Ich bin der Technik-Kritiker der New York Times. Ich teste wöchentlich die neusten technischen Spielereien. Gute Väter sollten zu dieser Jahreszeit eigentlich viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und den Weihnachtsbaum schmücken. Aber dieses Jahr bin ich hauptsächlich im Fernsehen zu sehen und muss immer die gleiche Frage beantworten: "Was sind die Technik-Trends für nächstes Jahr?" Und ich, "Haben wir das nicht letztes Jahr schon durchgekaut?"
Also habe ich mir das ausgesucht, was mich am meisten interessiert, und zwar das gelungene Zusammenspiel von Handy und Internet. Ich habe diesen Vulkan bei Google Images gefunden, ohne zu merken, wie sehr es dem Titelbild von "Dianetics" ähnlich ist.
Jedenfalls begann all dies vor ein paar Jahren, als man damit anfing, eher über das Internet als mit dem Telefon zu telefonieren, und es war einer weiter Weg bis dahin. Aber das war an sich schon eine interessante Geschichte. Es geht um Unternehmen wie Vonage. Man nimmt ein normales Telefon, schließt es an eine kleine Box an, die man von der Firma bekommt, und schließt diese wiederum an ein Modem an. Es funktioniert wie ein normales Telefon. Man kann auch den Hörer abheben und ein Freizeichen hören, aber dieses ist nicht echt. Es ist nur eine Tondatei eines Freizeichens, nur um sicherzustellen, dass die Welt nicht untergegangen ist. Es könnte alles sein. Zum Beispiel Salsa-Musik oder eine Comedy Nummer - es ist völlig egal. In der kleinen Box ist Ihre Telefonnummer gespeichert. Das ist richtig klasse - man kann es nämlich nach London oder Sibirien mitnehmen, und Ihr Nachbar zu Hause kann Ihre Nummer wählen und Ihr Telefon wird klingeln, weil alle Informationen in der Box gespeichert sind. In dieser Box gibt es alle möglichen Features, weil ein neues Feature hinzuzufügen einfach nur eine neue Software bedeutet.
Aufgrund von Voice Over IP - ich hasse diese Bezeichnung - Voice over Internet - ist die Festnetznutzung in den letzten drei Jahren um 30% zurückgegangen. Kein Jugendlicher mit Selbstbewusstsein hat heute noch ein Festnetzanschluss. Das haben Jugendliche heute schon eher. Das ist der beliebteste VOIP-Dienst der Welt: Skype. Es ist ein kostenloses Programm, das für PC und Mac heruntergeladen werden kann. Man kann damit kostenlos in die ganze Welt telefonieren. Der Nachteil ist, dass man dabei ein Headset wie ein Nerd tragen muss. Es ist nicht Ihr Telefon, sondern Ihr Computer. Wenn Sie allerdings ein armer, mittelloser Student sind, glauben Sie mir, ist dies immer noch besser als es mit dem Handy zu probieren.
Es ist wirklich goldig zu sehen, wie Leute mittleren Alters wie ich, Skype zum ersten Mal ausprobieren. Das ist meistens dann der Fall, wenn die Kinder für ein Semester ins Ausland gehen. Sie wollen keine Roaming-Gebühren bezahlen, also sagen sie, "Timmy! Bist du das?"
Das ist wirklich goldig. Aber ich - das war zumindest bei mir so -
Ich denke, dass VOIP erst dann interessant wird, sobald sie anfangen, es auf Handys zu installieren. Stellt euch ein ganz normales Handy vor, und jedes Mal, wenn Sie ich in einem W-LAN-Hotspot befinden, können Sie kostenlos in die ganze Welt telefonieren, ohne der Telefongesellschaft auch nur einen Cent zu bezahlen. Das wäre richtig, richtig cool - und doch, obwohl die Technologie längst verfügbar ist, nämlich schon seit fünf Jahren - ist das nicht unglaublich - ist die Anzahl der VoIP-fähigen Telefone, die von US-Anbietern bereitgestellt wird, gleich Null. Woran könnte das wohl liegen?
