Wir erleben derzeit einen erstaunlichen und beispiellosen Moment, an dem sich die Kräfteverhältnisse zwischen Männern und Frauen sehr schnell verschieben. Und in vielen jener Bereiche, die besonders wichtig sind, übernehmen Frauen tatsächlich die absolute Kontrolle. Als meine Mutter jung war, ging sie nicht zum College. Nicht viele Frauen gingen. Und heutzutage kommen auf je zwei Männer mit einem College-Abschluss drei Frauen. Dieses Jahr stellten Frauen zum ersten Mal die Mehrheit der amerikanischen Arbeitnehmerschaft. Und sie beginnen, in vielen Berufen zu dominieren -- Ärztinnen, Anwältinnen, Bankerinnen, Buchhalterinnen. Mehr als 50 Prozent der Manager heutzutage sind Frauen. Und von den 15 Berufen, denen das größte Wachstum im nächsten Jahrzehnt vorausgesagt wird, werden nur zwei nicht von Frauen dominiert. Die globale Wirtschaft ist also ein Bereich, in dem Frauen erfolgreicher sind als Männer, ob Sie es glauben oder nicht, und diese wirtschaftlichen Veränderungen werden sehr schnell unsere Kultur beeinflussen -- wie unsere romantischen Komödien gestaltet sind, wie unsere Ehen sind, wie wir unsere Partner suchen, und wie unsere neuen Superhelden aussehen.
Eine lange Zeit war dies das dominierende amerikanische Männlichkeitsbild -- hart, grob, seine Umgebung kontrollierend. Vor ein paar Jahren wurde der Marlboro-Mann in Rente geschickt und von diesem viel weniger eindruckvollen Exemplar ersetzt, das eine Parodie der amerikanischen Männlichkeit ist. Und das ist, was wir heute in unserer Werbung haben. Die Formulierung erstgeborener Sohn ist so tief in unserem Bewusstsein verwurzelt, dass mich schon diese Statistik geschockt hat. In amerikanischen Fruchtbarkeitskliniken verlangen 75 Prozent Mädchen und nicht Jungen. Und in Gegenden, wo man es nicht erwartet, wie z.B. Süd-Korea, Indien und China, beginnen die stark patriarchalisch geprägten Gesellschaften ein wenig aufzubrechen, und Familien bevorzugen nicht länger in starkem Maße erstgeborene Söhne.
Wenn Sie darüber nachdenken und einfach offen sind für diese Möglichkeit, und beginnen, diese Punkte zu verbinden, sehen Sie überall Beweise. Sie können es an den Quoten der Hochschulabschlüsse sehen, an den Job-Prognosen, an unseren Ehestatistiken, Sie können es an den Wahlen in Island sehen, von denen Sie später hören werden, und Sie können es an den Umfragen in Süd-Korea in Sachen Sohnpräferenz sehen, dass etwas Erstaunliches und Beispielloses für Frauen passiert. Sicherlich ist es nicht das erste Mal, dass wir große Fortschritte für Frauen hatten. Die 20er und die 60er kommen einem in den Sinn. Doch der Unterschied ist, dass es damals von einer sehr leidenschaftlichen feministischen Bewegung angetrieben wurde, die versuchte, ihre eigenen Bedürfnisse zu projezieren, während es dieses Mail nicht um Leidenschaft geht, und es ist nicht irgendeine Art von Bewegung. Hier geht es wirklich nur um die Fakten des wirtschaftlichen Moments, in dem wir leben. Die 200.000-jährige Periode, in der Männer die Platzhirsche waren, neigt sich sage und schreibe tatsächlich dem Ende zu, und deswegen rede ich vom Ende der Männer.
Nun, all Sie Männer hier, dies ist nicht der Moment, an dem Sie abschalten oder ein paar Tomaten werfen, denn die Sache ist, dass dies uns allen widerfährt. Ich selbst habe einen Ehemann, und einen Vater, und zwei Söhne, die ich von Herzen liebe. Und deswegen möchte ich darüber reden, denn wenn wir es nicht anerkennen, wird diese Verwandlung sehr schmerzhaft sein. Aber wenn wir davon Kenntnis nehmen, dann wird es meiner Meinung nach viel geschmeidiger ablaufen. Vor gut eineinhalb Jahren fing ich an, darüber nachzudenken. Wie alle anderen las ich Schlagzeilen über die Rezession, und ich begann, ein bestimmtes Muster zu erkennen -- dass die Rezession Männer viel stärker traf als Frauen. Und ich erinnerte mich, dass ich vor ungefähr 10 Jahren ein Buch von Susan Faludi gelesen habe, das "Stiffed: The Betrayal of the American Man" heißt, und in dem sie beschreibt, wie sehr die Rezession Männer getroffen hatte. Und ich begann darüber nachzudenken, ob es in dieser Rezession noch schlimmer geworden ist. Und ich stellte fest, dass dieses Mal zwei Aspekte anders waren. Der erste war, dass es nicht länger diese zeitlich begrenzten Schläge gab, die die Rezession Männern verpasste -- dass dies eine tiefer zugrunde liegende Verschiebung der globalen Wirtschaft wiederspiegelte. Und zweitens, dass die Geschichte nicht länger nur über die Krise der Männer war, sondern genauso darüber, was den Frauen widerfuhr.
