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Welche Technologie können wir effektiv auf die Reduktion weltweiter Armut anwenden? Die Antwort, auf die ich stieß, war ziemlich überraschend. Wir begannen uns Dinge wie Sterberaten im 20. Jahrhundert anzuschauen und wie sie sich verbessert hatten, mit einem sehr einfachen Ergebnis. Man sollte annehmen, dass Antibiotika mehr erwirken als sauberes Wasser, aber eigentlich ist es genau andersrum. Und solche einfachen Dinge - stinknormale Technologien, die wir ganz leicht im damals noch jungen Internet finden konnten, veränderten dieses Problem signifikant.
Aber als ich mir die mächtigeren Technologien ansah, Nanotechnologie, Gentechnologie und andere im Kommen begriffene Arten digitaler Technologien, machte ich mir sehr große Sorgen über das Missbrauchspotenzial. Wenn man darüber nachdenkt, gab es vor langer, langer Zeit das Problem, dass ein Invididuum ein anderes missbraucht. Wir dachten uns eine Lösung aus - die zehn Gebote. Du darfst nicht töten. Das ist so eine individuelle Sache. Wir organisierten uns in Städten. Es gab viele Menschen. Und um die vielen davon abzuhalten, einzelne zu tyrannisieren, ersannen wir Konzepte wie individuelle Freiheit. Und dann, um mit großen Gruppen umgehen zu können, vielleicht auf der Ebene der Nationen, hatten wir gegenseitige Nichtagression, oder wir kamen nach einer Reihe von Konflikten zu einer internationalen Absprache, die mehr oder weniger den Frieden wahrte.
Aber nun haben wir eine neue Situation, eine, die man eine asymmetrische Situation nennt, wo Technologie so mächtig ist, dass sie die Ebene der Nationen noch überschreitet. Nicht die Nationen haben potenziellen Zugang zur Massenvernichtung, sondern Individuen. Und das ist eine Folge dessen, dass diese neuen Technologien oft digital sind. Wir haben Genomsequenzen gesehen. Diese Sequenzen von Pathogenen kann man, wenn man möchte, aus dem Internet herunterladen, und ich las neulich in einer Wissenschaftszeitschrift, dass jemand sagte, die Grippe von 1918 sei zu gefährlich, um sie mit FedEx herumzufahren. Wenn Leute sie in ihren Laboratorien zu Forschungszwecken verwenden wollen, sollen sie sie sich doch einfach rekonstruieren, denn schließlich, na ja, sie könnte bei FedEx ja kaputtgehen. Also ist diese Möglichkeit eindeutig nicht abzustreiten.
Also sind übermächtige Individuen in kleinen Gruppen durch den Zugriff auf diese sich selbst-replizierenden Technologien, ob nun biologisch oder andersartig, eindeutig eine Gefahr auf unserer Welt. Und die Gefahr besteht darin, dass sie eine Pandemie hervorrufen können. Und wir haben keine richtige Erfahrung mit Pandemien, und wir sind als Gesellschaft auch beim Umgang mit Dingen, mit denen wir keine direkte, quasi Bauchgefühl-basierte Erfahrung haben, nicht sehr gut. Es liegt also nicht in unserer Natur, im Voraus zu handeln. Und in diesem Falle ist das Anstapeln weiterer Technologien keine Lösung, denn diese Leute werden durch diese immer weiter befähigt.
