Mein Interesse an den heutigen Sklavereiformen begann in London, mit einem Flugblatt. Es war Anfang der 90er Jahre und ich war an einer öffentlichen Veranstaltung. Ich las das Flugblatt, darauf stand: "Es gibt heute auf der Welt Millionen Sklaven." Und ich dachte: "Niemals, niemals". Und hier muss ich mir Selbstüberschätzung eingestehen. Denn ich muss zugeben, dass ich auch überlegte: "Wie kann es sein, dass ich, als junger Professor der Menschenrechte unterrichtet, dies nicht weiß? Folglich kann es nicht wahr sein."
Wenn man unterrichtet, wenn man im Tempel des Lernens betet, dann spottet man den Göttern nicht. Denn sie werden einen finden, einen mit Neugier und Verlangen versehen und einen mit Leidenschaft antreiben damit man die Umstände verändert. Ich durchsuchte die Fachliteratur. 3.000 Artikel mit dem Kennwort "Sklaverei". Zwei davon waren über Sklaverei heutzutage – nur zwei. Alle restlichen handelten von historischer Sklaverei. Es waren Nachrichtenartikel voller Empörung. Sie waren voll von Spekulation. Sie waren anekdotisch. Keine solide Information.
Also begann ich mein eigenes Forschungsprojekt. Ich ging in fünf verschiedene Länder. Ich sah mir Sklaven an. Ich traf Sklavenbesitzer. Und ich schaute sehr genau auf Geschäfte, die auf Sklaverei basieren. Denn dies ist ein wirtschaftliches Verbrechen. Menschen versklaven andere nicht, um schlecht zu ihnen zu sein. Sie tun es, um zu profitieren. Was ich herausfand, auf vier verschiedenen Kontinenten, war überall deprimierend ähnlich. Wie das hier. Landswirtschaftsarbeiter in Afrika ausgepeitscht und geschlagen, zeigten uns, wie sie auf den Feldern geschlagen wurden, bevor sie der Sklaverei entkamen und unser Filmteam trafen. Es war überwältigend.
Und ich möchte ganz klar feststellen, dass ich über echte Sklaverei rede. Es geht nicht um miese Ehen. Es geht nicht um schlechte Arbeiten. Es geht um Menschen, die nicht davongehen können, Menschen, die zu Arbeit ohne Lohn gezwungen werden. Menschen, die 24 Stunden und sieben Tage die Woche unter Bedrohung arbeiten und nicht bezahlt werden. Es ist waschechte Sklaverei, genau wie die einfach erkennbare historische Sklaverei.
Aber wo ist sie? Die rötlichen, gelblichen Farben auf dieser Karte markieren die Orte mit der höchsten Sklavendichte. Die bläuliche Farbe zeigt die Länder, in denen man keine Sklavereifälle findet. Vielleicht fällt auf, dass nur in Island und Grönland keinerlei Sklavereifälle zu finden sind. Zwei Länder auf der ganzen Welt.
Wir sind auch besonders interessiert und schauen sehr genau auf Orte, an denen Sklaven dafür verwendet werden, die Umwelt stark zu zerstören. Sklaven werden überall zur Umweltzerstörung eingesetzt, um Bäume im Amazonas zu fällen, um Waldflächen in West Afrika zu zerstören, zum Abbau und Verbreitung von Quecksilber an Orten wie Ghana oder Kongo. Oder zur Zerstörung der Ökosysteme der Küsten Südasiens. Es gibt eine grauenhafte Verbindung zwischen dem, was mit unserer Umwelt passiert und dem, was mit unseren Menschenrechten passiert.
Wie sind wir zu dieser Situation gekommen, in der 27 Millionen Menschen versklavt sind, im Jahr 2010? Das ist zwei Mal die Anzahl afrikanischer Sklaven, die während des gesamten transatlantischen Sklavenhandels entführt wurden. Nun, es basiert auf den folgenden Faktoren. Es sind nicht verursachende Faktoren, es sind unterstützende. Einer von ihnen ist bekannt: die Bevölkerungsexplosion. Die Weltbevölkerung stieg von zwei auf fast sieben Milliarden Menschen in den letzten 50 Jahren. Doch die hohe Zahl allein macht noch keine Sklaven. Es braucht noch eine erhöhte Schutzlosigkeit grosser Menschengruppen in Entwicklungsländern. Diese hat ihren Ursprung in Bürgerkriegen, ethnischen Konflikten, kleptokratischen Regierungen, Krankheiten, usw.
