Ich sehe mich im Grunde als Geschichtenerzähler. Aber ich erzähle keine Geschichten im gewöhnlichen Sinn, denn ich erzähle normalerweise nicht meine eigenen Geschichten. Stattdessen interessiere ich mich dafür, Hilfsmittel zu entwickeln, mit denen eine große Anzahl von Menschen ihre Geschichten erzählen kann, Menschen überall auf der Welt. Ich mache das, weil ich glaube, dass Menschen wirklich viel gemeinsam haben. Ich glaube, Menschen sind sich sehr ähnlich, aber ich denke auch, dass es uns schwer fällt, das zu erkennen.
Wissen Sie, wenn ich mich auf der Welt umsehe, sehe ich viele Unterschiede; ich glaube, wir alle sehen viele Unterschiede. Und wir definieren uns über diese Unterschiede. Es gibt sprachliche Unterschiede, ethnische und Rassenunterschiede, Altersunterschiede, es gibt Unterschiede im Geschlecht und in der Sexualität, es gibt Wohlstandsklüfte und Geldlücken, Bildungsunterschiede, und auch Religionsunterschiede. Wissen Sie, wir haben diese Unterschiede und glauben, dass wir sie mögen, weil sie uns das Gefühl geben, uns mit etwas zu identifizieren, einer kleineren Gemeinde. Aber ich glaube, dass wir, trotz unserer Unterschiede, eigentlich viel gemeinsam haben. Ich glaube, eines, das wir gemeinsam haben, ist ein tiefgehendes Bedürfnis, uns auszudrücken. Ich denke, das ist ein sehr altes menschliches Verlangen. Das ist nichts Neues.
Aber das Problem mit der Selbstdarstellung ist, dass es traditionsgemäß ein Ungleichgewicht gibt zwischen dem Verlangen, uns selbst auszudrücken, und der Anzahl der verständnisvollen Freunde, die bereit sind, dazubleiben und zuzuhören.
Das ist ebenfalls nichts Neues. Seit Anbeginn der menschlichen Geschichte haben wir versucht, dieses Ungleichgewicht wettzumachen, durch Kunst, Poesie, Gesang, das Schreiben von Leitartikeln, die wir an Zeitungen schicken, Klatschen mit Freunden. Das ist nichts Neues.
Neu ist, dass sich viele dieser traditionellen physischen menschlichen Tätigkeiten, diese Akte der Selbstdarstellung, in den letzten Jahren auf das Internet verschoben haben. Und als das geschehen ist, haben Menschen Fußspuren hinterlassen, Fußspuren, die von ihren Momenten der Selbstdarstellung erzählen. Was ich mache ist, Computerprogramme zu schreiben, die sehr lange Reihen dieser Fußspuren untersuchen und dann versuchen, über die Menschen, die sie hinterließen, Schlussfolgerungen zu ziehen, was sie fühlen, was sie denken, was heute in der Welt anders ist als sonst, solche Fragen.
Ein Projekt, das diese Konzepte erforscht, welches vor etwa einem Jahr entwickelt wurde, ist etwas, das wir "Wir fühlen uns gut" nennen. Es durchsucht alle zwei bis drei Minuten alle neuen Blog-Einträge auf der Welt nach den Schlagwörtern "Ich fühle" oder "Ich habe das Gefühl". Und wenn es eines dieser Schlagwörter findet, nimmt es den Satz bis zum Punkt heraus und versucht automatisch Alter, Geschlecht und Standort der Person abzuleiten, die diesen Satz geschrieben hat. Wenn wir die geografische Position und Zeit kennen, können wir auch das Wetter zu dem Zeitpunkt bestimmen, an dem die Person den Satz geschrieben hat. All diese Informationen werden in einer Datenbank gespeichert, die ca. 20.000 Gefühle am Tag sammelt. Sie läuft nun etwa anderthalb Jahre. Sie hat ungefähr siebeneinhalb Millionen menschliche Gefühle gesammelt. Und ich werde Ihnen einen flüchtigen Eindruck davon vermitteln, wie diese Informationen visualisiert werden. Das ist "Wir fühlen uns gut".