Schauen Sie sich nun die zweite Folge von Folien an. Die sind Schlagzeilen darüber, was mit Frauen in den nächsten Jahren passieren wird. Das sind Sachen, die wir uns vor ein paar Jahren nicht hätten vorstellen können. Frauen, die Mehrheit am Arbeitsplatz. Und Arbeitsstatistiken: Managerpositionen sind mehrheitlich von Frauen besetzt. Der zweite Typ von Schlagzeilen: Sie können erkennen, dass Familien und Ehen anfangen, sich zu verändern. Und sehen Sie die letzte Schlagzeile: Junge Frauen verdienen mehr als junge Männer. Diese spezielle Schlagzeile habe ich von einem Marktforschungsunternehmen. Das ist im Prinzip von einem Kunden gefragt worden, wer in Zukunft in einem bestimmten Stadtteil die Häuser kaufen wird. Und sie erwarteten, dass es junge Familien sein würden, oder junge Männer, so wie es immer schon war. Aber tatsächlich fanden sie etwas Überraschendes heraus. Es waren allein stehende junge Frauen, die mehrheitlich die Häuser in dem Stadtteil kauften. Und weil sie von diesem Ergebnis fasziniert waren, entschieden sie sich dazu, eine landesweite Untersuchung durchzuführen. Sie breiteten also alle Unfragedaten aus, und das, was sie entdeckten -- für die Typen ein Schockerlebnis -- war, dass in 1997 von 2.000 Gemeinden Frauen, junge Frauen, mehr Geld verdienten als junge Männer. Hier haben wir also eine Generation junger Frauen, die mit dem Bewusstsein aufwachsen, leistungsstärkere Erwerbstätige zu sein als die jungen Männer um sie herum.
Tja, jetzt habe ich Ihnen die Situation dargestellt, aber ich habe immer noch nicht erklärt, warum das passiert. Und in einem Augenblick werde ich Ihnen eine Grafik zeigen, und was Sie in der Grafik sehen werden -- es beginnt im Jahr 1973, gerade eben, bevor die Frauen beginnen, den Arbeitsmarkt zu überfluten, und es geht weiter bis zum heutigen Tag. Und was sie im Prinzip sehen werden, ist, was Ökonome als Polarisation der Wirtschaft bezeichnen. Was soll das bedeuten? Das bedeutet, dass sich die Wirtschaft aufteilt in hoch qualifizierte, gut bezahlte Jobs und gering qualifizierte, schlecht bezahlte Jobs -- und dann dazwischen, die durchschnittlich qualifizierten Jobs, und die durchschnittlich bezahlten Jobs beginnen, aus der Wirtschaft zu verschwinden. Das passiert nun seit 40 Jahren. Aber diese Entwicklung betrifft Männer ganz andes als sie Frauen betrifft. Sie werden die Frauen in rot und die Männer in blau sehen. Und sie werden sehen, wie beide aus der Mittelklasse ausscheiden, aber sehen sie, was mit den Frauen passiert, und was mit den Männern. Los gehts. Beobachten Sie dies. Sie sehen, beide scheiden aus der Mittelklasse aus. Sehen sie, was mit den Frauen passiert. Sehen Sie, was mit den Männern passiert. Die Männer stagnieren hier irgendwie, während die Frauen in diese hoch qualifizierten Jobs hochzoomen. Was ist hier also los? Es sieht aus, als ob die Frauen einen Energieschub in einem Videospiel erhalten hätten, oder als ob sie ein geheimes Serum mit ihren Antibabypillen eingesogen hätten, das sie nach oben schießen lässt. Aber natürlich liegt es nicht daran.
