Ich will nur sagen: mein Name ist Emmanuel Jal. Und ich komme von weit her. Ich erzähle eine Geschichte, die sehr schmerzhaft für mich war. Es war eine harte Reise für mich, die Welt bereisen, meine Geschichte in Buchform zu erzählen. Und auch sie so zu erzählen wie jetzt hier. Und außerdem, die leichteste Form, als ich sie in Musikform erzählte.
Also ich habe mich als Kriegskind markiert. Ich tue dies, weil eine alte Frau in meinem Dorf ihre Kinder verloren hat. Es gibt keine Zeitung, die über ihren Schmerz berichtet, und darüber was sie in der Gesellschaft verändern möchte. Und ich tue dies für einen jungen Mann, der Veränderung möchte und keinen Weg hat dem Ausdruck zu verleihen, weil er nicht schreiben kann. Oder es gibt kein Internet, wie Facebook, MySpace, Youtube, in dem sie sprechen können.
Noch etwas, was mich diese Geschichte erzählen lies, diese schmerzhaften Geschichten, die Träume die ich habe. Manchmal ist es so, als wenn die Stimmen der Toten die ich gesehen habe, mir sagen würden "Gib nicht auf, mach weiter." Denn manchmal möchte ich aufhören und es nicht tun. Weil ich nicht wusste worauf ich mich da einließ.
Also ich wurde zur schwierigsten Zeit geboren- als mein Land im Krieg war. Ich sah wie mein Dorf verbrannt wurde. Die Welt, die mir soviel bedeutete, ich sah sie vor meinen Augen verschwinden. Ich sah meine Tante vergewaltigt, als ich erst fünf war. Meine Mutter wurde vom Krieg gefordert, meine Brüder und Schwestern wurden verstreut. Und bist jetzt wurden mein Vater und ich getrennt und ich habe noch Probleme mit ihm. Sehen wie jeden Tag Menschen sterben, wie meine Mutter weint, es ist als ob ich in Gewalt aufgewachsen bin. Und das ließ mich mich selbst ein Kriegskind nennen.
Und nicht nur das, als ich acht war, wurde ich ein Kidnersoldat.
Ich wusste nicht warum es den Krieg gab. Aber eine Sache, die ich wusste war ein Bild, das mir nicht aus dem Kopf ging. Wenn ich zu den Trainingscamp ging, sagte ich "Ich will soviele Muslime, so viele Araber töten, wie möglich." Das Training war nicht einfach. Aber das war die Antriebskraft. Denn ich wollte Rache für meine Familie. Ich wollte Rache für mein Dorf.
Glücklicherweise haben sich die Dinge geändert. Denn ich habe die Wahrheit rausgefunden: Das was uns tötete waren nicht die Muslime, waren nicht die Araber. Es war jemand der irgendwo saß und das System manipulierte, und Religion benutzte um das aus uns zu bekommen was sie wollten. Nämlich Öl, Diamanten, Gold und das Land. Als ich die Wahrheit verstand, konnte ich auswählen sollte ich weiterhin hassen oder es lassen?
So vergab ich. Nun singe ich mit Muslimen. Ich tanze mit ihnen. Ich hatte sogar schon einen Film namens "Kriegskind", der von Muslimen gesponsort wurde. Dieser Schmerz ist also weg, aber meine Geschichte ist riesig. Also werde ich jetzt etwas anderes machen. Das ist einfacher für mich. Ich werde euch ein Gedicht geben, namens "Gezwungen zu sündigen". Es ist vom Abum "Kriegskind". Ich erzähle meine Geschichte. Eine der Dinge, die ich erlebte, als ich versucht war meinen Freund zu essen, weil wir kein Essen hatten und wir um die 400 waren. Nur 16 Leute überlebten diese Reise. Ich hoffe, dass Sie das hier hören werden.
Meine Träume sind wie Qual, jeder einzelne Moment,
Stimmen im Kopf, von Freunden die getötet
Freunden wie Lual, die an meiner Seite starben,
an Hunger. Im brennenden Jungel und der flachen Wüste,
war ich der nächste, doch hörte Jesus mein Weinen,
als ich versucht war verrottetes Fleisch zu essen, meines Gefährten.
wir überfielen Dörfer, stahlen Hühner, Ziegen und Schafe.
Ich wusste es war grob. Aber wir brauchten Essen.
Und daher war ich gewzwungen zu sündigen, gezwungen zu sündigen um zu überleben,
gezwungen zu sündigen um zu überleben.
