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Die öffentliche Diskussion über Architektur dreht sich meistens nur um das Endergebnis. Das architektonische Objekt. „Ist das neueste Hochhaus in London eine Gewürzgurke oder ein Würstchen oder ein Sexspielzeug?“
Also haben wir uns vor kurzem gefragt, ob wir nicht ein Format erfinden könnten, das die Geschichten hinter den Projekten erzählen kann. Vielleicht mit Bildern, Zeichnungen und Worten. Um Geschichten über Architektur zu erzählen. Und wir stellten fest, wir brauchten es nicht zu erfinden. Es existierte bereits in Form von Comics.
Wir haben also praktisch das Comicformat kopiert, um die Storys hinter den Kulissen zu erzählen. Darüber wie sich unsere Projekte durch Adaption und Improvisation entwickeln. Etwa durch den Tumult, die Gelegenheiten und und Zwischenfälle in der echten Welt. Wir nennen diesen Comic „Yes is More“. Was eine Art von Weiterentwicklung der Ideen einiger unserer Helden ist.
In diesem Fall Mies van der Rohes „Weniger ist mehr“. Er hat die Revolution der Moderne ausgelöst. Ihm folgte die postmoderne Gegenrevolution. Robert Venturi sagte „Weniger ist öde“. Nach ihm führte Philip Johnson mehr oder weniger – (Gelächter) man könnte es „Freizügigkeit" nennen, aber zumindest Offenheit für neue Ideen ein, mit „Ich bin eine Hure“. Kürzlich brachte Obama Optimismus in einer Zeit der globalen Finanzkrise.
Und was wir mit „Yes is More“ wollen, zu versuchen zu hinterfragen, dass die architektonische Avantgarde fast immer negativ definiert wird. Dadurch gegen wen oder was wir sind. Das Klischee des radikalen Architekten ist so ein zorniger junger Mann, der gegen das Establishment rebelliert. Oder diese Vorstellung des verkannten Genies, frustriert, dass die Welt nicht mit seinen Ideen übereinstimmt. Anstatt für Revolution interessieren wir uns viel mehr für Evolution. Dieser Gedanke, dass Dinge sich langsam entwickeln. Durch Improvisation und Anpassung an die Veränderungen der Welt.
Tatsächlich glaube ich, dass Darwin einer der Menschen ist, die unseren Designprozess am besten erklären. Sein berühmter Stammbaum des Lebens könnte fast ein Schaubild unserer Arbeitsweise sein. Wie Sie sehen, entwickelt sich ein Projekt durch eine Folge von Generationen von Designmeetings. In jeder Sitzung gibt es viel zu viele Ideen; nur die Besten können Überleben. Und durch eine Art architektonische Selektion können wir z.B. ein wirklich schönes Modell auswählen, oder vielleicht ein sehr zweckmäßiges. Und wir paaren sie. Sie haben quasi mutierte Nachkommen. Und nach diesen Generationen von Besprechungen kommen wir dann bei einem Design an.
Ein sehr anschauliches Beispiel ist ein Projekt, dass wir für eine Bibliothek und ein Hotel in Kopenhagen gemacht haben. Der Designprozess war ziemlich hart, beinahe wie ein Überlebenskampf. Aber allmählich bildete sich eine Idee heraus. Die Idee eines schlichten Hochhauses, das mit der umgebenden Stadt verschmilzt und den öffentlichen Raum praktisch erweitert; auf eine skandinavische Version der Spanischen Treppe, wie wir sie nennen. Im Außenraum ebenso öffentlich wie im Inneren; mit der Bibliothek.
Aber Darwin erklärt nicht nur die Evolution einer einzelnen Idee. Wie Sie sehen, zweigt gelegentlich eine Unterart ab. Und recht häufig sitzen wir in den Designmeetings, und merken, dass eine großartige Idee in diesem Kontext nicht wirklich funktioniert. Aber für einen anderen Klienten, in einer anderen Kultur, könnte sie tatsächlich die richtige Antwort auf eine andere Frage sein. Folglich werfen wir also nie etwas weg. Wir führen unser Büro wie ein Archiv für architektonische Artenvielfalt. Man weiß ja nie, wann man es mal brauchen könnte.