Eigentlich muss ich mich korrigieren. Es gibt jetzt eins. Das ist so interessant, dass ich dachte, ich erzähle euch davon. Es kommt von T-Mobile. Ich werde nicht von T-Mobile bezahlt. Ich mache keine Werbung für T-Mobile. Die New York Times erlaubt so etwas nicht. Seitdem dieser Idiot Jayson Blair es uns allen verdorben hat.
Der Grund, warum Sie noch nichts von diesem Programm gehört haben, ist, weil es letztes Jahr am 29. Juni vorgestellt wurde. Erinnert sich irgendjemand an das, was am 29. Juni letztes Jahr passiert ist? Es war das IPhone. Das IPhone kam an diesem Tag auf den Markt. Und ich, "Können Sie sich vorstellen, PR-Managerin von T-Mobile zu sein?"
"Hallo, wir haben etwas bekannt zu geben - AAAAAAAAAAAAAHHH!!!"
Aber es ist schon richtig cool. Es gibt eine Auswahl an Telefonen, wir reden nicht von Smartphones, sondern von normalen Telefonen, wie z.B. einem Blackberry, die Wi-Fi haben. Das Geniale ist, jedes Mal, wenn Sie sich in einem Wi-Fi-Hotspot befinden, sind alle Anrufe kostenlos. Wenn Sie sich nicht mehr im Hotspot befinden, sind Sie im normalen Handynetz. Jetzt denken Sie: "Wie häufig bin ich schon in einem Hotspot?" Die Antwort ist: "Die ganze Zeit!" Denn T-Mobile gibt Ihnen einen normalen Wireless-Router, der mit dem Handy von zu Hause aus funktioniert. Was richtig genial ist, weil wir alle wissen, dass T-Mobile der jämmerlichste Anbieter ist. Die Firma hat ein Netz etwa von der Größe des Fingernagels meines Daumens. (Gelächter) Aber es kostet hundert Millionen Dollar, um einen dieser Türme aufzustellen. Doch so viel Geld haben sie nicht. Stattdessen geben sie uns so eine $7.95-Box. Das ist wie ein geheimes Funkturmprogramm. Wir stellen sie für T-Mobile bei uns zu Hause auf!
Jedenfalls gibt es Wi-Fi-Telefone in Europa. Aber was vor T-Mobile noch keiner gemacht hat, ist, dass, wenn man sich während des Anrufs außer Reichweite des Wi-Fi-Netzes bewegt, der Anruf nahtlos auf das Handynetz übergeht. Ich werde euch die hochentwickelte Technologie vorführen, die wir bei der New York Times zum Testen der Geräte benutzen. Das bin ich mit einer Kamera auf dem Handy, während ich so herumlaufe.
Wie ich so aus dem Haus vom Wi-Fi-Hotspot in das Handynetz laufe und meine Frau anrufe. Das da links oben ist das Wi-Fi-Signal.
(Video): Jennifer Pogue: Hallo?
David Pogue: Hey, mein Schatz, ich bin's.
JP: Oh, Liebling, wie geht's dir?
DP: Wir sprechen über Wi-Fi. Wie klingt das?
Ich gehe jetzt aus dem Haus. DP: Ich mache einen Spaziergang. Was dagegen?
JP: Überhaupt nicht. Ich habe einen tollen Tag mit den Kindern.
Genau da! Es hat gerade mitten im Gespräch auf Handynetz umgeschaltet. Ich weiß nicht, was meine Frau gesagt hat. Ich hör ihr nie zu. Ich kapiere es einfach nicht.
Unterm Strich heißt das, dass die Grenzen durch die Kombination von Internet und Handy verschwinden. Das Tolle an den T-Mobile-Handys ist, dass, obwohl der Schaltmechanismus sehr clever ist, dieser die Abrechnungstechnik abgehängt hat. Wenn man also ein Telefonat im Haus mit Wi-Fi beginnt, kann man ins Auto steigen und reden bis die Batterie leer ist - was nach 10 Minuten der Fall wäre -
und der Anruf ist weiterhin kostenlos. Weil sie nicht, sie haben nicht ... Nein, warten Sie! Nicht so schnell. Es funktioniert auch umgekehrt. Wenn man ein Telefonat über das Handynetz führt und dabei nach Hause kommt, werden weiterhin Gebühren berechnet. Daher haben es sich die meisten Leute mit diesem Service zur Gewohnheit gemacht, zu sagen, "Hey, Ich bin jetzt zu Hause angekommen. Kann ich dich gleich zurückrufen?" Jetzt haben Sie es verstanden. Es stimmt auch, dass, wenn Sie eines dieser Handys im Ausland benutzen, es nicht weiß, in welchem Internet-Hotspot Sie sich befinden. Niemand im Internet weiß, wer Sie sind, stimmt's? Niemand weiß, dass sie gerade in Pakistan sind. Mit diesen Telefonen können Sie kostenlos nach Hause in die Vereinigten Staaten telefonieren. Das ist wirklich interessant.
