Ich bin überhaupt keine Köchin. Keine Bange also, das hier wird keine Kochvorführung. Aber ich möchte mit Ihnen über etwas reden, das uns allen, denke ich, lieb und teuer ist. Und das ist Brot -- etwas so simples wie unser einfachstes, elementarstes Grundnahrungsmittel. Und ich denke, dass wenige von uns einen Tag verbringen, ohne in irgendeiner Form Brot zu essen. Wenn Sie nicht gerade eine dieser kalifornischen Low-Carb-Diäten machen ist Brot Standard. Brot ist nicht nur Standard in der westlichen Ernährung. Wie ich Ihnen zeigen werde ist es tatsächlich das Standbein des modernen Lebens.
Also werde ich Brot für Sie backen. In der Zwischenzeit rede ich auch mit Ihnen. Mein Leben wird also kompliziert. Haben Sie Geduld mit mir. Zuallererst, ein kleines bisschen Publikumsbeteiligung. Ich habe hier zwei Laibe Brot. Eines ist ein handelsübliches, weißes fertig abgepacktes Brot aus dem Supermarkt, das man, wie ich erfuhr, Wonderbread nennt. (Gelächter) Ich kannte dieses Wort nicht, bevor ich hier angekommen bin. Und das ist mehr oder weniger ein in einer kleinen Bäckerei handgemachtes Schrot-Brot. Los geht's. Ich möchte Handzeichen sehen. Wer bevorzugt das Schrot-Brot? Okay, machen wir es anders. Bevorzugt überhaupt jemand das Wonderbread? (Gelächter) Ich sehe zwei zögerliche Männderhände. (Gelächter)
Okay, jetzt stellt sich wirklich die Frage: Warum ist das so? Und ich glaube es liegt daran, dass wir spüren, dass es bei dieser Art Brot wirklich um Echtheit geht. Es geht um eine althergebrachte Lebensart. Eine Art, die vielleicht echter, ehrlicher ist. Das ist ein Bild von der Toskana, wo wir spüren, dass es in der Landwirtschaft noch um Schönheit geht. Und im Leben eigentlich auch. Und hier geht es um guten Geschmack, gute Traditionen. Warum haben wir dieses Bild? Warum spüren wir, dass es wahrer ist als dieses? Nun, ich glaube, das hat viel mit unserer Geschichte zu tun. In den zehntausend Jahren, in denen sich die Landwirtschaft entwickelt hat waren die meisten unserer Vorfahren eigentlich Landwirte oder eng mit der Nahrungserzeugung verbunden. Und wir haben dieses mythische Bild davon, wie das Leben in ländlichen Gegenden in der Vergangenheit war. Die Kunst hat uns geholfen, diese Art Bild zu bewahren. Es war eine mythische Vergangenheit. Natürlich ist die Wirklichkeit ziemlich anders. Diese armen Bauern, die das Land von Hand oder mit ihren Tieren bestellen, hatten Erträge, die vergleichbar sind mit denen der ärmsten Bauern heutzutage in Westafrika. Aber irgendwie haben wir im Laufe der letzten paar Jahrhunderte oder auch nur Jahrzehnte angefangen, das Bild einer mythischen, ländlichen, landwirtschaftlichen Vergangenheit zu pflegen.
Der Beginn der industriellen Revolution ist erst 200 Jahre her. Und während ich anfange, hier Brot für Sie zu backen, ist es sehr wichtig, zu verstehen, was diese Revolution mit uns gemacht hat. Sie brachte uns Strom. Sie brachte uns die Mechanisierung und Dünger. Und sie steigerte tatsächlich unsere Erträge. Und selbst so schreckliche Dinge wie Bohnen per Hand zu pflücken können jetzt maschinell gemacht werden. All das ist eine echte, große Verbesserung, wie wir sehen werden. Natürlich haben wir es auch, besonders im letzten Jahrzehnt, geschafft, die Welt mit einer dichten Kette von Supermärkten zu umhüllen, mit einer Kette globalen Handels. Und das heißt, dass Sie jetzt Produkte essen, die von überall auf der Welt kommen können. Das ist die Wirklichkeit unseres modernen Lebens. Sie mögen zwar dieses Brot bevorzugen. Verzeihen Sie meine Hände, aber so ist das nun mal.
