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Dieser Vortrag handelt von natürlichen Wundern und im größeren Zusammenhang vom Streben nach Glück. Ich will versuchen, das alles zu verbinden weil ich denke, dass Heilung wirklich das ultimative Naturwunder ist. Der Körper hat die beachtliche Fähigkeit, sich selbst zu heilen, und das sehr viel schneller, als man gedacht hatte, wenn man einfach mit dem aufhört, was das Problem hervorruft. Und so ist wirklich vieles von dem, was wir in der Medizin und generell im Leben tun, darauf ausgerichtet, den Boden aufzuwischen, ohne gleichzeitig den Wasserhahn zuzudrehen.
Ich liebe diese Arbeit, denn sie gibt wirklich vielen Menschen neue Hoffnung und neue Wahlmöglichkeiten, die sie zuvor nicht hatten und sie erlaubt uns, über solche Dinge zu sprechen – nicht nur Ernährung, sondern darüber, dass das Glück nicht – wir sprechen über das Streben nach Glück, aber wenn man sich die spirituellen Traditionen genau ansieht, was Aldous Huxley die "immerwährende Weisheit" nannte, jenseits der Bezeichnungen, Formen und Rituale, die Menschen entzweien, dann geht es einfach darum: Es ist unsere Natur, glücklich zu sein, es ist unsere Natur, friedlich und gesund zu sein. Und deshalb ist es nicht – Glück ist nicht etwas, das man bekommt, Gesundheit ist im Allgemeinen nicht etwas, das man bekommt. Aber fast alle dieser verschiedenen Praktiken – also die alten Swamis, Rabbis, Priester, Mönche und Nonnen entwickelten diese Techniken nicht nur, um Stress zu verarbeiten oder den Blutdruck zu senken, die Arterien frei zu machen, auch wenn sie all diese Dinge tun können. Sie sind mächtige Werkzeuge der Transformation, dafür, unseren Geist und unseren Körper zu beruhigen, uns die Erfahrung zu erlauben, wie es sich anfühlt, glücklich zu sein, voller Frieden und Freude zu sein und zu erkennen, dass es nicht etwas ist, das man verfolgt und bekommt, sondern eher etwas, das man bereits hat, bis man es stört.
Ich habe viele Jahre bei einem Lehrer namens Swami Satchidananda Yoga gelernt und die Leute sagten, "Was bist du, ein Hindu?" Er sagte, "Nein, ich bin Nichts." Es geht wirklich darum, herauszufinden, was uns dazu veranlasst, unsere uns angeborene Gesundheit und Glückseligkeit zu stören, und dann einen natürlichen Heilungsprozess zuzulassen. Für mich ist das das wahre natürliche Wunder.
Und innerhalb dieses größeren Zusammenhangs können wir uns über Ernährung, Umgang mit Stress unterhalten – die tatsächlich spirituelle Übungen sind – Sport in Maßen, mit dem Rauchen aufhören, Selbsthilfegruppen und eine Gemeinde – worüber ich noch mehr reden werde – und ein paar Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel. Und das ist keine Diät. Die meisten Leute, wenn sie über die Diät nachdenken, die ich ihnen empfehle, denken, es ist eine wirklich strenge Diät. Es ist nötig, wenn man eine Krankheit umkehren möchte, aber wenn man nur gesund sein möchte, gibt es eine Palette an Möglichkeiten. Und so weit, wie Sie sich in eine gesunde Richtung bewegen können, werden Sie länger leben können, sich besser fühlen, Gewicht abnehmen, und so weiter. Und in unseren Studien ist es uns gelungen, mit sehr teuren, höchst modernen Hochtechnologie-Verfahren zu beweisen, wie mächtig diese sehr einfachen, günstigen, simplen – und in vieler Hinsicht altertümlichen – Möglichkeiten sein können.
Wir haben uns zuerst Herzkrankheiten angeschaut, und als ich diese Arbeit vor 26 oder 27 Jahren begann, war die Ansicht verbreitet, wenn man einmal eine Herzkrankheit hat, wird es nur schilmmer. Und statt dessen fanden wir heraus, dass sie, anstatt immer schlimmer zu werden, oft auch viel besser werden kann, und viel schneller, als die Leute sich das hätten denken können.