Hier ist ein weiterer Favorit von mir. Hat jemand hier ein funktionierendes Handy, das an ist und Netz hat? Wer kann mich anrufen, ohne viel Lärm zu machen? Ok. Könnten Sie mich jetzt anrufen? [Handynummer wurde vorher gegeben] Aber rufen Sie mich nicht alle um 3 Uhr nachts an und fragen, ob ich Ihren Drucker einrichten kann.
Ich habe zwei Handys. Wenn das funktioniert, wird etwas sehr Seltsames passieren. Ich sollte solche technischen Demonstrationen nicht vor Publikum machen. Es ist einfach nur absurd. Dieses Handy klingelt. Und ... oh, dieses ist noch auf lautlos eingestellt. Großartig! Jedenfalls klingelt auch das zweite Handy. Sie klingeln beide gleichzeitig. Entschuldigen Sie mich ein Moment. Hallo? Oh. Von wo aus rufen Sie an? Nein, nur ein Scherz. Da ist er. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich wusste gar nicht, dass Sie es waren. Ich habe die ganze Zeit diesen Mann angeschaut. Na, toll! Ihr könnt jetzt aufhören, mich anzurufen!
Ok! Die Demonstration ist zu Ende. Ok. Ton aus. Jeder möchte einmal mitmachen.
So funktioniert Grand Central. Es ist ein ... Herrgott nochmal!
Ich habe jetzt all Ihre Nummern!
Grand Central ist eine wirklich brillante Idee. Sie bekommen eine neue Telefonnummer und wenn diese Nummer gewählt wird, klingeln alle Ihre Telefone gleichzeitig. Ihr Telefon zu Hause, auf der Arbeit, Ihr Handy, ihr Telefon auf der Yacht. (das ist das EG-Publikum).
Das Schöne daran ist, dass man nie einen Anruf verpasst. Ich weiß, dass jetzt vielen von Ihnen sagen werden: "Aber ich möchte nicht jederzeit erreichbar sein." Das Gute daran ist, dass alles über das Internet läuft, wo man all diese richtig tollen Features hat - zum Beispiel, ich möchte, dass mich diese Leute nur zu bestimmten Zeiten erreichen können, und ich möchte, dass diese Leute diese Begrüßung hören. "Hey Chef, ich bin gerade unterwegs und verdiene uns etwas Geld. Hinterlassen Sie eine Nachricht." Dann ruft Ihre Frau an und sie hört: "Hallo Schatz, hinterlass' mir eine Nachricht." Der Dienst ist sehr flexibel. Google hat es gekauft und arbeitet nun schon seit einem Jahr daran. Sie sollten es in Kürze auf den Markt bringen.
Übrigens ist da etwas, was mich wirklich ärgert. Ich weiß nicht, ob Sie sich dessen bewusst sind, aber wenn Sie 411 über das Handy wählen, müssen Sie 2 Dollar Gebühren bezahlen. Wussten Sie das? Es ist ein Skandal. Ich habe sogar ein Foto des Mitarbeiters von Verizon hier. Ich werde Ihnen sagen, wie man dem aus dem Weg gehen kann. Sie müssen einfach Google Cellular nutzen. Es ist völlig kostenlos - es gibt nicht einmal Werbeanzeigen. Wenn Sie wissen, wie man eine SMS verschickt, bekommen Sie die gleichen Informationen für umsonst. Ich werde Ihr Leben verändern. Hier mache ich es gerade selbst. Sie schicken eine SMS an das Wort "Google", welches anscheinend der Nummer 46645 entspricht. Das "e" wurde einfach weggelassen.
