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Ich fang mit meiner Lieblingsmuse an, Emily Dickinson, die gesagt hat, dass Verwunderung weder Erkenntnis noch Unkenntnis ist. Es ist etwas, dass in der Schwebe ist, zwischen dem, was wir glauben sein zu können, und einer Tradition die wir vielleicht vergessen haben. Und ich denke; wenn ich diesen unglaublichen Menschen hier zuhöre, dann bin ich so inspiriert; so viele unglaublichen Ideen, so viele Visionen. Und doch, wenn ich draussen die Umgebung betrachte, dann merkt man wie stark sich die Architektur den Veränderungen wiedersetzt. Man merkt wie sie genau diesen Ideen wiedersteht. Wir können sie zu Ende denken. Wir können unglaubliche Sachen entwerfen. Doch, am Ende, ist es so schwierig eine Wand zu verändern. Wir applaudieren der wohlgesitteten Kiste. Aber einen Raum zu schaffen, den es noch nie zuvor gegeben hat, das interessiert mich. Etwas zu schaffen, dass es noch nie zuvor gegeben hat. Einen Raum den wir nur in unserem Geist und in unserer Seele betreten haben. Ich denke, dass die Architektur eigentlich darauf gründet.
Die Architektur basiert nicht auf Beton, Stahl, und Bestandteilen des Bodens, sondern auf Verwunderung. Und diese Verwunderung ist wirklich das, was die größten Städte geschaffen hat, die größten Flächen die wir je gehabt haben. Ich denke, dass die Architektur genau das eigentlich ist. Es ist eine Geschichte. Übrigens ist es eine Geschichte, die durch ihre unnachgiebigen Materialien erzählt wird. Aber es ist eine Geschichte von Anstrengung und Mühe gegen Unwahrscheinlichkeiten. Wenn man an die großartigen Bauten denkt; an die Kathedralen, an die Tempel, an die Pyramiden, an die Pagoden der Städte in Indien und darüber hinaus, dann denkt man, wie unwahrscheinlich es ist, dass keine abstrakte Idee all dies geschaffen hat, sondern Menschen.
Also kann alles das gemacht worden ist, beseitigt werden. Alles was schon gemacht worden ist, könnte besser gemacht werden. Da ist es: die Dinge, von denen ich wirlich glaube, dass es sie gibt, sind von bedeutender Architektur. Dies sind die Maßstäbe nach denen ich gerne arbeite. Es ist etwas sehr persönliches. Es sind vielleicht nicht die Maßstäbe, die von Kunstkritikern, Architekturkritikern, oder Stadtplanern geschätzt werden. Aber ich glaube sie sind der nötige Sauerstoff, damit wir in Gebäuden und in Städten leben können, um uns in einem gesellschaftlichen Raum zu verbinden.
Deswegen glaube ich, dass Optimismus die Architektur vorwärts treibt. Es ist der einzigste Beruf, in dem man an die Zukunft glauben muss. Man kann ein deprimierter General, Politiker, oder Wirtschaftler sein, ein Musikant in einer Molltonart, oder ein Maler mit dunklen Farben. Aber Architektur ist die ungeheure Begeisterung, dass die Zukunft besser sein könnte. Und es ist dieser Glaube, der die Gesellschaft voran treibt.
Und heute haben wir eine Art von evangelikalem Pessimismus der uns umgibt. Und doch ist es in Zeiten wie diesen, dass die Architektur mit großen Ideen gedeihen könnte. Ideen die nicht klein sind. Denkt an die großen Städte. Denkt an das "Empire State Building," an den "Rockefeller Center." Sie wurden zu Zeiten gebaut, die gewissermaßen nicht unbedingt die besten Zeiten waren. Und doch ist es diese Energie und diese Kraft der Architektur die einen ganzen gesellschaftlichen und politischen Raum getrieben hat, den diese Gebäuden besetzen.
Also noch einmal; ich bin ein Gläubiger des Ausdrucksvollen. Ich war nie ein Fan des Neutralen. Mir gefällt Neutralität im täglichen Leben nicht, oder sonstwo. Ich denke Ausdruck. Es ist wie Espresso. Ihr wisst doch; man nimmt den Extrakt des Kaffees. Der Ausdruck ist genau das gleiche. Er hat bis jetzt zum größten Teil in der Architektur gefehlt, weil wir denken, dass die Architektur das Reich des Kastrierten, das Reich einer Art Zustand, der keine Ansicht und keine Werte hat. Jedoch glaube ich, dass es der Ausdruck ist; der Ausdruck der Stadt und der Ausdruck unseres Raums der Architektur Bedeutung verleiht.
