Wissen Sie, eines der Dinge, die ich zum Anfang sagen möchte, ist, dass ich hier eher zufällig hier bin. Und was ich damit meine - nicht bei TED - dass ich - in meinem Leben so weit gekommen bin, wahrlich, bei meinen Lebensumständen, würde ich wirklich als Zufall bezeichnen. Aber worüber ich heute mit Ihnen sprechen möchte, ist, auf welche Weise wir Technologie vielleicht benutzen können, damit diese Zufälle oft passieren. Denn ich glaube wirklich, wenn ich darauf zurückblicke, wie ich bis zu diesem Punkt gekommen bin, in diesem Zufall spielte Technologie eine wichtige Rolle.
Also möchte ich Ihnen heute ein wenig von mir erzählen, weil ich das, was ich Ihnen erzählen werde, in einen Zusammenhang setzen möchte. Und ich glaube, Sie werden verstehen, warum die zwei größten Passionen in meinem Leben heute Kinder und Bildung sind. Und wenn ich den Zusammenhang hergestellt habe, möchte ich Ihnen ein wenig über Technologie erzählen, weil ich glaube, dass Technologie eine sehr wichtige Voraussetzung, ein sehr mächtiges Werkzeug ist, einigen dieser Herausforderungen zu begegnen. Dann will ich über die Initiative sprechen, die Chris erwähnte, die wir bei AMD gestartet haben und 50x15 nennen. Und danach komme ich zurück zum Anfang und erzähle Ihnen ein wenig mehr - hoffentlich überzeuge ich Sie - darüber, dass ich glaube, dass es in der heutigen Welt wirklich sehr wichtig für Führungskräfte ist, nicht nur eine Idee davon zu haben, was für ihre Firma wichtig ist, sondern auch eine Leidenschaft für etwas zu haben, das bedeutsam ist.
Also, mit diesen Dingen im Hinterkopf, lassen Sie mich zunächst erzählen, dass ich eines von fünf Kindern bin. Ich bin das älteste, die vier anderen sind Frauen. Ich wuchs also in einer Familie von Frauen auf. Ich lernte viel darüber, wie man mit diesem Teil der Welt umgeht. (Gelächter) Und stellen Sie sich dies vor, machen Sie sich ein inneres Bild: Ich wurde in einem sehr kleinen Dorf in Mexiko geboren, in, leider, sehr ärmlichen Verhältnissen, und meine Eltern hatten keine höhere Schulbildung. Aber ich hatte das Glück, eine zu bekommen, und meine Schwestern auch. Das zeigt Ihnen ein kleines bisschen, welchen Wert meine Eltern auf Bildung legten. Meine Eltern waren fanatisch, was das Lernen betraf, und ich werde etwas später darauf zurückkommen.
Aber eines der Dinge, die mich früh mit Lernen in Berührung brachten und schon als Kind eine riesengroße Neugier in mir weckten, war eine Technologie, die hier auf der Leinwand zu sehen ist - das ist eine Victrola. Mein Vater hatte sie auf einem Schrottplatz gefunden, konnte sie reparieren und zum Laufen bringen. Und irgendwie - bis heute weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie er sich so bewusst war, was in der Welt vor sich ging - aber er lud mich ein, mich zu ihm zu setzen, als ich erst wenige Jahre alt war, und spielte Platten von Mozart auf dieser Victrola, und erklärte mir, inwiefern Mozart der romantischste aller klassischen Komponisten war, und "Claire de Lune", eines seiner Lieblingsstücke, machte mich mit klassischer Musik bekannt. Er erklärte mir Johann Strauss und wie er die Walzer komponiert hatte, die so weltberühmt wurden. Und er erzählte mir auch ein wenig über Geschichte, als er die Ouvertüre 1812 von Tschaikowski spielte auf dieser kleinen Victrola, und mir von Russland erzählte und den Dingen, die zu dieser Zeit in Russland geschahen, und warum diese Musik, auf eine Art, einen Teil dieser Geschichte repräsentierte. Und es gelang ihm, obwohl ich erst ein Kind war, Neugierde zu wecken. Und vielleicht sieht dieses Fabrikat für Sie nicht nach Hightech aus, aber stellen Sie sich vor, zu welcher Zeit dies passierte - das war in den vierziger Jahren - in seinen Augen war das ein Stück Hightech.