Die Lösung muss also, wie Leute wie Russell und Einstein und andere es vielleicht in einer weitaus stärken Form, ich glaube Anfang des 20. Jahrhunderts, diskutierten, die Lösung darf nicht nur einfach der Kopf sein, sondern das Herz. Wissen Sie, öffentliche Ordnung und moralischer Fortschritt. Der Handel, der uns Zivilisation bringt, ist ein Handel, unsere Macht nicht einzusetzen. Unsere Persönlichkeitsrechte erhalten wir, indem uns die Gesellschaft davor schützt, dass andere nicht alles tun, wozu sie fähig sind, sondern großteils das, was legal ist. Und um die Gefahr dieser neuen Dinge zu begrenzen, müssen wir letztlich die Fähigkeit der Individuen begrenzen, die ihnen im Prinzip den Zugang zu pandemischer Macht erteilt. Wir müssen auch eine vernünftige Verteidigung haben, denn keine Einschränkung wird eine verrückte Person von ihren Plänen abhalten. Und wissen Sie, das Problem ist, dass es viel einfacher ist, etwas schlechtes zu tun, als sich gegen all diese Möglichkeiten der schlechten Dinge abzusichern, also haben offensive Anwendungen einen ziemlich asymmetrischen Vorteil.
Das waren also meine Gedanken in den Jahren 1999 und 2000, und meine Freunde sagten mir, ich werde total depressiv und sie machen sich schon richtige Sorgen. Und dann unterschrieb ich einen Vertrag, ein Buch mit mehr solcher düsterer Gedanken zu schreiben und zog in ein Hotelzimmer in New York mit einem Zimmer voller Bücher über die Pest, und na ja, Atombomben, die in New York hochgehen, wo wäre meine Stelle in diesem Kreislauf, et cetera. Und ich war am 11. September dort und stand mit allen anderen auf den Straßen. Und es war ein ziemliches Erlebnis, dort zu sein. Ich stand am nächsten Morgen auf und lief aus der Stadt, und alle Müllautos waren auf der Houston Street geparkt und bereit, in die Stadt zu fahren und den Schutt wegzufahren. Und ich lief zwischen ihnen entlang bis zum Bahnhof, und alles jenseits der 14. Straße war geschlossen. Das Erlebnis war ziemlich fesselnd, aber vielleicht keine richtige Überraschung oder so für jemanden, der ein Zimmer voll dieser Bücher gehabt hatte. Es ist natürlich immer eine Überraschung, wenn es konkret passiert, aber es war keine Überraschung, dass es überhaupt passierte.
Und daraufhin begannen alle darüber zu schreiben. Tausende von Leuten begannen, darüber zu schreiben. Irgendwann hab ich den Buchgedanken dann aufgegeben, und dann rief mich Chris an, damit ich auf der Konferenz spräche. Ich rede eigentlich gar nicht mehr darüber, denn, na ja, es passieren genügend frustrierende und deprimierende Dinge. Aber ich sagte Chris zu und versprach, ein paar Worte darüber zu verlieren. Und ich würde sagen, wir können die Grundregel nicht aufgeben, asymmetrische Bedrohungen zu bekämpfen, was wir aufgrund der Geschehnisse anscheinend gerade tun, die Leute an der Macht tun dies, denn das hieße, die eine Sache aufzugeben, die Zivilisation ausmacht. Und wir können die Bedrohung nicht auf die blöde Art bekämpfen, wie wir es tun, denn eine Millionen Dollar teure Regelung verursacht Milliarden Dollar Schaden, und Billiarden Dollar, um ihn auszugleichen, was großteils ineffektiv ist und wohl, sogar mit ziemlicher Sicherheit, das Problem nur schlimmer gemacht hat. Wir können die Sache also nicht mit Kosten von einer Million zu eins und einem Nutzen von eins zu einer Million bekämpfen.
Nachdem ich also das Buch aufgegeben hatte - und mir wurde die große Ehre zuteil, vor ungefähr einem Jahr bei Kleiner Perkins einzusteigen und von einer innovativen Perspekte aus mit Risikokapital zu arbeiten und mich auf die Suche nach Ideen zu begeben, die das beheben, was ich als einige der großen Probleme ansah. Dinge, wo ein Unterschied mit einem Faktor zehn das Resultat um den Faktor tausend beeinflussen kann. Im letzten Jahr hat mich die schiere Qualität und der Reiz der Innovationen, die auf meinem Schreibtisch landeten, fasziniert. Manchmal ist es überwältigend. Ich bin Google und Wikipedia zu Dank verpflichtet, denn durch sie kann ich wenigstens im Ansatz verstehen, wovon die Leute reden. die durch die Tür treten.