Aber tatsächlich ist das wirklich bedeutsame Brot, geschichtlich gesehen, dieses weiße Wunderbrot. Und verschmähen Sie dieses weiße Brot nicht, denn ich denke, es symbolisiert wirklich die Tatsache, dass Brot und Nahrung reichlich und erschwinglich für alle geworden sind. Und das ist eine Leistung, der wir uns eigentlich nicht so sehr bewusst sind. Aber sie hat die Welt verändert. Dieses kleine Brot, das auf manche Art geschmacklos ist und viele Probleme hat, hat die Welt verändert. Was passiert also? Nun, am besten schaut man sich das anhand ein klein wenig vereinfachender Statistik an. Mit dem Beginn der industriellen Revolution, mit der Modernisierung der Landwirtschaft in den letzten paar Jahrzehnten, seit den 1960ern, hat das Nahrungsangebot pro Kopf auf dieser Welt um 25 Prozent zugenommen. Und die Weltbevölkerung hat sich in der Zwischenzeit verdoppelt. Das bedeutet, dass wir jetzt mehr Nahrung zur Verfügung haben als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Und das ist das direkte Resultat daraus, so erfolgreich das Ausmaß und den Umfang unserer Produktion erhöht zu haben. Und wie Sie sehen trifft das auf alle Länder zu, einschließlich der sogenannten Entwicklungsländer.
Was ist in der Zwischenzeit mit unserem Brot passiert? Als Nahrung hier reichlich wurde hieß das auch, dass wir die Anzahl der Leute, die in der Landwirtschaft arbeiten, reduzieren konnten, auf im Schnitt, in den einkommensstarken Ländern, so was wie fünf Prozent der Bevölkerung oder weniger. In den USA sind nur ein Prozent der Bevölkerung tatsächlich Bauern. Und das ermöglicht uns, andere Sachen zu machen -- in TED Treffen zu sitzen und uns keine Sorgen über unsere Nahrung zu machen. Geschichtlich gesehen ist das eine wirklich einzigartige Situation. Nie zuvor lag die Verantwortung, die Welt zu ernähren, in den Händen so weniger Leute. Und nie zuvor waren sich so viele Leute dieser Tatsache nicht bewusst.
Während Nahrung also reichlicher wurde, wurde Brot billiger. Und als es billiger wurde beschlossen Brotproduzenten, alle möglichen Sachen hinzuzufügen. Wir fügten mehr Zucker hinzu. Wir fügten Rosinen und Öl und Milch hinzu und alle möglichen Sachen, die Brot von einem einfachen Lebensmittel in eine Art Träger von Kalorien verwandelten. Und heutzutage verbindet man Brot nun mit Fettleibigkeit, was sehr merkwürdig ist. Es ist das einfachste, grundlegendste Nahrungsmittel, das wir in den letzten zehntausend Jahren hatten. Weizen ist das wichtigste Getreide -- das erste Getreide, das wir domestiziert haben und das wichtigste Getreide, das wir heute noch anbauen.
Aber jetzt ist es dieses merkwürdige Gebräu aus vielen Kalorien. Und das gilt nicht nur für dieses Land, es gilt für überall auf der Welt. Brot hat seinen Weg in tropische Länder gefunden, wo die Mittelschicht nun Brötchen und Hamburger isst, und wo die Pendler Brot viel praktischer finden als Reis oder Maniok. Brot wurde also von einem Grundnahrungsmittel zu einer Quelle von Kalorien, mit Fettleibigkeit verbunden, und auch zu einer Quelle der Moderne, des modernen Lebens. Und je weißer das Brot, desto besser ist es in vielen Ländern.
Das ist also die Geschichte vom Brot wie wir es heute kennen. Aber natürlich war der Preis der Massenproduktion, dass wir auf großen Maßstab umgestellt haben. Und großer Maßstab bdeutet die Zerstörung vieler unserer Landschaften, die Zerstörung der Artenvielfalt -- hier noch ein einsames Emu in den brasilianischen Sojabohnenfeldern des Cerrado. Die Kosten waren enorm -- Wasserverschmutzung, all die Dinge, die Sie kennen, Zerstörung unserer Lebensräume.