Also, eines der sehr kritischen Dinge, die Sie versuchen sollten, auch noch aus dieser Erfahrung heraus zu destillieren, ist, die Leute fragen mich und sagen, nun, wie haben dich deine Eltern behandelt, als du ein Kind warst? Und ich sagte immer, dass sie sehr hart mit mir waren. Aber nicht in dem Sinne, in dem die meisten Leute denken, wenn Eltern schreien oder ihre Kinder schlagen oder so. Sie waren streng in dem Sinne, dass, während ich aufwuchs, beide, meine Mutter und Vater, mir immer wieder sagten: "Es ist wirklich wichtig, dass du immer an zwei Dinge denkst. Erstens, wenn du abends ins Bett gehst, musst du auf den Tag zurückschauen und sicherstellen, dass du fühlst, dass dies ein Tag war, an dem du etwas Nützliches getan hast, und dass du alles getan hast, um es bestmöglich zu machen." Und das Zweite, was sie sagten, war: "Und wir vertrauen dir, dass, egal wo du bist und wohin du gehst, du immer das Richtige tun wirst." Jetzt weiß ich nicht, wie viele von Ihnen das jemals mit ihren Kindern gemacht haben, aber wenn Sie es tun, glauben Sie mir, so setzen Sie Ihr Kind am stärksten unter Druck, zu sagen - (Gelächter) - wir vertrauen dir, dass du immer das Richtige tun wirst. Wann immer ich mit meinen Freunden unterwegs ein Bier trank, waren mir diese Worte immer sehr bewusst - (Gelächter)
- und ich war vorsichtig. Eines der Dinge, die mit Technologie geschahen, ist, dass sie natürlich nur hilfreich ist, wenn sie nützlich ist, sie kann aber nur nützlich sein, wenn sie zugänglich ist, und sie kann nur nützlich sein, wenn sie erschwinglich ist. Und in der heutigen Welt ist nützlich, erschwinglich und erreichbar zu sein nicht unbedingt das, was mit vielen Technologien, die es heute gibt, geschieht. Eine unserer Leidenschaften in unserer Firma ist es also, und jetzt eine meiner persönlichen Leidenschaften, im Stande zu sein, richtig hart daran zu arbeiten, Technologien nützlich, erreichbar und erschwinglich zu machen. Und für mich ist das sehr, sehr entscheidend.
Jetzt hat sich Technologie natürlich seit den Victrola-Tagen sehr verändert. Wissen Sie, wir haben heute natürlich unglaublich leistungsstarke Computer. Eine gewaltige Sache, von vielen als Killerapplikation bezeichnet, ist das Internet. Obwohl wir ehrlich gesagt nicht glauben, dass das Internet die Killer-App ist. Wir glauben, dass das Internet eine Verbindung von Menschen und Ideen ist. Das Internet ist einfach zufällig das Medium, in dem diese Leute und Ideen zusammen kommen. Und die Macht, mit der Menschen und Ideen zusammen gebracht werden, kann ziemlich großartig sein. Und so glauben wir, dass durch all die Veränderungen, die passiert sind, dass wir heute unglaublichen Chancen begegnen. Wenn wir Menschen und Ideen enger miteinander verbinden können - und obwohl Sie eine riesige Menge, eine Fülle von Produkten gesehen haben, die auf den Markt gekommen sind, ist der Schlüssel für mich, wie viele dieser Produkte den Menschen brauchbare Anschlussfähigkeit ermöglichen. Zugänglichkeit, auf einfache Art, und Erschwinglichkeit, und das ohne Rücksicht auf den ökonomischen Status der Person, dass sie die Möglichkeit haben, sich diese Technologie zu leisten.
