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Hallo Sprachbox, alter Freund. (Lachen) Ich hab wieder den Support angerufen. Trotz der Warnung meines Chefs, rief ich Montag morgens an. Jetzt ist es Abend, und mein Essen wurde erst kalt – dann muffig. Ich hänge noch in der Warteschleife und lausche dem Klang der Stille. Ich glaube ihr versteht es nicht, eure Leitungen sind unbesetzt. Ich habe jeden Ton gewählt wie mir gesagt wurde, und trotzdem 18 Stunden in der Schleife verbracht. Nicht genug das eure Software meinen Mac in die Knie zwang, so dass er dauernd hängt und floppt – sie löschte meine ROMs! Jetzt macht der Mac den Klang der Stille. In meinen träumen fantasiere ich es euch schrecklich heim zu zahlen. Das ihr mit dem Motorrad verunglückt und Blut aus euren Wunden strömt. Mit letzter Kraft ruft ihr den Notarzt und hofft auf einen erfahrenen Arzt, aber ihr erreicht mich. (Lachen) Und lauscht dem Klang der Stille. (Applaus)
Danke. Schönen Abend und willkommen bei "Finden Sie den TED-Moderator der mal Begleiter am Broadway war." (Lachen) OK. Als die Times mir vor sechs Jahren eine Kolumne anbot, war der Deal: Sie bekommen die coolsten, heißesten, raffiniertesten neuen technischen Spielereien. Woche für Woche an die Haustür geliefert. Sie probieren sie aus, spielen mit ihnen, bewerten sie bis die Neuheit keine mehr ist, und senden sie dann zurück. Und Sie werden dafür bezahlt. Sie können darüber nachdenken, wenn Sie wollen. Ich war schon immer verrückt nach Technik, ich bin besessen. Der Job hatte jedoch einen kleinen Haken, sie wollten meine Email-Adresse am Ende jeder Kolumne veröffentlichen. Und mir fiel gleich auf – erstens bekommt man unglaublich viel Emails.
Wenn Sie je einsam sind, schreiben Sie eine New York Times Kolumne, dann bekommen Sie hunderte Emails. Das meiste was mich heute erreicht, berichtet von Frustration. Menschen fühlen sich wie Dinge – OK. Gerade wird ein Alarm auf dem Bildschirm angezeigt, ein Glück können Sie den nicht sehen. Die Menschen fühlen sich überfordert, ihnen ist die Technologie zu viel, zu schnell. Es mag gute Technologie sein, aber sie haben das Gefühl es gibt zu wenig Hilfestellung. Nicht genug Hilfe. Zu wenig wird beim Design darauf geachtet, die Technologie zugänglich und angenehm im Gebrauch zu machen. Ich habe einmal eine Kolumne darüber geschrieben, wie ich versuchte den Kundendienst von Dell zu erreichen. In nur 12 Stunden gab es 700 Leserkommentare auf den Seiten der Times, allesamt von Nutzern die sagten "Mir ging es auch so", oder "Das ist meine Leidensgeschichte." Ich nenne es Software-Rage. Mannomann, ich sage Ihnen, wenn jemals jemand heraus findet, wie man diese Frustration zu Geld macht – oh, wie kommt das da hoch? Nur ein Scherz. (Lachen)
OK, also warum nimmt das Problem zu? Ein Teil des Problems ist – ironischerweise – dass die Industrie so sehr versucht, den Gebrauch der Dinge zu vereinfachen. Ich zeige Ihnen was ich meine. So sah die Bedienfläche des Computers einmal aus, DOS. Mit den Jahren wurde sie leichter benutzbar. Hier das original Mac Betriebssystem. Reagan war Präsident. Madonna war noch brünett. Und das gesamte Betriebssystem – das ist das Gute daran – das gesamte Betriebssystem passte in 211 Kilobyte. Nicht mal das Logo von Mac OS 10 passte in 211 Kilobyte. (Lachen) Die Ironie ist, dass während diese Dinge leichter benutzbar wurden, kam eine weniger technische, breitere Nutzerschaft mit diesen Gegenständen erstmals in Kontakt.