Was wir brauchen, ist eine Rückkehr zum Verständnis, worum es bei unserer Nahrung geht. Und hier muss ich Sie alle fragen: Wie viele von Ihnen können tatsächlich Weizen von anderem Getreide unterscheiden? Wie viele von Ihnen können tatsächlich auf diese Art ein Brot machen, ohne von einer Brotbackmaschine oder irgendeiner abgepackten Backmischung auszugehen? Können Sie Brot backen? Wissen Sie, wie viel ein Laib Brot tatsächlich kostet? Wir haben uns sehr davon entfernt, was unser Brot wirklich ist, was wieder aus evolutionärer Sicht sehr merkwürdig ist. Tatsächlich wissen nicht viele von Ihnen, dass unser Brot natürlich keine europäische Erfindung war. Es wurde von Bauern im Irak erfunden und besonders in Syrien. Die winzige Ähre links von der Mitte ist tatsächlich der Urahn des Weizens. Da kommt das alles her. Und da haben uns diese Bauern in der Tat vor zehntausend Jahren auf den Weg des Brotes gebracht.
Nun ist es nicht überraschend, dass mit dieser Massenorientierung und Produktion in großem Maßstab sich eine Gegenbewegung herausgebildet hat -- sehr stark auch hier in Kalifornien. Die Gegenbewegung sagt: "Lasst uns dahin zurückkehren. Lasst uns zu traditionellem Anbau zurückkehren. Lasst uns zum kleinen Maßstab, zu Wochenmärkten, kleinen Bäckerein und alldem zurückkehren. Wunderbar. Stimmen wir nicht alle zu? Ich stimme zweifellos zu. Ich würde sehr gerne zurück in die Toskana gehen, zu dieser Art althergebrachtem Szenario, Grastronomie, gutes Essen. Aber das ist ein Trugschluss. Und der Trugschluss kommt aus dem Idealisieren einer Vergangenheit, die wir vergessen haben.
Wenn wir das machen, wenn wir beim althergebrachten Anbau in kleinem Maßstab bleiben wollen, werden wir in der Tat diese armen Bäuerinnen und ihre Männer, unter denen wir viele Jahre lang gelebt haben, zurück weisen, ohne Elektrizität und Wasser zu arbeiten, zu versuchen, ihre Produktion zu verbessern. Wir weisen sie in die Armut zurück. Was sie wollen, sind Instrumente, die ihre Produktion steigern -- etwas, um die Erde zu düngen, etwas, um ihre Ernte zu schützen und auf einen Markt zu bringen. Wir können einfach nicht annehmen, dass ein kleiner Maßstab die Lösung des Welternährungs-Problems ist. Er ist ist eine Luxus-Lösung für uns, die wir uns das leisten können, wenn wir es uns leisten wollen. Tatsächlich wollen wir nicht, dass diese arme Frau das Land so bearbeiten muss. Wenn wir nur Produktion in kleinem Maßstab sagen, wozu wir hier neigen, bedeutet die Rückkehr zu regionalen Nahrungsmitteln, dass ein armer Mann wie Hans Rosling nicht mal mehr Orangen essen kann, weil wir in Skandinavien keine Orangen haben. Regionale Nahrungsproduktion scheidet also aus. Aber wir wollen auch nicht die Armut in die ländlichen Gegenden verbannen. Und wir wollen die Armen in den Städten nicht dem Hungern ausliefern. Wir müssen also andere Lösungen finden.
Eines unserer Probleme ist, dass die Weltnahrungsproduktion sehr schnell steigen muss -- sich bis ca. 2030 verdoppeln. Die hauptsächliche treibende Kraft ist tatsächlich Fleisch. Und besonders der Fleischkonsum in Südost-Asien und China treibt den Getreide-Preis hoch. Dieses Bedürfnis nach tierischem Eiweiß wird weiter bestehen. Wir können Alternativen in einem anderen Vortrag erörtern, vielleicht ein andermal. Aber das ist unsere treibende Kraft. Was können wir also machen? Können wir eine Lösung finden, mehr zu produzieren? Ja. Aber wir brauchen Automatisierung. Und ich plädiere hier wirklich dafür. Ich bin so stark überzeugt, dass man von einem kleinen Bauern nicht verlangen kann, das Land zu bearbeiten und sich, um einen Hektar Reis anzubauen, 150.000 Mal zu bücken, nur um ein Getreide zu pflanzen und zu jäten. Man kann von den Leuten nicht verlangen, unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Wir brauchen intelligente, maßvolle Automatisierung, die die Probleme, die wir mit der Automatisierung in großem Maßstab hatten, vermeidet.