Was Sie hier sehen ist eine wild wimmelnde Partikelmasse, von denen jedes ein einzelnes menschliches Gefühl repräsentiert, das in den letzten paar Stunden geäußert wurde. Die Farbe der Partikel entspricht der Art des Gefühls – glückliche, positive Gefühle haben leuchtende Farben. Traurige, negative Gefühle haben dunkle Farben. Der Durchmesser der Punkte repräsentiert die Länge des Satzes in ihm, so dass große Punkte lange Sätze enthalten und kleine Punkte kurze Sätze enthalten. Jeden Punkt kann man anklicken und im Detail betrachten. Hier sehen wir: "Ich würde mich einfach so viel besser fühlen, wenn ich mich jetzt in seine Arme schmiegen könnte und seine Liebe für mich in der Umarmung seines Körpers und der Sanftheit seiner Lippen spüren könnte." Es geht also manchmal ganz schön heiß her in der Welt der menschlichen Gefühle. Und all diese werden von Menschen geäußert: "Ich weiß, dass es objektiv gesehen nicht von großer Bedeutung ist, aber nach so vielen Jahre als kleiner Fisch in einem großen Teich, ist es schön, sich wieder größer zu fühlen."
Die Punkte zeigen menschliche Eigenschaften. Sie haben ihre eigene Physik, und sie wimmeln wild umher, um die Welt des Lebens zu erforschen. Sie zeigen auch Neugierde. Sie sehen, dass sich einige von ihnen um den Mauszeiger tummeln. Sie können andere um die untere linke Ecke des Bildschirms wimmeln sehen, um sechs Worte herum. Diese sechs Worte repräsentieren die sechs Bewegungen von "Wir fühlen uns gut". Im Moment sehen wir Irrsinn. Weiterhin gibt es Murmeln, Montage, Mobs, Metrik und Berge. Ich werde Ihnen nun einige davon erklären. Murmeln bringt alle Gefühle dazu, an die Decke zu fliegen. Und dann verabschieden sie sich, eines nach dem anderen, in umgekehrter Reihenfolge, um sich in eine Liste der Gefühle einzureihen. "Jetzt fühle ich mich etwas besser."
"Ich fühle mich verwirrt und unsicher darüber, was zum Himmel ich machen will." "Ich fühle mich hier von etwas Großartigem ausgeschlossen." "Ich fühle mich so frei. Ich fühle mich so gut." "Ich fühle mich wie in einem Nebel der Depression, dem ich nicht entkommen kann." Und man kann jedes davon anklicken, um zu dem Blog zu gelangen, dem es entnommen wurde. Und so kann man Verbindung zu den Autoren dieser Aussagen aufnehmen, wenn man einen gewissen Grad an Empathie empfindet.
Die nächste Bewegung heißt Montage. Montage extrahiert alle Gefühle, die Fotos beinhalten, und stellt sie in einem Raster zur Schau. Dieses Raster soll dann ein Bild von den Gefühlen der Welt innerhalb der letzten paar Stunden repräsentieren, wenn man so will. Jedes einzelne kann man anklicken und vergrößern. Wir sehen: "Ich habe einfach das Gefühl, dass ich keinen Spaß haben werde, wenn wir beide nicht zusammen sind." Das war von jemandem in Michigan. Wir sehen: "Ich fühle mich, als ob ich den ganzen Tag am Computer war."
Diese werden automatisch aus den gefundenen Objekten erstellt: "Ich glaube ich fühle mich etwas voll."