Also sagen wir, dass Sie eine Apotheke in der Nähe von Chicago suchen. Dann tippen Sie einfach "pharmacy Chicago" oder die Postleitzahl von Chicago ein. Danach drücken auf "Senden" und in 5 Sekunden bekommen Sie eine SMS mit den 2 Apotheken, die sich in nächster Nähe befinden, komplett mit Name, Adresse und Telefonnummer. Da ist es. Es ist alles schriftlich, das heißt, wenn Sie gerade Auto fahren, brauchen Sie nicht ständig "Aha, aha, aha" zu sagen.
Es funktioniert auch, wenn Sie eine Wetterauskunft haben wollen. Sie schreiben einfach "weather" und den Namen der Stadt, in die Sie reisen möchten. In 5 Sekunden bekommen Sie dann eine SMS mit der kompletten Wettervorhersage für diese Stadt. Ich werde Ihnen gleich erzählen, warum ich in Mailand war. Probieren Sie es. Und das ist nur der Anfang. Es gibt so viele verschiedene Informationen, die Sie bei Google abfragen können und die werden Ihnen ... Sie wollen das jetzt alles abschreiben. Das ist ja goldig. Ich habe auch eine E-Mail-Adresse. Sie können mir einfach schreiben und mich danach fragen. Das ist wirklich phänomenal. Die einzige Nachteil ist, dass Sie wissen müssen, wie man eine SMS verfasst und diese verschickt. Niemand über 40 weiß, wie das geht.
Also werde ich Ihnen noch etwas viel Besseres zeigen. Dieser Dienst heißt Google Info. Das ist der gleiche Dienst, nur mit Spracherkennung. Das ist Spracherkennung, wie Sie sie noch nie erlebt haben. Also sagen wir, dass ich mich in Monterey befinde und was haben möchte? Wonach suche ich? Bagels. Ok.
Google: Sagen Sie, was sie wollen, die Stadt und den Bundesstaat.
DP: Bagels, Monterey, Kalifornien. Ich bin wohl in China gelandet.
Google: Bagels, Monterey, Kalifornien. Die ersten acht Ergebnisse: Nummer 1, Bagel Bakery in der El Dorado Street. Um die Nummer 1 auszuwählen, drücken Sie die Taste 1 oder sagen Sie "Eins". Nummer 2: Bagel Bakery, Commissary Department.
Warum höre ich auf Leute aus dem Publikum? Na, jedenfalls - Ah, jetzt funktioniert es.
Google: ... Commissary Department in der McClellan Avenue, Monterey. Ich verbinde Sie oder sagen Sie "Details" oder "Zurück".
DP: Er verbindet mich. Er sagt mir nicht einmal die Telefonnummer. Er verbindet mich direkt. Es ist, als hätte man einen persönlichen Diener.
DP: Hallo, könnte ich 400 mit Glasur haben? Nein, nein, nein ... ich mache nur einen Scherz. Jedenfalls bekommt man die Nummer nie heraus. Das ist so verblüffend. Da ist so viel Sorgfalt mit im Spiel. Aber dieser Dienst ist noch verblüffender. Den müssen Sie in Ihrer Kurzwahl speichern. Hier können Sie durch Spracherkennung jede Frage stellen. Wer gewann 1958 die World Series? Was ist das Rezept für einen bestimmten Cocktail? Das ist wirklich erstaunlich - und Sie bekommen eine SMS mit der Antwort. Ich habe es heute Morgen ausprobiert, um zu sehen, ob es wirklich noch funktioniert. "Welche Schauspieler haben James Bond dargestellt?" Sie schrieben mir das zurück: "Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan, Daniel Craig." Ok! Dann habe ich ein bisschen albern getan. Also "Wie heißt das Wort, na ja, wenn die Sonne, der Mond und die Erde, na ja, alle in einer Linie stehen?" Nur um zu sehen, ob die Spracherkennung auch in diesem Fall funktioniert. Sie schrieben mir zurück: "Das nennt man eine Syzygie." Ich wusste es, weil ich 1976 mit diesem Wort den Buchstabierwettbewerb in Ohio gewonnen hatte.