Was können wir also tun? Wir müssen drei Milliarden Menschen in Städten ernähren. Wir werden das nicht durch kleine Wochenmärkte erreichen, weil diese Menschen keine kleinen Wochenmärkte zur Verfügung haben. Sie haben niedrige Einkommen. Und sie profitieren von billigem, erschwinglichem, sicherem und abwechslungsreichem Essen. Das müssen wir in den nächsten 20 bis 30 Jahren anstreben.
Aber ja, es gibt ein paar Lösungen. Und lassen Sie mich nur eine einfache konzeptuelle Sache machen: Wenn ich Wissenschaft als Stellvertreter für die Kontrolle des Produktionsprozesses und -umfangs nehme. Was Sie sehen ist, dass wir in der linken Ecke mit der traditionellen Landwirtschaft angefangen haben, die etwa in kleinem Maßstab und mit wenig Kontrolle funktionierte. Wir haben umgeschwenkt auf großen Maßstab und sehr viel Kontrolle. Was ich möchte ist, dass wir die Wissenschaft beibehalten und sogar mehr Wissenschaft da rein bekommen, aber in einer Art regionalem Maßstab -- nicht nur, was das Format der Felder betrifft, sondern was das ganze Nahrungsnetz betrifft. Darauf sollten wir umschwenken. Und ultimativ könnte es sein, aber das betrifft nicht Getreide, dass wir völlig geschlossene Ökosysteme haben -- die Gartenbau-Systeme in der oberen linken Ecke. Wir müssen also anders über Agrarwissenschaft nachdenken. Agrarwissenschaft hat für die meisten Leute, und hier sind nicht viele Bauern unter ihnen diesen Ruf, schlecht zu sein, die Umwelt zu verschmutzen, in großem Maßstab zu sein, die Umwelt zu zerstören. Das muss nicht so sein. Wir brauchen mehr Wissenschaft und nicht weniger. Und wir brauchen gute Wissenschaft.
Welche Art von Wissenschaft können wir also haben? Nun, zuerst denke ich, dass wir die heutigen Technologien sehr stark verbessern können. Biotechnik einsetzen, wo es nützlich ist, besonders bei der Beständigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten. Es gibt also zum Beispiel Roboter, die Unkraut erkennen können mit einer Auflösung von 12 Millimetern. Wir haben viel intelligentere Bewässerung. Wir brauchen das Wasser nicht vergießen, wenn wir nicht wollen. Und wir müssen ganz unvoreingenommen über die vergleichsweisen Vorteile von kleinem und großem Maßstab nachdenken. Wir müssen davon ausgehen, dass Land multifunktional ist. Es hat verschiedene Funktionen. Es gibt unterschiedliche Arten, auf die wir es nutzen müssen -- zum Wohnen, für die Natur, für landwirtschaftliche Zwecke. Und wir müssen auch die Viehhaltung nochmals prüfen. Regional werden und zu urbanen Nahrungssystemen kommen. Ich möchte Fischteiche auf Parkplätzen und in Kellern sehen. Ich möchte Gartenbau und Gewächshäuser auf Wohnanlagen sehen. Und ich möchte die Energie, die aus diesen Gewächshäusern und aus dem Fermentieren von Getreide kommt nutzen, um unsere Wohngebiete zu beheizen. Es gibt alle möglichen Arten, wie wir es hinkriegen können. Wir können das Welternährungsproblem nicht durch biologische Landwirtschaft lösen. Aber wir können viel mehr tun.
Und was ich hauptsächlich von Ihnen allen gerne verlangen würde, wenn Sie in Ihre Länder zurückkehren oder hier bleiben, verlangen Sie von Ihrer Regierung eine integrierte Nahrungspolitik. Nahrung ist genau so wichtig wie Energie, Sicherheit, die Umwelt. Alles hängt zusammen. Das können wir also machen. Tatsächlich haben wir in einem dicht besiedelten Land wie dem River Delta, wo ich in den Niederlanden wohne, diese Funktionen kombiniert. Das ist also nicht Science Fiction. Wir können Dinge kombinieren, sogar in einem sozialen Sinne dessen, die ländlichen Gegenden den Leuten besser zugänglich zu machen -- um zum Beispiel die chronisch Kranken unterzubringen. Es gibt so viel, was wir tun können.