Und was ich jetzt tun möchte ist, in einer Art Schnelldurchlauf, die Geschichte von zwei Projekten zu erzählen, die sich durch Anpassen und Improvisieren und glückliche Umstände entwickelt haben. Die erste Geschichte begann letztes Jahr, als wir in Shanghai waren, um am Wettbewerb für das dänische Pavillon auf der Expo 2010 teilzunehmen. Und wir sahen diesen Kerl, HaiBao, er ist das Maskottchen der Expo. Und er kam uns seltsam bekannt vor. Um genau zu sein, er sah aus wie ein Gebäude, das wir für ein Hotel im Norden Schwedens entworfen hatten. Als wir es für den schwedischen Wettbewerb einreichten, hielten wir es für ein wirklich cooles Konzept, aber es sah nicht unbedingt wie etwas aus dem Norden Schwedens aus. Die schwedische Jury fand das auch, also haben wir verloren.
Aber dann trafen wir einen chinesischen Unternehmer, der unser Design gesehen hatte und sagte: „Wow, das ist das chinesische Zeichen für das Wort ‚Volk‘“. (Gelächter) Offenbar schreibt man so also „Volk“, wie in „Volksrepublik China". Wir haben es sogar nochmal überprüft. Und zur selben Zeit wurden wir eingeladen, bei der Shanghai Creative Industry Week auszustellen. Wir dachten natürlich: „Das ist eine Riesenchance“, also heuerten wir einen Feng-Shui-Meister an, vergrößerten das Gebäude um das dreifache auf chinesische Verhältnisse, und gingen nach China. (Gelächter) Das Volksgebäude, wie wir es nannten – hier sind unsere beiden Übersetzerinnen beim „Lesen“ der Architektur –
es kam aufs Titelblatt der Wenhui bao Zeitung, was Chen Liangyu, den Bürgermeister Shanghais, bewegte die Ausstellung zu besuchen; und uns die Chance gab, ihm das Projekt zu erklären. Und er sagte: „Shanghai ist die Stadt mit den meisten Wolkenkratzern der Welt.“ Aber er fand dadurch die Verbindung mit den Wurzeln unterbrochen. Und im Volksgebäude sah er eine Architektur, die die Kluft zwischen der uralten Weisheit Chinas und der fortschrittlichen Zukunft Chinas schließen konnte. Natürlich stimmen wir zutiefst mit ihm überein. (Gelächter) (Applaus) Leider ist Herr Chen gerade wegen Korruption im Gefängnis... (Gelächter)
Aber wie gesagt, HaiBao sah bekannt aus, weil er tatsächlich das Chinesische Zeichen für „Volk“ ist. Sie haben dieses Maskottchen gewählt, weil das Motto der Expo „Bessere Stadt, besseres Leben“ ist. Nachhaltigkeit. Uns fällt aber auf, dass Nachhaltigkeit zu einer Art neo-protestantischer Idee geworden ist. Dass es wehtun muss, um gut zu tun.
Sie wissen schon, man soll nicht lange und heiß duschen; man soll nicht in Urlaub fliegen, weil das schlecht für die Umwelt ist. Und langsam fängt man an zu denken, dass nachhaltig leben weniger Spaß macht, als normal zu leben. Wir fanden es interessant, uns auf Beispiele zu konzentrieren, wo eine nachhaltige Stadt die Lebensqualität sogar verbessert.
Wir fragten uns, was Dänemark China wohl von Bedeutung beibringen könnte? Es sind eines der größten Länder der Welt, und eines der kleinsten. China wird durch den Drachen symbolisiert, und in Dänemark haben wir einen Nationalvogel, den Schwan. (Gelächter) China hat viele große Dichter,
aber wir entdeckten, dass sich in den Lehrplänen der staatlichen Schulen in China drei Märchen von An Tu Shung finden. Oder, wie wir ihn nennen, Hans Christian Andersen. Das heißt also alle 1,3 Milliarden Chinesen sind mit „Des Kaisers neue Kleider“, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ und „Die kleine Meerjungfrau“ aufgewachsen. Es ist wie ein Stück dänische Kultur, eingebettet in die chinesische Kultur.
