Follow TED
Be the first to know about new TEDTalks, TED news and other announcements.
Click on any phrase to play the video from that point.
Die allumfassende Hässlichkeit unserer tagtäglichen Umgebung in den USA ist sichtbar gemachter Verfall. Wir können den Grad der Verzweiflung gar nicht überschätzen, die wir mit Orten wie diesen verursachen. Vor allem möchte ich Sie davon überzeugen, dass wir uns mehr anstrengen müssen, wenn wir das Projekt der Zivilisation in Amerika fortführen wollen. Dies hier übrigens hilft kein bisschen. Niemand hier unten hat deshalb einen angenehmeren Tag.
Es gibt viele Arten, das zu beschreiben, ich für meinen Teil nenne es den "nationalen Auto-Slum". Man kann es auch Zersiedelung nennen. Ich finde, es ist angemessen, es die größte Fehlverteilung von Ressourcen der Weltgeschichte zu nennen. Man kann es auch ein Technose-Externalitäts-Desaster nennen. Es ist wirklich ein Riesenproblem für uns. Das hervorstechende, das wichtigste Problem daran für uns ist, dass dies Orte sind, die nicht schätzenswert sind. Wir werden darauf noch zurückkommen. Ein Sinn für den Ort. Unsere Fähigkeit, Orte zu erschaffen, die signifikant sind, und Orte von Qualität und Charakter, hängt völlig von unserer Fähigkeit ab, den Raum durch Gebäude zu bestimmen und Vokabular, Grammatik, Syntax, Rhythmus und Architekturmuster einzusetzen, um uns darüber Auskunft zu geben, wer wir sind.
Der öffentliche Raum in Amerika hat zwei Aufgaben: Er ist das Zentrum unserer Kultur und unseres städtischen Lebens, und er ist die physische Manifestation des Gemeinwohls. Und wenn man den öffentlichen Raum herabwürdigt, würdigt man automatisch auch die Qualität des städtischen Lebens herab und den Charakter aller Vorgänge des öffentlichen Lebens, die sich dort abspielen. Der öffentliche Bereich nimmt in Amerika meist die Form der Straße an, weil wir nicht die 1000 Jahre alten Vorplätze der Kathedralen und die Marktplätze älterer Kulturen haben. Unsere Fähigkeit, den Raum zu definieren und Orte zu erschaffen, die schätzenswert sind, kommt von einer Kultur, die wir Städtebaukultur nennen. Es ist ein Agglomerat von Wissen, Methoden, Fertigkeiten und Prinzipien, die wir nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Müll geworfen haben. Wir haben beschlossen, sie nicht mehr nötig zu haben, sie nicht mehr zu benutzen. Und folgerichtig können wir das Ergebnis davon überall um uns herum beobachten. Der öffentliche Raum muss nicht nur Auskunft darüber geben, wo wir uns auf der Landkarte befinden, er muss uns auch darüber Auskunft geben, wo wir uns in unserer Kultur befinden. Wo wir herkommen, was wir für Menschen sind, und er muss uns, indem er das leistet, uns einen Blick auf die Zukunft erlauben, um es uns zu ermöglichen, in einer hoffnungsvollen Gegenwart zu leben. Und wenn es eine erschütternde – wenn es eine große Katastrophe wegen der von uns gebauten Orte gibt, wegen der menschlichen Umgebungen, die wir uns in den letzten 50 Jahren gebaut haben, dann ist es die, dass sie uns der Möglichkeit beraubt haben, in einer hoffnungsvollen Gegenwart zu leben.
Die Umgebungen, in denen wir leben, sehen normalerweise wie diese hier aus. Das ist der Asteroidengürtel aus Architekturmüll drei Kilometer nördlich von meiner Heimatstadt. Vergessen wir nicht: Um einen Ort von Charakter und Qualität zu schaffen, muss man in der Lage sein, den Raum zu definieren. Wie also wird das hier gemacht? Wenn man hier auf dem Platz vor Wal-Mart steht und versucht, auf den Target-Laden hier drüben zu schauen, kann man ihn wegen der Erdkrümmung nicht sehen. (Gelächter)¥ So teilt die Natur einem mit, dass man den Raum schlecht gestaltet hat. Logischerweise sind das Orte, an denen niemand gerne ist. Es sind Orte, die nicht schätzenswert sind.