Die nächste Bewegung heißt Mobs. Mobs stellen verschiedene statistische Aufschlüsselungen der Gesamtheit der Gefühle auf der Welt in den letzten paar Stunden bereit. Wir sehen, dass das häufigste Gefühl im Moment "besser" ist, gefolgt von "gut", "schlecht", "schuldig", "im Recht", "niedergeschlagen", "krank" und so weiter. Wir können auch eine geschlechtsspezifische Analyse erstellen. Dann erkennen wir, dass Frauen in den letzten Stunden etwas produktiver in der Äußerung ihrer Gefühle waren als Männer. Wir können eine Altersanalyse vornehmen, die uns ein Histogramm der emotionalen Verteilung nach Alter auf der Welt liefert. Wir erkennen, dass Menschen in den Zwanzigern am offensten sind, gefolgt von Teenagern und Menschen in den Dreißigern, und von dort an dünnt es stark aus. Unter Wetter nehmen die Gefühle physische Eigenschaften des Wetters an, das sie repräsentieren, so dass diejenigen, die an einem sonnigen Tag gesammelt wurden, herumwirbeln, als ob sie Teil der Sonne wären. Die wolkigen schweben, als ob sie von einer Brise getrieben werden. Die regnerischen fallen herab, als ob sie sich in einem Regensturm befänden; und die verschneiten flattern zu Boden.
Standort bringt die Gefühle schließlich dazu, sich zu ihrer Position auf einer Weltkarte zu bewegen und uns ihre geografische Verteilung zu zeigen. Metrik stellt numerische Ansichten der Daten bereit. Wir erkennen, dass die Welt sich im Moment 3,3 Mal so "benutzt" fühlt wie normal.
Sie fühlt sich 2,9 Mal so "warm" wie normal, und so weiter. Es sind weitere Ansichten verfügbar. Hier sind Geschlecht, Alter, Wetter, Standort.
Die letzte Bewegung heißt Berge. Sie unterscheidet sich etwas von den anderen. Berge stellt die gesamten Daten als große, gallertartige Kleckse dar, die herumwackeln. Und wenn ich den Mauszeiger runterdrücke, führen sie einen kleinen Tanz auf. Wir erkennen, das "besser" das häufigste Gefühl darstellt, gefolgt von "schlecht". Und wenn ich hier rüber gehe, fängt die Liste an zu laufen, und da sind tausende von Gefühlen, die gesammelt wurden. Sie können sehen, wie sich der kleine rosa Mauszeiger bewegt, der unsere Position repräsentiert. Wir sehen Menschen, die sich "abgleitend", "angeekelt", "verantwortlich" fühlen.
Es gibt auch eine Suchfunktion, falls man an einer bestimmten Bevölkerung interessiert ist. Sie können zum Beispiel Frauen in den Zwanzigern finden, die sich "abhängig" fühlten, als es in Bangladesch wolkig war.
Aber ich werde Ihnen das ersparen. Hier sehen Sie einige meiner Lieblingsmontagen, die gesammelt wurden: "Ich fühle so viel von meinem Vater in mir leben, dass mir selbst gar kein Platz mehr bleibt." "Ich fühle mich sehr einsam." "Ich muss in ein hinterwäldlerisches Proletenstädtchen, damit ich mich schön fühlen kann." "Ich fühle mich dir gegenüber unsichtbar." "Ich würde mich nicht verstecken, wenn die Gesellschaft mir nicht das Gefühl gäbe, dass ich es sollte." "Ich habe das Gefühl, ich bin in Carolyn verliebt." "Ich fühle mich so unartig." "Ich habe das Gefühl, diese Spinner sind tatsächlich ein Gewinn für die Studienzeit."
"Ich liebe es, wie ich mich heute fühle."
Wie Sie also sehen, nutzt "Wir fühlen uns gut" eine Technik, die ich "passive Beobachtung" nenne. Was ich damit meine ist, dass es Menschen passiv beobachtet, während sie ihr Leben führen. Es durchsucht die Blogs der Welt und sieht sich an, was Menschen schreiben. Diese Menschen wissen nicht, dass sie beobachtet oder befragt werden. Genau deshalb bekommt man sehr ehrliche, offene, aufrichtige Reaktionen, die oft sehr bewegend sind. Das ist eine Technik, die ich generell bevorzuge, weil die Menschen nicht wissen, dass sie befragt werden. Sie leben einfach und reagieren auch so.