Die größte Touristenattraktion Chinas ist die Chinesische Mauer. Das einzige Bauwerk, dass noch vom Mond gesehen werden kann. Die größte Touristenattraktion Dänemarks ist die Kleine Meerjungfrau. Die man im Grunde kaum auf einer Hafenrundfahrt erkennen kann. (Gelächter)
Das verdeutlicht ganz gut die Unterschiede zwischen diesen beiden Städten. Kopenhagen, Shanghai; modern, europäisch. Aber dann betrachteten wir die jüngste Entwicklung der Städte, Und uns fiel etwas auf. Das ist eine Straße in Shanghai vor 30 Jahren. Nur Fahrräder, keine Autos So sieht sie heute aus. Ein einziger Stau. Fahrräder wurden an vielen Orten verboten.
Während wir in Kopenhagen die Radwege sogar ausbauen. Ein drittel der Leute pendeln mit dem Fahrrad. Wir haben kostenlose Räder, die „City Bikes“, die man sich leihen kann, wenn man in die Stadt kommt. Wir dachten also, warum nicht das Fahrrad in China wieder einführen? Wir spenden Shanghai 1000 Fahrräder. Gehen Sie auf der Expo also zuerst zum dänischen Pavillon. Holen sie sich ein dänisches Rad, und fahren damit weiter zu den anderen Ständen!
Wie gesagt, Shanghai und Kopenhagen sind beide Hafenstädte. Aber in Kopenhagen ist das Wasser mittlerweile so sauber, dass man darin schwimmen kann. Eines unserer allerersten Projekte war das Kopenhagener Hafenschwimmbad, das den öffentlichen Raum ins Wasser fortsetzt. Wir fanden, dass diese Expos immer viel staatlich finanzierte Propaganda, Bilder und Behauptungen haben, aber kein echtes Erlebnis. Durch die Fahrrädern reden wir nicht darüber, sondern bieten an es auszuprobieren. Ebenso das Wasser. Anstatt darüber zu reden, verschiffen wir eine Million Liter Hafenwasser von Kopenhagen nach Shanghai. Sodass die Chinesen, die den Mut haben, sogar eintauchen und fühlen können, wie sauber es ist.
Hier werfen die Leute meistens ein, dass es nicht gerade nachhaltig klingt, Wasser von Kopenhagen nach China zu transportieren. Tatsächlich aber fahren die Containerschiffe voller Güter von China nach Dänemark, und dann leer wieder zurück. Häufig wird dann Wasser als Ballast geladen. Wir können da also quasi umsonst mitfahren.
Und in die Mitte dieses Hafenschwimmbeckens stellen wir dann die echte Kleine Meerjungfrau. Die original Meerjungfrau, das original Wasser, und die original Fahhräder. Und während sie weg ist, laden wir einen chinesischen Künstler ein, um sie neu zu interpretieren. Die Architektur des Pavillons ist so eine Schleife von Ausstellung und Fahrrädern. Wenn man hereinkommt, sieht man die Meerjungfrau und den Pool. Man sieht sich die Ausstellung an, holt sich ein Fahrrad auf dem Dach, springt auf und fährt damit weiter durch die restliche Expo.
Als wir den Wettbewerb gewonnen hatten, mussten wir das Projekt mit einer Ausstellung in China vorstellen. Und überraschenderweise bekamen wir eine unserer Tafeln mit Korrekturen von der staatlichen chinesischen Zensur zurück. Die erste war, dass Taiwan auf der Karte fehlte. Das ist ein ernsthaftes politisches Thema in China. Wir werden es hinzufügen. Das zweite Problem war der Vergleich des Schwans mit dem Drachen. Die Chinesen sagten, „Schlage vor: Ändere zu Panda“ (Gelächter) (Applaus)
Als in Dänemark bekannt wurde, dass wir tatsächlich das Wahrzeichen des Landes verschicken wollten, hat die Dänische Volkspartei geradezu dagegen rebelliert. Sie versuchten, ein Gesetz gegen das Bewegen der Meerjungfrau zu verabschieden. Und ich wurde zum ersten mal eingeladen, vor dem Parlament zu sprechen. Es war interessant, weil sie morgens von neun bis 11 über den Rettungsplan diskutierten. Wieviele Milliarden sie in die Rettung der Wirtschaft investieren sollten. Um 11 Uhr hörten sie dann auf, sich über diese Kleinigkeiten zu streiten. Und debattierten von 11 bis eins, ob die Meerjungfrau nach China darf oder nicht. (Gelächter) (Applaus)
Also wenn Sie die Meerjungfrau zwischen Mai und Dezember nächsten Jahres sehen wollen, kommen sie nicht nach Kopenhagen, denn sie wird in Shanghai sein. Wenn sie trotzdem nach Kopenhagen kommen, werden sie wohl eine Installation des chinesischen Künstlers Ai Weiwei sehen, aber wenn die chinesische Regierung einschreitet, könnte es auch ein Panda werden. (Gelächter)
Die zweite Geschichte, die ich erzählen will, fängt im Grunde genommen in meinem eigenen Haus an. Das ist mein Apartment. Das ist der Ausblick aus meinem Apartment. Über diese „Landschaft“ dreieckiger Balkone, die unser Klient „Leonardo-DiCaprio-Balkone“ nannte. Sie bilden diesen vertikalen Hinterhof, wo man an einem schönen Sommertag all seine Nachbarn im Umkreis von 10 Metern kennen lernt. Das Haus ist eine Verzerrung eines Quaders. Mit einem Zick-Zack-Muster, damit die Apartments eine Aussicht haben anstatt sich gegenseitig zugewandt zu sein.
