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Vielen Dank! Es ist wirklich eine große Ehre für mich, meinen letzten Tag als Teenager hier verbringen zu dürfen. Heute möchte ich zu Ihnen über die Zukunft sprechen, aber zunächst ein wenig über die Vergangenheit erzählen. Meine Geschichte beginnt lange vor meiner Geburt. Meine Großmutter befand sich in einem Zug nach Auschwitz, dem Todeslager. Und sie fuhr auf den Gleisen, und die Gleise teilten sich. Und irgendwie - wir kennen die ganze Geschichte nicht genau - aber der Zug nahm das falsche Gleis und fuhr in ein Arbeitslager anstatt in das Todeslager. Meine Großmutter überlebte und heiratete meinen Großvater. Sie lebten in Ungarn, und meine Mutter wurde geboren. Und als meine Mutter zwei Jahre alt war, tobte die ungarische Revolution, und sie entschlossen sich, aus Ungarn zu fliehen. Sie gelangten auf ein Schiff, und - wieder eine Verzweigung - das Schiff fuhr entweder nach Kanada oder nach Australien. Sie gingen an Bord, ohne zu wissen, wohin sie fuhren, und kamen schließlich in Kanada an. Also, lange Rede kurzer Sinn: Sie kamen nach Kanada. Meine Großmutter war Chemikerin. Sie arbeitete am Banting-Institut in Toronto, und mit 44 Jahren starb sie an Magenkrebs. Ich habe meine Großmutter nie kennengelernt, aber ich trage ihren Namen - ihren genauen Namen, Eva Vertes - und ich möchte glauben, dass ich auch ihre Leidenschaft für die Wissenschaft weitertrage.
Ich entdeckte diese Leidenschaft, übrigens nicht weit von hier, als ich neun Jahre alt war. Meine Familie war auf Reisen und wir waren gerade im Grand Canyon. Und ich war als Kind nie eine große Leserin - Mein Vater probierte es mit den Hardy Boys, ich testete Nancy Drew, ich probierte das alles - aber ich mochte einfach keine Bücher lesen. Und als wir am Grand Canyon waren, kaufte meine Mutter ein Buch namens „The Hot Zone“. Es handelte vom Ausbruch des Ebola-Virus. Und irgend etwas daran zog mich einfach an. Da war ein großer zerfurchter Virus auf dem Cover, und ich wollte es einfach lesen. Ich nahm das Buch, und während wir vom Rande des Grand Canyon nach Big Sur fuhren, und in der Tat hierhin - wo wir heute sind, nach Monterey, las ich dieses Buch, und seit ich dieses Buch gelesen hatte, wusste ich, dass ich ein Leben in der Medizin wollte. Ich wollte sein wie die Forscher, über die ich in dem Buch gelesen habe, die in die Dschungel von Afrika gingen und in die Forschungslabors, und einfach herauszufinden versuchten, was dieses tödliche Virus war. Von diesem Moment an las ich jedes medizinische Buch, das ich in die Finger bekam, und ich war restlos begeistert. Ich habe die Welt der Medizin passiv beobachtet.
Aber erst, als ich auf die Highschool ging, dachte ich mir, „Vielleicht kann ich jetzt - als großes Schulkind - ein aktiver Teil dieser großen Welt der Medizin werden.“ Ich war 14, und ich schrieb Mails an Professoren der Universität vor Ort, ob ich vielleicht in ihren Labors mitarbeiten könnte. Aber kaum jemand antwortete. Aber warum sollten sie auch einer Vierzehnjährigen antworten? Und dann sprach ich mit einem Professor, Dr. Jacobs, der mich in seinem Labor aufnahm. Zu dieser Zeit war ich sehr interessiert an Neurowissenschaft und wollte ein Forschungsprojekt in Neurologie durchführen - speziell über die Auswirkungen von Schwermetallen auf das sich entwickelnde Nervensystem. Also begann ich damit, und arbeitete ein Jahr lang in seinem Labor, und kam zu den Ergebnissen, die wohl zu erwarten sind, wenn Sie Fruchtfliegen mit Schwermetallen füttern - dass dies dem Nervensystem wirklich sehr schadet. Das Rückenmark war brüchig. Die Neuronen gingen kreuz und quer. Und von diesem Moment an wollte ich nicht den Schaden untersuchen, sondern wie er verhütet werden kann.