Wir wissen, wie dies funktioniert. In manchen Ländern, passieren all diese Dinge gleichzeitig, wie z.B. in Sierra Leone vor einigen Jahren. Dies schiebt etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt an die Existenzgrenze, in eine Situation, in der sie keine Chancen haben und mittellos sind. Aber auch das macht einen nicht zum Sklaven. Was es braucht, um einen mittellosen und hilflosen Menschen zum Sklaven zu machen, ist die Abwesenheit der Rechtsstaatlichkeit. Ist der Rechtstaat solide, so beschützt er die Armen und Verletzlichen. Aber wenn sich Korruption einschleicht und Menschen nicht mehr die Möglichkeit haben, von einem Rechtsstaat beschützt zu werden und man Gewalt benutzen kann, wenn man Gewalt strafffrei benutzen kann, dann kann man die Schwachen einsammeln und versklaven.
Und genau das geschieht auf der Welt. Für viele Leute die heutzutage versklavt werden, rührt ihre Situation nicht daher, dass sie entführt oder verschleppt wurden. Nein, sie werden versklavt weil jemand ihnen diese Frage stellte: [Willst du eine Arbeit?]
Überall hat man mir die fast gleiche Geschichte erzählt. Die Leute erzählen: "Ich war daheim, jemand kam in unser Dorf, sie standen auf ihren Lkw und sagten, 'Ich habe Arbeit, wer braucht eine Arbeit?'". Und sie taten genau das, was Sie oder ich in der gleichen Situation tun würden. Sie sagten, "Der Typ sah zweifelhaft aus. Ich hatte Bedenken. Aber meine Kinder hatten Hunger. Wir brauchten Medikamente. Ich wusste, ich musste alles tun was in meiner Hand lag, um Geld zu verdienen, um die Menschen die mir wichtig sind zu unterstützen." Sie klettern auf den Lkw. Sie gehen mit den Leuten, die sie einstellen und 10 Meilen, 100 Meilen, 1.000 Meilen später, landen Sie in einer schmutzigen, gefährlichen und erniedrigenden Arbeit. Sie akzeptieren es eine Zeit lang, doch wenn sie versuchen zu gehen, kommt der Hammerschlag und sie merken, dass sie versklavt sind.
Und diese Art von Sklaverei ist so, wie sie durch die ganze Geschichte hinweg gewesen ist. Aber es gibt einen Aspekt, der besonders auffallend und neu ist an der heutigen Sklaverei; nämlich der absolute Zusammenbruch des Preises eines Menschen. Teuer in der Vergangenheit, erschütternd billig heutzutage. Sogar Wirtschaftprogramme haben begonnen sich damit zu befassen. Ich will euch einen kurzen Film zeigen.
Film: Frau: Eine lebhafte Diskussion ist wie immer garantiert wenn wir auf der Makroebene reden und uns mit Gütern befassen. Wir sind hier im Studio mit unserem Gast Michael O'Donohue, Güterexperte von Four Continents Capital Management. Bei uns ist auch auch Brent Lawson von der Firma Lawson Frisk Securities.
Brent Lawson: Schön hier zu sein.
Frau: Schön sie hier zu haben, Brent. Meine Herren, Brent, worin investieren sie ihr Geld dieses Jahr?
BL: Also Daphne, wir haben einen Benzin- und Ölmangel und wenn wir jetzt ein bisschen weiter greifen, interssiert uns diese Menschengeschichte sehr. Wenn Sie eine langfristige Grafik anschauen sehen Sie, dass die Preise auf einem historischen Tief sind und die weltweite Nachfrage für Zwangsarbeit immer noch sehr hoch ist. Dies ist also das Szenario, auf das wir Kapital setzen sollten.
D: Michael, was hältst du von der Menschengeschichte? Interessiert sie dich?
Micheal O'Donohue: Ja, auf jeden Fall. Unfreiwillige Arbeit hat grosse Vorteile, ein Pluspunkt ist der unendliche Vorrat. Es gibt keinen Mangel an Menschen. Bei keinem anderen Gut ist dies der Fall.