Das ist ein repräsentativer Patient, der damals 73 war – er brauchte unbedingt einen Bypass, entschied sich aber für dies. Wir wandten quantitative Arteriographie um die Verengung zu zeigen. Das ist eine der Arterien, die das Herz versorgt, eine der Hauptarterien, und hier können Sie die Verengung sehen. Ein Jahr später ist sie weniger verstopft. Normalerweise ist es andersrum. Diese kleinen Änderungen in den Blockaden verursachten eine 300-prozentige Verbesserung im Blutfluss, und wir sehen hier eine Positronen-Emissions-Tomographie, also einen PET-Scan, blau und schwarz sind kein Blutfluss, orange und weiß der maximale Blutfluss.
Es können riesige Unterschiede ohne Medizin oder Operation auftreten. Klinisch konnte er nicht einmal die Straße überqueren ohne starke Brustschmerzen zu bekommen. Innerhalb eines Monats war er schmerzfrei, und innerhalb eines Jahres erklomm er mehr als 100 Stockwerke pro Tag auf einem Trainingsgerät. Das ist nicht ungewöhnlich und ist ein Teil davon, was es Leuten ermöglicht, diese Art von Veränderungen durchzuhalten, denn sie machen einen großen Unterschied in ihrer Lebensqualität aus. Schaute man sich allgemein die Arterien aller Patienten an, wurden sie in der Vergleichsgruppe über fünf Jahre immer schlimmer. Das ist die natürliche Entwicklung von Herzkrankheiten, aber sie ist gar nicht natürlich, denn wir fanden heraus, dass es sich verbessern kann, und viel schneller, als ursprünglich angenommen. Außerdem stellten wir fest, je mehr sich die Leute verändern, desto besser ging es ihnen. Es stand nicht in Zusammenhang damit, wie alt und krank sie waren – es war hauptsächlich das Ausmaß der Veränderung, und die ältesten Patienten verbesserten ihren Zustand so sehr wie die jungen.
Ich bekam vor ein paar Jahren diese Weihnachtskarte von zwei der Patienten in einem unserer Programme. Der jüngere Bruder ist 86, der ältere 95. Sie wollten mir zeigen, wie gelenkig sie waren. Und im folgenden Jahr schickten sie mir diese, das fand ich ganz lustig. (Lachen) Man weiß ja nie. Und wir fanden heraus, dass 99 % der Patienten das Fortschreiten ihrer Herzerkrankung umkehren können. Jetzt dachte ich, wenn man gute Wissenschaft macht, ändert das die medizinische Behandlung. Das war aber ein bisschen naiv. Es ist wichtig, aber nicht wichtig genug. Denn wir Ärzte tun, wofür wir bezahlt werden, und wir lernen, das zu tun, wofür wir bezahlt werden, also wenn wir die Versicherung ändern, ändern wir die Behandlung und die Situation. Die Versicherung trägt einen Bypass, und die Angioplastie, aber bis neulich trägt sie keine Ernährung und Lebensart.
Also begannen wir den Lehrkrankenhäusern unseres gemeinnützigen Instituts überall im Land und stellten fest, dass die meisten Leute eine Operation vermeiden konnten, und das war nicht nur medizinisch effektiv, sondern auch kosteneffektiv. Und die Versicherungsfirmen fanden heraus, dass sie pro Patient fast 30.000 US-Dollar einsparen könnten, und nun führt Medicare (staatliche Form d. Krankenversorgung) ein Pilotprojekt durch, wo sie 1.800 Leuten dieses Programm an unseren Lehrinstituten bezahlen. Der Wahrsager sagt: "Raucher bekommen einen Rabatt, weil es nicht so viel vorauszusagen gibt." (Lachen) Ich mag diese Folie, weil sie einen darüber sprechen lässt, was die Menschen wirklich zu Veränderungen motiviert, und was nicht. Und was nicht funktioniert ist die Angst vorm Tod, und das wird hauptsächlich verwendet.
Alle die rauchen wissen, dass es nicht gut für sie ist, und trotzdem rauchen noch 30 % der Amerikaner – in einigen Teilen der Welt sind es 80 %. Wieso tun Leute das? Es hilft ihnen dabei, den Tag zu überstehen. Und ich werde weiter darüber sprechen, aber die wahre Epidemie sind nicht nur Herzkrankheiten, Fettleibigkeit oder Rauchen – es ist Einsamkeit und Depression. Wie es eine Frau formulierte: "Ich habe 20 Freunde in der Packung Zigaretten, sie sind immer für mich da, und niemand anders ist es. Ihr wollt 20 meiner Freunde wegnehmen? Was bekomm ich dafür?" Oder sie essen, wenn sie depressiv sind, oder trinken Alkohol um den Schmerz zu lindern, oder sie arbeiten zu schwer oder sehen zu viel fern. Es gibt viele Arten, Schmerz zu vermeiden, zu lindern oder zu umgehen, aber man muss doch eigentlich den Grund des Problems behandeln. Und der Schmerz ist nicht das Problem – er ist das Symptom. Und den Leuten zu sagen, dass sie sterben werden, ist ein gruseliger Gedanke, oder dass sie ein Emphysem oder einen Herzanfall bekommen werden, also wollen sie nicht drüber nachdenken, und tun es auch nicht.
