Ich bin auf einer kleinen Farm in Missouri aufgewachsen. Wir haben von weniger als einem Dollar am Tag gelebt – etwa 15 Jahre lang. Ich bekam ein Stipendium, ging zur Universität, studierte internationale Landwirtschaft, studierte Anthropologie, und beschloss dass ich etwas zurückgeben würde. Ich würde mit Kleinbauern arbeiten. Ich würde helfen, Armut zu bekämpfen. Ich würde im Entwicklungsdienst arbeiten. Und dann bog ich ab und landete hier. Nun, wenn Sie einen Doktortitel haben und sich entschließen, nicht zu unterrichten, werden Sie nicht immer an so einem Ort landen. Es ist eine Wahl. Sie könnten auch als Taxifahrer enden. Sie könnten in New York landen. Was ich vorfand war, Ich began mit Flüchtlingen und Opfern von Hungersnöten zu arbeiten – alles Kleinbauern, oder fast alle – die enteignet und entwurzelt waren. Nun, was ich gelernt hatte war Methodenforschung an solchen Leuten vorzunehmen. Und das habe ich gemacht: Ich fand heraus wie viele Frauen auf dem Weg zu diesen Lagern vergewaltigt wurden. Ich fand heraus wie viele Menschen ins Gefängnis geworfen wurden, wie viele Familienmitglieder getötet worden waren. Ich schätzte wie lange sie bleiben würden und was es kosten würde, sie zu ernähren. Und ich wurde wirklich gut im Vorhersagen wie viele Leichensäcke man brauchen würde für die Menschen, die in den Lagern sterben würden.
Nun dies ist Gottes Werk, aber es ist nicht mein Werk. Es ist nicht die Arbeit, die ich machen wollte. Und so war ich bei einem Grateful Dead Benefizkonzert für den Regenwald im Jahre 1988. Ich traf einen Mann – der Typ links. Sein Name war Ben. Er sagte: "Was kann ich tun, um die Regenwälder zu retten?" Ich sagte, "Naja Ben, was arbeitest du denn?" "Ich mache Eiskrem." Also sagte ich, "Nun ja, du musst ein Regenwald-Eis machen. Und du musst Nüsse aus den Regenwäldern benutzen um zu zeigen, dass Wälder als Wälder mehr Wert sind, als als Grasflächen." Er sagte, "Okay." Innerhalb eines Jahres war Rainforest Crunch in den Regalen. Es war ein großer Erfolg. Wir erreichten unsere erste Million Umsatz indem wir an 30 Tagen kauften und an 21 verkauften. Das bringt das Adrenalin in Fahrt. Dann hatten wir eine Kreditlinie von viereinhalb Millionen Dollar weil wir an diesem Punkt kreditwürdig waren. Wir hielten 15 bis 20, vielleicht 22 Prozent des internationalen Paranuss-Marktes. Wir bezahlten zwei bis dreimal so viel wie jeder andere. Alle anderen erhöhten den Preis, den sie den Paranuss-Sammlern zahlten weil wir sonst alles gekauft hätten. Ein großartiger Erfolg. 50 Firmen machten mit, 200 Produkte entstanden, die 100 Millionen Dollar erwirtschafteten. Es scheiterte. Warum scheiterte es? Weil die Menschen, die Paranüsse sammelten nicht dieselben Leute waren, die die Wälder abholzten. Und die Menschen, die mit Paranüssen Geld machten, waren nicht dieselben Menschen, die ihr Geld mit dem Abholzen von Wäldern machten. Wir attackierten den falschen Treiber. Wir mussten am Fleisch arbeiten. Wir mussten am Holz arbeiten. Wir mussten am Soja arbeiten – Dinge auf die wir uns nicht konzentrierten.