Das führte mich also zu Alzheimer. Ich begann, über Alzheimer zu lesen und versuchte, mich mit der Forschung vertraut zu machen, und zur gleichen Zeit, als ich in der - ich saß eines Tages in der Medizinbibliothek und las diesen Artikel über etwas namens Purinderivative. Und diese konnten anscheinend das Zellwachstum fördern. Und da ich sehr naiv an die Sache heranging, dachte ich „Oh, bei Alzheimer sterben Zellen ab, was den Gedächtnisverlust verursacht, und jetzt gibt es dieses Gemisch - Purinderivative - das das Zellwachstum fördert.“ Und ich dachte also: „Vielleicht, wenn es das Zellwachstum fördert, kann es auch den Zelltod hemmen.“ Das war also das Projekt, das ich in diesem Jahr verfolgte, und es geht immer noch weiter, und ich fand heraus, dass ein spezifisches Purinderivat namens Guanidin das Zellwachstum um beinahe 60 Prozent verminderte. Ich präsentierte also diese Ergebnisse auf der International Science Fair, was zu einer der wunderbarsten Erfahrungen meines Lebens wurde. Und dort erhielt ich die Auszeichnung „Best in the World in Medicine“, die mir dazu verhalf, einen Fuß in die Tür zur großen Welt der Medizin zu bekommen.
Und von da an, da ich jetzt in dieser großen aufregenden Welt war, wollte ich alles erforschen. Ich wollte alles auf einmal, wusste aber, dass das nicht ging. Und dann stieß ich auf etwas namens Krebsstammzellen. Und darüber möchte ich heute eigentlich zu Ihnen sprechen - über Krebs. Als ich das erste Mal von Krebsstammzellen reden hörte, wusste ich nicht, wie die beiden zusammenpassen sollten. Ich hatte von Stammzellen gehört als Allheilmittel der Zukunft - als Therapie für viele Krankheiten in der Zukunft, vielleicht. Aber ich hörte auch von Krebs als der am meisten gefürchteten Krankheit unserer Zeit, wie also passten das Gute und das Schlechte zusammen? Im letzten Sommer forschte ich an der Stanford University an Krebsstammzellen. und währenddessen las ich die Literatur über Krebs, um mich - wiederum - mit diesem neuen medizinischen Gebiet vertraut zu machen. Und es schien, dass Tumoren tatsächlich von einer Stammzelle aus beginnen. Das faszinierte mich. Je mehr ich las, desto mehr änderte sich mein Blick auf Krebs und ich verlor beinahe meine Angst davor.
Es scheint, dass Krebs ein direktes Resultat einer Verletzung ist. Wenn Sie rauchen, schädigen Sie Ihr Lungengewebe, und es entsteht Lungenkrebs. Wenn Sie trinken, schädigen Sie Ihre Leber, und es entsteht Leberkrebs. Und es war wirklich interessant - manche Artikel sahen eine Entsprechung zwischen einem Knochenbruch und einem daraufhin entstehenden Knochenkrebs. Weil was Stammzellen sind - das sind diese phänomenale Zellen, die die Fähigkeit haben, sich in jede Art von Gewebe zu differenzieren. Wenn also der Körper einen Schaden an einem Organ bemerkt, und er dann Krebs einleitet, erscheint das fast wie eine Reparaturreaktion. Und der Krebs, der Körper, sagt, das Lungengewebe ist beschädigt, wir müssen die Lunge reparieren. Und Krebs entsteht in der Lunge als Reparaturversuch - weil Sie diesen exzessiven Überschuss an diesen bemerkenswerten Zellen haben, die tatsächlich das Potenzial haben, zu Lungengewebe zu werden. Aber es scheint fast, als hätte der Körper diese raffinierte Reaktion begonnen, kann sie aber nicht unter Kontrolle bekommen. Er ist noch nicht fein genug abgestimmt, um zu beenden, was er begonnen hat. Das hat mich also wirklich sehr fasziniert.