Die effektivste Antiraucherkampagne war diese hier. Sie bemerken wohl die schlaff aus dem Mund hängende Zigarette, und "Impotenz", das ist die Überschrift, nicht "Emphysem". Was war die meistverkaufte Droge aller Zeit, als sie vor ein paar Jahren eingeführt wurde? Viagra, richtig? Wieso? Weil viele Kerle es brauchen. Und man geht nicht rum und sagt, "Hey Joe, ich habe Erektionsstörungen, und du?" Schauen Sie sich doch die Anzahl der verkauften Viagra-Rezepte an. Es ist auch weniger psychologisch, es ist gefäßbedingt, und Nikotin verengt die Gefäße. Kokain auch, oder eine fettreiche Diät, oder emotionaler Stress.
Also die Verhalten, die wir in unserer Kultur als sexy bewerten sind diejenigen, die so viele Leute müde, lethargisch, depressiv und impotent machen, und das ist nicht so lustig. Aber wenn man dieses Verhalten verändert, erhält das Gehirn mehr Blut, man denkt klarer, hat mehr Energie. Das Herz wird mit mehr Blut versorgt wie ich gezeigt habe. Die sexuelle Leistung verbessert sich. Und diese Dinge passieren innerhalb von Stunden. Hier eine Studie: Eins, zwei Stunden nach einer fettreichen Mahlzeit ist der Blutfluss deutlich geringer, und das kennen Sie alle von Thanksgiving. Wenn Sie eine fettreiche Mahlzeit essen, wie fühlen Sie sich? Sie fühlen sich ziemlich schläfrig danach. Mit einem fettarmen Gericht geht der Blutfluss nicht runter, sogar hoch. Viele von Ihnen haben Kinder, und das ist eine riesige Änderung im Leben. Leute haben also keine Angst vor großen Veränderungen, wenn sie es wert sind. Und das Paradoxe ist, große Änderungen führen zu großen Vorteilen, und man fühlt sich schnell besser. Für viele Leute sind das Änderungen, die es wert sind – nicht um länger zu leben, sondern um besser zu leben.
Ich möchte ein bisschen über die Epidemie der Fettleibigkeit sprechen, denn das ist wirklich ein Problem. Zwei Drittel der Erwachsenen sind übergewichtig oder fettleibig. Und Diabetes bei Kindern und 30-Jährigen hat sich in den letzten 10 Jahren um 70 % erhöht. Kein Witz, leider. Und ich zeige Ihnen mal das von der amerikanischen Gesundheitsbehörde. Das sind keine Wahlergebnisse, das ist die Prozentzahl der übergewichtigen Leute. Und Sie sehen es hier von '85 bis '86, '87, '88, '89, '90, '91 – hier gibt es eine neue Kategorie, 15-20 Prozent. '92, '93, '94, '95, '96, '97 – eine neue Kategorie, '98, '99, 2000 und 2001. In Mississippi sind mehr als 25 % der Leute übergewichtig. Wieso aber? Tja, das hier ist zwar eine gute Art Gewicht zu verlieren, aber es hält nicht lange vor, das ist das Problem.
Es liegt kein Geheimnis darin, wie man abnimmt. Man verbrennt Kalorien entweder durch Sport oder man nimmt weniger Kalorien zu sich. Eine Art, weniger Kalorien zu sich zu nehmen ist weniger zu essen, daher kann man mit jeder Diät, wo man weniger isst, abnehmen, oder durch das Vermeiden ganzer Lebensmittelkategorien. Aber das Problem ist, man wird hungrig, das ist nur schwer zu ignorieren. Die andere Möglichkeit ist die Art des Essens zu ändern. Und Fett hat neun Kalorien pro Gramm, wohingegen Protein und Kohlehydraten nur vier haben. Wenn man also weniger Fett ist, isst man weniger Kalorien, aber nicht weniger Essen. Man kann also genauso viel Essen zu sich nehmen, wird aber mit weniger Kalorien versorgt, da die Kaloriendichte geringer ist. Und es ist das Volumen des Essens, das Sättigung bewirkt, nicht die Art.