Also, zurück zum Sudan. I rede oft mit Flüchtlingen: "Warum versteht der Westen nicht, dass Hungersnöte von Richtlinien und Politik ausgelöst werden, und nicht vom Wetter?" Und dieser Bauer sagte mir eines Tages etwas, das sehr tiefsinnig war. Er sagte, "Du kannst eine Person nicht aufwecken, die vorgibt zu schlafen."
Okay. Spulen wir vor. Wir leben auf einem Planeten. Es gibt nur einen davon. Wir müssen endlich begreifen, dass wir keine weiteren [Planeten] haben und das dies ein begrenzter Planet ist. Wir kennen die Grenzen unserer Ressourcen. Wir können sie vielleicht unterschiedlich nutzen. Vielleicht haben wir innovative, neue Ideen. Aber im Prinzip ist das alles, was wir haben. Es gibt nicht mehr davon. Dies ist eine Gleichung, vor der wir nicht davon laufen können. Bevölkerung mal Verbrauch muss in irgendeinem Verhältnis zum Planeten stehen, und im Moment ist es einfach eine "Ungleichung". Unsere Arbeit zeigt, dass wir von etwa 1,3 Planeten leben. Seit 1990 sind wir nicht mehr in einem nachhaltigen Verhältnis mit dem Planeten. Jetzt sind wir bei 1,3. Wenn wir Bauern wären, würden wir unser Saatgut essen. Als Bänker würden wir vom Kapital leben, nicht vom Zins. Hier stehen wir heute. Und viele Menschen zeigen gerne mit dem Finger irgendwo anders hin als der Grund des Problems. Es liegt immer am Bevölkerungswachstum. Bevölkerungswachstum ist wichtig, aber es geht auch darum, wie viel jeder Mensch konsumiert. Wenn also der durchschnittliche Amerikaner 43 mal so viel konsumiert wie der durchschnittliche Afrikaner, müssen wir doch denken, dass Konsum ein Problem ist. Es geht nicht nur um Bevölkerung, und es geht nicht nur um die anderen; es geht um uns. Aber es geht nicht nur um Menschen; es geht um Lebenswandel. Es gibt sehr gute Beweise – auch hier haben wir nicht unbedingt eine wissenschaftlich begutachtete Methodik die fehlerfrei ist – aber es gibt sehr gute Beweise dafür, dass die durchschnittliche Katze in Europa in ihrem Leben eine größere Umweltbilanz hat als ein durchschnittlicher Afrikaner. Glauben Sie, das wird für die Zukunft kein Problem sein? Sie glauben also, dass dies keine Fragen aufwerfen wird, wie wir die Ressourcen der Erde nutzen sollen?
Gehen wir zurück zu unserer Gleichung. Im Jahr 2000 hatten wir sechs Milliarden Menschen auf dem Planeten. Sie konsumierten was sie konsumierten – sagen wir eine Konsum-Einheit für jeden. Wir haben also sechs Milliarden Konsum-Einheiten. 2050 werden wir neun Milliarden Menschen haben – alle Wissenschaftler sind sich einig. Sie alle werden zweimal so viel konsumieren wie heute – auch hier sind sich die Wissenschaftler einig – denn das Einkommen wird in den Entwicklungsländern steigen um etwa das Fünffache von heute – im globalen Durchschnitt etwa [2,9]. Also werden wir 18 Milliarden Konsum-Einheiten haben. Von wem haben Sie in letzter Zeit gehört dass sich die Produktion von Gütern und Dienstleistungen verdreifachen wird? Aber dass sagt uns die Mathematik. Es wird uns nicht möglich sein, dies zu tun. Wir können die Produktivität steigern. Wir können effizienter werden. Aber wir müssen auch unseren Konsum verringern. Wir müssen weniger verbrauchen um mehr zu machen. Und dann müssen wir noch weniger verbrauchen. Und dann müssen wir nochmal weniger verbrauchen. All dies ist Teil dieser Gleichung.