Und ich glaube wirklich, dass wir nicht über Krebs - oder überhaupt über Krankheit - in solchen Schwarz-Weiß-Begriffen denken sollten. Wenn wir Krebs auf die Weise eliminieren, wie wir es heute versuchen, mit Chemotherapie und Bestrahlung, dann bombardieren wir den Körper oder den Krebs mit Gift oder mit Strahlen, und versuchen, ihn zu töten. Es ist fast so, als kämen wir an diesen Ausgangspunkt zurück. Wir beseitigen die Krebszellen, aber wir decken den vorhergehenden Schaden auf, den der Körper zu beheben versucht hat. Sollten wir nicht lieber darüber nachdenken, zu manipulieren statt zu eliminieren? Wenn wir diese Zellen irgendwie dazu bringen können, sich zu differenzieren - zu Knochengewebe, Lungengewebe, Lebergewebe zu werden, was immer auch die Aufgabe des Krebses an dieser Stelle war - dann wäre es ein Reparaturprozess. Wir wären besser dran als vor dem Krebs. Das hat also meine Sicht auf den Krebs wirklich verändert. Und während ich all diese Artikel über Krebs gelesen habe, schienen viele dieser Artikel sich zu konzentrieren auf die Genetik von Brustkrebs. Und die Genese und die Progression von Brustkrebs - das Verfolgen der Wege des Krebses durch den Körper.
Aber es fiel mir auf, dass ich niemals von einem Herzkrebs gehört habe, und auch nicht von einem Krebs eines Skelettmuskels. Und unser Körper besteht zu 50% aus Skelettmuskeln, oder zu über 50%. Und so dachte ich zunächst, „Nun, vielleicht gibt es eine einfache Erklärung, warum Skelettmuskel keinen Krebs entwickeln - zumindest nicht, dass ich wüsste.“ Also sah ich mir das genauer an, suchte so viele Artikel wie ich konnte, und es war erstaunlich - denn es stellte sich heraus, dass es sehr selten war. Einige Artikel gingen sogar so weit zu sagen, dass Skelettmuskelgewebe resistent sei gegen Krebs, und darüber hinaus, nicht nur gegen Krebs, sondern dagegen, dass sich Metastasen in Skelettmuskeln ausbreiten. Und Metastasen sind, wenn der Tumor - wenn ein Stück - abbricht und durch den Blutstrom reist und zu einem anderen Organ geht. Das ist eine Metastase. Das ist der gefährlichste Aspekt von Krebs. Wenn der Krebs eingegrenzt ist, können wir ihn vielleicht entfernen, oder er ist irgendwie eingedämmt. Er ist sehr eingedämmt. Aber sobald er beginnt, sich im ganzen Körper zu bewegen, das ist der Punkt, wo er tödlich wird. Also die Tatsache, dass Krebs nicht nur in Skelettmuskeln nicht entsteht, sondern offensichtlich auch nicht dorthin geht - das schien interessant zu sein. Diese Artikel sagten also, „Metastasen in Skelettmuskeln sind sehr selten.“ Aber das war's auch schon. Niemand schien zu fragen, warum.
Also entschied ich mich, warum zu fragen. Als erstes schrieb ich E-Mails an Professoren, die sich in der Physiologie der Skelettmuskeln spezialisiert hatten, und sagte etwa „Hey, es scheint, dass Skelettmuskel keinen Krebs bekommen, gibt es dafür einen Grund?“ Und viele antworteten, dass Muskeln terminal differenziertes Gewebe seien. D.h., dass Sie Muskelzellen haben, aber sie teilen sich nicht weiter, daher sind sie scheinbar kein gutes Angriffsziel für den Krebs. Aber dann sprach wiederum die Tatsache, dass Metastasen nicht zu Skelettmuskeln gehen, dagegen. Und außerdem kann auch Nervengewebe - das Gehirn - Krebs bekommen, und auch Gehirnzellen sind terminal differenziert. Also entschied ich mich, zu fragen warum. Und hier sind einige meiner Hypothesen, die ich ab diesen Mai am Sylvester Cancer Institute in Miami näher erforschen werde. Und ich denke, dass ich weiter daran forschen werde, bis ich die Antworten habe. Aber ich weiß auch, in der Wissenschaft, sobald wir Antworten haben, haben wir unweigerlich noch mehr weitere Fragen. Also glaube ich, dass ich das wahrscheinlich für den Rest meines Lebens tun werde.