BL: Daphne, wenn ich Ihre Aufmerksamkeit auf etwas bringen darf, Eigenkapitalfirmen ausserhalb der Börse haben sich schon damit beschäftigt und sie meinen, dieser Markt ist kurz vor dem explodieren. Afrikaner und Inder, wie gewohnt, Südamerikaner und insbesonders Osteuropäer sind auf der Einkaufsliste.
D: Interessant. Michael, was empfehlen Sie zusammenfassend?
MO: Wir empfehlen unseren Kunden eine Kauf- und Behaltestrategie. Man muss nicht einmal spekulieren. Es gibt viele schutzlose Menschen auf der Welt. Es ist sehr spannend.
D: Es ist tatsächlich spannend. Meine Herren, vielen Dank.
Kevin Bales: Ok. Sie haben es bemerkt. Es ist eine Parodie. Aber ich habe es genossen, Sie zu beobachten, wie Sie immer ungläubiger wurden, bis Sie es verstanden haben. MTV Europe hat mit uns zusammengearbeitet und diese Parodie entwickelt. Sie haben sie zwischen ihren Musikvideos ausgestrahlt ohne eine Einleitung, was ich für recht lustig halte. So sieht die Realität aus. Der Preis eines Menschen in den vergangenen 40.000 Jahren betrug, in heutiger Währung, durchschnittlich etwa $40.000. Eine Kapitalanlage. Man sieht, die Linien kreuzen sich, als die Bevölkerungsexplosion stattfindet.
Der Durchschnittspreis eines Menschen beträgt heute etwa $90. Es gibt teurere Orte, wie Nordamerika, wo ein Sklave zwischen $3.000 und $8.000 kostet. Aber ich könnte Sie zu Orten in Nepal oder Indien führen wo Menschen für $5 oder $10 gekauft werden können. Das relevante hier ist, dass Menschen nicht mehr eine Hauptanschaffung, sondern eher ein Artikel sind wie Styroporbecher. Man kauft sie billig. Man braucht sie. Man zerknüllt sie und wenn man fertig ist wirft man sie einfach weg.
Diese kleinen Jungen sind in Nepal. Sie sind praktisch das Transportsystem bei einem Steinbruch, der von einem Sklavenbesitzer geführt wird. Es gibt dort keine Strassen. Auf ihren Rücken schleppen sie Steinhaufen, so schwer wie sie selber, das Himalayagebirge hinauf und hinunter. Eine ihrer Mütter sagte zu uns, "Wissen Sie, wir können hier nicht überleben, aber wir scheinen auch nicht sterben zu können". Es ist eine schreckliche Situation. Wenn es etwas gibt, dass mich positiv stimmt, dann ist es, dass es, nebst jungen Männern wie diese, die noch versklavt sind, auch ehemalige Sklaven gibt, die nun daran arbeiten, andere zu befreien. Oder, wie wir sagen: Frederick Douglass ist im Saal.
Ich weiss nicht ob sie jemals einen Tagtraum hatten z.B. wie es wäre, Harriet Tubman kennen zu lernen? Oder Frederick Douglass? Ich muss gestehen, eine der aufregendsten Aspekte meiner Arbeit ist, dass ich diese Chance habe. Ich will ihnen einen dieser Menschen vorstellen. Sein Name ist James Kofi Annan. Er war ein Sklavenjunge in Ghana. Versklavt in der Fischereiindustrie. Und heute, nachdem er floh und sich ein neues Leben aufbaute, hat er eine Organisation gegründet, mit der wir eng zusammenarbeiten, um Menschen aus der Sklaverei zu befreien. Dies ist nicht James. Dies ist einer der Kinder, mit denen er arbeitet.
Film: James Kofi Annan: Er wurde mit einem Ruder geschlagen, wissen Sie, an den Kopf. Und dies erinnert mich an meine Kindheit, als ich hier arbeitete.
KB: James und unser Landesdirektor in Ghana, Emmanuel Oto, bekommen nun regelmässig Todesdrohungen weil sie es geschafft haben, dass drei Sklavenhändler zu Haftstrafen verurteilt wurden. Dies passierte zum ersten Mal in der Geschichte Ghanas wegen der Versklavung von Menschen in der Fischereiindustrie. Wegen Kinderversklavung.