Eine andere Technik ist die direkte Befragung. Diese Technik habe ich in einem anderen Projekt genutzt, in der Yahoo! Zeitkapsel, die entworfen wurde, um einen Fingerabdruck der Welt im Jahr 2006 zu nehmen. Sie war in zehn sehr einfache Themen unterteilt – Liebe, Wut, Trauer und so weiter – von denen jedes eine einzelne offene Frage enthielt, die der Welt gestellt wurde: Was liebst du? Was macht dich wütend? Was macht dich traurig? Woran glaubst du? Und so weiter. Einen Monat lang konnte man auf die Zeitkapsel online zugreifen, die in zehn Sprachen übersetzt war. Und so sah sie aus. Sie ist eine rotierende Kugel, deren Oberfläche vollständig aus den Bildern, Worten und Zeichnungen der Menschen besteht, die etwas in die Zeitkapsel eingereicht hatten. Die zehn Themen strahlen aus und umkreisen die Zeitkapsel. Man kann diese Daten durchgehen und die Beiträge der Menschen ansehen. Das ist eine Antwort auf: Was ist schön? "Miss World."
Die Zeitkapsel hat zwei Modi, "Eine Welt", der die rotierende Kugel zeigt, und "Viele Stimmen", der die Daten in Bildstreifen aufteilt, die man einzeln durchgehen kann. Dieses Projekt wurde von einem wirklich erstaunlichen Ereignis unterstrichen, das in der Wüste vor Albuquerque in New Mexico im Dorf Jemez Pueblo stattfand, wo der Inhalt der Kapsel drei aufeinanderfolgende Nächte lang auf die uralten Felsen des Red Rock Canyon projiziert wurde, der ungefähr 60 Meter hoch ist. Es war wirklich unglaublich. Außerdem projizierten wir den Inhalt der Zeitkapsel mit Hilfe eines 35-Watt-Lasers als Binärcode in den Weltraum. Sie können die orange Linie erkennen, die in einem 45-Grad-Winkel vom Wüstenboden aufsteigt. Das war toll, denn in der ersten Nacht sah ich mir all diese Informationen an und begann die Unterschiede zu sehen, über die ich vorhin sprach – die Unterschiede in Alter, Geschlecht, Wohlstand und so weiter.
Aber, wissen Sie, als ich sie genauer betrachtete, und diese Bilder über die Felsen wandern sah, bemerkte ich, dass ich immer wieder die gleichen archetypischen Ereignisse abgebildet sah; Hochzeiten, Geburten, Beerdigungen, das erste Auto, der erste Kuss, das erste Kamel oder Pferd – je nach Kultur. Das war wirklich bewegend. Dieses Bild hier wurde in der letzten Nacht von einer zwei Meilen entfernten Klippe aus aufgenommen, wo der Inhalt der Kapsel ins All projiziert wurde. Das hatte etwas sehr Bewegendes, als diese Form menschlichen Ausdrucks in den Nachthimmel geschossen wurde.
Das brachte mich dazu, viel über den Nachthimmel nachzudenken, und darüber, wie Menschen schon immer den Nachthimmel genutzt haben, um ihre großen Geschichten zu entwerfen. Wissen Sie, als Kind in Vermont, auf der Farm, wo ich aufgewachsen bin, habe ich oft zum dunklen Himmel hinaufgeblickt und den Sternengürtel von Orion, dem Jäger, erkannt. Als Erwachsener wusste ich mehr über die großen griechischen Mythen, die sich dort im Himmel jede Nacht abspielten. Orion, der sich dem brüllenden Bullen entgegenstellt. Perseus, der zu Andromedas Rettung eilt. Zeus, der mit Chronos um die Herrschaft über den Olymp kämpft. Ich meine, das sind die großen Geschichten der Griechen.