Und natürlich sind die ausdrucksvollen Räume nicht stumm. Ausdrucksvolle Räume sind nicht Räume die nur das bestätigen was wir schon wissen. Ausdrucksvolle Räume könnten uns entsetzen und ich glaube, dass das auch ein Teil unseres Lebens ist. Das Leben ist nicht nur ein Anästhetikum, das uns zum Lächeln bringt. Aber um über den Abgrund der Geschichte hinauszureichen, bis an Orte an denen wir noch nie waren, und vielleicht gewesen wären, hätten wir nicht so ein Glück gehabt.
Also noch einmal: Radikal gegen Konservativ. Radikal; was bedeutet das? Es ist etwas das fest verwurzelt ist. Etwas das tief in der Überlieferung verwurzelt ist. Das ist was die Architektur auszeichnet; das Radikale. Es ist nicht nur die Konservierung toter Formen mit Formaldehyd. Es ist eigentlich eine lebendige Verbindung mit dem kosmischen Ereignis an den wir teilhaben und einer Geschichte die sicherlich fortwährend ist. Es ist nicht etwas das gut oder weniger gut endet. Es ist eigentlich eine Geschichte, in der unsere Aufführungen selber die Geschichte in eine bestimmte Richtung treiben.
Also, noch einmal; ich glaube an die radikale Architektur. Sie wissen die sowjetische Architektur dieses Gebäudes ist die Konservierung. Es ist wie das alte Las Vegas früher mal war. Es geht darum Empfindungen zu konservieren, Überlieferung zu konservieren, die den Verstand am Vorankommen hindern und was natürlich radikal ist, ist ihnen gegenüberzutreten. Ich glaube dass unsere Architektur eine Konfrontation mit unseren Empfindungen ist. Deswegen sollte es nicht cool sein.
Diese coole Architektur bekommt heute viel Anerkennung. Ich war schon immer ein Opponent davon. Ich glaube das Empfindungen nötig sind. Das Leben ohne Empfindung ist kein wirkliches Leben. Sogar der Verstand nimmt Empfindungen wahr. Es gibt keine Vernunft, die keine Stellung in der ethischen Sphäre bezieht, in dem philosophischen Rätsel aus dem wir bestehen. Also glaube ich, dass die Empfindungen eine Dimension sind deren Einführung in unsere Stadträume und Stadtleben wichtig ist.
Und natürlich bestehen wir alle aus dem Kampf der Empfindungen. Und genau das zeichnet die Welt als erstaunlich aus. Und natürlich, die Konfrontation des "Coolen," dem empfindungslosen mit Empfindungen, ist meiner Meinung nach ein Gespräch, dass Städte selber gepflegt haben. Ich glaube, dass dies die Entwicklung von Städten ausmacht. Es ist nicht nur die Form der Städte, sondern die Tatsache, dass sie Empfindungen verkörpern; und nich nur von denen die sie schaffen, sondern auch von denen die darin leben.
Das Unerklärliche gegen das Verständliche. Sie wissen, zu oft will man alles verstehen. Aber die Architektur ist nicht die Sprache der Wörter. Es ist eine Sprache, aber keine Sprache die auf eine Serie programmatischer Aufzeichnungen reduziert werden kann, die man dann in Wörtern ausdrückt. Viel zu viele der alltäglichen Gebäude, die man draußen so sieht, erzählen einem eine Geschichte, jedoch eine sehr kurze Geschichte. Sie lautet: "Wir haben euch gar keine Geschichte zu erzählen." (Gelächter)
Also ist das Wichtige wirklich, die eigentlichen architekturellen Dimensionen zu präsentieren die in Worten vielleicht vollkommen unbeschreibbar sind. Sie handeln nämlich mit Maßstäben, mit Materialien und mit Licht. Sie verbinden sich mit verschieden Ausgangspunkten um eine Art komplizierter Vektor Matrix zu formen die eigentlich nicht frontal ist aber völlig in unsere Leben, und in der Geschichte einer Stadt, und eines Volkes, eingebettet ist. Also noch einmal; die Vorstellung, dass ein Gebäude nur eindeutig sein sollte, halte ich für eine falsche Vorstellung, die die Architektur bis auf die Alltäglichkeit reduziert hat.