Wissen Sie, ich rede nicht gern über die Atkins-Diät, werde aber jeden Tag dazu gefragt, also widme ich ihr mal ein paar Minuten. Der allgegenwärtige Mythos ist der: Amerikanern wurde gesagt, weniger Fett zu essen, der Prozentsatz von Kalorien aus Fett ist geringer, Amerikaner sind fetter denn je, also macht Fett einen nicht fett. Es ist eine Halbwahrheit. Amerikaner essen sogar mehr Fett denn je, und sogar noch mehr Kohlehydrate. Also ist der Prozentsatz niedriger, aber die tatsächliche Anzahl höher, das Ziel ist es also, beide zu reduzieren. Dr. Atkins und ich haben oft miteinander diskutiert, bevor er starb, und wir stimmten darin überein, dass Amerikaner einfach zu viele Kohlehydrate essen. Die "bösen Kohlehydrate", also Dinge wie – (Lachen) Zucker, weißes Mehl, weißen Reis, Alkohol. Und die erwischen uns zweimal: Wir konsumieren all diese Kalorien die uns nicht sättigen, da die Ballaststoffe entfernt wurden, und sie werden schnell absorbiert, also rast der Blutzucker nach oben. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin um ihn zu reduzieren, das ist gut. Aber Insulin beschleunigt die Umwandlung von Kalorien zu Fett. Das Ziel ist es also nicht, sich Schweineschwarte, Speck und Würstchen zuzuwenden – das sind keine gesunden Nahrungsmittel – sondern von den "bösen Kohlehydraten" zu den so genannten "guten" zu gehen. Und das sind Dinge wie Vollwertkost, oder unraffinierte Kohlehydrate: Früchte, Gemüse, Vollkornmehl, brauner Reis. Die natürlichen Formen bieten mehr Ballaststoffe. Und die Ballaststoffe machen einen satt, bevor zu viele Kalorien konsumiert werden, und verlangsamen die Absorption, damit der Blutzucker nicht nach oben schnellt. Und dazu nimmt man diese ganzen krankheitsvorbeugenden Substanzen zu sich.
Es ist nicht nur das, was man aus seiner Ernährung ausschließt, sondern auch, dass man schützende Stoffe einschließt. Und wie auch Kohlehydrate nicht alle schlecht sind, sind auch nicht alle Fette schlecht. Es gibt gute Fette, hauptsächlich die Omega-3-Fettsäuren. Die findet man zum Beispiel in Fischöl. Und die bösen Fette sind Dinge wie Trans-Fette und verarbeitete Nahrung und gesättigte Fettsäuren, die finden wir in Fleisch. Wenn Sie also sonst nichts aus dem Vortrag mitnehmen: Drei Gramm Fischöl pro Tag können die Gefahr eines Herzanfalls und plötzlichen Tods um 50 bis 80 Prozent verringern. Drei Gramm pro Tag. Es gibt sie in Ein-Gramm-Kapseln. Mehr als das liefert nur unnötiges Fett. So wird auch die Gefahr der verbreitetsten Krebsarten reduziert, wie Brust-, Prostata- und Darmkrebs. Das Problem mit der Atkins-Diät – Sie kennen sicherlich Leute, die damit Gewicht verloren haben, aber man kann auch mit Amphetaminen Gewicht verlieren, oder Dexfenfluramin. Es gibt viele ungesunde Arten, Gewicht zu verlieren. Man möchte aber so abnehmen, dass die Gesundheit verbessert und nicht verschlechtert wird. Und das Problem ist, dass die Atkins-Diät auf der Halbwahrheit basiert, dass Amerikaner zu viele Kohlehydrate essen, also wenn man weniger Kohlehydrate isst, nimmt man ab. Man nimmt sogar noch mehr ab, wenn man sich Vollwertkost und weniger Fett zuwendet, und baut die Gesundheit auf anstatt sie zu schädigen. Er sagt, "Ich habe gute Neuigkeiten. Während Ihre Cholesterinwerte gleich geblieben sind, haben sich die Forschungsergebnisse verändert."