Bis vor Kurzem sah mein Ausblick so aus. Dann kaufte unser Klient das Nachbargrundstück. Er wollte darauf einen Wohnblock bauen, und daneben ein Parkhaus. Aber wir dachten, anstatt traditionell Wohnungen zu stapeln, die dann auf einen langweiligen großen Block mit Autos schauen, warum nicht aus allen Wohnungen Penthäuser machen, und sie auf einen Sockel aus Autos stellen.
Und weil Kopenhagen komplett flach ist, muss man, wenn man einen schönen Südhang mit Ausblick will, ihn sich selbst bauen. Dann haben wir die Form etwas angeschnitten, damit es nicht den Blick aus meinem Apartment blockiert. (Gelächter) Das Parkhaus belegt also nur das Innere des Gebäudes untehalb der Apartments.
Und auf der sonnigen Oberfläche liegt eine einzige Wohnschicht, die alle Vorteile des Vorstadtlebens, wie ein Haus mit Garten mit der Aussicht auf die Stadt, mit dem engen, urbanen Standort vereint. Das ist unser erstes Modell. Das ist eine Luftaufnahme vom letzten Sommer. Tatsächlich bedecken die Apartments das Parkhaus. Sie werden über diese diagonalen Aufzüge erreicht. Das ist ein Standardprodukt aus der Schweiz. In der Schweiz gibt es einen nationalen Bedarf an diagonalen Aufzügen. (Gelächter)
Das Besondere an der Fassade ist, wir wollten das Parkhaus auf natürliche Weise belüften. Also haben wir die Fassade perforiert. Und wir merkten, dass wir durch Größenänderungen der Löcher, die gesamte Fassade in ein gigantisches, natürlich belüftetes, Halbtonbild verwandeln konnten. Und da wir das Projekt immer „Den Berg“ nannten, beauftragten wir einen japanischen Himalaya-Fotografen mit diesem wundervollen Foto des Mount Everest, mit dem das ganze Gebäude zu einem 3000 m² Kunstwerk wird. (Applaus)
Wenn man jetzt vom Parkhaus durch die Gänge geht, ist es fast wie eine Reise durch ein Paralleluniversum aus bunten Autos und Farben zu dieser urbane Oase in Südlage. Das Holz aus den Wohnungen wird draußen zur Fassade. Wenn man noch weiter heraus geht wird es zu diesem grünen Garten. Und das gesamte Regenwasser, das auf den Berg fällt, wird gesammelt. Es gibt ein automatisches Bewässerungssystem, das dafür sorgt, dass diese Gartenlandschaft sich in ein oder zwei Jahren in eine kambodschanische Tempelruine verwandelt, völlig in Grün gehüllt.
Der Berg ist das erste umgesetzte Beispiel für das, was wir „architektonische Alchemie“ nennen. Die Idee, dass man, wenn nicht Gold, zumindest zusätzlichen Wert schaffen kann, indem man traditionelle Elemente, wie Apartments und Parken, mischt, und in diesem Fall sogar den Leuten die Möglichkeit gibt, nicht zwischen einem Leben mit Garten oder dem Stadtleben wählen zu müssen. Sie können tatsächlich beides haben.
Als Architekt ist es wirklich schwer, Zukunftspläne zu machen. Du kannst nicht sagen, „Jetzt würde ich gerne eine umweltfreundliche Stadt in Zentralasien machen“, weil man natürlich auf Aufträge angewiesen ist. Man muss immer improvisieren und sich auf die Möglichkeiten und Zufälle einstellen, auf diesen Troubel in der Welt passieren.