Die Hand gegen den Computer. Und natürlich, was wären wir ohne Rechner? All unsere Handeln hängt vom Rechnen ab. Aber der Rechner sollte nicht nur der Handschuh der Hand sein, denn eigentlich sollte die Hand die Rechenleistung steuern. Da ich glaube dass die Hand in all ihrer primitiven und physiologischen Unklarheit einen Ursprung hat, obwohl dieser Ursprung unbekannt ist, und obwohl wir darüber nicht mystich reden müssen, begreifen wir, dass die Hand uns erteilt worden ist von Mächten, die jenseits unser Autonomität liegen. Ich denke, wenn ich Zeichnungen zeichne die vielleicht den Rechner imitieren, aber keine Rechnerzeichnungen sind, Zeichnungen die aus Quellen entspringen, die nicht völlig erahnbar sind; die außergewöhnlich und unsichtbar sind. Aber die Hand -- und genau dies will ich Ihnen allen, die Sie arbeiten sagen -- wie können wir dafür sorgen, dass der Rechner auf unsere Hand reagiert, und nicht unsere Hand auf den Rechner?
Ich denke, dass dies einen Großteil der Komplexität der Architektur ausmacht. Weil wir uns gewiss schon an die Propaganda gewöhnt haben, die aussagt, dass das Einfache das Gute ist. Aber ich glaube daran nicht. Wenn ich Ihnen allen zuhöre, und die Komplexität Ihrer Gedanken höre, dann ist die Komplexität der Bedeutungsebenen überwältigend. Denn ich glaube wir sollten in der Architektur nicht zurückweichen; die Gehirnchirurgie, die Atomtheorie, die Genetik, die Wirtschaft; sind komplexe Gebiete. Es gibt keinen Grund die besagt dass die Architektur zurückschrecken sollte und diese trügerische Welt des Einfachen darbieten sollte. Es ist nämlich komplex. Raum is komplex. Raum ist etwas, dass sich aus sich selbst nach aussen in komplett neue Welten entfaltet. Und so erstaunlich das sein mag, kann es nicht auf eine Art Simplifizierung reduziert werden, die wir des Öfteren bewundert haben. Und doch sind unsere Leben komplex. Unsere Gefühle sind komplex. Unsere intellektuellen Begierden sind komplex. Genauso glaube ich, muss die Architektur diese Komplexität in jedem einzelnen Raum in dem wir leben spiegeln, in jeder Intimität die wir besitzen.
Natürlich heißt das, dass die Architektur politisch ist. Das politische ist kein Gegner der Architektur. Das [unklare] ist die Stadt. Wir sind es alle zusammen. Und ich habe schon immer geglaubt dass der Akt der Architektur, sogar ein Privathaus, falls es von jemand anderem gesehen wird, ein politischer Akt ist. Weil es für andere sichtbar wird. Und wir leben in einer Welt, die uns immer mehr verbindet. Also noch einmal; die Flucht vor dieser Sphäre die so endemisch auf diese Art pure Architektur gewirkt hat, die autonome Architektur, die bloß ein abstraktes Objekt darstellt hat mich nie angezogen. Und ich glaube dass dieses Zusammenspiel mit der Geschichte, der Geschichte mit der sich oft schwierig auseinanderzusetzen ist, um eine Position zu schaffen, die jenseits unserer normalen Erwartungen liegt, und um eine kreative Kritik herzustellen.