Aber daraus ergibt sich eine fundamentale Frage: Sollten Konsumenten entscheiden können über Nachhaltigkeit, über nachhaltige Produkte? Sollten Sie ein nachhaltiges Produkt kaufen können, das neben einem nicht-nachhaltigen sitzt oder sollten alle Produkte im Regal nachhaltig sein? Wenn auf einem begrenzten Planeten alle [Produkte] nachhaltig sein sollen, wie können wir dies erreichen? Der durchschnittliche Konsument in den USA braucht 1,8 Sekunden. Okay, lassen Sie uns großzügig sein. Sagen wir es sind 3,5 Sekunden in Europa. Wie wertet man all die wissenschaftlichen Daten um ein Produkt aus, Daten die sich wöchentlich ändern, wenn nicht täglich? Wie können wir uns informieren? Wir tun es nicht. Hier ist eine kleine Frage. Im Hinblick auf Treibhausgase, ist Lamm aus Großbritannien besser als Lamm aus Neuseeland, das gefroren nach Großbritannien geliefert wird? Ist eine schlechte Fütterungsautomatik für Rinder besser oder schlechter als ein schlechter Weidebetrieb? Werden organische Kartoffeln tatsächlich mit weniger giftigen Chemikalien hergestellt als normale Kartoffeln? In all diese Fällen lautet die Antwort "Es kommt darauf an." Es kommt darauf an wer es produziert und wie, in jedem einzelnen Fall. Und es gibt viele andere. Wie soll ein Käufer dieses Minenfeld navigieren? Sie tun es nicht. Sie haben vielleicht eine Meinung darüber, aber sie werden nicht besonders gut informiert sein.
Nachhaltigkeit ist zu einem vorwettbewerblichen Problem geworden. Es muss etwas werden, das uns alle interessiert. Und wir brauchen Absprachen. Gruppen müssen zusammenarbeiten, die noch nie zusammen gearbeitet haben. Cargill muss mit Bunge zusammenarbeiten. Coke muss mit Pepsi zusammenarbeiten. Oxford mit Cambridge zusammenarbeiten. Greenpeace muss mit dem WWF zusammenarbeiten. Jeder muss mit jedem zusammenarbeiten – China mit den USA. Wir müssen anfangen, diesen Planeten zu managen, als ob unser Leben davon abhängt, denn das tut es, das tut es wirklich. Aber wir können nicht alles tun. Selbst wenn jeder mit jedem zusammenarbeitet, müssen wir strategisch vorgehen. Wir müssen uns auf das Wo konzentrieren, das Was und das Wer. Also, das Wo: Wir haben auf der Welt 35 Orte identifiziert, die wichtig sind. Dies sind Orte mit der größten Artenvielfalt und die wichtigsten im Hinblick auf Ökosystem-Funktionen. Wir müssen an diesen Orten arbeiten. Wir müssen diese Orten retten, falls wir überhaupt eine Chance haben wollen, die Artenvielfalt wie wir sie kennen, zu erhalten. Wir haben die Bedrohungen für diese Orte untersucht. Es gibt 15 Gebrauchswaren die die größte Bedrohung darstellen für diese Orte wegen Abholzung, Bodenverlust, Wasserverschwendung, Gebrauch von Pestiziden, Überfischung, usw.