Woran es liegt, ist, dass sich die Wirtschaft stark verändert hat. Wir hatten lange Zeit eine Fertigungsindustrie, die Waren und Produkte hergestellt hat, und nun haben wir eine Service-Industrie und eine Informations- und Kreativindustrie. Diese zwei Industrien erfordern völlig andersartige Fähigkeiten. Und wie sich herausstellt, sind Frauen viel besser darin gewesen, sich diese neuen Fähigkeiten anzueignen als Männer. Es war einst so, dass da ein Typ war, der zur Schule gegangen war, ohne Hochschulabschluss, aber er besaß bestimmte Fähigkeiten, und mit Hilfe der Gewerkschaft, konnte er ein prima Mittelklasseleben führen. Aber so gehts heute nicht mehr. Diese neue Wirtschaft ist recht ignorant gegenüber Größe und Kraft, was den Männern all die Jahre über geholfen hat. Was die Wirtschaft jetzt verlangt, sind komplett andere Fähigkeiten. Man benötigt grundsätzlich Intelligenz, man benötigt die Fähigkeit, still zu sitzen und sich zu konzentrieren, offen zu kommunizieren, Menschen zuzuhören und an einem Arbeitsplatz zu agieren, der viel fließender ist als zuvor. Und diese Dinge können Frauen extrem gut, wie wir sehen.
Wenn Sie sich heutzutage Managementtheorien ansehen, es war einmal so, dass unsere ideale Führungspersönlichkeit sich so anhörte wie General Patton, nicht wahr? Man gab Anweisung von oben. Man war sehr hierarchisch. Man sagte allen Untergebenen, was sie tun sollten. Aber so ist die ideale Führungspersönlichkeit von heute nicht. Wenn Sie heutzutage Managementbücher lesen, ist eine Führungspersönlichkeit eine Person, die Kreativität pflegen kann, die seine -- die die Angestellten dazu bringt -- sehen Sie, ich sage immernoch "seine" -- die die Angestellten dazu bringt, miteinander zu reden, die im Prinzip Teams aufbauen kann und sie dazu bringt, kreativ zu sein. Und dies sind alles Dinge, die Frauen sehr gut machen.
Und hinzu kommt noch, dass dies eine Art kaskadenförmigen Effekt verursacht. Frauen steigen an der Spitze in den Arbeitsmarkt ein, und dann in der Arbeiterklasse, all die neuen Jobs, die geschaffen werden, sind Jobs, die Ehefrauen früher umsonst daheim erledigt haben. Zum Beispiel Kinderversorgung, Altenpflege und Küchenarbeiten. All die Jobs, die jetzt also an Zahl zunehmen, sind jene Jobs, die Frauen eher machen. Nun wird es eines Tages vielleicht soweit sein, dass Mütter einen arbeitslosen, mittelalten ehemaligen Stahlarbeiter anstellen, um auf die Kinder aufzupassen, und das wäre gut für die Männer, aber das ist noch nicht wirklich passiert.
Um zu sehen, was passieren wird, können Sie nicht einfach die heutige Arbeiterschaft betrachten, Sie müssen die zukünftige Arbeiterschaft betrachten. Und da ist die Geschichte ziemlich einfach. Frauen bekommen Hochschulabschlüsse schneller als Männer. Warum? Das ist ein echtes Mysterium. Man hat Männer gefragt, warum sie nicht einfach ans College zurückgehen, zum Community College, ja, um sich neu auszurüsten, um ein paar neue Fähigkeiten zu erlernen. Nun, es stellt sich heraus, dass sie sich dabei sehr unwohl fühlen. Sie sind daran gewöhnt, sich als Versorger zu sehen, und sie können scheinbar kein soziales Netzwerk aufbauen, dass ihnen durchs College hilft. Aufgrund einiger Gründe gehen Männer einfach nicht ans College zurück. Und was noch verstörender ist, ist, was mit jüngeren Knaben passiert. Seit rund 10 Jahren wird etwas erforscht, was man die "Jungen-Krise" nennt. Die Jungen-Krise ist die Beobachtung, dass sehr junge Knaben, warum auch immer, schlechter in der Schule sind als sehr junge Mädchen. Und Leute haben dazu Theorien. Kann es sein, dass wir ein unglaublich verbales Curriculum haben, und kleine Mädchen darin besser sind als kleine Jungs? Oder dass wir von Kindern verlangen, zu lange still zu sitzen, und Jungs sich so zu Beginn als Versager fühlen? Und manche Leute sagen, es liegt daran, dass Jungs im 9. Schuljahr beginnen, von der Schule abzugehen. Weil ich über all das ein Buch schreibe, recherchiere ich dazu immernoch, und habe deswegen keine Antwort. Aber in der Zwischenzeit werde ich mich an die internationale Erziehungsexpertin wenden, die meine 10 jährige Tochter Noah ist, um darüber zu sprechen, warum die Jungs in ihrer Klasse schlechter sind.