Ein letztes Beispiel ist, dass wir kürzlich, letzten Sommer, den Wettbewerb für eine nordische Nationalbank gewonnen haben. Das ist der Bankdirektor, als er noch Lachen konnte. (Gelächter) Es war mitten in der Hauptstadt und wir waren sehr aufgeregt. Dummerweise war es die Nationalbank von Island...
Aber zur selben Zeit hatten wir einen Besucher. Ein Minister aus Aserbaidschan kam zu uns ins Büro. Wir zeigten ihm den Berg und er war sehr begeistert von dem Gedanken, dass man im Grunde Berge aus Architektur machen kann. Aserbaidschan ist auch bekannt als die Alpen Mittelasiens. Also fragte er uns, ob wir uns eine Planstadt auf einer Insel außerhalb der Hauptstadt vorstellen können, die die Silhouetten der sieben bedeutendsten Berge Aserbaidschans nachbildet.
Wir nahmen den Auftrag an. Und drehten diesen kurzen Film, den ich gern zeigen möchte. Wir machen oft kleine Filme und immer streiten wir uns über den Soundtrack. Aber in diesem Fall war es wirklich einfach ein Lied zu finden. Also Baku ist diese Bucht in Form eines Halbmonds, gegenüber der Insel Zira, die wir planen. Fast wie die Symbole auf ihrer Flagge. Unser Grundgedanke war, die sieben wichtigsten Berge Aserbaidschans als Muster zu nehmen, und sie in urbane architektonische Strukturen umzusetzen, die von Menschen bewohnt werden können. Diese „Berge“ platzieren wir dann auf der Insel, wo sie ein zentrales grünes „Tal“ umgeben. Ein bisschen wie der Central Park.
Und was es besonders interessant macht, ist dass die Insel bloß ein Stück Wüste ist. Ohne Vegetation. Ohne Wasser, ohne Energie, ohne Ressourcen. Wir entwerfen daher die ganze Insel als ein einziges Ökosystem, das Windenergie ausnutzt, um Entsalzungsanlagen zu betreiben, und die Wärmeeigenschaften des Wassers, um die Gebäude zu beheizen und zu kühlen. Und alles überschüssige süße Abwasser wird organisch in die Landschaft gespeist, sodass die Wüsteninsel sich langsam aber sicher in eine üppige, grüne Landschaft verwandelt.
Während urbane Entwicklungen normalerweise auf Kosten der Natur entsteht, kann man sagen, dass in diesem Fall Natur geschaffen wird. Die Gebäude imitieren nicht nur die äußere Erscheinung von Bergen, sie funktionieren auch wie Berge. Sie dienen als Windschutz. Sie sammeln Solarenergie. Sie sammeln Wasser. Wodurch sie die gesamte Insel in ein eigenes Ökosystem transformieren.
Wir haben den Plan kürzlich vorgestellt, und er wurde angenommen. Diesen Sommer beginnen wir mit der Konsturktionsplanung der ersten beiden Berge an, für die erste CO2-neutrale Insel in Zentralasien. (Applaus) Lassen Sie mich vielleicht zum Abschluss sagen... Sie haben gesehen, wie der Berg in Kopenhagen sich zu den Sieben Gipfeln Aserbaidschans entwickelt hat. Mit etwas mehr Evolution und ein bisschen Glück, sind es in 10 Jahren vielleicht die Fünf Berge des Mars. Vielen Dank. (Applaus)
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Der dänische Architekt Bjarke Ingels jagt durch drei multimediale Geschichten seiner auffälligen ökologischen Entwürfe. Seine Gebäude sehen nicht nur natürlich aus – sie verhalten sich auch so: sie schützen vor Wind, sammeln Solarenergie – und schaffen atemberaubende Aus- und Anblicke.
Theory meets pragmatism meets optimism in Bjarke Ingels' architecture. His big-think approach is informed by a hands-on, ground-up understanding of the needs of a building's occupants and surroundings. Full bio »
Translated into German by Hennes Bender
Reviewed by Simon Scheithauer
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19:24 Posted: Oct 2008
Views 214,040 | Comments 50
18:36 Posted: Jul 2009
Views 316,662 | Comments 381
22:00 Posted: Jan 2008
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