Wir haben heute ungefähr 38.000 Orte in den USA, die nicht schätzenswert sind. Wenn es genug davon gibt, haben wir eine ganze Nation, die nicht schützenswert ist. Ich möchte, dass Sie daran denken, wenn Sie an die jungen Männer und Frauen denken, die in Ländern wie dem Irak sind und ihr Blut im Wüstensand vergießen. Fragen Sie sich: Was ist deren letzte Erinnerung an ihre Heimat? Hoffentlich nicht der Bordstein zwischen "Chuck E. Cheese" und "Target"! Denn das wäre nicht gut genug für einen Amerikaner, um dafür sein Blut zu vergießen. (Applaus) Wir brauchen bessere Orte in diesem Land.
Öffentlicher Raum. Das ist ein guter öffentlicher Raum. Es ist ein schätzenswerter Ort. Er ist gut gestaltet. Er ist ganz deutlich ein öffentliches Außenzimmer. Er besitzt etwas ungeheuer Wichtiges – er hat eine aktive und durchlässige Membran an seinen Rändern. Das ist eine etwas ausgefallene Art um auszudrücken, dass es in ihm Läden, Bars, Bistros, Zielorte gibt – – Bereiche zum Betreten und zum Verlassen. Er ist durchlässig. Das Bier geht rein und wieder raus, die Kellnerinnen gehen rein und raus, und das aktiviert das Zentrum dieses Ortes und macht ihn zu einem Ort, an dem Leute Zeit verbringen wollen. In anderen Kulturen gehen die Menschen freiwillig zu solchen Orten, weil sie ihnen gefallen. Man muss keinen Kunstgewerbemarkt veranstalten, um Leute hierher zu locken. (Gelächter) Man braucht kein Kwanzaa-Festival. Die Leute gehen dorthin, weil es da angenehm ist. Aber wir in den Vereinigten Staaten machen es so wie hier:
Das ist womöglich die größte Fehlkonstruktion eines öffentlichen Platzes in Amerika, entworfen von den damals führenden Architekten Harry Cobb und I. M. Pei – Boston City Hall Plaza. Ein so elender öffentlicher Raum, dass ihn sogar die Obdachlosen meiden. (Gelächter) Wir können nichts daran ändern, weil I. M. Pei noch lebt. Jedes Jahr bilden Harvard und das M. I. T. ein Komitee, um den Schaden zu beheben. Und jedes Mals scheitern sie, weil sie I. M. Peis Gefühle nicht verletzen wollen.
Das ist die andere Seite des Gebäudes. Das war der Gewinner eines internationalen Design-Preises, 1966 oder so. Nicht von Pei und Cobb, eine andere Firma hat das entworfen. Es gibt auf der ganzen Welt nicht genug Prozac, um es jemandem zu ermöglichen, unbeschadet hier entlang zu gehen. Das ist die Rückseite der Boston City Hall, des wichtigsten öffentlichen Gebäudes in Albany – Entschuldigung – in Boston. Was ist die Botschaft, was ist das Vokabular und die Grammatik, die von diesem Gebäude ausgesandt wird, und was sagt es uns über uns selbst?
Es wäre wahrlich ein besseres Gebäude, wenn wir an seiner Seite Mosaik-Porträts von Josef Stalin, Pol Pot, Saddam Hussein und all den anderen großen Despoten des 20. Jahrhunderts anbrächten, denn dann würden wir ehrlich zugeben, was dieses Gebäude wirklich kommuniziert: dass es nämlich ein despotisches Gebäude ist; es möchte, dass wir uns wie Termiten fühlen. (Gelächter) Das ist eine etwas kleinere Ausprägung. Die Rückseite des Gemeindezentrums meiner Stadt, Saratoga Springs, New York. Als ich das Dia ein paar Leuten aus dem örtlichen Kiwanis Club [Geschäftsleuten] zeigte, standen sie alle empört von ihrem Hähnchen mit Rahmspinat auf. (Gelächter) Sie riefen: "Es hat ja auch geregnet, als Sie das Foto gemacht haben!" Das Ganze wurde also lediglich als ein Wetterproblem angesehen. (Gelächter)
Dieses Gebäude ist wie ein DVD-Player gebaut. (Gelächter) Audio-Buchse, Stromzufuhr – Man weiß ja, dass dies wichtige Baujobs für Firmen bedeuten. Wir beauftragen Firmen damit, diese Gebäude zu entwerfen. Sie können genau sehen, was passiert ist, nachts um drei beim Planungs-Meeting. Acht Stunden vor der Deadline, vier Architekten versuchen, dieses Gebäude rechtzeitig hinzubekommen. Sie sitzen da am Konferenztisch mit all den Zeichnungen und Entwürfen, und die Kartons mit chinesischem Essen liegen auf dem Tisch – wie lief wohl das Gespräch zwischen ihnen ab? (Gelächter) Man kann sich denken, was das letzte Wort, der letzte Satz dieses Meetings war. Er war: "Scheiß drauf." (Gelächter) (Applaus)
Und genau das ist die Botschaft dieser Form von Architektur. Die Botschaft lautet: Wir scheißen drauf! Wir scheißen drauf. Ich kehrte am schönsten Tag des Jahres dorthin zurück, nur um – wissen Sie, einfach nur für einen Wirklichkeitstest. Und tatsächlich will nicht mal er hier da lang gehen, weil es hier nicht interessant genug ist für seine Kunden, die Einbrecher und Räuber. Es sind nicht genug Leute für sie da. OK.