Wenn Sie es so betrachten, sagten wir damals, naja, wir möchten das möglich machen. Wir möchten eine Initiative in Gang setzen. Und vor einigen Jahren, bei AMD, kam uns diese Idee zu sagen, wie wär's, wenn wir diese Initiative lancieren und sie "50 by 15" (dt.: "50 bis 15") nennen, bei der wir uns zum Ziel setzen, dass bis zum Jahr 2015 die Hälfte der Weltbevölkerung über das Internet verbunden ist, damit Menschen und Ideen zusammen kommen können. Wir wussten, dass wir das nicht alleine schaffen konnten, und keinesfalls wollten wir jemals implizieren, AMD könne das alleine. Wir fühlten immer, dass es verwirklicht werden konnte durch Partnerschaften mit Regierungen, der Industrie, Bildungsinstitutionen, einer großen Anzahl anderer Firmen und auch Konkurrenten. Es ist also eine eher hochgegriffene Initiative, wenn Sie es so sehen wollen, aber wir dachten, dass wir die Latte so hoch setzen sollten für die kommenden Jahre, ein Ziel, mutig und kühn genug, um uns alle dazu zu zwingen, über Wege nachzudenken, wie die Dinge anders gemacht werden können. Und ich komme darauf in Kürze zurück, weil ich glaube, dass die Resultate bis jetzt beachtlich sind, und ich kann nur in die Zukunft blicken und mich darüber freuen, was in den nächsten acht Jahren noch passieren wird, während wir der Initiative 2015 näher kommen.
Wo stehen wir heute? Dies ist von Jahr zu Jahr. Es kommt von unseren Freunden bei Gapminder.com. Wer von Ihnen noch nie auf ihre Internetseite geschaut hat, sollte es tun. Es ist wirklich sehr beeindruckend. Und Sie können sehen, wie sich die Internetdurchdringung über die Jahre verändert hat. Und so gaben wir uns diese Wertungsliste, um zu sagen, ok, wo stehen wir im Blick auf unser Ziel Richtung 2015, und was deutlich wird, sind drei Aspekte. Einer ist, dass der Westen, hauptsächlich durch Westeuropa und die Vereinigten Staaten definiert, enorm viele Fortschritte gemacht hat. Die Konnektivität in diesen Teilen der Welt ist wirklich phänomenal und steigt immer noch.
In der Tat glauben wir, dass es machbar ist, 100 Prozent zu erreichen, sogar vor 2015. In anderen Teilen der Schwellenländer, wie zum Beispiel Indien und China, gab es gute Fortschritte - die stabil waren, gut waren. Aber in nicht so entwickelten Gegenden, wie Afrika, Lateinamerika und anderen Regionen dieser Welt, war die Entwicklung eher langsam. Ich habe erst vor kurzem Südafrika besucht. Ich hatte die Gelegenheit, mit Präsident Mbeki zu diskutieren, und eines der Dinge, über die wir redeten, war die Frage, warum das Ziel der verbesserten Konnektivität nicht schneller vorwärts kommt. Und einer der Gründe ist, dass es in Südafrika 100 Dollar pro Monat kostet, eine Breitbandverbindung zu haben. Selbst in den USA ist es unmöglich, zu diesem Preis die Konnektivität zu ermöglichen, die wir erreichen wollen. So redeten wir darüber, wie wir vielleicht zusammenarbeiten könnten, um die Kosten dieser Technologie zu senken. Wenn Sie diese Grafik anschauen, betrachten Sie die allerletzte - es ist eine logarithmische Grafik auf einer horizontalen Skala. Schauen Sie das Ende an: Es ist noch ein weiter Weg bis zu dem Ziel, im Jahr 2015 50 Prozent zu erreichen. Aber wir sind gespannt in unserer Firma, wir sind motiviert. Wir denken wirklich, dass es ein phänomenaler Antrieb für Dinge ist, die uns dazu bringen, vieles anders zu machen, und wir freuen uns, mit so vielen Partnern weltweit zusammenarbeiten zu können, um dieses Ziel zu erreichen.
