Wenn nichts sonst, so habe ich wenigstens entdeckt was unsere Redner durchmachen: schweißnasse Handflächen, schlaflose Nächte, und eine völlig unnatürliche Angst vor Uhren. Ich meine, es ist recht brutal.
Und ich bin auch etwas nervös deswegen. Auf uns kommen neun Milliarden Menschen zu. Auch der optimistischste Traum kann platzen angesichts der Menschen, die unseren Planeten plündern. Aber kürzlich wurde mein Interesse geweckt durch eine neue Sicht große Menschenmassen zu betrachten, da es Umstände gibt wo diese etwas wirklich Cooles schaffen können. Ich glaube, es ist ein Phänomen, das sich jede Organisation oder jedes Individuum zu Nutze machen kann. Das beeinflusste mit Sicherheit die Art, wie wir über die Zukunft von TED denken und vielleicht die der gesamten Welt.
Also, sehen wir es uns an. Die Geschichte beginnt mit einer einzelnen Person, einem Kind, das sich ein bisschen merkwürdig benimmt. Das Kind ist online bekannt als Lil Demon. Hier führt er Tricks auf, Tanztricks, die wahrscheinlich kein Sechsjähriger davor jemals ausgeführt hat. Wie hat er das gelernt? Und was brachte ihn dazu, das vermutlich Hunderte von Stunden zu üben? Hier ist ein Hinweis.
(Video) Lil Demon ♫ Step your game up. Oh. Oh. ♫ ♫ Step your game up. Oh. Oh. ♫
Chris Anderson: So, das wurde mir von diesem Mann geschickt, einem Filmemacher, Jonathan Chu, der mir erzählt hat, dass dies der Moment war, in dem er realisierte, dass das Internet den Tanz förderte. Dies sagte er bei TED im Februar. Im Wesentlichen sagte er, dass Tänzer sich gegenseitig online zu Höchstleistungen antrieben; unglaubliche neue Tanzfähigkeiten würden entwickelt; sogar die Sechsjährigen machten mit. Es war wie eine Revolution. Und so hatte Jon eine brilliante Idee: Er zog los, um die Besten der besten Tänzer anzuwerben direkt raus aus YouTube, um eine Tanzgruppe zu bilden -- Die Liga der Außergewöhnlichen Tänzer, die LXD. Ich meine, diese Kinder wurden vom Internet unterrichtet, und dennoch waren sie so gut, dass sie bei der diesjährigen Oskarverleihung auftraten. Und bei TED hier im Februar raubten sie uns mit ihrer Passion und Brillianz den Atem.
So, diese Geschichte der Entwicklung des Tanzes erscheint seltsam vertraut. Wissen Sie, eine Weile nachdem TEDTalks startete, bemerkten wir, dass die Redner damit begannen, viel mehr Zeit in die Vorbereitungen zu investieren. Dies führte zu unglaublichen Vorträgen wie diesen zwei. ... Monate der Vorbereitung gepackt in 18 Minuten, hob die Latte unglaublich an für die nächste Generation von Rednern. Das Ergebnis haben wir diese Woche gesehen. Es ist nicht so, dass J.J und Jill ihre Vorträge beendet hätten mit dem Satz: "Verbessert euch!", aber sie hätten es tun können. So, in beiden Fällen, haben wir diesen Kreislauf der Verbesserung, offenbar angetrieben durch das Betrachten von Webvideos.
Was geht hier vor? Gut, ich denke dies ist die aktuellste Entwicklung eines Phänomens das wir "Massen-beschleunigte Innovation" nennen. Und man benötigt nur drei Dinge, um dieses Ding in Gang zu bringen. Man kann sie bezeichnen als die drei Hebel an einem Riesenrad. Man zieht an ihnen und das Rad beginnt sich zu drehen. Und als erstes benötigt man ... eine Menschenmenge, eine Gruppe von Leuten, die alle ein gemeinsames Interesse haben. Je größer diese Menschenmenge, desto mehr potenzielle Innovatoren beinhaltet sie. Dies ist zwar wichtig, aber tatsächlich nehmen die meisten Menschen in der Masse diese anderen Rollen ein. Sie erschaffen ein Ökosystem, aus dem Innovation hervorgeht. Die zweite Sache, die man braucht, ist Licht. Man braucht eine klare, offene Sicht auf die Fähigkeiten der besten Menschen in dieser Masse, da man so lernt, wie man sich beteiligen kann. Und drittens benötigt man Begeisterung. Sie wissen, Innovation ist harte Arbeit. Sie basiert auf hunderten Stunden Forschung und Anwendung. Ohne Begeisterung ist es nicht zu schaffen.