Manchmal musst du verlieren, um zu gewinnen.
Niemals aufgeben, niemals nachgeben.
Verließ mein Zuhause mit Sieben.
Ein Jahr später mit einer AK-47 an meiner Seite.
Schlief mit einem offenen Auge,
rennen, ducken, totstellen, verstecken.
Ich habe Menschen wie Fliegen sterben sehen.
Aber ich habe nie einen toten Körper gesehen,
zumindest keinen den ich getötet habe.
Aber trotzdem, während ich mich wundere, ich geh nicht unter.
Waffen bellen wie Blitz und Donner.
Worte die ich nicht vergessen kann, nicht vergesse.
Ich sah Feldwebel kommandieren, ihre Hand heben,
kein Rückzug, keine Unterwerfung.
Ich trage das Banner des Traumas.
Kriegskind, Kind ohne eine Mama,
kämpft immer noch in der Saga.
Doch wenn ich diesen neuen Krieg führe, bin ich ich nicht allein in diesem Drama.
Kein Sitz oder Stop, wenn ich nach oben strebe.
Ich bin ganz aufgeopfert, wie ein patriotischer Polizist.
Ich bin im Kampf, Tag und Nacht.
Manchmal tue ich Falsches, um das Richtige zu tun.
Es ist als lebte ich im Traum.
Das erste Mal, dass ich mich wie ein Mensch fühle.
Eure leeren Bäuche im Fernsehen und ihr seid es für die ich kämpfe.
Zuhause verlassen. Weißt nicht einmal wann ich je zurückkehren werde.
Mein Land ist kriegsgeschunden.
Die Musik, die ich hörte, waren Bomben und Kanonenfeuer.
So viele Menschen, die sterben, das ich nicht einmal mehr weine.
Frage Gott, frage mich wozu ich hier bin.
Und warum meine Leute arm sind.
Und warum, warum, als der Rest der Kinder lernte zu lesen und zu schreiben,
Ich aß Schnecken, Geier, Hasen, Schlangen, und alles was Leben in sich trug.
Ich weiß es ist beschämend. Aber wer ist schuld?
Das ist meine Geschichte, mitgeteilt in Form einer Lektion/Erinnerung.
Was mich motivierte und mich weitermachen ließ, ist meine Musik. Ich habe nie jemanden gesehen dem ich meine Geschichte erzählen konnte sodass sie mir Rat geben konnten oder Therapie. Also war die Musik meine Therapie. Es ist dort, wo ich tatsächlich Himmel sehe, wo ich glücklich sein kann, wo ich wieder Kind sein kann, in Tänzen, durch Musik. Also eines was ich über Musik weiß: Musik ist das einzige was die Macht hat, dein Zellsystem zu durchdringen, deine Gedanken, dein Herz, deine Seele und deinen Geist zu beeinflussen, und sogar deine Art zu leben, ohne dass du es merkst. Musik ist das einzige, das dich aus dem Bett springen und dein Bein schütteln lässt, ohne dass du es machen möchtest. Die Macht, die Musik hat, vergleiche ich mit der Macht der Liebe, wenn Liebe über Farbe hinwegsieht. Zum Beispiel wenn man sich in einen Forsch verliebt.
Ein Zeugnis darüber wieso ich finde, dass Musik mächtig ist, ist als ich damals noch ein Soldat war, habe ich die Leute im Norden gehasst, aber ich weiß nicht warum ich ihre Musik nicht hasste. Also tanzten wir und feierten zu ihrer Musik. Und eine Sache, die mich eines Tages schockte war ein arabischer Musiker kam um die Soldaten zu unterhalten. Beim Tanzen zu ihrer Musik, brach ich mir beinahe das Bein. Aber ich hatte diese Frage. Daher mache ich nun Musik, also weiß ich was die Macht der Musik ist.
Also was passiert hier? Ich war in einer schmerzhaften Reise, heute ist Tag Nummer 233 an dem ich nur Abendessen esse. Ich habe kein Frühstück, kein Mittagessen. Und ich habe eine Kampagne gestartet Verlieren, um zu gewinnen. In dieser verliere ich, sodass ich den Kampf gewinnen kann, den ich nun kämpfe. Mein Frühstück, mein Mittagessen, spende ich an eine Stiftung, die ich gegründet habe, denn wir wollen eine Schule im Sudan bauen.