Einige meiner Hypothesen besagen, wenn Sie zunächst mal über Skelettmuskeln nachdenken, da gehen sehr viele Adern hinein. Und das erste, was mir dabei auffällt, ist, dass Adern wie Schnellstraßen für Tumorzellen sind. Tumorzellen können durch die Adern reisen. Und Sie denken, je mehr Schnellstraßen in einem Gewebe sind, desto wahrscheinlich ist es, dass es Krebs oder Metastasen entwickelt. Also dachte ich zuallererst: „Wäre es nicht günstig für den Krebs, in den Skelettmuskel zu gelangen?“ Und außerdem, Krebstumoren erfordern einen Prozess namens Angiogenese, d.h., der Tumor spannt die Blutgefäße für sich selbst ein, damit sie ihn mit Nährstoffen versorgen, damit er wachsen kann. Ohne Angiogenese bleibt der Tumor so groß wie eine Nadelspitze und schadet nicht. Angiogenese ist also zentral für die Pathogenese des Krebses.
Und ein Artikel, den ich wirklich herausragend fand, als ich darüber las und herauszufinden versuchte, warum Krebs nicht in Skelettmuskeln geht, berichtete über 16% von Mikro-Metastasen die in Skelettmuskeln bei Autopsie gefunden wurden. 16%! D.h. dass dort diese nadelspitzengroßen Tumoren in Skelettmuskeln waren, aber nur 16 Prozent der tatsächlichen Metastasen - was nahelegt, dass Skelettmuskeln vielleicht fähig sind, die Angiogenese zu kontrollieren, fähig, die Tumoren zu kontrollieren, die diese Blutgefäße für sich einspannen. Wir nutzen Skelettmuskeln sehr viel. Es ist der eine Teil unseres Körpers - unser Herz schlägt immer. Wir bewegen immer unsere Muskeln. Ist es möglich, dass Muskeln irgendwie intuitiv wissen, dass sie diese Blutversorgung brauchen? Daher sind sie beinahe egoistisch. Sie schnappen sich die Blutgefäße selbst. Wenn daher ein Tumor in Skelettmuskelgewebe kommt, bekommt er keine Blutversorgung und kann nicht wachsen.
Das bedeutet also, wenn es einen Faktor gegen die Angiogenese in Skelettmuskeln gibt - oder vielleicht sogar einen Faktor, der tatsächlich bestimmen kann, wo die Blutgefäße wachsen. Dies könnte eine potentielle zukünftige Therapie gegen Krebs sein. Und eine weitere sehr interessante Sache ist, dass die Art, wie sich Tumoren durch den Körper bewegen, ist ein sehr komplexes System - und es gibt etwas namens Chemokinen-Netzwerk. Und Chemokine sind im Wesentlichen chemische Attraktoren, und sie sind die Ampeln für den Krebs. Also ein Tumor exprimiert Chemokin-Rezeptoren, und ein anderes Organ - ein weiter entferntes Organ irgendwo im Körper - hat die entsprechenden Chemokine, und der Tumor sieht diese Chemokine und wandert zu ihnen. Ist es möglich, dass Skelettmuskeln diese Art Moleküle nicht exprimieren? Und die andere sehr interessante Sache ist, wenn Skelettmuskeln - es gibt mehrere Berichte darüber, dass wenn Skelettmuskeln verletzt werden, dann korreliert das mit Metastasen, die in Skelettmuskeln gehen.