Also, wir haben 35 Orte, wir haben 15 Gebrauchswaren, mit wem müssen wir also arbeiten, um die Herstellweise dieser Waren zu verändern? Werden wir mit 6,9 Milliarden Konsumenten arbeiten? Okay, das sind etwa 7.000 Sprachen, 350 wichtige Sprachen, also jede Menge Arbeit. I kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand dies effektiv umsetzen kann. Arbeiten wir also mit 1,5 Milliarden Herstellern? Auch hier, eine entmutigende Aufgabe. Es muss einen besseren Weg geben. 300 bis 500 Firmen kontrollieren 70 oder mehr Prozent des Handels mit jeder dieser Waren, die wir als die wichtigsten identifiziert haben. Wenn wir mit denen arbeiten, wenn wir diese Firmen verändern und die Art, wie sie ihr Geschäft machen, dann wird der Rest automatisch passieren. Also, wir haben unsere 15 Gebrauchswaren. Dies sind neun davon. Wir haben sie nebeneinander aufgestellt, und die Namen der Firmen aufgelistet, die jede dieser Waren herstellt. Und wenn man durch die ersten 25 oder 30 Namen liest, von jeder dieser Waren, dann erkennt man recht schnell, Mann, Cargill hier, Cargill da, Cargill überall. Tatsächlich kommen dieselben Namen immer und immer wieder vor. Also haben wir die Analyse etwas anders gemacht. Wir sagten: Wenn wir die größten hundert Firmen nehmen, welcher Prozentsatz von allen 15 Gebrauchswaren berühren sie, kaufen oder verkaufen sie? Und wir fanden heraus, dass es 25 Prozent sind. Also kontrollieren 100 Firmen 25 Prozent des Handels der 15 wichtigsten Gebrauchswaren auf dem Planeten. Hundert Firmen kann man gut erfassen. Mit hundert Firmen können wir arbeiten.
Warum sind die 25 Prozent so wichtig? Weil wenn diese Firmen nachhaltige Produkte verlangen, sind dies 40 bis 50 Prozent der Produktion. Firmen können Hersteller schneller drängen als Konsumenten. Wenn Firmen danach fragen, können wir die Produktion viel schneller in Schwung bringen als wenn wir darauf warten, dass es die Konsumenten tun. In 40 Jahren hat die Organische Bewegung 0,7 Prozent der weltweiten Lebensmittel erreicht. Wir können nicht so lange warten. Wir haben nicht so viel Zeit. Wir brauchen Veränderung schneller. Auch wenn wir mit einzelnen Firmen arbeiten, wird uns das nicht weit bringen. Wir müssen mit den Industrien arbeiten. Also haben wir Runder-Tisch-Gespräche angefangen, bei denen wir die gesamte Wertschöpfungskette zusammen bringen, von den Herstellern, bis zu den Händlern und Marken. Wir bringen auch die Zivilgesellschaften dazu, Nichtregierungs-Organisationen, wir bringen Forscher und Wissenschaftler mit ein um eine fundierte Diskussion zu führen – manchmal eine "battle royale" – um herauszufinden was die wichtigsten Auswirkungen dieser Produkte sind, wo globale Benchmarks liegen, was eine akzeptable Auswirkung ist, und wir errichten Standards darum. Es ist nicht immer nur Spiel und Spaß.
Bei der Lachszucht haben wir einen Runden Tisch einberufen vor fast sechs Jahren. Acht Stakeholder kamen an den Tisch. Am Ende hatten wir, glaube ich, 60 Prozent der weltweiten Produktion am Tisch und 25 Prozent des Bedarfs. Drei der ursprünglichen Stakeholder waren gerade dabei, einander zu verklagen. Und trotzdem werden wir nächste Woche weltweit geprüfte, überprüfte und zertifizierte Standards für die Lachszucht einführen. Es ist möglich.
Also, was bringt die unterschiedlichen Stakeholder an den Tisch? Risiko und Bedarf. Für die großen Firmen geht es um Reputationsrisiken, aber noch wichtiger, es ist ihnen egal welchen Preis die Gebrauchswaren haben. Wenn sie keine Waren haben, haben sie kein Geschäft. Ihnen geht es um Verfügbarkeit, also ist ihr größtes Risiko, gar kein Produkt zu haben. Für die Hersteller, wenn ein Käufer verlangt, dass etwas in einer bestimmten Art hergestellt wird, das bringt sie an den Tisch. Also ist es die Nachfrage, die sie dazu bringt. Die gute Nachricht ist, dass wir vor zwei Jahren einhundert Firmen identifiziert haben. In den letzten 18 Monaten haben wir Vereinbarungen mit 40 von diesen hundert Firmen unterschrieben, um mit ihnen an ihren Lieferketten zu arbeiten. Und in den nächsten 18 Monaten, werden wir mit 40 weiteren an Vereinbarungen arbeiten, und wir glauben, dass wir diese auch unterschrieben bekommen. Nun, wir bringen also die CEOs dieser 80 Firmen zusammen damit sie die letzten 20 auch noch überzeugen, an den Tisch zu kommen, denn sie mögen die NROs nicht, haben nie mit NROs gearbeitet, sie sind über dies oder das besorgt, aber wir müssen da alle gemeinsam anpacken. Also ziehen wir alle Register. Wir nutzen alles, was wir an Einfluss haben, um sie an den Tisch zu kriegen.