Nun, hier ist ein Beispiel -- vor dem Internetzeitalter -- dieser Maschine in Aktion. Tänzer an einer Straßenecke -- es ist eine Gruppe, eine kleine, aber jeder von ihnen kann sehen, wozu die anderen fähig sind. Und die Begeisterung dafür kommt, glaube ich, vom sozialen Status, richtig? Der beste Tänzer bekommt Respekt, bekommt das beste Date. Hier passiert wahrscheinlich etwas Innovatives. Aber im Internet sind alle drei Hebel in Bewegung. Die Tanzgemeinschaft ist nun global. Hier sind Millionen miteinander verbunden. Und erstaunlicherweise kann man immer noch die Fähigkeiten der Besten sehen, weil die Gruppe selbst den Spot auf sie richtet, entweder direkt durch Kommentare, Bewertungen, Email, Facebook, Twitter, oder indirekt, durch die Anzahl der Aufrufe, durch Links, die über Google kommen. Es ist also einfach, die guten Beiträge zu finden, und wenn man sie gefunden hat, kann man sie wiederholt in Nahaufnahme betrachten und lesen was Hunderte von Leuten darüber geschrieben haben. Dies ist eine Menge an Licht.
Aber das Element der Begeisterung ist wirklich das wichtigste. Ich meine, man könnte wirklich nur ein Kind mit einer Webcam sein, aber wenn man etwas macht was andere ansteckt, wird man von einer Masse gesehen, gleichbedeutend mit einem Stadion vollgestopft mit Menschen. Man erreicht Hunderte von Fremden, die begeistert über einen schreiben. Und sogar, wenn das nicht so eloquent ist -- und das ist es nicht -- kann es immer noch Ihren Tag bereichern. So, diese Möglichkeit einer neuen Art der globalen Anerkennung, denke ich, sorgt für eine riesige Menge an Anstrengungen. Und es ist wichtig zu erkennen, dass nicht nur die Stars davon profitieren: Denn da man den Besten zusehen kann, kann jeder etwas lernen.
Das System ist auch selbstantreibend. Es ist die Masse, die für das Licht sorgt und die Begeisterung befeuert, aber Licht und Begeisterung sind eine 'tödliche' Kombination, die immer neue Individuen der Masse zuführt. Dies ist also ein Modell, das fast jede Organisation nutzen könnte, um ihren eigenen Kreislauf zu testen und zu fördern in Bezug auf 'Massen-beschleunigte Innovation'. Lade die Menge ein, sorge für Licht, entfache Begeisterung. Und der schwierigste Teil dabei ist wahrscheinlich das Licht, da des bedeutet, dass man sich öffnen muss, man muss sein Anliegen der Welt zeigen. Es geht darum, das preizugeben, von dem man denkt, es sei das größte Geheimnis, damit vielleicht Millionen von Menschen die Möglichkeit erhalten zu helfen, es zu verbessern.
Und zum Glück gibt es ein Gruppe von Leuten, die wirklich keinen Nutzen aus diesem Tool ziehen können. Die dunkle Seite des Internets ist allergisch gegen das Licht. Ich glaube nicht, dass wir beispielsweise Terroristen sehen werden, die ihre Pläne in Internet veröffentlichen und die Welt fragen: "Könnt ihr uns bitte dabei helfen, dass es dieses Mal wirklich funktioniert?"
Aber man kann seinen Kram in Internet stellen. Und falls Sie das Rad zum Drehen bringen können, dann passen Sie auf.
Also bei TED sind wir fast schon besessen von der Idee der Offenheit. Meine Kollegin June Cohen nennt es inzwischen sogar "radikale Offenheit", weil es bei uns jedes Mal funktioniert. Wir haben unsere Talks für die Welt geöffnet und plötzlich gibt es da draußen Millionen von Leuten, die dabei helfen, die Ideen unserer Redner zu verbreiten und es uns somit leichter machen, die nächste Generation von Rednern zu finden und zu motivieren. Indem wir unser Übersetzungsprogramm öffneten, haben Tausende von heldenhaften Freiwilligen -- einige von ihnen sehen gerade online zu und ich danke euch! -- unsere Talks in mehr als 70 Sprachen übersetzt, und dabei unsere Zuschauerzahl in den nicht englischsprachigen Ländern mehr als verdreifacht. Dadurch, dass wir unsere TEDx-Marke zur Verfügung stellten, haben wir plötzlich mehr als tausend Liveveranstaltungen, um Ideen zu verbreiten. Und diese Organisatoren treffen sich alle und sie lernen voneinander. Wir lernen von ihnen. Wir bekommen sagenhafte Talks von ihnen zurück. Das Rad dreht sich.