Daher fragen sich viele Leute: "Wie zum Teufel verdienen sie damit Geld?" Antwort: Sehen Sie sich die letzte Zeile an. Sehen Sie diese winzig kleine Anzeige, die nur 10 Zeichen umfasst. Viele Leute wollen auch wissen: "Wie funktioniert das?" Wie kann dieser Dienst so gut sein? Es ist, als ob am anderen Ende der Leitung ein Mensch wäre." Da ist ja auch einer! Die Firma beschäftigt 10.000 Mitarbeiter, denen 0,20 Cent pro Antwort gezahlt wird. Wie Sie sich vorstellen können, sind das meistens Studenten und Rentner. Menschen, die es sich leisten können, so etwas zu tun. Aber es ist ein Mensch am anderen Ende der Leitung. Dieser Dienst hat mir schon in vielen schwierigen Situationen geholfen, z. B. mit der Antwort auf die Frage: "Wann geht der letzte Flug nach Chicago?" Es ist einfach nur erstaunlich.
Eine weitere Sache über die heutigen Handys, die mich wirklich ärgert - das ist wahrscheinlich das größte Ärgernis in der ganzen Welt der Technologie. Wenn ich anrufe, um Ihnen eine Nachricht zu hinterlassen, bekomme ich eine 15-Sekunden-lange Anweisung von einer Grundschullehrerin, die auf Beruhigungsmitteln ist.
"Um dieser Person zu pagen ..." Pagen? Wo sind wir, im Jahr 1975? Niemand pagt mehr. "Bitte sprechen Sie nach dem Signalton. Wenn Sie fertig sind, legen Sie bitte auf." Nein! Wer hätte das gedacht?
Aber es kommt noch schlimmer. Wenn ich anrufe, um meine Nachrichten abzuhören, höre ich zuerst: "Sie haben 87 Nachrichten. Um Ihre Nachrichten abzuhören, ... " Warum rufe ich denn an?
Natürlich möchte ich meine Nachrichten abhören!
Ach, Sie haben auch Handys. Letztes Jahr bin ich nach Mailand, Italien, geflogen und habe vor einem Publikum von Vertretern von Mobilfunkherstellern aus 200 Ländern gesprochen. Ich sagte nur so aus Spaß, wirklich nur aus Spaß: "Ich habe das einmal ausgerechnet. Verizon hat 70 Millionen Kunden. Wenn man zweimal am Tag die Mailbox abhört, sind das 100 Millionen Dollar im Jahr. Ich wette, Sie machen das nur, um unsere Gesprächszeit zu erhöhen?" Man sah kein Lächeln im Gesicht. Sie machten nur so.
Wo ist eure Empörung, Leute? Erhebt euch!
Es tut mir leid. Ich bin nicht verbittert.
Jetzt erzähle ich Ihnen, wie man dem aus dem Weg gehen kann. Es gibt Dienste, die die Mailbox-Ansage in Text transkribieren. Dieser Text wird entweder auf Ihre E-Mail-Adresse oder als SMS auf Ihr Handy verschickt. Dieser Dienst verändert das Leben wirklich. Übrigens schreiben sie nicht immer alles richtig, weil ja alles über das Telefon geht. Also fügen sie die Audio-Datei am Ende der E-Mail bei, sodass man nochmals nachprüfen kann. Diese Dienste heißen zum Beispiel Spinvox, Phonetag - den nutze ich - Callwave. Viele Leute sagen: "Wie machen die das?" "Ich möchte wirklich nicht, dass andere Leute bei meinen Anrufen mithören." Die Vertreter dieser Unternehmen sagten mir: "Wir nutzen eine B-to-B-Lösung, das Beste vom Besten, eine Nutzer-gerechte Lösung." Im Grunde genommen sind es wahrscheinlich diese Typen aus Indien mit Headsets, die rein hören.
Ich komme zu dieser Annahme, weil ich, als ich einen dieser Dienste ausprobiert habe, zwei Sprachnachrichten bekam. Eine von einem bestimmten Micheal Stevenson, dessen Name nicht so schwierig zu transkribieren sein sollte, aber falsch geschrieben wurde. Die andere war von meinem Videoproduzent von der Times, Vijaiy Singh, dessen Name mit einem stummen "h" geschrieben wird. Der stimmte.