Nun, etwas, was ich bei 50x15 erklären möchte, weil ich denke, dass es sehr kritisch ist, ist, dass es kein Almosen ist. Es ist tatsächlich ein unternehmerisches Vorhaben. Lassen Sie uns ein kleines Segment nehmen von dieser nicht verbundenen Welt, und es Bildungsmarkt nennen. Wenn sie die Grundschulkinder anschauen, haben wir Abermillionen von Kindern auf der ganzen Welt, die enorm davon profitieren könnten, mit dem Internet verbunden zu sein. Darum sehen wir dies als eine Chance für eine Firma, die die Bedürfnisse dieses Segments adressiert. Und als wir diese Initiative ins Leben riefen, schon ganz am Anfang, sagten wir ganz klar: Dies ist kein Akt der Wohltätigkeit. Wir sehen es als unternehmerisches Vorhaben, eines, das ein sehr anspruchsvolles Marktsegment angeht. Denn was wir in den letzten drei Jahren gelernt haben, ist, dass dieses Marktsegment, ob es Bildung ist oder unterentwickelte Länder, so oder so, es ist ein Segment, das unglaublich hohe Qualität verlangt, unglaublich große Zuverlässigkeit, ausgesprochen niedrige Kosten und Zugang, und viele Anforderungen, die ehrlich gesagt, ohne selbst daran zu arbeiten, sehr schwer zu verstehen sind, und ich werde das in einem Augenblick erklären.
Es ist eine Initiative, die auf einfache, erreichbare, und menschzentrierte Lösungen gerichtet ist. Was wir damit meinen, ist, wissen Sie, der PC wurde 1980 erfunden, grob gesagt, mehr oder weniger, und ungefähr 20 Jahre lang hat er sich nicht verändert. Er ist an den meisten Orten immer noch ein graues oder schwarzes Gehäuse und sieht ähnlich aus. Und ich weiß, dass ich einige meiner Kunden manchmal beleidige, wenn ich das sage, aber ich meine es wirklich, wenn Sie das Namensschild des Computers wegnehmen könnten, wäre es sehr schwer zu sagen, wer ihn gemacht hat, weil sie alle Massenware, aber alle verschieden sind. Es gab bisher also keine menschenfreundlichen Verfahren, dieses Marktsegment anzugehen, deshalb glauben wir wirklich, dass es wichtig ist, daran zu denken.
Es erinnerte mich stark an den Vortrag, den wir heute Morgen hörten, über diese Operationsmaschine, die extra für Afrika entworfen worden ist. Wir reden hier über etwas sehr Ähnliches. Und es muss geosensitiv angegangen werden. Was ich damit meine, ist, dass in einigen Teilen der Welt die Regierung eine Schlüsselrolle spielt bei der Entwicklung von Technologien. In andern Teilen tut sie das nicht. In wieder anderen Teilen der Welt hat man eine Infrastruktur, die Fabrikation ermöglicht, in anderen Gegenden nicht. Und da müssen wir aufmerksam sein, wie diese Technologie entwickelt werden kann, und sie in diesen Regionen umsetzen. Das letzte Puzzleteil, das sehr wichtig ist - und dies ist eine Meinung, die wir nicht mit vielen Leuten teilen; da scheinen wir allein zu stehen - ist, dass wir wirklich glauben, dass der größte Erfolg dieser Initiative durch die Pflege von lokal integrierten, durchgehenden Ökosystemen herbeigeführt werden kann.
Was ich damit meine, lassen Sie mich dieses Beispiel benutzen des Landes Südafrika, weil ich eben erst da war, darum kenne ich mich ein wenig aus mit den Herausforderungen, die sie haben. Es ist ein Land mit 45 Millionen Einwohnern. Es ist ein Schwellenland. Es fängt an, enorm zu wachsen. Sie haben das Ziel, die Kosten von Konnektivität zu senken. Sie haben eine Computerfirma, die Computer in Südafrika baut. Sie entwickeln eine Software-Trainingsumgebung in ihren Universitäten. Was für ein Ort, was für ein idealer Ort, um ein Ökosystem zu kreieren, das Hardware und Software bauen könnte, die in ihren Schulen gebraucht werden. Und zu meiner Überraschung lernte ich in Südafrika, dass sie 18 Dialekte haben, ich dachte immer, sie hätten nur zwei - Englisch und Afrikaans - aber es stellt sich heraus, dass sie 18 Dialekte haben. Und die Bedürfnisse dieses recht komplexen Bildungssystems konnten nur von innen heraus erfüllt werden. Ich glaube nicht, dass dieses Marktsegment angegangen werden kann durch Firmen, die aus anderen Teilen dieser Welt herfliegen und nur Produkte auf den Markt werfen. So glauben wir, dass in diesen Regionen der Welt, in der es eine große Bevölkerung gibt, und eine Infrastruktur, die das Material produzieren kann, dass ein lokales, durchgehendes System sehr kritisch ist für den Erfolg.