Okay, lassen wir es für den Moment dabei. Ich meine, es ist wirklich nicht neu für mich Ihnen zu erzählen, dass Innovationen aus Gruppen heraus entstehen. Wissen Sie, wir haben es diese Woche gehört -- diese romatische Vorstellung vom einsamen Genie mit dem "Eureka!"-Moment, der die Welt verändert, ist irreführend. Sogar er hat das gesagt und er muss es wissen. Wir sind eine soziale Spezies. Wir inspirieren uns gegenseitig. Es ist also nicht neu zu sagen, dass das Internet die Innovation beschleunigt hat. In den letzten 15 Jahren haben sich mächtige Communities über das Internet verbunden und gegenseitig inspiriert. Programmierer zum Beispiel, wissen Sie, die gesamte Open-Source Bewegung ist ein fantastisches Beispiel für 'Massen-beschleunigte Innovation'. Aber der Schlüssel hier, der Grund, warum diese Gruppen sich miteinander verbinden können, ist, dass ihre Arbeit zu der Art Arbeit gehört, die leicht digital geteilt werden kann -- ein Bild, eine Musikdatei, Software. Und das ist es, was mich so fasziniert; und was, so denke ich, völlig unterbewertet ist, ist die Bedeutsamkeit der Zunahme von Online-Videos.
Dies ist die Technologie, die es erlauben wird, die Talente der restlichen Welt digital zu teilen, und dabei ein völlig neues Rad in Bezug auf 'Massen-beschleunigte Innovation' in Gang setzt. Die ersten Jahre des Internets waren ziemlich frei von Videos, und zwar deshalb: Videodateien sind riesig; das Internet konnte damit nicht umgehen. Aber in den letzten zehn Jahren explodierte die Bandbreite auf das Hundertfache. Und plötzlich stehen wir hier. Die Menschheit sieht sich jeden Tag 80 Millionen Stunden auf YouTube an. Cisco schätzt zur Zeit, dass innerhalb von vier Jahren mehr als 90% des Webinhaltes aus Videos bestehen wird. Falls das alles Haustierfilme, Pornos und Raubkopien sind, sind wir geliefert. Ich denke nicht, dass es so sein wird. Videos sind aus einem Grund so groß. Sie sind vollgepackt mit Daten und unser Gehirn ist auf einzigartige Weise dazu befähigt, sie zu entschlüsseln.
Lassen sie mich an dieser Stelle Sam Haber vorstellen. Er ist ein Einradfahrer. Vor YouTube gab es für ihn keine Möglichkeit, das wahre Potenzial seines Sports zu entdecken, da man diese Dinge nicht mit Worten kommunizieren kann, richtig? Betrachtet er aber Videos, die von Fremden gepostet wurden, eröffnet sich ihm eine Welt voller Möglichkeiten. Sofort beginnt er nachzuahmen und dann neu zu entwickeln. Und eine globale Gemeinschaft von Einradfahrern entdeckt sich, und inspiriert sich gegenseitig zu Größe. Und es gibt tausende weitere Beispiele von diesen Vorgängen -- von durch Videos geförderte Weiterentwicklung von Fähigkeiten, beginnend bei physischen bis hin zu kreativen. Und ich muss Ihnen sagen, als ehemaliger Herausgeber von Hobbymagazinen, dass ich das merkwürdig schön finde. Ich meine, da ist eine Menge Leidenschaft hier auf dem Schirm.
Aber falls Rube Goldbergs Maschinen und Videodichtung nicht so Ihr Fall sind, was ist damit. Jove ist eine Webseite die gegründet wurde, um Wissenschaftler zu ermutigen, ihre durch Fachleute geprüften Forschungen auf Video zu veröffentlichen. Es gibt ein Problem mit traditionellen wissenschaftlichen Abhandlungen. Für einen Wissenschaftler in einem anderen Labor kann es Monate dauern, um herauszufinden, wie man ein Experiment wiederholt, das in gedruckter Form beschrieben ist. Hier ist so ein frustrierter Wissenschaftler, Moshe Pritsker, der Gründer von Jove. Er erzählte mir, dass die Welt Milliarden von Dollar deswegen verschwendet. Aber sehen Sie sich dieses Video an. Ich meine, sehen Sie: wenn man etwas zeigen kann, anstatt es nur zu beschreiben, ist das Problem gelöst. Es ist also nicht an den Haaren herbeigezogen, wenn ich sage, dass an einem bestimmten Punkt Online -Videos den wissenschaftlichen Fortschritt dramatisch verbessern werden.