Aber es gibt da etwas, das Sie tun müssen. Es reicht nicht, wenn ich sage: "Lassen Sie uns mehr gewagte Wissenschaft in die Landwirtschaft bringen." Sie müssen zurückgehen und über Ihre eigene Nahrungskette nachdenken. Mit Bauern reden. Wann waren Sie zum letzten Mal auf einem Bauernhof und haben mit einem Bauern gesprochen? Reden Sie mit Leuten in Restaurants. Verstehen Sie, wo Sie in der Nahrungskette sind, wo Ihre Nahrung herkommt. Verstehen Sie, dass Sie Teil dieser enormen Kette von Ereignissen sind. Und das setzt Sie frei, andere Sachen zu machen. Und für mich hat Nahrung zuallererst mit Respekt zu tun. Es geht darum, dass man wenn man isst versteht, dass es auch viele Leute gibt, die immer noch in dieser Lage sind, die immer noch um ihre tägliche Nahrung kämpfen. Und die vereinfachten Lösungen, die wir manchmal haben, zu denken, dass alles von Hand zu machen die Lösung ist, ist moralisch wirklich nicht gerechtfertigt. Wir müssen helfen, sie aus der Armut zu bekommen. Wir müssen bewirken, dass sie stolz darauf sind, Bauern zu sein, weil sie uns ermöglichen, zu überleben. Nie zuvor, wie ich bereits sagte, lag die Verantwortung für Nahrung in den Händen so weniger. Und nie zuvor hatten wir den Luxus, sie als selbstverständlich hinzunehmen, weil sie jetzt so billig ist.
Und ich denke, es gibt niemand sonst, der für mich den Gedanken, dass Nahrung am Ende in unserer eigenen Tradition etwas Heiliges ist, besser ausgedrückt hat. Es geht nicht um Nährwerte und Kalorien. Es geht ums Teilen. Es geht um Ehrlichkeit. Es geht um Identität. Wer das so schön gesagt hat, war Mahatma Gandhi, als er vor 75 Jahren über Brot gesprochen hat. Er sprach nicht von Reis. In Indien sagte er: "Denjenigen, die auf zwei Mahlzeiten am Tag verzichen müssen, kann Gott nur als Brot erscheinen."
Und während ich hier also mein Brot fertig mache -- und ich habe es gebacken. Und ich versuche, mir nicht die Hände zu verbrennen. Lassen Sie mich mit Ihnen hier in der ersten Reihe teilen. Lassen Sie mich etwas von der Nahrung mit Ihnen teilen. Nehmen Sie von meinem Brot. Und während Sie es essen, und während Sie es probieren -- bitte kommen Sie, stehen Sie auf. Nehmen Sie davon. Ich möchte, dass Sie denken, dass jeder Bissen Sie mit der Vergangenheit und der Zukunft verbindet, mit diesen anonymen Bauern, diesem ersten Brot, den ersten Weizensorten, und mit den derzeitigen Bauern, die das gemacht haben. Und Sie wissen nicht mal, wer die sind. Jede Mahlzeit, die Sie zu sich nehmen enthält Zutaten aus aller Welt. Alles macht uns so privilegiert, dass wir diese Nahrung essen können, dass wir nicht jeden Tag kämpfen. Und das, denke ich, ist evolutionär gesehen einzigartig. Das hatten wir nie zuvor. Also genießen Sie Ihr Brot. Essen Sie es, und fühlen Sie sich privilegiert. Vielen Dank. (Beifall)
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Louise Fresco zeigt uns, warum wir massenproduziertes Supermarkt-Weißbrot feiern sollten. Sie sagt, dass umweltfreundliche Massenproduktion die Welt ernähren und trotzdem Raum für kleine Bäckereien und traditionelle Methoden lassen wird.
A powerful thinker and globe-trotting advisor on sustainability, Louise Fresco says it's time to think of food as a topic of social and economic importance on par with oil -- that responsible agriculture and food consumption are crucial to world stability. Full bio »
Translated into German by Martina Panzer
Reviewed by Alexander Heinemann
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20:08 Posted: May 2008
Views 1,427,258 | Comments 368
15:34 Posted: Jan 2009
Views 346,658 | Comments 32
14:33 Posted: Apr 2009
Views 437,511 | Comments 193
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