Das Muster der US-amerikanischen Hauptstraße, dieses Muster von innerstädtischen Häuserblocks ist auf der ganzen Welt ziemlich ähnlich. Es ist nicht sehr kompliziert – mehrstöckige Gebäude, die bis an den Bürgersteig heranreichen, sodass alle möglichen Leute in das Gebäude hineingehen können. In den oberen Stockwerken finden andere Aktivitäten statt, Wohnungen, Büros und so weiter. Im Erdgeschoss gibt es die Möglichkeit, dieser Aktivität, Shopping genannt, nachzugehen. Das haben sie in Monterey nicht begriffen. Wenn man an die Hauptkreuzung vor diesem Konferenzzentrum tritt, sieht man eine Kreuzung mit vier nackten Wänden an jeder Ecke. Das ist wirklich unglaublich.
So jedenfalls setzt man dort ein innerstädtisches Geschäftsgebäude zusammen. Und das hier passierte in Glens Falls, New York, wo wir es wieder probiert haben, wo es gefehlt hat. Als erstes werden also die Läden ein halbes Stockwerk nach oben versetzt, damit es sportlich wirkt. Das zerstört natürlich die Verbindung zwischen den Geschäften und dem Bürgersteig, wo theoretisch die Fußgänger sind. (Gelächter) Natürlich wird es sie hier nie geben, solange das in diesem Zustand ist. Weil der Zugang zu den Geschäften zerstört ist, wird dann eine Behindertenrampe darauf geklatscht und dann kommt, damit wir uns besser fühlen, ein Natur-Pflaster davor. So machen wir das. Ich nenne sie "Natur-Pflaster", denn man ist in Amerika generell davon überzeugt, dass das Heilmittel für den verstümmelten Urbanismus die Natur ist. Tatsächlich ist das Heilmittel für kaputten und verstümmelten Urbanismus aber guter Urbanismus, gute Gebäude. Nicht einfach nur Blumenbeete, nicht einfach nur eine Karikatur der Sierra Nevada. Das ist einfach nicht gut genug. Wir müssen gute Gebäude bauen.
Die Straßenbäume haben nur folgende vier Aufgaben, nicht mehr: den Fußgängerbereich räumlich anzuzeigen, um die Fußgänger vor den Fahrzeugen auf der Straße zu schützen, den Bürgersteig vom Sonnenlicht abzuschirmen und die Härte der Gebäude abzumildern und bestenfalls eine Decke – eine gewölbte Decke – über der Straße zu bilden. Und das war's. Das sind die vier Aufgaben von Straßenbäumen. Sie sollen keine Karikatur der North Woods sein; sie sollen nicht die Kulisse für den "Letzten Mohikaner" abgeben.
Eines der Probleme des Vorstadtfiaskos ist es nämlich, dass es unser Verständnis für den Unterschied zwischen Land und Stadt zerstört hat, zwischen dem Urbanen und dem Ländlichen. Sie sind nicht ein und dasselbe. Wir lösen die urbanen Probleme nicht, indem wir das Land in die Stadt zerren. Genau das aber versuchen viele von uns ständig. Hier sieht man im Kleinen – das Mutterschiff ist gelandet, R2-D2 und C-3PO haben es verlassen, um die Rindenmulch zu testen, um herauszufinden, ob sie sich auf diesem Planeten ansiedeln können. (Gelächter)
Das kommt hauptsächlich daher, dass die industrielle Stadt in Amerika ein solches Trauma war, dass wir eine große Abneigung gegen das gesamte Konzept der Stadt entwickelt haben, gegen das Stadtleben und alles, was damit zusammenhängt. Was man also schon recht früh, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, beobachten kann, ist die Vorstellung, dass man jetzt ein Gegenmittel für die industrielle Stadt braucht, das Landleben für jedermann. Das beginnt in Form des Eisenbahn-Vororts: die Landvilla an der Eisenbahnstrecke, die den Genuss der Vorzüge der Stadt ermöglicht, genauso wie den nächtlichen Rückzug aufs Land. Und glauben Sie mir, damals gab es dort keine Wal-Marts oder Supermärkte. Es war tatsächlich eine Art Landleben.
