ganze Region. In den 80ern und 90ern, als Islamismus in der Region begann, breitete es sich über die MENA-Region als Ganzes aus.
Und die Bestrebung, die wir im Moment haben -- wie junge Araber jeden Tage beweisen und sich sogleich ein neue Gesicht geben, dass sie vorbereitet sind, für mehr als nur den Terrorismus zu sterben -- ist, dass es dort eine Chance gibt, dass demokratische Kultur in einer Region starten kann und sich über den Rest der Länder, die sie umgeben, verbreiten kann. Aber das wird es erforderlich machen, den Übergang dieser Gesellschaften vom Haben bloßer politischer Koalitionen zur Schaffung von wahrhaftigen basisdemokratischen Bewegungen zu unterstützen, die sich für demokratische Kulturen einsetzen. Und wir haben einen Anfang in Pakistan mit einer Bewegung mit dem Namen Khudi gemacht, wo wir an der Basis arbeiten, um die Jugend zu ermutigen, eine wirkliche Eingangstür für die demokratische Kultur zu schaffen. Und mit diesem Gedanken werde ich aufhören.
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Warum haben länderübergreifende extremistische Organisationen Erfolg, wo demokratische Bewegungen nur mit Mühe Fuss fassen? Der ehemalige Islamistische Extremist Maajid Nawaz fordert neue Basisbewegungs-Geschichten und einen globalen sozialen Aktivismus, um die Demokratie gegenüber Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten. Ein kraftvoller Vortrag im Rahmen von TEDGlobal 2011.
Maajid Nawaz works to promote conversation, tolerance and democracy in Muslim and non-Muslim communities. Full bio »
Translated into German by Dominik Wexenberger
Reviewed by Alex Boos
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Ironically, xenophobic nationalists are utilizing the benefits of globalization.” (Maajid Nawaz)
09:51 Posted: Mar 2011
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