Jedenfalls verspricht der Dienst Callwave, dass alles Software ist und niemand in die Nachrichten hineinhört. Sie versprechen auch, dass sie nur den Kern der Nachrichten transkribieren.
Also dachte ich: Das muss ich ausprobieren. Hier teste ich es gerade.
(Video): Hallo, hier ist Michael. Ich hoffe, dass es dir gut geht. Mir geht es gut. Alles ist ok. Hey, ich bin der Straße entlang gelaufen und der Himmel war blau. Deine Tochter hat Ihr Bein beim Fußballtraining gebrochen. Ich werde ein Sandwich zum Mittag essen. Sie ist in Zimmer - auf der Notfallstation 53W. Ok, wir sprechen uns später. Tschüss.
Ein paar Minuten später bekam ich dies per Mail. Die Transkription war sehr gut. Aber ein paar Minuten später kam die Textversion. Denken Sie daran, dass eine SMS nur 160 Zeichen haben darf. Es sollte also besser der Kern des Kerns sein, stimmt's? Ich scherze nicht. In der SMS stand:
"Bin der Straße entlang gelaufen" und "Himmel war blau" und "Notfall"!
Ich schätze, dass das wohl der Kern war.
Und zu allerletzt muss ich noch über diesen einen Dienst sprechen. Das ist mein Dauerfavorit. Der Dienst kommt von der Seite Popularitydialer.com. Sie gehen zu einem seltsamen Termin oder einem schwierigen Meeting. Sie geben also dort Ihre Telefonnummer ein und werden genau in dem Moment angerufen, in dem Sie angerufen werden wollen.
Genau in dem Moment wird Ihr Telefon klingeln. Also sagen Sie: "Es tut mir leid, aber ich muss diesen Anruf entgegennehmen." Das wirklich Schöne daran ist, dass der Nachbar manchmal den Anrufer am anderen Ende der Leitung hören kann. Also bekommen Sie eine Auswahl an Stimmen, die am anderen Ende der Leitung zu hören sein sollen. Das ist die Stimme der Freundin.
Telefon: Hey du, was machst du?
DP: Ich halte gerade einen Vortrag.
Telefon: Ich habe mich nur gerade gefragt, was du machst.
DP: Ich kann jetzt wirklich nicht mit dir sprechen. Das ist der - ich liebe es - der Anruf vom Chef.
Telefon: Hallo, hier spricht Mr. Johnson. Ich rufe vom Büro aus an.
Telefon: Haben Sie die Sache da vor einem Monat erfolgreich beendet? Das Fotokopierer-Training?
DP: Oh, tut mir leid. Das habe ich vergessen.
Telefon: Sagen Sie mal, wann haben Sie zuletzt den Fotokopierer benutzt?
Die größte Veränderung gab es mit der Kombination von Internet und Telefon, als das iPhone aus dem Markt kam. Das war nicht einer meiner besten Momente bei der New York Times. Denn im Herbst 2006 erklärte ich noch, warum Apple nie ein Mobiltelefon herausbringen würde.
Ich hatte mich komplett zum Volltrottel gemacht. Aber meine Erklärung war logisch, weil - ich weiß nicht, ob sie sich dessen bewusst sind - bis das iPhone auf den Markt kam, die Anbieter - Verizon, AT&T, Cingular - jeden kleinsten Aspekt in punkto Design für Handys ablehnten. Ich kenne die Leute, die an der Treo-Produktreihe gearbeitet haben. Sie gingen zu den Anbietern und sagten:
"Schaut euch diese coolen Features an." Aber Verizon meinte: "Hmm, eher nicht." Es hatte zu wenig zur Innovation beigetragen. Ich konnte ja nicht vorausahnen, dass Steve Jobs zu ihnen gehen und sagen würde: "Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Ich werde Ihnen eine 5-Jahres-Garantie geben, wenn Sie mich das Mobiltelefon in Ruhe gestalten lassen. Sie werden es nicht zu sehen bekommen, bis es fertig ist." Allerdings wurde er auch von Verizon und von anderen Unternehmen abgelehnt. Schließlich stimmte Cingular zu.
Ich spreche jetzt über die Wirkung des iPhone. Bitte sprechen Sie mich heute Abend auf der Party nicht mit diesem Spruch an: "Was sind Sie? Ein Apple-Fan?" Das bin ich nämlich nicht. Sie können hier sehen, was ich darüber gesagt habe. Es ist ein fehlerhaftes Meisterstück. Es hat gute und schlechte Features. Lasst uns das jetzt alle erkennen.