Eine Firma, mit der wir arbeiten, und die angefangen hat – in Trippelschritten vielleicht – aber trotzdem diese Nachhaltigkeits-Reise angefangen hat, ist Cargill. Sie haben Forschungsarbeit finanziert, die zeigt, dass wir in 20 Jahren die weltweite Palmöl-Produktion verdoppeln können ohne einen einzigen Baum zu fällen und all das allein in Borneo, indem man bereits degradiertes Land wiederbepflanzt. Die Studie zeigt, dass der größte Kapitalwert für Palmöl auf degradiertem Land zu finden ist. Sie unternehmen auch eine Studie, um all ihre Palmöl-Zulieferer darauf zu prüfen, ob sie zertifiziert werden könnten und was geändert werden müsste, um von unabhängigen Dritten zertifiziert werden zu können im Rahmen eines erprobten Zertifizierungs-Programms. Warum ist Cargill wichtig? Weil Cargill 20 bis 25 Prozent des weltweiten Palmöls verwendet. Wenn Cargill eine Entscheidung trifft, bewegt sich die gesamte Palmöl-Industrie, oder wenigstens 40 bis 50 Prozent davon. Das ist nicht unerheblich. Und noch wichtiger, Cargill und eine weitere Firma versenden 50 Prozent des Palmöls, das nach China geht. Wir müssen also nicht verändern, wie jede einzige chinesische Firma arbeitet, wenn wir Cargill dazu bringen, nur nachhaltiges Palmöl nach China zu schicken. Es ist ein vorwettbewerbliches Problem. Alles Palmöl, das dorthin geht, ist gut. Kauf es.
Mars ist auf einem ähnlichen Weg. Nun, die meisten Menschen denken, dass Mars eine Schokoladen-Firma ist, aber Mars hat Nachhaltigkeitsversprechen gemacht, nur noch zertifizierte Meeresfrüchte zu kaufen. Wie sich herausstellt, kauft Mars mehr Meeresfrüchte als Walmart, wegen des Tierfutters. Aber sie tun auch sehr interessante Dinge im Bezug auf Schokolade, und es kommt alles aus der Tatsache heraus, dass Mars auch in Zukunft noch im Geschäft sein will. Und was sie erkennen ist, dass sie die Schokoladenherstellung verbessern müssen. Auf einer Plantage, produzieren 20 Prozent der Bäume 80 Prozent der Früchte, also beschäftigt sich Mars mit dem Erbgut, sie entschlüsseln das Erbgut der Kakaopflanze. Sie arbeiten mit IBM und dem USDA [US Landwirtschaftsministerium] zusammen, und sie machen die Ergebnisse öffentlich weil sie wollen, dass jeder Zugang zu den Ergebnissen hat, und weil sie wollen dass alle mithelfen, Kakao produktiver und nachhaltiger zu machen. Was sie verstanden haben ist, dass wenn sie die Eigenschaften für Produktivität und Dürretoleranz identifizieren, können sie 320 Prozent mehr Kakao produzieren, auf 40 Prozent der Fläche. Das restliche Land kann für etwas anderes genutzt werden. Das ist mehr mit weniger und noch weniger. So muss die Zukunft aussehen, und dies öffentlich zu machen ist clever. Sie wollen keine I.P. Firma sein; sie wollen eine Schokoladen-Firma sein, aber sie wollen für immer eine Schokoladen-Firma sein.