Weil die Architektur auch das Stellen von Fragen ist. Sie ist nicht nur das Geben von Antworten. Es ist, genau wie das Leben, das Stellen von Fragen. Deswegen ist es wichtig, dass es echt ist. Man kann ja fast alles simulieren. Aber die eine Sache die nie simuliert werden kann ist das menschliche Herz, die menschliche Seele. Und die Architektur ist eng damit verflochten, weil wir irgendwo geboren sind und irgendwo sterben. Also ist die Realität der Architektur sehr tiefliegend. Es ist nicht intellektuell. Es ist nichts, dass sich uns aus Büchern und Theorien erschließt. Es ist das Echte, das wir anfassen; die Tür, das Fenster, die Türschwelle, das Bett, diese sachlichen Objekte. Und trotzdem, versuche ich, in jedem Gebäude, die virtuelle Welt die so rätselhaft und reichhaltig ist, herzunehmen und etwas in der wahren Welt zu schaffen. Einen Raum für ein Büro zu schaffen, einen Raum der Nachhaltigkeit, die in dieser Virtualität wirklich funktioniert, und trotzdem als etwas wahres realisiert werden kann.
Das Unerwartete gegen das Gewöhnliche. Was ist Gewohnheit? Es ist nur etwas, mit dem wir uns selber fesseln. Es ist ein selbstverursachtes Gefängnis. Also ist das Unerwartete immer unerwartet. Sie wissen, dass es wahr ist; die Kathedralen, als unerwartet, werden immer unerwartet sein. Ihr kennt Frank Gehrys Gebäude; sie werden in der Zukunft auch unerwartet sein. Also nicht die gewöhnliche Architektur, die uns eine falsche Stabilität einflößt, sondern eine Architektur die voller Spannung ist, eine Architektur die über sich selbst hinausgeht, um eine menschliche Seele und ein menschliches Herz zu erreichen, und aus den Fesseln der Gewohnheit ausbricht.
Und natürlich werden Gewohnheiten durch die Architektur verstärkt. Wenn wir der gleichen Art Architektur begegnen, dann werden stumpf gegen diese Welt dieser Winkel, diesen Lichts und diesen Materialien. Wir denken die Welt sehe genauso aus wie unsere Gebäude. Unsere Gebäude sind jedoch recht eingeschränkt durch die Methoden und Wunder die schon immer Teil von ihnen gewesen sind.
Ich wiederhole; das Unerwartete, das auch das Rohe ist. Und ich denke oft an das Rohe und das Kultivierte. Was heißt Roh? Das Rohe, würde ich sagen ist ein Erlebnis der Nacktheit, von Luxus unberührt; von teuren Materialien unberührt, von einer Art Kultivation unberührt, die wir mit Hochkultur assoziieren. Also die Rohheit, glaube ich, im räumlichen, der Grund, dass Nachhaltigkeit in der Zukunt eigentlich in rohen Raum übertragen werden könnte, einen unverzierten Raum, einen Raum, der in keinem Ursprung geartet ist, sondern ein Raum, der bezüglich seiner Temperatur "cool" sein könnte, könnte zugleich unsere Begierden brechen. Ein Raum der uns nicht immer folgt, wie ein Hund der trainiert worden ist uns nachzulaufen, sondern der uns in allen möglichen Richtungen vorausläuft, und dabei andere Möglichkeiten, andere Erlebnisse aufzeigt, die noch nie im Wortschatz der Architektur zu finden waren.
Und natürlich interessiert mich diese Nebeneinanderstellung sehr, weil es einen Funken neuer Energie schafft. Und so gefallen mir die Dinge die spitz sind, und nicht stumpf, etwas, dass auf die Realität fokussiert, etwas, dass die Kraft besitzt, mit seiner Hebelwirkung, sogar einen sehr kleinen Raum zu transformieren.
Also ist die Architektur vielleicht nicht so groß wie die Naturwissenschaft, aber durch ihren Blickpunkt kann sie in einer archimedischen Weise das hebeln, worum es aus unserer Sicht in dieser Welt eigentlich geht. Und manchmal braucht es nur ein Gebäude, um zur Veränderung unserer Erfahrung des Machbaren und des Gemachten, und des Verbleibens der Welt zwischen Stabilität und Instabilität. Und natürlich haben Gebäuden ihre Formen. Diese Formen sind schwierig zu verändern Und trotzdem glaube ich an jeden Sozialraum, an jeden öffentlichen Raum, es gibt ein Verlangen noch mehr als diesen abgestumpften Gedanken und diese abgestumpfte Methode zu übermitteln. Aber etwas, präzisiert und in mannigfaltige Richtungen weist; vorwärts, rückwärts, seitwärts und rundherum. Genau das ist eine [undeutliche] Erinnerung. Also glaube ich, dass mein Hauptinteresse dem Gedächtnis gilt. Ohne Gedächtnis wären wir Amnesiekranke. Wir hätten keine Ahnung in welche Richtung wir liefen, und wieso wir dorthin liefen.