Aber natürlich mutierte es während der nächsten 80 Jahre und verwandelte sich in etwas recht Perfides. Es wird zum Zerrbild eines Landhauses in einem Zerrbild der Landschaft. Das ist das große unausgesprochene Elend der Vorstadt und einer der Gründe, warum sie sich angreifbar für Spott macht. Denn sie hat nicht gehalten, was sie seit einem halben Jahrhundert versprochen hat.
Dies hier sind die typischen Behausungen, die man dort vorfindet. Im Grunde ein Haus ohne etwas an den Seiten, denn dieses Haus möchte eindrücklich mitteilen: "Ich bin eine kleine Hütte im Wald. Es gibt nichts links oder rechts von mir. Ich habe an den Seiten keine Augen. Ich kann nichts sehen." Man hat also nur noch eine letzte Fassade am Haus, die Vorderseite, die in Wirklichkeit nur eine Karikatur einer Fassade ist. Denn schauen Sie sich die Veranda hier an. Wenn die Bewohner des Hauses nicht gerade Schlümpfe sind, wird niemand sie benutzen. Das hier ist eigentlich ein Fernseher, der ununterbrochen die Sendung "Wir sind normal" ausstrahlt. Wir sind normal, wir sind normal, wir sind normal, wir sind normal, wir sind normal. Respektiert uns bitte, wir sind normal, wir sind normal, wir sind normal.
Aber wir wissen, was in diesen Häusern vor sich geht. Wir wissen, dass der kleine Skippy hier unten seine Uzi lädt, er bereitet sich auf den Unterricht bei seinem Klassenlehrer vor. (Gelächter) Wir wissen, dass seine 14-jährige Schwester Heather sich hier oben prostituiert, um ihren Drogenkonsum zu finanzieren. Denn diese Orte, diese Behausungen verursachen bei Kindern immens viele Ängste und Depressionen, und die haben nur wenig Erfahrung mit Medikamenten. So nehmen sie oft das erste beste, das sich ihnen anbietet. Das ist nicht gut genug für Amerikaner. Das sind die Schulen, in die wir sie schicken: die Hannibal-Lecter-Gesamtschule, Las Vegas, Nevada. Das ist eine echte Schule! Offensichtlich herrscht hier die Überzeugung, dass die Insassen, wenn man sie herauslässt, sich einen Vorbeifahrenden schnappen und seine Leber verspeisen. Also wird alles getan, um sie im Gebäude zu halten. Wie Sie sehen, ist auch Natur vorhanden. (Gelächter)
Wir werden unser Verhalten ändern müssen, ob wir wollen oder nicht. Wir befinden uns am Anfang einer Ära der Veränderungen und besonders in Amerika wird diese Ära durch das Ende des preiswerten Öls gekennzeichnet sein. Das wird wirklich alles ändern. Chris bat mich darum, nicht zu sehr darauf einzugehen, und das werde ich auch nicht tun. Ich sage nur, dass es keine Wasserstoff- Wirtschaft geben wird. Vergessen Sie's. Das wird nicht klappen. Wir werden stattdessen etwas anderes machen müssen. Wir werden so gut wie alles in diesem Land umstrukturieren müssen, und wir können gar nicht früh genug damit anfangen. Wir werden – (Applaus) – wir werden näher an unserem Arbeitsplatz leben müssen. Wir werden näher beieinander leben müssen. Wir werden mehr Nahrungsmittel in unserer Nähe anbauen müssen. Das Zeitalter des aus 5.000 km Entfernung importierten Kaiser-Salats geht seinem Ende entgegen. Wir werden – wir haben ein Eisenbahnnetz, dessen sich die Bulgaren schämen würden! Das müssen wir besser hinkriegen!