Ich hatte mal das seltene Privileg, einen Tag in einem Apple-Callcenter zu verbringen. Der Typ hatte ein doppeltes Headset, an dem ich mithören konnte. Und die Anrufe die – Sie wissen schon, "Ihr Anruf könnte zur Qualitätssicherung aufgezeichnet werden?" Mm-Mmm. Ihr Anruf könnte aufgezeichnet werden, damit man die lustigsten Idiotengeschichten sammeln und auf CD weitergeben kann. (Lachen) Was gemacht wird. (Lachen) Und ich habe ein Exemplar. (Lachen) Es ist in Ihrer Präsenttasche. Nein, nein. Mit Ihren Stimmen darauf. Einige Geschichten sind aber einfach klassisch, und doch so nachvollziehbar. Eine Frau rief Apple an, und klagte dass ihre Maus quietschte – also ein Quietschgeräusch machte. Und der Techniker fragte, "Nun, wie meinen Sie das?" Sie sagt, "Ich kann ihnen nur sagen, dass es lauter wird, wenn ich schneller über den Bildschirm fahre." (Lachen) Der Techniker dann, "Bitte? Sie halten die Maus gegen den Bildschirm?" Und sie, "Tja, da steht doch 'hier klicken um fort zu fahren.'" (Lachen)
Tja, wenn Ihnen das gefällt, wie viel Zeit bleibt noch? Jemand anderes, ein Mann rief an, und das ist absolut wahr! Sein Computer war abgestürzt und er sagte dem Techniker er könnte ihn nicht wieder starten, egal wie oft er 11 eingebe [engl: type]. Und der Techniker fragt, "Bitte? Warum geben Sie 11 ein?" Darauf er, "Die Meldung lautet 'Fehler Art [engl: type] 11'" (Lachen) Wir müssen eingestehen, das ein Teil der Schuld direkt bei den Nutzern liegt. Warum aber nimmt diese Krise technischer Überladung,
die Komplexitäts-Krise gerade jetzt zu? Im Bereich der Geräte weil wir – die Konsumenten – wollen, dass alles immer kleiner und kleiner wird. Die Geräte werden immer winziger, aber unsere Finger bleiben im Wesentlichen gleich groß. Die Herausforderung nimmt also zu. Die Software ist einem anderen Urtrieb unterworfen: dem Auftrag mehr und mehr Versionen zu veröffentlichen. Wenn Sie eine Software kaufen, ist das anders als bei einer Vase, oder einem Schokoriegel, den Sie besitzen. Es ist eher wie der Beitritt zu einem Klub, man zahlt jährliche Beiträge. Und jedes Jahr sagen sie, "Wir haben mehr Funktionen reingepackt und verkaufen es Ihnen für 99 Dollar." Ich kenne jemanden, der mit den Jahren 4.000 Dollar allein für Photoshop ausgegeben hat. Die Software-Unternehmen erzielen 35 Prozent Ihrer Einkünfte allein aus solchen Software-Upgrades. Ich nenne es das Software-Upgrade-Paradox – das besagt, wenn man eine Software oft genug verbessert, ruiniert man sie letztlich.