Was passiert denn mit dem Herz, wenn man eine Atkins-Diät macht? Das Rote ist gut am Anfang, und ein Jahr später – das ist aus einer Studie in der von Experten geprüften Zeitschrift "Angiology" – es gibt mehr Rot nach einem Jahr auf einer Diät, die ich empfehlen würde, es gibt weniger Rot, weniger Blutfluss nach einem Jahr auf einer Diät nach Atkins. Also, ja, man kann abnehmen, aber das Herz ist nicht froh darüber. Eine der vom Atkins-Zentrum gesponserten Studien fand heraus, dass 70 % der Leute verstopft waren, 65 % der Leute hatten schlechten Atem, 54 % hatten Kopfschmerzen – das ist keine gesunde Ernährung. Und so fängt man vielleicht an abzunehmen und zieht ein paar Leute an, aber wenn sie näher kommen, wird daraus ein Problem.
Und im Ernst, es gibt Fallbeispiele von 16-jährigen Mädchen, die nach ein paar Wochen auf der Atkins-Diät starben. Knochenerkrankungen, Nierenerkrankungen, etc. Und so wird der Körper Abfall los, über den Atem, über den Darm und über den Schweiß. Also wenn man auf so eine Diät geht, beginnt man schlecht zu riechen. Eine optimale Diät enthält wenig Fett, wenig der bösen Kohlehydrate, viele der guten Kohlehydrate und genug der guten Fette. Und das ist wieder ein Spektrum: Wenn man sich in die Richtung bewegt, verliert man Gewicht, man fühlt sich besser und wird gesünder.
Es gibt auch ökologische Gründe, weiter unten aus der Nahrungskette zu schöpfen, ob es nun die Entwaldung im Amazonas ist oder das zur Verfügungstellen von mehr Proteinen für die vier Milliarden Leute, die von einem Dollar pro Tag leben – nicht zu vergessen die ethischen Bedenken der Leute. Es gibt also viele Gründe, so zu essen, die weit jenseits der Gesundheit liegen.
Wir sind kurz davor, unsere erste Studie zu veröffentlichen, in der wir auf die Wirkungen dieser Methode auf Prostatakrebs schauen, in Zusammenarbeit mit Sloane-Kettering und der Uni in San Francisco. Wir nahmen 90 Männer, bei denen eine Biopsie Prostatakrebs bestätigt hatte, die sich aus Gründen ohne Bezug zur Studie gegen eine OP entschieden hatten. Wir konnten sie willkürlich in zwei Gruppen aufspalten, und dann hatten wir eine Gruppe die als Kontrollgruppe diente und nicht behandelt wurde, was wir bei Brustkrebs zum Beispiel nicht tun können, weil alle behandelt werden.
Wir fanden heraus, dass nach einem Jahr niemand in der experimentellen Gruppe, die ihren Lebenswandel geändert hatten, Behandlung brauchte, aber sechs der Patienten in der Kontrollgruppe brauchten Bestrahlung oder eine OP. Als wir uns ihre PSA-Level anschauten – das ist ein Anzeiger für Prostatakrebs – dann wurden diese in der Kontrollgruppe schlechter, aber in der experimentellen Gruppe wurden sie besser, und diese Unterschiede waren höchst bemerkenswert.
Und dann fragte ich mich: Bestand eine Verbindung zwischen dem Ausmaß der Veränderung in der Ernährung und im Leben – egal, in welcher Gruppe sie waren – und den Änderungen im PSA? Und wir fanden tatsächlich eine Verbindung, genau wie in den Arterienblockaden in unserer Herzforschung. Und um die PSA-Level zu verringern, mussten sie ziemlich viel veändern.
Dann fragte ich mich, vielleicht verändern sie ja nur ihren PSA, aber das keine Auswirkung auf das Tumorwachstum. Also schauten wir uns das Blutwasser an und schickten es an die Uni in Los Angeles, sie fügten es in Prostatatumorzellen ein, die in Gewebekultur wachsen, und es verhinderte das Wachstum um das Siebenfache in der experimentellen Gruppe, verglichen mit der Kontrollgruppe – 70 anstatt 9 %. Und schließlich fragte ich mich, ob es eine Verbindung gibt zwischen dem veränderten Leben der Leute und dem verhinderten Tumorwachstum, in welcher Gruppe die Patienten sich auch befanden. Und ich war ganz aufgeregt, denn wir fanden wieder dasselbe Muster: Je mehr sich die Leute verändern, desto mehr beeinflusste es das Wachstum ihres Tumors. Und schließlich machten wir mit einigen der Patienten ein MRT, und die Tumoraktivität wird hier rot angezeigt, man kann deutlich sehen, dass es ein Jahr später besser ist und der PSA runter geht. Wenn das also bei Prostatakrebs zutrifft ist es sicherlich auch bei Brustkrebs wahr. Und ob man nun konventionelle Behandlung durchläuft oder nicht, wenn Sie auch diese Dinge verändern, wird das Risiko eines erneuten Ausbruchs reduziert.