Aber ich wollte mit Ihnen drei Gebiete teilen, die mich besonders begeistern und die auf die Probleme bezogen sind, die ich neulich in dem Artikel in der "Wired" erwähnte. Das erste Gebiet ist die Bildung, und hat einen klaren Bezug zu dem, was Nicholas über den 100-Dollar-Computer sagte. Und das soll heißen, es gibt noch Spielraum in Moores Gesetz. Die fortgeschrittensten Transistoren heute liegen bei 65 Nanometern, und wir haben gesehen, ich hatte auch die Ehre, darin zu investieren, dass es Firmen gibt, die mich aufatmen lassen, dass wir Moores Gesetz noch ausweiten können. Und zwar bis ungefähr in den 10-Nanometer-Bereich. Ein weiterer Faktor von, sagen wir, 6, in dimensioneller Reduktion, das sollte uns noch einen Faktor 100 in Sachen grober Verbesserung der Fähigkeiten der Chips geben. Und wenn wir das in die Praxis ummünzen, wenn heute etwas 1.000 Dollar kostet, zum Beispiel der beste PC, den man kaufen kann, soviel kostet das jetzt wohl, dann bekommen wir dasselbe im Jahr 2020 für 10 Dollar. Okay? Jetzt stellen Sie sich mal vor, was ein 100-Dollar-Computer im Jahr 2020 als Lehrmittel alles können wird.
Ich denke, die Herausforderung, vor der wir stehen - ich bin sehr sicher, dass dies passieren wird - die Herausforderung ist die: Werden wir diese Bildungsmaterialien mit dem Hintergrund entwickeln, der uns aus diesem Gerät Nutzen schöpfen lassen wird? Ich würde behaupten, dass wir heute ungeheuer mächtige Computer haben, aber wir haben keine besonders gute Software für sie. Und im Rückblick erkennt man, wenn die bessere Software kommt und man sie nimmt und auf einer 10 Jahre alten Maschine laufen lässt, wow, der Rechner war so schnell? Ich kann mich noch erinnern, als sie das Interface des Apple Macs nahmen und auf den Apple II brachten. Das Interface lief ohne Probleme auf dem Apple II, nur wussten wir das zu jener Zeit nicht. Also da wir wissen, und aufgrund der Konstantheit des Mooreschen Gesetzes es auch glauben sollten, ich meine, der Fortschritt in den letzten 40 Jahren oder so ist immer sehr voraussehbar gewesen. Wir können wissen, was die Computer im Jahr 2020 können werden. Es ist toll, dass wir Initiativen haben, die sagen, schaffen wir die nötige Bildung und bilden wir die Leute überall auf der Welt aus, denn das ist eine unglaubliche Macht für den Frieden. Und wir können in den nächsten 15 Jahren jedem auf dieser Welt einen 100-Dollar-Computer, oder einen 10-Dollar-Computer geben.
Das zweite Gebiet, das ich ansprechen möchte, ist das Umweltproblem, denn es wird unsere Welt eindeutig sehr unter Druck setzen. In Kürze werden wir noch viel mehr darüber von Al Gore hören. Was wir als Trend im Mooreschen Gesetz ansehen, der es uns erlaubt, unsere Fähigkeiten beim verbesserten Umgang mit dem Umweltproblem voranzutreiben, sind neue Materialien. Es gibt eine Herausforderung, da die städtische Bevölkerung in diesem Jahrhundert innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne von 2 auf 6 Milliarden ansteigt. Die Menschen bewegen sich in die Städte. Sie alle benötigen sauberes Wasser, Energie, Transport, und wir wollen, dass sie sich umweltbewusst entwickeln. Auf den Industriesektoren sind wir verhältnismäßig effizient. Wir haben die Effizienz bei Energien und Ressourcen verbessert, doch der Sektor der Konsumenten ist besonders in den USA sehr ineffizient. Doch diese neuen Materialien bringen solch unglaubliche Innovationen mit sich, dass man viel Grund zur Annahme hat, dass diese Dinge so ertragreich sein werden, dass man sie auf den Markt bringen kann.