Microsoft Word nämlich war zunächst nur eine Textverarbeitung, naja, während der Regierung Eisenhower. (Lachen) Was ist denn die Alternative? Microsoft machte tatsächlich ein Experiment: sie sagten, "Warte mal, jeder beklagt, dass wir so viele Funktionen hinzufügen. Machen wir doch einfach eine Textverarbeitung, die nur eine Textverarbeitung ist. Einfach, pur, keine Webseiten, keine Datenbank." Es wurde veröffentlicht und hieß Microsoft Write. Und niemand von Ihnen nickt anerkennend, denn es wurde eingestellt. Es versank. Niemand hat es je gekauft. Ich nenne das das Sportgeräte-Prinzip. Menschen umgeben sich gern mit überflüssiger Macht, richtig? Sie brauchen keine Datenbank- oder Webseiten-Software, aber Sie denken sich, "Nun, ich mach ein Upgrade, denn wer weiß, vielleicht brauche ich das eines Tages!" Das Problem mit den neuen Funktionen ist aber, wohin damit? Wo packt man sie hin? Man hat ja nur eine begrenzte Zahl Design-Werkzeuge: Knöpfe, Schieber, Klappmenüs, Untermenüs. Und wenn man nicht vorsichtig ist, kommt das heraus: (Lachen)
Das ist nicht retouchiert – kein Witz – original Microsoft Word, dasselbe was Sie haben, mit allen Werkzeugkästen offen. Sie haben offensichtlich noch nie alle Werkzeugleisten geöffnet, denn dann haben Sie nur das winzig kleine Eingabefenster hier übrig. (Lachen) Und wir sind längst im Zeitalter der Schnittstellen-Matrizen, wo wir so viele Funktionen und Wahlmöglichkeiten haben, dass es zweidimensional sein muss. Eine Vertikale und eine Horizontale. Sie beschweren sich alle darüber, dass Microsoft Word Ihre Listen automatisch mit Aufzählungszeichen versieht und Ihre Links unterstreicht. Das kann man irgendwo da ausschalten. Wirklich, irgendwo geht das! Ein Teil des Designs einer einfachen, guten Schnittstelle ist, zu wissen, wann man welche Charakteristik verwendet. Hier sehen Sie den Abmeldedialog von Windows 2000. Es gibt nur vier Wahlmöglichkeiten, warum sind die in einem Klappmenü? Es ist ja nicht so, als wäre kein Platz mehr auf dem Bildschirm, so dass man die Wahlmöglichkeiten einklappen müsste. Sie hätten sie alle anzeigen können.
So sieht der gleiche Dialog bei Apple aus. (Applaus) Danke – Ja, das ist mein Entwurf. Nein, nein. Wir können jetzt schon sehen, dass Apple und Microsoft ganz unterschiedlich an den Entwurf von Software heran gehen. Microsofts Ansatz zur Einfachheit neigt zu: machen wir es kleinteilig, zerlegen wir es in mehrere Schritte. Überall gibt es diese Assistenten. Und wie Sie wissen, kommt diesen Herbst ein neues Windows. Wenn sie in diesem Tempo weitermachen, kann niemand sagen, wo sie landen. (Applaus) Willkommen zum Tippen-Sie-ein-Wort-Assistenten. Klar, ich bin bissig. Klicken wir "Weiter" um weiter zu machen. (Applaus) Wählen Sie aus dem Auswahlmenü den ersten Buchstaben den Sie tippen wollen. OK. (Lachen) Es gibt eine Grenze, die wir nicht überschreiten wollen. Was ist also die Lösung? Wie packt man all diese Funktionen auf intelligente Weise hinein? Ich glaube an Konsistenz wo sie möglich ist, Gegenstücke zur realen Welt, Abfalleimer-Ordner wenn möglich, die meisten Dinge benennen. Aber ich flehe Designer an, die Regel dort zu brechen, wo sie gegen die wichtigste aller Regeln verstößt: nämlich Intelligenz. Was meine ich damit? Ich werde Ihnen einige Beispiel dafür geben, wann Intelligenz etwas inkonsistent aber besser macht:
Wenn man im Internet etwas kauft, gibt man seine Adresse ein und soll sein Heimatland auswählen, nicht wahr? Es gibt 200 Länder auf der Welt, und wir halten das Netz für ein globales Dorf. Das ist es aber leider noch nicht. Es ist in der Hauptsache die Vereinigten Staaten, Europa und Japan. Warum also werden die Vereinigten Staaten bei "V" einsortiert? (Lachen) Man muss etwa sieben Bildschirmseiten nach unten rollen, um dorthin zu gelangen. Es wäre inkonsistent, die Vereinigten Staaten oben einzuordnen,
aber es wäre intelligent. Es wurde schon mal angesprochen, aber warum in aller Welt fährt man einen Windows-PC runter, indem man auf einen Knopf namens "Start" klickt? (Lachen) Noch ein Liebling von mir: wenn Sie einen Drucker haben, wollen Sie doch meist ein Exemplar Ihres Dokuments ausdrucken, in der Reihenfolge der Seiten, auf diesem Drucker. Warum in Gottes Namen kommt dann jedes Mal wenn Sie drucken dieser Dialog? Wie aus einem 747 Shuttle-Cockpit. (Lachen) Und Sie werden feststellen, keiner der Knöpfe unten heißt "Drucken". (Lachen) (Applaus) Ich sage ja nicht, dass Apple das einzige Unternehmen ist, das dem Kult der Einfachheit folgt. Auch Palm ist – besonders in frühen Tagen – toll darin. Tatsächlich sprach ich mit Palm als sie in den 90ern auf der Höhe waren, und danach traf ich einen ihrer Angestellten. Er sagte, "Schönes Gespräch." Und ich "Danke, was machen Sie hier?" Er sagte, er sei ein Tip-Zähler. Ich wunderte mich: "Ein was?" Er erklärte mir "Nun, Jeff Hawkings, der Chef sagt, 'Wenn irgendwas auf dem Palm Pilot mehr als drei Tipper mit dem Stylus braucht, ist es zu lang und muss neu entworfen werden' Also bin ich der Tip-Zähler." Ich zeige Ihnen also ein Beispiel für ein Unternehmen, das keinen Tip-Zähler hat.
Das ist Microsoft Word, OK. Wenn Sie ein neues, leeres Dokument in Word erstellen möchten – das könnte vorkommen! (Lachen) Öffnen Sie das Dateimenü und wählen "Neu". Dann, was passiert wenn Sie "Neu" wählen? Öffnet sich ein neues, leeres Dokument? Nein. Am anderen Rand des Bildschirms erscheint eine Aufgabenleiste, und irgendwo bei diesen Links – nebenbei, nicht oben – irgendwo bei diesen Links findet sich der Knopf, der ein neues Dokument öffnet. Na gut, dieses Unternehmen zählt keine Tipper. Aber wissen Sie, ich will nicht einfach hier stehen und über Microsoft lästern. Publikum: Mach weiter. David Poque: Ja, mach ich. (Lachen) (Applaus)
Der Bill Gates Song! Ich war schon immer Computerfreak und schrieb das allererste DOS. Ich brachte mein Programm und IBM zusammen; ich bekam den Profit, sie hatten das Nachsehen. (Lachen) Ich schreib Programme, die die Welt bewegen, von überall her kommt der Tantiemen-Segen. Manchmal ist es Müll, aber die Presse läuft. Kauft die Box, ich verkauf den Code.
Alle Software-Unternehmen forschen und entwickeln für Microsoft. Eine gute Idee kann man heute nicht mehr für sich behalten. Sogar Windows ist ein Hack, irgendwie leicht auf Mac basiert. Es ist groß und langsam, na und? Wohin wollt Ihr denn, ich brauch keinen Beifall; ich schreib Programme die zur heutigen Welt passen. Großes Mittelmaß in allen Gassen. Wir sind im Weltmacht-Modus. Ihr habt keine Wahl, ihr kauft meinen Code. Ich bin Bill Gates und schreibe den Code. (Applaus)