Und ich tue dies auch, weil es bei mir zuhause normal ist, dass die Leute nur eine Mahlzeit am Tag essen. Hier bin ich im Westen. Ich suche es mir nicht aus. Kinder in meinem Dorf, die normal BBC oder einen anderen Sender hören, warten, um zu erfahren, wann Emmanuel wieder frühstücken wird, denn das bedeutet, er hat das Geld beisammen um die Schule zu bauen. Ich habe mich also verpflichtet. Ich sage: "Ich werde nicht frühstücken." Ich dachte ich wäre berühmt genug um das Geld in meinem Monat zu sammeln. Aber ich wurde richtig gestellt. (Lachen)
Also bis jetzt sind es 232 Tage. Und ich habe gesagt "Kein Stoppen, bis wir es beisammen haben." Und wie es auf Facebook und MySpace gemacht wurde. Die Leute geben drei Dollar. Den niedrigsten Wert den wir bekommen haben waren 20 Cent. Jemand hat online 20 Cent gespendet. Ich weiß nicht wie er's gemacht hat. (Lachen) Aber es hat mich bewegt.
Also, die Wichtigkeit von Bildung für mich ist das wofür ich bereit bin zu sterben. Ich bin bereit hierfür zu sterben. Denn ich weiß was es für meine Leute tun kann. Bildung erleuchtet deinen Geist, kann dir soviele Möglichkeiten geben, und du bist fähig zu überleben. Als Nation wurden wir gelähmt. Soviele Jahre wurden wir von Hilfswerken unterstützt. Man sieht 20-Jährige, 20-Jährige Familien in Flüchltlingscamps. Sie bekommen nur das Essen, welches vom Himmel fällt, von der U.N.
Diese Leute, man bringt eine ganze Generation um, wenn man ihnen nur Hilfsgüter gibt. Wenn jemand uns helfen möchte, dies ist was wir brauchen: Gib uns Werkzeuge. Gib den Bauern Werkzeuge. Es gibt Regen, Afrika ist fruchtbar. Sie können Getreide anbauen. (Applaus) Investiert in Bildung. Bildung, sodass wir eine starke Institution haben, die eine Revolution bringen und alles ändern kann. Denn wir haben all diese alten Männer die Afrika ausmachen. Sie werden bald sterben. Aber wenn du in Bildung invenstierst, dann werden wir bald in der Lage sein Afrika zu verändern. Dies ist worum ich euch bitte. (Applaus)
Und um dies tun zu können, habe ich eine Charter namens Gua Afrika gegründet. Dort schicken wir die Kinder in die Schule. Und nun haben wir auch einige in Universitäten. Wir haben etwa 40 Kinder, Ex-Kindersoldaten, zusammen mit anderen, die wir unterstützen möchten. Und ich sagte "Ich werde es in die Praxis umsetzen." Und mit den Leuten, die mir folgen und helfen werden Dinge zu tun. Das ist was ich machen möchte, ich möchte etwas verändern in der Welt.
Nun läuft gleich meine Zeit ab. Also möchte ich ein Lied singen. Aber ich möchte euch bitten aufzustehen, damit wir gemeinsam das Leben einer britischen Hilfsarbeiterin feiern. Sie heißt Emma McCune und machte es möglich für mich hier zu sein. ich werde dieses Lied singen einfach nur um euch zu inspirieren und zeigen, dass diese Frau etwas verändert hat. Sie kam in mein Land und sah die Wichtigkeit von Bildung.
Sie sagte der einzige Weg um dem Sudan zu helfen, ist in die Frauen zu investieren, sie zu bilden, die Kinder zu bilden, sodass sie hervorkommen und eine Revolution machen in dieser komplexen Gesellschaft. So heiratete sie letzlich sogar einen Commander der SPLA. Und sie rettete über 150 Kindersoldaten. Einer von ihnen war ich. Und daher möchte ich euch nun bitten Emma mit mir zu feiern. Seid ihr bereit Emma zu feiern?