Deswegen habe ich mich nie für das vergessbare Wiederverwenden interessiert, das wiederholte wieder aufwärmen von den gleichen Sachen, die natürlich Kritiker mit Auszeichnungen versehen. Kritiker hätten gerne, dass die Aufführung in der gleichen Weise wiederhohlt wird. Aber ich spiele lieber etwas völlig unbekanntes, und sogar mit Fehlern, anstatt das Gleiche andauernd zu wiederholen, sodass es von seiner Bedeutungslosigkeit ausgehöhlt ist. Also noch einmal; das Gedächtnis ist die Stadt, das Gedächtnis ist die Welt. Ohne das Gedächtnis gäbe es keine Geschichte zu erzählen. Es gäbe nichts, wohin man sich wenden könnte.
Das Erinnerungswerte, denke ich, ist tatsächlich unsere Welt; was wir für die Welt halten. Und es ist nicht nur unser Gedächtnis, sondern jene, die sich an uns erinnern. Das bedeutet, dass die Architektur nicht stumm ist. Sie ist eine Kunst der Kommunikation. Sie erzählt eine Geschichte. Diese Geschichte kann bis in verworrene Begierden dringen. Sie kann bis in Ursprünge dringen, die nicht explizit erreichbar sind. Es kann zu Jahrtausenden zurück reichen, die begraben worden sind, und sie mit einer genauen und unerwarteten Gerechtigkeit widergeben.
Also noch einmal; ich denke dass die Idee, die beste Architektur sei ruhig, mich nie angezogen hat. Ruhe ist vielleicht für einen Friedhof geeignet, aber nicht für eine Stadt. Städte sollten voller Schall; voller Klang; und voller Musik sein. Und genau das ist die architektonische Mission die ich für wichtig halte; Räume zu schaffen die dynamisch sind, die pluralistisch sind, die die banalsten Aktivitäten transformieren und sie auf ein ganz anderes Niveau von Erwartungen setzten. Baut ein Einkaufszentrum, eine Schwimmhalle die eher wie ein Museum statt wie Unterhaltung wirken. Und dies sind unsere Träume.
Und natürlich Risiko. Ich empfinde, dass die Architektur riskant sein sollte. Man weiss, dass es viel Geld kostet usw., aber trotzdem, sie sollte nicht auf Nummer Sicher gehen. Sie sollte nicht auf Nummer Sicher gehen, denn wenn sie auf Nummer sicher geht, dann lenkt sie uns nicht in die Richtung, zu der wir hin wollen. Und natürlich denke ich, dass Risiko der Welt zugrunde liegt. Die Welt ohne Risiko wäre nicht des Lebens wert. Also ja, ich glaube dass das Risiko, das wir mit jedem Gebäude auf eingehen. Risiken um Räume zu schaffen die nie zuvor so weit auskragten. Risiken von Räumen die noch nie so schwindelerregend waren, wie sie in einer bahnbrechenden Stadt sein sollten. Risiken, welche die Architektur sogar mit all ihren Makeln wirklich in einen Raum bewegen, der viel besser ist, als die fortwährend wiederhohlte Hohlheit einer vorgefertigten Sache.
Letztendlich zeichnet dass die Architektur für mich aus. Es geht um Raum und nicht um Mode. Es geht nicht um Dekor. Es geht darum mit minimalen Mitteln etwas zu schaffen, das nicht wiederhohlt werden kann; und in keiner anderen Sphäre simuliert werden kann. Und natürlich gibt es den Raum den wir einatmen müssen, der Raum den wir zum Träumen brauchen. Dies sind die Räume, die nicht nur luxuriöse Räume die für einige von uns, sondern wichtig für uns alle in dieser Welt sind.
Also noch einmal; es geht nicht darum die Trends zu verändern, die Theorien. Es geht darum einen Raum für die Bäume heraus zu arbeiten. Einen Raum zu schaffen, wo die Natur eintreten kann in die heimische Welt einer Stadt. Ein Raum wo etwas, dass noch nie das Licht des Tages erblickt hat in das Innenleben einer Enge eintreten kann. Und ich glaube, darin besteht das Wesen der Architektur.