Ich glaube aber, dass es tatsächlich zwei Microsofts gibt. Das alte, verantwortlich für Windows und Office. Die würden liebend gern alles hinwerfen, und neu anfangen, können aber nicht. Die können nicht raus, weil all die Add-Ons und Zeug anderer Unternehmen auf den Rahmen von 1982 festgelegt sind. Dann ist da noch das neue Microsoft, das wirklich gutes, einfaches Schnittstellendesign macht. Mir gefiel der Media-Center-PC und die Microsoft SPOT-Uhr. Die drahtlose Uhr ist am Markt kläglich gescheitert, aber nicht weil sie nicht einfach und schön entworfen war. Sagen wir mal so: würden Sie 10 Dollar im Monat bezahlen, für eine Uhr, die jede Nacht aufgeladen werden muss, wie Ihr Telefon, und aufhört zu gehen, wenn Sie das Vorwahlgebiet verlassen? (Lachen)
Die Zeichen könnten andeuten, dass die Komplexitätskrise nur schlimmer werden kann. Gibt es Hoffnung? Die Bildschirme werden kleiner. Menschen erleuchten, indem sie Anleitungen beilegen. Die Ausstoßrate nimmt zu. Lustig ist – als Steve Jobs 1997 zu Apple zurück kehrte, nachdem er 12 Jahre weg war, gab es die MacWorld Expo. Er kam im schwarzen Rolli und Jeans auf die Bühne und machte in etwa das hier. Die Menge tobte, aber ich dachte mir, wo hab ich das schon mal gesehen? Ich hatte gerade den Film "Evita" gesehen – (Lachen) – mit Madonna, und ich dachte, wissen Sie was, ich einen über Steve Jobs machen. Das wird nicht leicht, Sie werden mich merkwürdig finden. Wenn ich versuche meine Rückkehr zu erklären, nachdem ich der Presse erzählt habe, dass Apples Zukunft schwarz ist. Sie werden mir nicht glauben. Sie sehen nur einen Heranwachsenden, der in einer Garage mit nur einem Kumpel namens Woz loslegte. (Lachen) Versuchen Sie mal einen Reim auf Garage! (Lachen)
Wein nicht um mich Cupertino. (Lachen) In Wahrheit habe ich dich nie verlassen. (Lachen) Ich kenne jetzt die Grundlagen, ich kenne jetzt die Kniffe. Ich habe ein Vermögen drüben bei Pixar gemacht. (Lachen) Wein nicht um mich Cupertino. Ich hab noch immer Biss und Visionen. Ich tragen noch immer bei jedem Wetter Sandalen, nur sind sie heute aus Gucci-Leder. (Lachen) (Applaus)
Danke. Steve Jobs hat also immer an Einfachheit geglaubt, an Eleganz und Schönheit. Und wahr ist, jahrelang war ich etwas deprimiert, denn Amerika schätzte es offensichtlich nicht, denn der Mac hatte nur drei Prozent Marktanteil, Windows hatte 95 Prozent Marktanteil. Die Leute hielten es nicht für preiswürdig. Ich war also etwas deprimiert, und als ich Al Gores Ansprache hörte, wurde mir klar, dass ich die Bedeutung von deprimiert nicht kannte. (Lachen) Es zeigte sich jedoch, das ich unrecht hatte, nicht wahr? Denn der iPod kam raus, und widersprach jeder Intuition. Andere Produkte sind billiger, andere Produkte haben mehr Funktionen. Sprachaufzeichung und UKW-Sender. Die anderen Produkte wurden von Microsoft mit einem offenen Standard unterstützt, anstatt Apples firmeneigenen Standard. Aber der iPod setzte sich durch. Das war was alle wollten. Die Botschaft war: Einfachheit verkauft sich gut. Und manche Zeichen deuten darauf, dass die Industrie die Botschaft versteht. Es gibt ein kleines Unternehmen das sehr gut mit Einfachheit und Eleganz gefahren ist. Das Sonos-Ding – das setzt sich durch.
Ich hab nur ein Paar Beispiele. Leibhaftig zeigt sich neulich ein wirklich cooles, elegantes Denken. Wenn Sie eine Digitalkamera haben, wie bekommen Sie die Bilder zum Computer? Nun, entweder schleppen Sie ein USB-Kabel herum, oder Sie kaufen sich einen Kartenleser, und schleppen den herum. So oder so sind Sie angeschmiert. Ich nehme die Speicherkarte heraus, klappe sie halb um und lege so USB-Kontakte frei. Ich steck sie einfach in den Computer, lade die Bilder herunter und steck sie zurück in die Kamera. So kann ich nichts verlieren. Ein weiteres Beispiel: Chris, die bist die Stromquelle. Willst Du mein Netzstecker sein?