Hier ist ein weiteres Beispiel, das uns von TED zu Herzen geht, wo Videos manchmal mächtiger sind als Gedrucktes -- beim Teilen einer Idee. Warum sehen sich die Menschen gerne TEDTalks an? All diese Ideen wurden bereits gedruckt. Sie sind sogar schneller zu gelesen als angeschaut. Warum sollte sich also jemand die Mühe machen? Also, so bekommt man hier etwas gezeigt und erzählt. Aber sogar wenn man den Bildschirm mal weglässt, wird hier viel mehr übermittelt als nur Wörter. Und in diesem nonverbalen Aspekt liegt etwas ernsthaft Magisches. Irgendwo versteckt in der Gestik, im Tonfall, in der Mimik, im Augenkontakt, in der Leidenschaft, in der Art der ungeschickten britischen Körpersprache, in der Wahrnehmung, wie das Publikum reagiert, es gibt Hunderte von unbewussten Hinweisen, von denen es abhängt, wie man etwas auffasst und ob man inspiriert ist -- Licht, falls Sie so möchten, und Begeisterung. Unglaublicherweise kann man all das kommunizieren auf nur den paar Quadratzentimetern eines Bildschirms.
Lesen und Schreiben sind eigentlich relativ neue Erfindungen. Kommunikation von Angesicht zu Angesicht hat sich in Millionen von Jahren verfeinert. Deshalb ist es zu dieser mysteriösen und mächtigen Sache geworden. Jemand spricht, da ist eine Resonanz in den empfangenden Köpfen, die gesamte Gruppe handelt zusammen. Ich meine, das ist das Bindegewebe des menschlichen Superorganismus in Aktion. Das hat unsere Kultur wahrscheinlich schon seit Jahrtausenden vorangebracht. Vor 500 Jahren traf es auf eine Konkurrenz mit einem tödlichen Vorteil. Es ist genau hier. Der Buchdruck begann sich auszubreiten. Die ambitionierten Innovatoren und die Einflussreichen dieser Welt konnten ihre Ideen nun auf der ganzen Welt verbreiten, und so verblasste die Kunst des gesprochenen Wortes immer mehr. Aber nun, innerhalb eines Wimpernschlags, haben sich die Spielregeln wieder geändert. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass das, was Gutenberg für das geschriebene Wort getan hat, kann das Online-Video nun für die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht erreichen. Dieses grundlegende Medium also, für das unser Gehirn so ausnehmend gut geeignet ist... hat sich nun weltweit verbreitet.
Nun, das ist eine große Sache. Vielleicht müssen wir eine frühere Kunstform wieder neu erfinden. Ich meine, heutzutage, können Millionen Menschen einem Redner zuhören, wie er helles Licht auf starke Ideen wirft, somit große Begeisterung hervorruft, lernen und antworten zu wollen -- und in seinem Fall, zu lachen. Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, müssen talentierte Studenten ihr Potenzial und ihre Träume nicht dem Versagen ihrer miserablen Lehrer opfern. Sie können sozusagen einen Meter vor den Weltbesten sitzen.
TED ist nur ein kleiner Teil davon. Ich meine, die Universitäten dieser Welt öffnen ihren Lehrplan. Tausende von Individuen und Organisationen teilen ihr Wissen und ihre Daten online. Tausende von Leuten finden neue Wege zu lernen und kritisch zu antworten und somit schließt sich der Kreis. Und so, nachdem wir darüber nachgedacht haben, wissen Sie, wurde uns klar, was die nächste Evolutionsstufe von TED sein muss. TEDTalks dürfen kein einseitiger Prozess sein, von Einem zu Vielen. Unsere Zukunft ist von Vielen zu Vielen. Wir träumen jetzt also von Möglichkeiten, es Ihnen, der weltweiten TED-Community, zu vereinfachen, den Rednern zu antworten, Ihre Ideen beizutragen, vielleicht sogar Ihre eigenen TEDTalks, und um mitzuhelfen, das Licht auf das Beste, das es da draußen gibt, zu richten. Denn, wenn wir aus einem viel größeren Pool das Beste hervorbringen können, dann dreht sich das Rad.