♫ Das hier geht raus an Emma McCune ♫
♫ Engel zu retten kam eines Nachmittags ♫
♫ Ich bin hier, weil du mich gerettet hast ♫
♫ Ich bin stolz dein Erbe zu tragen ♫
♫ Danke dir. Gott segne dich. Ruhe in Frieden ♫
♫ Wenn Emma mich nie gerettet hätte? Was wäre ich nur? ♫
♫ Was wäre ich nur? Ich! ♫ ♫ Ein weiterer verhungender Flüchtling ♫ ♫ Was wäre ich nur? ♫
♫ Wenn Emma mich nie gerettet hätte? Yeah! ♫
♫ Ihr hättet mein Gesicht im Fernsehn gesehn ♫
♫ Fliegen in meinen Augen, Kopf zu groß für meine Größe ♫
♫ Einfach nur ein weiteres verhungerndes Kind ♫
♫ In Afrika umherlaufend, wild umher ♫
♫ Danke Gott, danke dem Allmächtigen ♫
♫ dass er mir einen Engel sandte, um mich zu retten ♫
♫ Ich habe einen Grund auf dieser Erde zu sein ♫
♫ Denn ich weiß mehr als viele was das Leben wert ist ♫
♫ Nun, da ich die Chance hab mich zu behaupten ♫
♫ werde ich Berge erklimmen, mit Sprüngen und Sätzen ♫
♫ Ich bin kein Engel, hoffe bald bin ichs ♫
♫ Und wenn ichs bin, dann will ich sein wie Emma McCune ♫
♫ Ich! Was wäre ich nur? Ich! ♫
♫ Wenn Emma mich nicht gerettet hätte? ♫
♫ Ein weiterer verhungernder Flüchtling ♫
♫ Wenn Emma mich nie gerettet hätte? Yeah! Yeah! ♫
♫ Ich wäre wahrscheinlich vor Hunger gestorben ♫
♫ Oder von einer anderen elenden Krankheit ♫
♫ Ich wäre ohne Bildung aufgewachsen ♫
♫ Nur ein weiterer Flüchtling ♫
♫ Ich stehe hier, weil jemand sich kümmerte ♫
♫ Ich stehe hier, weil jemand sich traute ♫
♫ Ich weiß es gibt viele Emmas da draußen ♫
♫ Die bereit sind und versuchen das Leben eines Kindes zu retten ♫
♫ Was wäre ich nur? Ich! ♫ ♫ Wenn Emma mich nie gerettet hätte? ♫
♫ Was wäre ich nur? ♫ ♫ Was wäre ich nur? ♫
♫ Ein weiterer verhungernder Flüchtling ♫
♫ Ich erinner mich als ich klein war ♫
♫ Als ich weder lesen, noch schreiben konnte ♫
♫ Jetzt bin ich erwachsen, ich habe meine Bildung ♫
♫ Alles ist möglich und ich kann von niemandem gestoppt werden ♫
♫ Wie sehr ich betete, dass dieser Tag kommen möge ♫
♫ Und ich bete, dass die Welt Weisheit findet ♫
♫ Um die Armen in Not zu unterstützen ♫
♫ Anstatt Widerstand zu bieten, Yeah ♫
♫ Sitzen und warten, dass die Politik es richtet ♫
♫ Die sitzen alle auf ihren Hintern ♫
♫ Knallen Champagner und waschen die Massen ab ♫
♫ Das kommt von einem Flüchtlings-Kindersoldat ♫
♫ Aber ich habe immer noch meine Würde ♫
♫ Ich muss es noch einmal sagen ♫
♫ Wenn Emma mich nicht gerettet hätte ♫
♫ Wäre ich ein Körper in der afrikanischen Wüste ♫
♫ Ist hier hinten irgendjemand, ein bisschen Liebe ♫
♫ Einmal alle laut rufen für Emma ♫
♫ Yeah! Ich werde jetzt ausflippen ♫
♫ Hätte mich Emma nie gerettet? ♫
♫ Ein weiterer verhungernder Flüchtling ♫
♫ Hätte mich Emma nie gerettet? ♫
♫ Yeah, ich wäre wahrscheinlich vor Hunger gestorben ♫
♫ Oder von einer anderen elenden Krankheit ♫
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Fünf Jahre lang kämpfte Emmanuel Jal als Kindersoldat im Sudan. Von einer Entwicklungshelferin gerettet, wurde er zu einem internationalen Hip Hop-Star und zum Aktivisten für Kinder in Kriegsgebieten. In Worten und Texten erzählt er die Geschichte seines erstaunlichen Lebens.
Emmanuel Jal's hypnotic voice rises from hellish origins as a beacon of hope for those caught in seemingly endless cycles of war and despair. Full bio »
17:36 Posted: Aug 2007
Views 311,958 | Comments 68
10:06 Posted: Aug 2007
Views 224,222 | Comments 52
17:06 Posted: Feb 2009
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