Und das ließ mich über unsere heutige Welt nachdenken. Es ließ mich insbesondere darüber nachdenken, wie die Konstellationen aussehen würden, wenn wir sie heute neu schaffen könnten. Welche würden es sein? Wenn wir neue Bilder in den Himmel stellen könnten, was würden wir malen? Welches sind die großen Geschichten von heute?
Diese Fragen haben mein neues Projekt inspiriert, welches heute hier bei TED sein Debüt feiert. Bis jetzt hat es noch niemand öffentlich gesehen. Es heißt "Universum: Enthüllung unserer modernen Mythologie". Es nutzt diese Metapher des interaktiven Nachthimmels. Es ist mir also eine große Freude, Ihnen das jetzt zu zeigen.
Universum wird hier geöffnet. Sie sehen, dass es mit einem sich verändernden Sternenfeld beginnt und sich ein Nordlicht im Hintergrund befindet, das sich mit Farben verbindet. Die Farbe des Nordlichts kann man mit diesem Farbbalken ganz unten kontrollieren, wir werden es hier auf rot einstellen. Sie sehen also wie irgendwie – diese Sterne dahinziehen.
Nun, das sind nicht nur kleine Lichtpunkte, kleine Pixel. Jeder dieser Sterne repräsentiert im Grunde ein bestimmtes Ereignis in der wirklichen Welt – ein Zitat von jemandem, ein Bild, ein Nachrichtenbeitrag, eine Person, eine Firma. So etwas wie eine heldenhafte Persönlichkeit. Sie werden vielleicht bemerken, dass sich Formen herausbilden, wenn der Mauszeiger einige dieser Sterne berührt. Hier sehen wir einen kleinen Mann laufen, oder vielleicht eine Frau. Hier sehen wir ein Foto mit einem Kopf. Sie können hier Worte hervorkommen sehen. Und das sind die heutigen Konstellationen. Ich kann sie alle aktivieren, und Sie können sie nun durch den Himmel ziehen sehen.
Das ist das Universum von 2007, der letzten zwei Monate. Diese Daten sind weltweite Nachrichtenberichte tausenden von Quellen weltweit entnommen. Es nutzt die Programmierschnittstelle einer großartigen Firma, mit der ich in New York arbeite, die Daylife heißt. Und das ist im Grunde die Ansicht des Zeitgeistes der aktuellen Mythologie der Welt aus den letzten paar Monaten.
Wir können erkennen, wo er zum Vorschein kommt, wie Präsident Ford, Irak, Bush. Wir können auch nur die Wörter isolieren – ich nenne sie Geheimnisse – und wir können sie dazu bringen, eine alphabetische Liste zu formen. Wir sehen Anna Nicole Smith, die seit Kurzem eine große Rolle spielt. Präsident Ford – das ist Gerald Fords Beerdigung. Wir können in Universum alles anklicken und zum Zentrum des Universums machen, und alles andere wird in seinen Orbit verschoben. Wir klicken also Ford an und das wird zum Zentrum, und die Dinge, die mit Ford zusammenhängen, werden zu seinem Orbit und drehen sich darum.
Wir können die Fotos isolieren, und dann sehen wir diese. Wir können eines anklicken und das Foto zum Zentrum des Universums machen. Jetzt schwirren die Dinge, die damit zusammenhängen, darum herum. Wir können das anklicken und sehen dieses ikonische Bild von Betty Ford, wie sie den Sarg ihres Mannes küsst.