DP: Halt das, und lass nicht los. Sie haben vielleicht das schon mal gesehen: das ist Apples neuer Laptop. Das ist das Netzkabel, so geht es rein. Sicher hat jeder von Ihnen das schon mal gemacht, oder eins Ihrer Kinder. Man geht umher, und ich werde das zu Boden ziehen, mir egal. Ist ein Leihgerät. Los geht's. Wow! Das ist magnetisch. Der Laptop wird nicht zu Boden gezogen. (Applaus)
Bei meinem letzten Beispiel – einen großen Teil meiner Arbeit mache ich mit Spracherkennungs-Software, und Sie müssen leise sein, denn die Software ist unruhig. Okay. Spracherkennungs-Software ist großartig für schnelle Emails. Punkt. Zum Beispiel bekomme ich hunderte Emails am Tag. Punkt. Und sie schreibt nicht nur was ich diktiere. Punkt. Ich verwende auch die Sprach-Makro-Funktion. Punkt. Verbessere "abbringen". Fast. Na gut, das sind keine idealen Bedingungen, denn unter anderem kommt auch ein Echo von der Wand. Aber es geht darum, dass ich sehr schnell Leuten antworten kann, indem ich etwas Kurzes sage, und die Software etwas viel Längeres hinschreibt. Wenn mir also jemand einen Fanbrief schreibt, sage ich, "Danke dafür." (Lachen) (Applaus) Und genause, wenn mir jemand einen Hassbrief schreibt – was täglich passiert – sage ich, "Leck mich." (Lachen) (Applaus) Das ist also mein schmutziges kleines Geheimnis. Behalten Sie es für sich. (Lachen)
Es ist also eine wirklich interessante Sache. Das ist die achte Version dieses Programms, und wissen Sie was in Version Acht dazu kam? Keine neuen Funktionen. Das gab es bei Software noch nie! Das Unternehmen fügte keine neuen Funktionen hinzu, sie sagten nur: "Wir sehen zu, das das Programm gescheit arbeitet." Genau. Denn jahrelang haben Leute diese Software gekauft, ausprobiert – 95 Prozent Treffsicherheit war alles was sie bekamen, was bedeutet jedes 20. Wort ist falsch – und sie legten es in die Schublade. Das Unternehmen war das leid, also sagten sie, "In dieser Version kümmern wir uns um nichts anderes, als das es verdammt genau funktioniert."
Das habe sie also getan. Der Kult Sachen hinzubringen verbreitet sich langsam. Mein Rat zum Schluss an alle die diese Technologie anwenden: denken Sie daran, wenn es nicht funktioniert, muss es nicht an Ihnen liegen, klar? Es kann auch am Design des von Ihnen verwendeten Geräts liegen. Achten Sie im Leben auf gutes und schlechtes Design. Und wenn Sie zu den Leuten gehören die dieses Zeug entwerfen: leicht ist schwer. Arbeiten Sie für Ihre Zielgruppe an den Details, zählen Sie die Tipper. Bedenken Sie, die Schwierigkeit ist nicht zu entscheiden, welche Funktionen Sie hinzufügen – sonder zu entscheiden, welche Sie weglassen. Das Beste daran ist, das Ihre Motivation lautet: Einfachheit verkauft sich gut.
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Der New York Times Kolumnist David Poque legt an auf die schlimmsten Beispiele für schlechtes Design von Nutzerschnittstellen und liefert ermutigende Beispiele von Produkten die gute Lösungen zeigen. Um das ganze aufzulockern singt er zwischendurch.
David Pogue is the personal technology columnist for the New York Times and an Emmy Award-winning tech correspondent for CBS News. He's also one of the world's bestselling how-to authors, with titles in the For Dummies series and his own line of "Missing Manual" books. Full bio »
Translated into German by Alex Boos
Reviewed by Anja Lehmann
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04:15 Posted: Jan 2008
Views 180,038 | Comments 41
07:30 Posted: May 2007
Views 3,006,588 | Comments 203
05:40 Posted: Apr 2008
Views 2,957,410 | Comments 222
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