Aber es hat einiges verändert. Als erstes sahen all diese Anbieter, dass 10 Millionen Stück davon in einem Jahr verkauft wurden. Dann sagten sie: "Oh, mein Gott, vielleicht haben wir etwas falsch gemacht. Vielleicht sollten wir den Telefondesignern die Gestaltung der Telefone überlassen."
Ein weitere Sache war, dass 10 Millionen Leute zum ersten Mal die Erfahrung machten, wie es ist, die ganze Zeit online zu sein. Sie mussten nun nicht mehr diese $60-Monatskarten für ihren Laptop kaufen. Ich verstehe nicht, warum wir noch nicht soweit sind. Wenn ich ein alter Mann bin, werde ich meinen Enkelkindern erzählen: "Als ich in eurem Alter war und meine E-Mails checken wollte, ging ich immer in die Stadt und suchte nach einem Coffee Shop. Ja, so war das."
"Es gab drahtlose Basisstationen, die konnten Daten bis zu ca. 45 Meter übertragen."
Das ist absurd. Wir haben Steckdosen in jedem Raum eines jeden Gebäudes. Wir haben fließendes Wasser. Wo ist das Problem? Jedenfalls lehrt es die Leute, wie das so ist. Sie müssen auf YouTube gehen und "iPhone Shuffle" eingeben. Dieser Typ in dem Video verspottet einer dieser Shuffle, das ca. 4,5 cm² umfasst, so wie das richtige iPod Shuffle. Da heißt es: "Es gibt nur einen Knopf. Bedienen Sie ihn und er wählt eine zufällige Nummer."
Eine weitere Neuerung, die mit dem iPhone kam, ist die Idee eines App Stores. Alles wird direkt auf das Handy heruntergeladen. Man kann einen Neigungssensor nutzen, um das Auto in diesem Spiel zu steuern. Diese Programme können auf alle Komponenten des iPhone zugreifen, zum Beispiel auf den Touchscreen. Das ist das Programm "Zaubertafel" - das Thema der EG-Konferenz 2008. Wissen Sie, wie man es löscht? Natürlich. Sie müssen das Gerät nur schütteln. Ja, wir müssen es einfach nur schütteln. Nämlich so.
Es gibt 10.000 von diesen Programmen. Das ist das Übersetzer-Programm. Alle Sprachen sind darin vorhanden. Sie schreiben einfach, was Sie wollen, und bekommen dann eine Übersetzung. Das ist auch verblüffend. Dieses Programm heißt Midomi. Wenn Ihnen ein Lied durch den Kopf geht, summen Sie es einfach in das Gerät: ♪ Do, do, do, do, do, da, da, da, da, da, da, da, dum ... ♫ Dann drücken Sie "Done", das Gerät wird das Lied für Sie herausfinden und es Ihnen vorspielen. Ich weiß. Das ist verrückt.
Dieses Programm heißt Pandora. Hier kann man kostenlos Radio über das Internet hören. Aber nicht nur das. Sie geben den Namen einer Band oder einen Titel eines Liedes ein und sofort wird Ihnen das Lied oder die Band vorgespielt. Es gibt auch eine Daumen-Hoch- und Daumen-Runter-Funktion. Sie sagen einfach, ob Sie das Lied mögen oder nicht. Wenn Sie es mögen, spielt das Gerät ein weiteres Lied für Sie, von einer anderen Band, aber mit den selben Instrumenten, Stimmen, Themen und Rhythmen. Wenn Sie dieses mögen oder nicht, drücken Sie entweder auf "Mögen" oder "Nicht mögen". Mit der Zeit werden die Lieder so sortiert, dass Sie keine schlechten Lieder mehr zu hören bekommen. Schließlich spielt das Gerät nur noch Lieder, die Sie mögen.