Und wir hätten schon vor drei Tagen damit anfangen müssen. Wir haben Glück, dass es seit 10 Jahren die neuen Urbanisten gibt, die all das Wissen wieder ausgraben, dass von der Generation unserer Eltern nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Müll geworfen wurde. Denn wir werden es brauchen, wenn wir lernen wollen, wie man Städte rekonstruiert. Wir werden uns diesem Erfahrungsschatz an Methoden, Prinzipien und Fertigkeiten wieder zuwenden müssen, um zu lernen, wie man sinnerfüllte Orte gestaltet, Orte von fundamentaler Wichtigkeit, die lebendige Organismen sind in dem Sinne, dass sie alle Organe unseres öffentlichen Lebens enthalten und auf fundamentale Weise zum Einsatz bringen,
sodass die Verhältnisse zwischen den Wohnungen und den Geschäften, den Kultureinrichtungen und den Verwaltungsgebäuden Sinn ergeben. Wir werden wieder lernen müssen, was die einzelnen Bausteine dieser Dinge sind. Die Straße. Der Häuserblock. Wie man einen öffentlichen Raum gestaltet, der zugleich groß und klein ist. Der Hof. Der öffentliche Platz. Und wie man diese Einrichtungen am besten nutzt. Wir können bereits einige erste Ideen erkennen, wie man einige der katastrophalen Bausünden hier in Amerika umstrukturiert. Die toten Einkaufszentren. Was sollen wir mit ihnen machen? Nun, tatsächlich werden es die meisten nicht schaffen. Sie werden nicht umstrukturiert, sie werden die Schrottplätze der Zukunft sein.
Ein paar werden wir aber reparieren, Iindem wir sie nämlich der Straßen- und Häuserblockstruktur anpassen und so zum Baugrundstück als Grundlage der Entwicklung zurückkehren. Und wenn wir Glück haben, werden so die Stadt- und Nachbarschaftszentren in unseren bereits vorhandenen Städten wiederbelebt. Übrigens stehen unsere Städte dort, wo sie eben stehen, und sind dort gewachsen sind, weil sie alle wichtigen Stellen einnehmen. Die meisten von ihnen wird es auch weiterhin geben, obgleich sich ihre Größe vermutlich verringern wird.
Wir haben viel Arbeit vor uns. Die Rettung liegt nicht im Hyper-Car, die Rettung liegt nicht in alternativen Brennstoffen. Keine noch so gewaltige Menge an oder Kombination von alternativen Brennstoffen wird es uns ermöglichen, so weiterzumachen wie bisher. Wir werden alles auf ganz andere Weise tun müssen. Und Amerika ist nicht vorbereitet. Wir schlafwandeln in die Zukunft. Wir sind nicht bereit für das, was uns erwartet. Ich bitte Sie also alles zu tun, was in Ihrer Kraft steht. Das Leben in der Mitte des 21. Jahrhunderts wird ein lokales Leben sein. Seien Sie bereit, gute Nachbarn zu sein. Seien Sie bereit, Tätigkeiten für sich zu finden, die Ihren Nachbarn und Mitbürgern nützen.
Eine letzte Bemerkung – das bereitet mir schon seit Jahren Sorge, aber ich finde, es ist besonders wichtig für dieses Publikum. Bitte, bitte hören Sie auf, von sich als "Konsumenten" zu sprechen. Konsumenten sind etwas anderes als Bürger. Konsumenten haben keine Verpflichtungen und keine Verantwortung für ihre Mitmenschen. Solange Sie das Wort "Konsument" in der öffentlichen Debatte benutzen, werden Sie die Qualität dieser Diskussion herabsetzen. Und wir werden weiterhin ahnungslos in diese schwierige Zukunft, die vor uns liegt, gehen. Vielen Dank. Bitte, machen Sie sich ans Werk und tun Sie Ihr Bestes, um ein Land mit schätzenswerten Orten zu schaffen und eine schützenswerte Nation. (Applaus)
Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation, or join one of these:
Wenn es nach James Howard Kunstler geht, sollten öffentliche Plätze die anregenden Zentren des städtischen Lebens und die physische Manifestation des Gemeinwohls sein. Stattdessen sind die USA seiner Auffassung nach eine Nation von nicht schätzenswerten Orten.
James Howard Kunstler may be the world’s most outspoken critic of suburban sprawl. He believes the end of the fossil fuels era will soon force a return to smaller-scale, agrarian communities -- and an overhaul of the most destructive features of postwar society. Full bio »
Translated into German by Mareike Kaden
Reviewed by Wolf Ruschke
Comments? Please email the translators above.
The public realm in America has two roles: it is the dwelling place of our civilization and our civic life, and it is the physical manifestation of the common good. When you degrade the public realm, you will automatically degrade the quality of your civic life and the character of all the enactments of your public life and communal life that take place there.” (James Howard Kunstler)
03:05 Posted: May 2007
Views 294,213 | Comments 65
14:03 Posted: Jan 2007
Views 225,750 | Comments 52
23:43 Posted: Jun 2007
Views 398,018 | Comments 231
Just follow the guidelines outlined under our Creative Commons license.
This comment will be attributed to . Not ? Sign out.