Dies hier ist das Bild eines Klassenzimmers, das wir mit Computern ausgerüstet haben, in Mexiko, meinem Heimatland. Dieses Klassenzimmer befindet sich im Staate Michoacan. Für diejenigen unter Ihnen, die Mexiko etwas kennen - Michoacan ist ein sehr farbenfroher Staat. Die Kinder tragen sehr farbige, farbenfrohe Kleider, und es ist unglaublich zu sehen, welche Macht dies in den Händen der Kinder hat, in einem Computer. Und ich muss ihnen sagen, dass es einfach ist, die Wirkung anzuerkennen, die der Zugang zu Technologien und Konnektivität auf das Leben und die Erziehung dieser Kinder hat. Wir haben erst kürzlich ein Lernlabor eröffnet in einer Schule in West Cape in Südafrika, einer Schule, die Nelson Mandela Schule heißt, und wenn Sie die Gesichter sehen und was diese Kinder machen, die Zugang haben zu Computern, ist es einfach phänomenal. Und kürzlich schrieben sie uns Briefe, und erzählten, wie begeistert sie sind über die Auswirkungen, die dies auf ihr Leben hatte, auf ihre Ausbildungsträume, auf ihre Fähigkeiten, und es ist einfach phänomenal.
Wir haben jetzt 30 verschiedene Technologen ausgesandt in 18 verschiedene Länder, und wir waren im Stande, Millionen von Menschen zu verbinden, im Bemühen darum, weiterhin zu lernen, was dieses besondere Marktsegment braucht und verlangt. Und ich muss Ihnen sagen, dass, obwohl "Millionen" nicht nach viel klingt verglichen mit den Milliarden, die noch verbunden werden müssen, ist es doch ein Anfang. Und wir lernen sehr viel. Und wir lernen sehr viel darüber, was dieses Segment braucht, um effektiv sein zu können.
Ein Beispiel davon ist das Projekt "One Laptop Per Child" (dt.: "Ein Laptop pro Kind"). Einige von Ihnen kennen es. Es ist eine Partnerschaft zwischen MIT und einer Gruppe von Firmen - Google ist dabei, Red Hat - und AMD ist der Hauptakteur. Die Elektronik hinter "One Laptop Per Child" basiert auf AMD Technologie - es ist ein Mikroprozessor. Aber damit Sie sich eine Idee machen können, wie kreativ dieses Leute sein können, eine der Aufgaben des Projekts "One Laptop Per Child" war es, eine Batterielebensdauer von 10 Stunden zu erreichen. Denn man fand, dass ein Schultag mindestens acht Stunden dauerte, und wollte, dass das Kind den Laptop mindestens einen ganzen Tag benutzen könnte, ohne ihn aufladen zu müssen. Die Ingenieure erreichten eine phänomenale Menge von Innovation in diesem Punkt, und die Lebensdauer der Batterie in diesem Produkt ist jetzt 15 Stunden - nur durch viel innovative Arbeit, die die Leute leisteten, weil sie engagiert und motiviert sind, dies erreichen zu wollen. Wir erwarten, dass dies gegen Ende des Jahres entwickelt sein wird, und wir sind sehr gespannt über die Möglichkeiten, die uns dies bringt im Bildungssektor. Es ist ein stark fokussiertes Produkt und ausschließlich für den Bildungsmarkt. Nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in bereits entwickelten Regionen, denn es gibt in den USA Gegenden, in denen dies große Auswirkungen haben kann, damit Bildung mehr Spaß macht und effizienter ist.