Dieses Programm heißt Urbanspoon. Sie sind in der Stadt. Durch das GPS weiß das Gerät, wo Sie sich befinden. Sie suchen eine nahegelegene Essgelegenheit. Also schütteln Sie einfach das Gerät. Es schlägt Ihnen ein Restaurant vor. Es sagt Ihnen die Preise, wo sich das Restaurant befindet und wieweit es bis dorthin ist. Video: Ich werde nicht bis ins Flushing gehen. Jedenfalls ist es sehr verblüffend. Natürlich hat dies nicht nur mit dem iPhone zu tun.
Das iPhone hat den Damm gebrochen, die Wand durchbrochen. Jetzt gibt es das bei jedem Anbieter. Google hat jetzt sein eigenes Betriebssystem, Android, entwickelt, das bald auf den Handys von 34 Mobilfunkunternehmen verfügbar sein wird. Mit Touchscreen - sehr schön. Es hat auch einen eigenen App Store, von dem Programme heruntergeladen werden können.
Das ist einfach erstaunlich. Als Folge von all dem, sagte Verizon, das wohl älteste und konservativste Unternehmen von allen: "Sie können jedes Handy in unserem Netzwerk benutzen." Mir gefällt die Schlagzeile des Magazines "Wired": "Schweine fliegen, die Hölle gefriert und Verizon eröffnet sein eigenes Netzwerk - Nein, wirklich.
Alles hat sich verändert. Wir haben eine neue Welt betreten, in der das Handy zum tragbaren Computer wird, und alles individuell auf den Nutzer zugeschnitten ist. Jedes Mobiltelefon ist einzigartig. Die Software kann man einfach hinzufügen. Kann ich noch ein einminütiges Lied spielen? Danke.
Um das Ganze abzurunden - das ist der neue Apple Power Notenständer. Er wiegt nur 1,5 kg oder 6, wenn Sie Microsoft Office installieren.
Entschuldigung, das war gemein. Das ist ein Lied, dass ich für die Internetseite der New York Times als Musikvideo gemacht habe. Meine Damen und Herren, für ganze 7 Stunden war dieses Video Nummer 1 bei YouTube.
Das Ende ist nah. Ich habe dieses alte Handy endgültig satt. Schlechter Klang, das Netz ist schlecht und die Software ist erbärmlich. Ein richtiges Höllen-Handy. Ich habe gehört, dass es eine neues Handy gibt, das Millionen Mal genialer ist als mein Handy. Auch ich werde mich dem Kult anschließen. Ich will ein iPhone. Sorgen - habe ich einige. Es hat ein paar Fehler; das müssen wir einfach akzeptieren. Keine Tasten, keine Speicherkarte, der Akku ist abgedichtet - er ist nicht auszutauschen. Aber Gott, das Ding ist süß. Multitouch, iPod, Wi-Fi-Telefon. Ihr habt es geschafft, dass ich sage: "Hallo, ich will ein iPhone." Ich möchte sein wertvolles Display berühren. Ich möchte die Fingerabdrücke wegwischen. Ich möchte, dass meine Freunde es sehen und ihnen das Wasser in Mund zusammenläuft. Ich möchte sagen: " Jetzt bin ich auch cool." Ich stellte mich in der Schlange an und habe meins bekommen. Ich will ein iPhone. Denn was ist ein Mann? Was hat er denn? Wenn nicht ein iPhone, dann hat er nichts. Es hat alles, was ein Telefon haben soll. Wen kümmert es dann, dass es von AT & T ist? Ich habe Stellung bezogen und einen halben Tausender bezahlt! Jetzt habe ich ein iPhone!
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Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation.
Während dieses mitreißenden Vortrags von der EG-Konferenz 2008 präsentiert David Pogue, Technik-Kolumnist der New York Times, einige nützliche Hilfsmittel für das Handy, die Ihre Produktivität erhöhen und Ihre Kosten senken können (ebenso wie Ihren Blutdruck).
David Pogue is the personal technology columnist for the New York Times and a tech correspondent for CBS News. He's also one of the world's bestselling how-to authors, with titles in the For Dummies series and his own line of "Missing Manual" books. Full bio »
Translated into German by Nadine Hennig
Reviewed by Anja Lehmann
Comments? Please email the translators above.
16:03 Posted: Oct 2007
Views 433,852 | Comments 95
21:26 Posted: Jun 2006
Views 661,153 | Comments 106
05:44 Posted: Apr 2013
Views 961,453 | Comments 229
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