Ich bin demokratiegläubig. Mir gefallen keine wunderschönen Gebäude, die für totalitäre Regierungen gebaut sind. Wo die Leute nicht reden, nicht wählen können, nichts machen können. Zu oft bewundern wir diese Gebäuden. Wir halten sie für schön. Und doch, wenn ich an die Armut der Gesellschaft denke, die ihrem Volk keine Freiheit bietet, bewundere ich diese Gebäuden nicht. Also die Demokratie, so schwierig sie auch sein mag, ich glaube an sie.
Und natürlich, was kann man sonst sagen hier am "Ground Zero." Es ist solch ein komplexes Projekt. Es ist ergreifend. Es gibt so viele Interessen. Es ist politisch. Es gibt so viele Partein in diesem Projekt. Es gibt so viele Interessen. Es gibt Geld. Es gibt politische Macht. Es gibt die Emotionen der Opfer. Und doch, in all dieser Unordnung, in all diesen Schwierigkeiten, hätte ich es ungern wenn jemand folgendes sagen würde: "Dies ist die Tabula Rasa, Herr Architekt. Machen Sie wie Sie wollen." Ich denke, dass davon nichts Gutes kommt.
In der Architektur geht es um Einigkeit. Und es geht um den Ausdruck "Kompromiss." Kompromiss ist nicht schlimm. Ein Kompromiss, wenn er künstlerisch ist, wenn er mit ihren Strategien zurechtkommt -- und da ist mein erster Aufriss und das linke Rendering -- ist nicht so weit entfernt. Und doch, der Kompromiss und die Einigkeit, daran glaube ich. Und "Ground Zero", trotz all den Schwierigkeiten, bedeutet Vorwärtsbewegung. Es ist schwierig. 2011, 2013. Die "Freedom Tower," die Gedenkstätte. Und hier komme ich zum Schluss.
Ich bin inspiriert worden als ich hier damals als Immigrant ankam, auf einem Schiff wie Millionen andere, die Amerika von dieser Perspektive betrachtet haben. Dies ist Amerika. Dies ist Freiheit. Davon träumen wir. Seine Individualität, dargestellt in der Skyline. Ihre Widerstandskraft. Und letztendlich, ist es die Freiheit die Amerika repräsentiert, nicht nur für mich, als Immigrant, sondern für alle in der Welt. Danke Schön.
Chris Anderson: ich habe eine Frage. Also Sie haben dann ihren Frieden gefunden mit dem Verlauf bei "Ground Zero" und dem Verlust des wunderbaren originellen Designs, das Sie entworfen haben?
Daniel Libeskind: Sehen Sie. Wir müssen uns selbst heilen von der Vorstellung, dass wir autoritär sind, dass wir alles was passiert bestimmen können. Wir müssen uns auf andere verlassen, und den Ablauf so gut wie möglich gestalten. Ich komme aus der Bronx. Mir ist beigebracht worden kein Verlierer zu sein, keiner zu sein der während einem Kampf einfach aufgibt. Man muss für die Sachen an die man glaubt kämpfen. Man gewinnt nicht immer alles das man gewinnen will. Aber man kann den Prozess lenken. Und ich denke, dass was bei Ground Zero gebaut werden wird, wird bedeutungsvoll und begeisternd, und wird weitere Generationen von den Opfern erzählen, und von der Bedeutung dieses Ereignisses. Nicht nur für New York, sondern für die Welt.
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Daniel Libeskind baut auf sehr große Ideen. Er nennt hier 17 Begriffe, die seiner Vision der Architektur zu Grunde liegen -- roh, gewagt, gefühlsbetont, radikal -- und Inspiration für jedes kühne kreative Streben bieten.
Being a designer of breathtaking and sometimes confounding buildings seems almost a footnote to the amazing life of architect Daniel Libeskind. Full bio »
Translated into German by Jonathan Larson
Reviewed by Alex Boos
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Architecture is not based on concrete and steel and the elements of the soil. It’s based on wonder.” (Daniel Libeskind)
17:06 Posted: Dec 2007
Views 690,204 | Comments 115
31:57 Posted: Mar 2008
Views 247,265 | Comments 40
17:46 Posted: Feb 2008
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