Im Moment beschweren sich viele Menschen über die Kosten für Lebensmittel, aber in Wirklichkeit gehen die Kosten für Essen zurück, was seltsam ist, denn tatsächlich bezahlen Konsumenten gar nicht den wahren Preis der Lebensmittel. Wenn man sich nur Wasser anschaut, was wir sehen ist, dass bei vier sehr gängigen Produkten, man schaut sich an wie viel ein Bauer von diesen Produkten herstellt, und dann schaut man, wie viel Wasser in die Produktion geflossen ist, und wie viel der Bauer verdient hat. Wenn man die Menge des Wassers aufteilt auf dass, was der Farmer verdient hat, hat er nicht genug Geld bekommen um einen vernünftigen Preis für das Wasser in diesen Produkten zu bezahlen. Das ist ein externer Effekt per Definition. Dies ist eine Subvention der Natur. Coca-Cola, sie haben viel mit Wasser gearbeitet, aber jetzt gerade gehen sie einen 17-Jahres-Vertrag mit Anbauern in der Türkei ein, Saft nach Europa zu verkaufen, und sie tun dies, weil sie ein Produkt haben wollen, dass näher am europäischen Markt ist. Aber sie kaufen nicht nur den Saft; sie kaufen auch den Kohlenstoff in den Bäumen, um die Kohlenstoff-Kosten der Fracht auszugleichen, die beim Versenden des Produktes nach Europa entstehen. Es gibt Kohlenstoff der mit Zucker gekauft wird, mit Kaffee, mit Rindfleisch. Man nennt dies Bündelung. Es bringt diese externen Effekte zurück in den Preis der Ware.
Wir müssen das, was wir in privaten, freiwilligen Standards gelernt haben, von dem was die besten Produzenten der Welt tun, und müssen es nutzen, um staatliche Regulierung daraus zu machen, damit wir die gesamte Leistungskurve ändern können. Wir können uns nicht nur darauf konzentrieren, die Besten zu finden; wir müssen den Rest auch bewegen.
Das Problem ist nicht das Denken, sondern was man denkt. Diese Firmen haben begonnen, anders zu denken. Sie sind auf einer Reise, bei der es kein Zurück gibt. Wir alle sind auf dieser Reise mit ihnen. Wir müssen anfangen, die Art unseres Denkens zu ändern. Was auch immer auf einem Planeten mit sechs Milliarden nachhaltig war, wird auf einem Planeten mit neun [Milliarden] nicht mehr nachhaltig sein.
You can share this video by copying this HTML to your clipboard and pasting into your blog or web page. This video will play with subtitles.
You either have JavaScript turned off or have an old version of the Adobe Flash Player. To view this rating widget you
need to get the latest Flash player.
If your browser allows only "trusted sites" to execute Javascript, you should add the "googleapis.com" domain to your whitelist to allow our Flash detection to work properly.
Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation.
Jason Clay von WWF sagt, wenn man nur 100 wichtige Firmen überzeugt, nachhaltig zu werden, werden die internationalen Märkte sich so verändern, dass der Planet, dem unser Konsum bereits entwachsen ist, beschützt wird. Hören Sie, wie seine außergewöhnlichen Runder-Tisch-Gespräche große Markenrivalen überzeugen, umweltfreundliche Praktiken einzuführen, und zwar bevor sich ihre Produkte in den Regalen bekämpfen.
Jason Clay is a WWF vice-president who works with big corporations to transform the global markets they operate in, so we can produce more with less land, less water and less pollution. Full bio »
Translated into German by Meike Rapp
Reviewed by Alex Boos
Comments? Please email the translators above.
20:42 Posted: Mar 2009
Views 400,982 | Comments 124
Just follow the guidelines outlined under our Creative Commons license.
This comment will be attributed to . Not ? Sign Out.