Alles, was ich Ihnen bisher erzählt habe ist ziemlich entmutigend. Aber es gibt auch eine sehr positive Seite. Die 27 Millionen Menschen die heute versklavt sind, und das sind sehr viele Menschen, aber gleichzeitig ist es auch der kleinste Anteil der Weltbevölkerung, der je versklavt war. Ebenso sind die 40 Milliarden Dollar, die sie der Weltwirtschaft jährlich einbringen, der kleinste Anteil an der Weltwirtschaft den es jemals als Ergebnis der Sklavenarbeit gab.
Sklaverei, illegal in jedem Land, ist an die Grenzgebiete unserer globalen Gesellschaft getrieben worden. Ohne dass wir uns dessen richtig bewusst waren, steht die Sklaverei vor dem Abgrund ihres Aussterbens. Sie wartet nur noch darauf, dass wir ihr den endgültigen Stoss geben damit sie hinüber kippt und wir sie für immer los sind. Und es kann getan werden.
Wenn wir es tun, wenn wir unsere Mittel dazu verwenden und uns darauf konzentrieren, wie hoch sind dann die eigentlichen Kosten, um Menschen zu befreien? Bevor ich überhaupt über die Kosten rede, muss ich sehr klar festhalten, dass wir Menschen nicht aus der Sklaverei kaufen. Jemanden freizukaufen ist wie einen Dieb zu bezahlen, um den eigenen Fernseher wieder zu kriegen. Es begünstigt ein Verbrechen. Befreiung kostet aber auch Geld.
Befreiung und, noch wichtiger, die Arbeit, die nach der Befreiung kommt. Es ist kein Ereignis, es ist ein Prozess. Es geht darum, Menschen zu helfen, ein würdevolles Leben aufzubauen. Es geht um Stabilität, wirtschaftliche Unabhängigkeit, Staatsbürgerschaft. Erstaunlicherweise sind die Kosten an Orten wie Indien sehr tief. Diese Familie, diese drei Generationen die ihr hier seht, lebte in vererbter Sklaverei. Das heisst, der Grossvater wurde als Baby in die Sklaverei hinein geboren. Die amortisierten Gesamtkosten über die restliche Arbeit hinweg betrugen etwa $150, um die gesamte Familie in einem zweijährigen Prozess aus der Sklaverei zu bringen und ein stabiles Leben, Bürgerechte und Bildung zu erreichen.
Einen Jungen in Ghana aus Fischereisklaverei zu retten, kostet etwa $400. In den Vereinigten Staaten, Nordamerika, ist es viel teurer. Wegen den Prozess- und Arztkosten versteht es sich, dass es hier teurer ist, etwa 30.000. Aber die Mehrheit der Menschen, die heutzutage verskalvt sind leben an den Orten, wo die Befreiungskosten am tiefsten sind. Der Weltdurchschnitt liegt etwa bei den Befreiungskosten in Ghana.
Und dies ergibt, wenn man die Multiplikation ausführt, einen geschätzten Betrag, nicht nur für Freiheit, sondern für nachhaltige Freiheit der gesamten 27 Millionen Sklaven auf Erden, von etwa 10.8 Milliarden Dollar. Was Amerikaner für Kartoffelchips und Brezeln ausgeben. Was Seattle für ihre Stadtbahn ausgeben wird. Die jährliche Ausgabe in diesem Land für Jeans. Während der letzten Festtage als wir Gameboys, iPods andere Gadgets als Geschenke kauften, gaben wir 10.8 Milliarden Dollar aus. Was Intel im vierten Quartal verdient hat: 10.8 Milliarden.
Es ist nicht sehr viel Geld in weltwirtschaftlichen Begriffen. Es ist Kleingeld. Und das Tolle daran ist, dass es nicht verloren geht. Es gibt eine Freiheitsdividende. Denn wenn man Sklaven befreit und sie für sich selbst arbeiten, sind sie dann motiviert? Sie holen ihre Kinder weg von den Arbeitsstellen, sie bauen Schulen, sie sagen, "Wir werden Dinge haben, die wir früher nie hatten. z.B. drei Mahlzeiten, Medizin wenn wir krank sind, Kleider wenn wir frieren." Sie werden zu Verbrauchern und auch zu Produzenten und ihre lokale Wirtschaft wächst schnell.