In Universum gibt es kein richtiges Ende. Es setzt sich unendlich fort, und man kann Sachen einfach anklicken. Das ist eine fotografische Repräsentation, Snapshots genannt. Wir können aber unser Universum noch genauer definieren. Wenn wir also möchten, lassen Sie uns nachsehen, wie Bill Clintons Universum aussieht. Lassen Sie uns nachschauen, was er in der letzten Woche so getrieben hat. Jetzt haben wir also ein neues Universum, das sich auf die Dinge beschränkt, die mit Bill Clinton zu tun haben. Wir können seine Konstellationen hier hervorheben. Wir können seine Geheimnisse hervorholen, und wir erkennen, dass es viel mit Kandidaten zu tun hat, mit Hillary, Präsident, Barack Obama. Wir können die Geschichten sehen, in denen Bill Clinton gerade eine Rolle spielt. Jede einzelne kann geöffnet werden. Wir sehen, wie sich Obama und die Clintons in Alabama treffen. Sie können erkennen, dass dies eine wichtige Geschichte ist; es befindet sich viel in ihrem Orbit. Wenn wir das öffnen, erhalten wir verschiedene Perspektiven dieser Geschichte. Sie können jede von ihnen anklicken, um zur Quelle des Artikels zu gelangen und ihn dort zu lesen. Dieser ist von Al Jazeera.
Wir können auch die Superstars sehen. Das sind die Menschen, die sich in Bill Clintons Universum als Helden und Heldinnen abzeichnen. Da sind also Bill Clinton, Hillary, Irak, George Bush, Barack Obama, Scooter Libby – das sind im Grunde Bill Clintons Leute. Wir können auch eine Weltkarte ansehen, die uns die geografische Reichweite Bill Clintons in der letzten Woche zeigt. Wir erkennen, dass er sich auf Amerika konzentriert hat, denn er hat wahrscheinlich an seiner Kampagne gearbeitet, aber auch ein wenig Aktivität hier drüben in Nahost. Weiterhin können wir einen Zeitstrahl betrachten. Wir erkennen, dass er am Samstag etwas still war, aber am Sonntagmorgen war er wieder zurück bei der Arbeit, und danach hat es eigentlich wieder abgenommen.
Es beschränkt sich nicht nur auf Menschen und Daten, wir können sogar Konzepte hinzufügen. Wenn ich also Klimawandel für das Jahr 2006 eingebe, sehen wir, wie dieses Universum aussieht. Hier haben wir unser Sternenfeld. Hier sind unsere Formen. Hier sind unsere Geheimnisse. Wir sehen also wieder, Klimawandel ist groß: Nairobi, Weltkonferenz, Umwelt. Sie können sich auch Zitate ansehen, wenn Sie gerne Zitate zum Klimawandel lesen möchten. Es ist wirklich endlos.
Die Superstars des Klimawandels 2006: Vereinigte Staaten, Großbritannien, China. Das sind die hervorstechenden Länder, die dieses Konzept mitdefinieren. Das ist also etwas, das erkundet werden will.
Es wird in einigen Tagen online sein, wahrscheinlich nächsten Dienstag. Dann werden Sie es nutzen können und erkunden können, was Ihre eigene persönliche Mythologie sein könnte. Sie werden merken, Daylife – vielmehr Universum – unterstützt sowohl das Konzept einer weltweiten Mythologie, die von einem sehr breiten Begriff, wie beispielsweise 2007, repräsentiert wird, als auch das Konzept einer persönlichen Mythologie, wenn Sie nach den Dingen suchen, die für Sie in Ihrer Welt wichtig sind, und dann sehen, wie deren Konstellationen aussehen könnten.
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Jonathan Harris will die emotionale Welt des Webs verstehen. Mit tiefem Mitgefühl für das menschliche Befinden fischen seine Projekte im Internet, um herauszufinden, was wir alle fühlen und wonach wir suchen.
Artist and computer scientist Jonathan Harris makes online art that captures the world's expression -- and gives us a glimpse of the soul of the Internet. Full bio »
Translated into German by Yvonne Balzer
Reviewed by Judith Matz
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20:29 Posted: Jul 2008
Views 352,122 | Comments 79
14:51 Posted: Apr 2007
Views 618,554 | Comments 79
14:53 Posted: Apr 2007
Views 276,618 | Comments 40
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