Schließlich möchte ich noch einmal zum Streben nach Glück zurückkommen. Alle Studien haben gezeigt, dass einsame und depressive Menschen – und Depression ist die andere Epidemie unserer Kultur – oft eher krank werden und zu früh sterben, weil sie zum Beispiel eher rauchen als andere, oder zu viel essen oder trinken oder zu schwer arbeiten, und so weiter. Aber außerdem, durch Mechanismen, die wir nicht verstehen, haben einsame und depressive Menschen ein größeres Risiko – drei- bis fünfmal höher in einigen Studien – krank zu werden und verfrüht zu sterben. Und Depression ist behandelbar. Wir müssen da etwas tun.
Auf der anderen Seite ist alles, was Intimität fördernd, heilkräftig ist. Es kann sexuelle Intimität sein – ich glaube übrigens, dass heilende Energie und erotische Energie nur verschiedene Formen derselben Sache sind. Freundschaft, Altruismus, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft – all die ewigen Wahrheiten, über die wir sprachen, sind Teil aller Religionen und Kulturen – sobald man aufhört, ständig den Unterschied ausmachen zu wollen, sind dies die Dinge, die uns am meisten angehen, denn sie befreien uns von unserem Leid und von Krankheit. Und es ist auf gewisse Weise das eigennützigste, das wir tun können.
Schauen Sie sich nur mal diese Studie von David Spiegel in Stanford an. Er sah sich Frauen mit metastatischem Brustkrebs an und teilte sie willkürlich in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe traf sich 1,5 Stunden pro Woche in einer Selbsthilfegruppe. Es war eine aufbauende, liebevolle Atmosphäre wo sie ermutigt wurden, ihre emotionale Verteidigung fallen zu lassen und mit anderen Leuten, die dasselbe Problem hatten und es verstanden, darüber zu sprechen, wie schrecklich es ist, Brustkrebs zu haben. Sie trafen sich ein Jahr lang einmal die Woche. Fünf Jahre später lebten diese Frauen zweimal so lang, und man sieht, dass die Leute – und das war der einzige Unterschied zwischen den Gruppen. Es war eine randomisierte Kontrollstudie, die in "The Lancet" veröffentlicht wurde. Andere Studien haben dies bestätigt. Diese einfachen Dinge, die Intimität schaffen, sind wirklich heilend, und selbst das Wort "heilen" hat seine Wurzel in "ganz machen". Das Wort "Yoga" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Einheit, verbinden, zusammenbringen".
Und die letzte Folie, die ich Ihnen zeigen möchte, ist wieder von dem Swami, mit dem ich so lange gelernt habe, und ich war vor ein paar Jahren auf einer Konferenz für Onkologie und Kardiologie an der medizinischen Universität von Virginia. Am Ende sagte jemand: "Hey, Swami, was ist der Unterschied zwischen "Wellness" und "Illness" [Krankheit]?" Und er ging zur Tafel und schreib das Wort "Illness", kreiste den ersten Buchstaben ein ["I" = "ich"], schrieb dann "Wellness" und kreiste die ersten zwei Buchstaben ein ["We" = "wir"] ... Für mich steht das für das, worüber wir sprechen: Alles, das ein Gefühl der Verbindung und Gemeinschaft und Liebe herstellt, hat tatsächlich Heilkraft. Und dann können wir unsere Leben voller leben, ohne dabei krank zu werden. Danke. (Applaus)
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Dean Omish spricht über einfache, kostengünstige und technisch simple Wege, von den körpereigenen Heilungsfähigkeiten zu profitieren.
Dean Ornish is a clinical professor at UCSF and founder of the Preventive Medicine Research Institute. He's a leading expert on fighting illness -- particularly heart disease with dietary and lifestyle changes. Full bio »
Translated into German by Judith Matz
Reviewed by Alex Boos
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22:45 Posted: Oct 2006
Views 1,096,562 | Comments 420
20:08 Posted: May 2008
Views 1,080,127 | Comments 331
19:15 Posted: Feb 2007
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