Und ich möchte Ihnen ein Beispiel eines neuen Materials geben, das vor 15 Jahren entdeckt wurde. Wenn wir uns Kohle-Nanoröhrchen ansehen, na ja, die hat Ijima 1991 entdeckt, dann haben die einfach unglaubliche Eigenschaften. Und das sind die Dinge, die wir entdecken werden, je mehr wir uns in die Entwicklung auf der Nanoebene bewegen. Ihre Stärke: Sie sind fast das stärkste bekannte Material, haben die stärkste bekannte Zugbelastung. Sie sind sehr, sehr steif. Sie dehnen sich fast überhaupt nicht. Auf zwei Dimensionen, wenn man z.B. Stoff aus ihnen macht, sind sie 30x stärker als Kevlar. Und wenn man eine dreidimensionale Struktur baut, zum Beispiel Fußballformen, dann haben sie alle möglichen unglaublichen Eigenschaften. Wenn man ein Partikel auf sie schießt und ein Loch verursacht, reparieren sie sich selbst. Sie machen das Loch einfach zu, innerhalb von Femtosekunden, was nicht.. es ist echt schnell. (Lachen) Wenn man sie mit Licht bestrahlt, produzieren sie Elektrizität. Und wenn man sie einem Kamerablitzlicht aussetzt, fangen sie sogar Feuer. Wenn man sie unter Strom setzt, geben sie Licht ab. Wenn man Strom durch sie leitet, dann kann man tausendmal mehr Strom durch eines von ihnen leiten als durch ein Stück Metall. Man kann p-Typ-Halbleiter und n-Typ-Halbleiter aus ihnen machen, und das heißt, man kann aus ihnen Transistoren machen. Sie leiten Wärme ihrer Länge entlang, aber nicht quer durch - na ja, es ist nicht so richtig quer, aber ich meine die andere Richtung, wenn man sie stapelt, das können Kohlefasern auch. Wenn man sie mit Partikeln anfüllt, dann schießen sie vorn raus, sie sind wie Miniaturen von linearen Beschleunigern oder Elektronenkanonen. Das Innere der Nanoröhren ist so klein - die kleinsten sind 0,7 Nanometer groß - dass sie quasi eine Quantenwelt sind. Es geht ziemlich wunderlich zu in so einem Nanoröhrchen.
Und so können wir sehen - und wir haben schon Businesspläne gesehen - wo sich die Dinge, über die Lisa Randall redet, ansiedeln. Ich hatte einen Businessplan, bei dem ich versuchte, mehr über Wittens kosmische Dimensions-Strings zu lernen, um zu verstehen, worum sich dieses Phänomen in dem vorgeschlagenen Nanomaterial drehte. Also... Innerhalb eines Nanoröhrchens haben wir alle eine Grenze erreicht. Wir können also sehen, dass wir mit diesen und anderen neuen Materialien Dinge mit verschiedenen Eigenschaften erreichen können - leichter, stärker - und diese neuen Materialien auf die Umweltprobleme anwenden können. Neue Materialien, die Wasser produzieren können, neue Materialien, die Brennstoffzellen effektiver machen, neue Materialien, die chemische Reaktionen katalysieren, die Umweltverschmutzung verringern, etc. Ethanol - neue Wege, Ethanol herzustellen. Neue Arten, elektrische Beförderung umzusetzen. Der ganze ökologische Traum - weil er Umsatz bringen kann. Und wir haben - wir haben gerade einen neuen Fonds eingerichtet, wir haben 100 Millionen Dollar für diese Art von Investitionen vorbehalten. Wir glauben, dass Genentech, quasi das Compaq, das Lotus, das Sun, das Netscape, das Amazon, das Google dieses Bereichs, noch gefunden werden muss, denn diese Revolution in Materialien wird diese Dinge vorantreiben.