(Video) Noah: Natürlich sind die Mädchen klüger. Ich meine, sie haben ein viel umfangreicheres Vokabular. Sie lernen viel schneller. Sie sind kontrollierter. An der Tafel jene, die morgen die Pause verlieren -- nur Jungs.
Hanna Rosin: Und warum ist das so?
Noah: Warum? Sie hörten einfach im Unterricht nicht zu, während die Mädchen dort brav gesessen haben.
HR: Da haben wir es also. Diese ganze These wurde mir klar, als ich ein College in Kansas City besuchte -- ein Arbeiterklassen-College. Als ich auf dem College war, hatte ich auf jeden Fall bestimmte Erwartungen an mein Leben -- dass sowohl mein Mann als auch ich arbeiten würden, und dass wir unsere Kinder gemeinsam aufziehen würden. Aber diese College-Mädchen hatten ein komplett anderes Konzept von ihrer Zukunft. Was sie mir im Grunde genommen sagten, war, dass sie 18 Stunden arbeiten würden, dass ihr Ehemann vielleicht einen Job hätte, aber das er höchstwahrscheinlich zu Hause auf die Kinder aufpassen würde. Und das war für mich ein Schocker. Und dann gab es von einem der Mädchen mein liebstes Zitat: "Männer sind die neuen Fußfesseln."
Jetzt lachen Sie, aber das Zitat hats in sich, richtig? Und ich denke, der Grund, warum es es in sich hat, ist, dass tausende Jahre Geschichte sich selbst nicht umdrehen ohne viel Schmerzen. Und deswegen rede ich darüber, dass wir alle gemeinsam dadurch gehen. In der Nacht, nachdem ich die College-Mädchen gesprochen hatte, ging ich auch in eine Männergruppe in Kansas. Und die Anwesenden waren genau jene Opfer der Fertigungsindustrie, über die ich bereits zuvor gesprochen habe. Sie waren Männer, die einmal Vertragsarbeiter waren, oder welche, die einmal Häuser gebaut haben, und sie haben nach dem Häuserboom ihre Jobs verloren, und sie waren in der Gruppe, weil sie es nicht schafften, den Unterhalt fürs Kind zu zahlen. Und der Gruppenleiter dort erklärte ihnen all die Gründe, warum sie ihre Identität in dieser neuen Zeit verloren haben. Er sagte ihnen, sie hätten nicht länger irgendeine moralische Autorität, dass sie niemand als emotionale Unterstützung mehr bräuchte, und sie seien nicht wirklich die Versorger. Wer waren sie also? Und das war für sie sehr entmutigend. Und dann schrieb er an die Tafel $85.000 und sagte "Das ist ihr Gehalt". Und dann schrieb er $12.000. "Das ist euer Gehalt. Wer ist also jetzt der Mann?", fragte er sie. "Wer verdammt nochmal ist der Mann? Sie ist jetzt der Mann." Und das ließ die Anwesenden erschaudern. Und dies ist teilweise der Grund, warum ich darüber reden möchte, denn ich denke, es kann sehr schmerzhaft sein, und wir müssen es wirklich lösen.
Und der andere Grund, warum es irgendwie dringend ist, ist, weil es nicht nur in den USA passiert. Es passiert überall auf der Welt. In Indien lernen arme Frauen schneller Englisch als ihre männlichen Pendants, um die neuen Call-Center zu besetzen, die in Indien entstehen. In China werden viele private Unternehmen gegründet, weil Frauen Geschäfte starten, kleine Geschäfte, schneller als Männer. Und dies ist mein liebstes Beispiel, aus Süd-Korea. Über mehrere Jahrzehnte baute Süd-Korea eine der patriarchalischsten Gesellschaften auf, die wir kennen. Sie haben im Grunde genommen den Zweite-Klasse-Status von Frauen im Zivilgesetz verankert. Und wenn Frauen versagten und keine männlichen Kinder gebärten, wurden sie im Prinzip wie Haussklaven behandelt. Und manchmal würden Frauen die Geister anbeten, die Tochter zu töten, damit sie einen Sohn haben könnten. Aber im Laufe der 70ern und 80ern beschloss die Regierung von Süd-Korea eine rasante Industrialisierung, und was sie dann tat, war, Frauen in die Arbeitnehmerschaft zu drängen. Sie fragen jetzt seit 1985 eine Frage: "Wie sehr bevorzugen Sie einen männlichen Stammhalter?" Und schauen Sie sich jetzt diese Grafik an. Die geht von 1985 bis 2003. Wie sehr bevorzugen Sie einen männlichen Stammhalter?