Ist es möglich, sich einen ähnlichen Prozess vorzustellen, für eine weltweite Bildung? Ich meine, muss es dieser schmerzhafte Prozess von oben herab sein? Warum nicht ein sich selbst antreibender Kreislauf, an dem wir uns alle beteiligen können? Es ist doch das Zeitalter der Beteiligung, richtig? Schulen dürfen keine Bunker sein. Wir dürfen nicht mit 21 aufhören zu lernen. Was, wenn die zu erwartende Masse von neun Milliarden ... was, wenn diese Menschenmenge genug lernen könnte, um Internet-Beitragende zu sein, anstatt Internet-Konsumenten? Dies ändert alles, richtig? Ich meine, das würde mehr Lehrer benötigen als wir jemals hatten. Aber die guten Nachrichten sind, dass sie da draußen sind. Sie sind in dieser Menschenmasse, und die Masse knipst das Licht an und wir können sie zum ersten Mal sehen, nicht als eine schwammige Masse von Fremden, sondern als Indiviuden, von denen wir lernen können. Wer ist der Lehrer? Sie sind der Lehrer. Sie sind Teil der Masse, die vielleicht gerade dabei ist, den größten lernenden Kreislauf in der Geschichte der Menschheit zu starten, ein Kreislauf, der uns an einen schlaueren, weiseren, schöneren Ort tragen kann.
Hier ist eine Gruppe Kinder aus einem Dorf in Pakistan in der Nähe des Ortes, an dem ich aufgewachsen bin. Innerhalb von fünf Jahren wird jedes dieser Kinder Zugang zu einem Handy haben, mit dem man Internetvideos abrufen und diese auch ins Netz hochladen kann. Ich meine, ist es nicht verrückt zu denken, dass dieses Mädchen im Hintergrund, rechts, in 15 Jahren vielleicht eine Idee verbreitet, die die Welt für Ihre Enkel schöner gestaltet? Es ist nicht verrückt; es passiert genau jetzt.
Ich möchte Ihnen einen guten Freund von TED vorstellen, der in Afrikas größtem Slum leben muss.
(Video) Christoper Makau: Hi. Mein Name ist Christopher Makau. Ich bin einer der Organisatoren von TEDxKibera. Hier in Kibera passieren gerade so viele gute Dinge. Es gibt eine Selbsthilfegruppe. Ihre Mitglieder verwandelten eine Müllhalde in einen Garten. Der selbe Platz war ein Ort voller Kriminalität, wo Leute ausgeraubt wurden. Sie nutzten den selben Müll, um grünen Dünger zu gewinnen. Die selbe Müllhalde ernährt nun mehr als 30 Familien. Wir haben unsere eigene Filmschule. Sie benutzen Flip-Kameras, um aufzunehmen, zu bearbeiten, und über ihren eigenen Kanal zu senden, Kibera TV. Wegen dem Mangel an Land nutzen wir Säcke, um Gemüse zu pflanzen, und können so die Lebenskosten gering halten. Veränderung passiert, wenn wir die Dinge aus einer anderen Perspektive sehen. Heute sehe ich Kibera auf eine andere Weise. Meine Nachricht an TEDGlobal und die gesamte Welt ist: Kibera ist eine Brutstätte von Innovation und Ideen.
CA: Wissen Sie was? Ich wette, Chris war schon immer ein inspirierender Junge. Was neu ist -- und das ist riesig -- ist, dass wir ihn zum ersten Mal sehen können und er uns sehen kann. Genau jetzt sehen uns, Chris und Kevin und Dennis und Dickson und ihre Freunde gerade zu, in Nairobi, genau jetzt. Jungs, heute haben wir was von euch gelernt. Danke.
You can share this video by copying this HTML to your clipboard and pasting into your blog or web page. This video will play with subtitles.
You either have JavaScript turned off or have an old version of the Adobe Flash Player. To view this rating widget you
need to get the latest Flash player.
If your browser allows only "trusted sites" to execute Javascript, you should add the "googleapis.com" domain to your whitelist to allow our Flash detection to work properly.
Got an idea, question, or debate inspired by this talk? Start a TED Conversation, or join one of these:
TED's Chris Anderson legt dar, dass die Verbreitung von Webvideos das weltweite Phänomen 'Crowd Accelerated Innovation' vorantreibt -- ein sich selbst antreibender Kreislauf des Lernens, der so bedeutend sein könnte wie die Erfindung des Buchdrucks. Aber um dieses Potenzial zu nutzen, müssen Organisationen sich radikal öffnen. Und für TED bedeutet dies der Beginn eines völlig neuen Kapitels...
After a long career in journalism and publishing, Chris Anderson became the curator of the TED Conference in 2002 and has developed it as a platform for identifying and disseminating ideas worth spreading. Full bio »
Translated into German by Roman Rackwitz
Reviewed by Katja Tongucer
Comments? Please email the translators above.
16:48 Posted: May 2010
Views 4,017,817 | Comments 1101
17:13 Posted: Sep 2010
Views 1,421,415 | Comments 466
Just follow the guidelines outlined under our Creative Commons license.
This comment will be attributed to . Not ? Sign Out.