Wir haben uns auch mit TED zusammengeschlossen in diesem Projekt, mit "Architecture for Humanity" (dt.: Architektur für die Menschlichkeit) und mit dem TED-Preisgewinner Cameron Sinclair schrieben wir einen Wettbewerb aus für die Architekturwelt, um das beste Computerlabor für ein Schwellenland zu entwerfen. Und wir finden es fantastisch, dass wir die Möglichkeit haben, ein Teil hiervon zu sein, und können es nicht erwarten zu sehen, was aus diesem tollen, spannenden Projekt wird.
Lassen Sie mich zum Anfang zurückkehren, um diese Präsentation zu einem Ende zu bringen. Ich sage Ihnen, dass eines der Dinge, die ich als wirklich kritisch erachte für uns in der Industrie, in der Geschäftswelt, darin besteht, fähig zu sein, leidenschaftlich diese Probleme zu lösen. Ich glaube nicht, dass es genug ist, sie in eine Tabelle zu schreiben und die Zahlen zu betrachten und zu sagen, ja, das ist ein gutes Geschäft. Ich glaube wirklich, dass man dafür eine Leidenschaft haben muss.
Und etwas, das ich auch von meinen Eltern lernte, und ich werde Ihnen eine kleine Anekdote erzählen, besonders von meinem Vater. Und ich brauchte eine Weile, um sie zu verstehen, aber er sagte zu mir, als ich an die Uni ging: "Du bist der Erste in der Familie, der an die Uni geht, und es ist wirklich wichtig, dass du verstehst, dass, wenn die Zivilisation weiter kommen soll, jede Generation besser sein muss als die vorangegangene. Und darum ist dies deine Gelegenheit, besser zu werden als meine Generation." Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich damals verstand, was er mir erklärte. Ich wollte nur so rasch wie möglich an die Uni, Mädchen finden und studieren und mehr Mädchen und mehr studieren, aber dann war ich fertig mit dem Studium. Ich bekam mein Diplom und entschloss mich zu heiraten. Und an meinem Hochzeitstag kam mein Vater zu mir und sagte wieder: "Weißt du, ich erinnere dich wieder daran, dass jede Generation es besser machen muss als die vorherige. Und du musst ein besserer Ehemann sein als ich, weil du so Fortschritte machst." Und langsam begann das, was er sagte, Sinn zu machen. Weil ich wusste, welch guter Ehemann er war, und wieder setzte er mich unter Druck, wie er es gemacht hatte, als ich ein kleiner Junge war. Und einige Jahre später kam mein Kind zur Welt, mein erstes Kind, und wieder kommt mein Vater ins Krankenhaus, und wir schauen durch das Glas und sehen all die Kinder auf der anderen Seite, und er sagte: "Ich muss dich wieder daran erinnern, dass du, damit jede Generation besser wird, ein besserer Vater werden musst als ich." Da dämmerte mir, welch riesige Aufgabe er mir zuwies, denn er war ein toller Vater. Aber das Wichtigste ist, dass er mir die Passion einflößte, jeden Morgen aufzustehen und besser sein zu wollen. Wirklich aufzustehen und zu denken, dass meine Aufgabe in diesem Leben nicht nur darin besteht, Chef einer der 500 umsatzstärksten Firmen zu sein. Es muss so sein, dass ich eines Tages zurückblicken kann und diese Welt wirklich besser ist, durch einen kleinen Beitrag, den vielleicht jeder von uns leisten kann. Vielen Dank. (Applaus)
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Hector Ruiz, Direktor von AMD, will den Internetzugang für alle. In seinem Vortrag erzählt er von seinem außerordentlichen Leben und beschreibt AMDs 50x15 Initiative, die bis 2015 der Hälfte der Weltbevölkerung einen Internetzugang ermöglichen will.
The executive chairman of AMD, Hector Ruiz is devoted to his company's 50x15 initiative, which seeks to give 50 percent of the world's population access to the internet by 2015. Full bio »
Translated into German by Susi Tuerler
Reviewed by Jessica Klab
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16:40 Posted: Jun 2008
Views 234,438 | Comments 38
15:52 Posted: Oct 2006
Views 224,912 | Comments 62
27:52 Posted: Oct 2006
Views 337,179 | Comments 106
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