Dies ist alles wichtig, wenn wir versuchen, nachhaltige Freiheit aufzubauen. Denn wir würden niemals wiederholen wollen, was 1865 in diesem Land passierte. Vier Millionen Menschen wurden aus der Sklaverei befreit und dann fallen gelassen, ohne politische Mitwirkungsrechte, ohne anständige Bildung und ohne jegliche reelle Chance in Bezug auf ein wirtschaftliches Leben, auf Generationen hinaus dazu verurteilt, Gewalt, Vorurteile und Diskrimination zu erleiden. Amerika zahlt heute noch den Preis für die stümperhafte Emanzipation von 1865.
Wir haben uns dazu verpflichtet, dass wir niemals Menschen unter unserer Aufsicht befreien werden, damit sie nachher als zweitklassige Bürger leben. Dies wird einfach nicht passieren. So sieht Befreiung tatsächlich aus. Kinder, die aus der Fischereiindustrie in Ghana befreit wurden, werden mit ihren Eltern wieder vereint und dann mit den Eltern zurück in ihr Dorf gebracht, um dort ihren wirtschaftlichen Wohlstand wieder aufzubauen, so dass sie gegen Verskalvung abgesichert sind. Absolut nicht mehr versklavbar.
Diese Frau hier wohnte in einem Dorf in Nepal Wir arbeiteten dort seit etwa einem Monat. Sie hatten begonnen, sich von der vererbten Sklaverei zu befreien. Sie wurden gerade etwas entspannter, etwas heiterer, öffneten sich ein wenig. Doch als wir mit ihr sprachen und diese Aufnahme machten, bedrohten die Sklavenbesitzer uns noch von der Spielfeldgrenze. Sie waren noch nicht ganz weg. Ich hatte Angst. Wir hatten alle Angst. Wir fragten sie, "Bist du besorgt? Bist Du aufgebracht?"
Sie sagte, "Nein, denn jetzt haben wir Hoffnung. Wie könnten wir nicht siegen", sagte sie, "wenn Menschen wie Du vom anderen Ende der Welt hierher kommen, um uns beizustehen?"
Wir müssen uns fragen, ob wir bereit sind, in einer Welt mit Sklaverei zu leben. Wenn wir nichts tun, lassen wir die Möglichkeit offen dass jemand anders an den Fäden zieht, die uns mit der Sklaverei verbinden, durch die Waren, die wir kaufen und in unserer Staatsführung. Doch wenn es eines gibt, mit dem jeder Mensch einverstanden sein kann dann ist es, so glaube ich, dass Sklaverei enden sollte.
Wenn es einen grundlegenden Verstoss gegen unsere menschliche Würde gibt, den wir alle als schrecklich anerkennen, dann ist das die Sklaverei. Und wir müssen uns fragen was so gut ist an unserer intellektuellen, politischen und wirtschaftlichen Macht, und ich denke besonders an die intellektuelle Macht in diesem Raum, wenn wir sie nicht nutzen können, um die Sklaverei zu beenden? Ich glaube es gibt genug intellektuelle Macht in diesem einen Saal, um die Sklaverei zu beenden. Und wissen Sie was? Wenn wir das nicht tun können, wenn wir unsere intellektuelle Fähigkeit nicht zum Ende der Sklaverei einsetzen können, dann gibt es noch eine letzte Frage. Sind wir dann wirklich selbst frei? Vielen Dank. Applaus.
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Kevin Bales erklärt in diesem bewegenden und gleichzeitig pragmatischen Vortrag das Geschäft der modernen Sklaverei, eine milliardenschwere Wirtschaft, die einige der schlimmsten Industrien auf Erden untermauert. Er teilt Statistiken und persönliche Erfahrungen aus seinen Forschungen vor Ort mit und benennt, wie viel es heutzutage kostet, einen Sklaven zu befreien.
Kevin Bales is the co-founder of Free the Slaves, whose mission is to end all forms of human slavery within the next 25 years. He's the author of "Ending Slavery: How We Free Today's Slaves." Full bio »
Translated into German by M. González
Reviewed by Karin Friedli
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07:30 Posted: Mar 2009
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