Sie können also sehen, dass diese wirtschaftlichen Veränderungen wirklich einen starken Effekt auf unsere Kultur haben. Da wir diese Informationen noch nicht vollkommen verarbeitet haben, kommen sie zurück zu uns in Form von Popkultur, in dieser merkwürdigen und übertriebenen Art, wo Sie sehen können, dass sich Stereotype verändern. Und so haben wir die männliche Seite, die einer meiner Kollegen gerne das Auftauchen der "Omega-Männer" nennt, die Loser sind, die mit Romantik nicht zurecht kommen und keinen Job finden. Und sie tauchen in den unterschiedlichsten Formen auf. Da haben wir die ewige Adoleszenz. Wir haben den unsympathischen Misanthropen. Dann haben wir unseren "Bud Light"-Typen, der ein glücklicher Stubenhocker ist. Und dann dieser Schocker: Selbst Amerikas "most sexiest man alive", der attraktivste lebende Mann, wird heutzutage in einem Film in Sachen Romantik über den Tisch gezogen. Und auf der weiblichen Seite haben wir das Gegenteil, also die verrückten Superheldinnen. Es gibt Lady Gaga. Es gibt den neuen James Bond, alias Angelina Jolie. Und das gilt nicht nur für die jungen, richtig? Sogar Helen Mirren kann heutzutage eine Waffe halten. Und so scheint es, als ob wir hier eine Bewegung von diesem Ort der vollkommen übertriebenen Bilder zu etwas haben, das ein bisschen normaler ist.
Wir haben ja lange Zeit in Wirtschaftszusammenhängen den Begriff der gläsernen Decke gehabt. Ich habe ehrlich gesagt den Begriff nie gemocht. Einerseits stellt er Männer und Frauen in eine wirklich antagonistische Beziehung zueinander, weil die Männer jene hinterhältigen Betrüger dort oben sind, die die gläserne Decke eingezogen haben. Und wir sind immer unter der gläsernen Decke, die Frauen. Und wir verfügen über sehr viel Fähigkeiten und Erfahrungen, aber es ist ein Trick, wie soll man sich also darauf vorbereiten, durch die gläserne Decke zu kommen. Und die gläserne Decke zu zerschmettern ist eine schreckliche Formulierung. Welcher Verrückte würde seinen Kopf durch eine gläserne Decke stecken?
Das Bild, an das ich gerne denke anstatt einer gläsernen Decke ist eine hohe Brücke. Es ist sicherlich beängstigend, am Fuß einer hohen Brücke zu stehen, aber es ist auch ziemlich anregend, denn es ist dort oben wunderschön, und Sie sehen eine wunderschöne Szenerie. Und das Gute ist, dass es keinen Trick gibt wie mit der gläsernen Decke. Es gibt keinen Mann oder keine Frau, die in der MItte steht und dabei ist, die Kabel zu kappen. Es gibt kein Loch in der MItte, durch das Sie fallen könnten. Und das Beste ist, dass Sie jeden mit sich mit nehmen können. Sie können Ihren Ehemann mitbringen. Sie können Ihre Freunde oder Ihre Kollegen mitbringen, oder Ihr Babysitter kann mit Ihnen gehen. Und Ehemänner können ihre Frauen hinüberziehen, wenn sie sich noch nicht bereit fühlen. Aber die Sache mit der hohen Brücke ist, dass Sie das Selbstbewusstsein haben müssen, um zu wissen, dass Sie es verdienen, auf dieser Brücke zu sein, dass Sie alle notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen haben, um über diese hohe Brücke zu gehen, aber Sie einfach nur die Entscheidung treffen müssen, den ersten Schritt zu tun, und ihn tun.
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Hanna Rosin diskutiert erstaunliche Daten, die zeigen, dass Frauen in der Tat Männer in verschiedenen wichtigen Bereichen überholen, wie die Zahl der Hochschulabschlüsse. Signalisieren diese Entwicklungen in den USA und auch weltweit "das Ende der Männer"? Wahrscheinlich nicht -- aber sie weisen auf eine wichtige gesellschaftliche Verschiebung hin, die es wert ist, diskutiert zu werden.
Hanna Rosin isn’t afraid to shine a skeptical spotlight on people’s cherished ideals, whether it’s politically correct dogma or the conservative Christian agenda. Full bio »
Translated into German by Sandra Holtermann
Reviewed by Alex Boos
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09:45 Posted: Dec 2010
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