Und außerdem, wenn Skelettmuskeln verletzt werden, dann verursacht dies Chemokine - diese Signale, die sagen, „Krebs, komm zu mir“, die grüne Ampel für die Tumoren - die verursacht, dass sie diese Chemokine stark exprimieren. Es gibt also so viele Wechselwirkungen hier. Ich meine, es gibt so viele Möglichkeiten, warum Tumoren nicht in Skelettmuskeln gehen. Aber indem wir den Krebs erforschen, ihn bekämpfen, indem wir herausfinden, wo Krebs nicht ist, da muss es etwas geben - etwas - das dieses Gewebe resistent gegenüber Tumoren macht. Und können wir diese Eigenschaft nutzen, dieses Gemisch, diesen Rezeptor, was immer es ist, das diese Anti-Tumoreigenschaften steuert, und sie allgemein in der Krebstherapie einsetzen? Nun, eine Sache, die die Resistenz von Skelettmuskeln gegen Krebs erklären könnte - gegen Krebs als einer außer Kontrolle geratenen Reparaturreaktion des Körpers - ist, dass Skelettmuskeln einen Faktor in sich haben namens MyoD. Und MyoD verursacht im Wesentlichen, dass Zellen sich in Muskelzellen differenzieren. Also diese Substanz, MyoD, wurde schon auf vielen verschiedenen Zelltypen getestet und es wurde gezeigt, dass sie all diese verschiedenen Zelltypen in Skelettmuskelzellen verwandelt. Wäre es also möglich, dass die Tumorzellen in das Skelettmuskelgewebe gehen, dass aber, sobald sie in Kontakt innerhalb des Skelettmuskelgewebes sind, MyoD auf diese Tumorzellen wirkt und sie in Skelettmuskelzellen verwandelt? Vielleicht werden Tumorzellen als Skelettmuskelzellen getarnt, und deshalb scheinen sie so selten zu sein.
Sie sind nicht schädlich, sie haben einfach den Muskel repariert. Muskeln werden ständig gebraucht - und ständig beschädigt. Wenn wir jedes Mal, wenn wir uns einen Muskel verletzen, oder jedes Mal, wenn wir einen Muskel auf eine falsche Weise strecken oder bewegen, Krebs bekämen - dann hätte fast jeder Krebs. Und ich sage das nicht gern. Aber es scheint als ob Muskelzellen, vielleicht weil sie so oft gebraucht werden, sich schneller als andere Körpergewebe angepasst hätten, um auf Verletzungen zu reagieren, diesen Reparaturprozess feiner einzustellen und dass sie tatsächlich den Prozess beenden können, den der Körper beenden möchte. Ich glaube wirklich, dass der menschliche Körper sehr sehr intelligent ist, und wir sollten nicht gegen etwas handeln, das der Körper tun will.
Es ist etwas anderes, wenn ein Bakterium in den Körper eindringt, das ist ein fremdes Objekt - das wollen wir draußen haben. Aber wenn der Körper tatsächlich einen Prozess initiiert, und wir nennen das eine Krankheit, dann scheint es, als sei die Eliminierung nicht die richtige Lösung. Ist es also möglich - wenn es auch weit hergeholt klingt - dass wir in Zukunft Krebs auch als eine Art Therapie einsetzen könnten? Wenn diese Krankheiten, bei denen sich Gewebe verschlechtert - z.B. Alzheimer, wo die Gehirnzellen absterben und wir neue funktionsfähige Gehirnzellen wiederherstellen müssen - wie wäre das, wenn wir dafür in Zukunft Krebs nutzen könnten? Einen Tumor in das Gehirn pflanzen und dafür sorgen, dass er sich in Gehirnzellen differenziert?
Das ist eine sehr weit hergeholte Idee, aber ich glaube wirklich, dass das möglich ist. Diese Krebszellen sind derart wandlungsfähig - wir müssen sie nur auf die richtige Weise manipulieren. Und auch wenn einige meiner Ideen weit hergeholt scheinen, wo sonst, wenn nicht hier bei TED, hätte ich sie vorstellen können? Also vielen Dank.
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Eva Vertes - gerade 19 Jahre alt, als sie diese Rede hielt - spricht über ihren Weg zum Medizinstudium und über ihre Gründe, die Wurzeln von Krebs und Alzheimer verstehen zu wollen.
Eva Vertes is a microbiology prodigy. Her discovery, at age 17, of a compound that stops fruit-fly brain cells from dying was regarded as a step toward curing Alzheimer's. Now she aims to find better ways to treat -- and avoid -- cancer. Full bio »
Translated into German by Harald Stuecker
Reviewed by Judith Matz
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It’s possible, although far-fetched, that in the future we could think of cancer being used as a therapy.” (Eva Vertes)
03:12 Posted: Jun 2008
Views 414,081 | Comments 68
19:25 Posted: Jul 2007
Views 608,876 | Comments 101
22:45 Posted: Oct 2006
Views 1,096,572 | Comments 420
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