Der dritte Bereich, an dem wir arbeiten, und wir haben ihn gerade letzte Woche angekündigt - wir waren alle in New York. Wir haben 200 Millionen Dollar in einem exklusiven Anlagefonds angelegt, um an einer Pandemie in der Bioverteidigung zu arbeiten. Und um Ihnen einen Eindruck des letzten von Kleiner angelegten Fonds zu verschaffen... er belief sich auf 400 Millionen Dollar, das ist für uns also recht beachtlich. Und in den letzten paar Monaten - na ja, vor ein paar Monaten - schrieben Ray Kurzweil und ich in einer Kolumne in der New York Times, dass die Öffentlichmachung des Genoms der 1918-Grippe sehr gefährlich war. Und John Doerr und Brook und andere machten sich sorgen, [unverständlich], und wir begannen uns umzuschauen, wie man sich in der Welt auf eine Pandemie vorbereitete. Und dabei sahen wir viele Lücken.
Also haben wir uns gefragt, na ja, können wir innovative Methoden finden, die diese Lücken füllen können? Und Brooks erzählte mir in einer Pause, dass er so viel dazu gefunden hatte, dass er gar nicht mehr schlafen konnte, weil es da draußen so viele tolle Technologien gibt, im Prinzip sind wir unter ihnen begraben. Und wir brauchen sie auch. Wir haben einen antiviralen Wirkstoff, den die Leute zu Hauf lagern, der immer noch mehr oder weniger funktioniert. Tamiflu nämlich. Aber Tamiflu - der Virus ist resistent. Er ist resistent gegen Tamiflu. Bei AIDS haben wir entdeckt, dass wir gut funktionierende Cocktails brauchen, damit der virale Widerstand -- wir brauchen mehrere antivirale Wirkstoffe. Wir brauchen bessere Überwachung. Wir benötigen Netzwerke, die herausfinden können, was vor sich geht. Wir brauchen Schnelldiagnosen, damit wir klären können, ob jemand eine Grippeart hat, die wir erst vor kurzem identifiziert haben. Wir müssen diese Schnelldiagnosen sofort stellen können. Wir brauchen neue antivirale Wirkstoffe und Cocktails. Wir brauchen neue Impfstoffe. Breitspektrum-Impfstoffe. Schnell herstellbare Impfstoffe. Cocktails, vielseitigere Impfstoffe. Normalerweise bekommt man eine trivalente Impfung gegen drei mögliche Stämme. Wir brauchen - wir wissen nicht, wohin das führt. Wir glauben, dass, wenn wir zehn dieser Lücken füllen können, wir eine Chance haben, zur Reduktion eines Pandemierisikos beizutragen. Und der Unterschied zwischen einer normalen Grippesaison und einer Pandemie liegt bei tausendfach höheren Toden und hat sicherlich einen enormen wirtschaftlichen Einfluss. Wir sind also ziemlich aufgeregt, weil wir wohl zehn Projekte finanzieren oder beschleunigen können, und ihnen in den nächsten paar Jahren auf den Markt helfen können.
Wenn wir also auf Technologie eingehen und verwenden können, Erziehung ansprechen, die Umwelt ansprechen, die Pandemie mit ansprechen, löst das das größere Problem, das ich in dem Artikel in der "Wired" angesprochen habe? Und ich befürchte, die Antwort ist "Nein", denn man kann ein Problem, das Technologiemanagement betrifft, nicht mit noch mehr Technologie lösen. Wenn wir eine unbegrenzte Menge an Macht zulassen, dann werden wir - eine sehr geringe Anzahl von Leuten wird sie missbrauchen können. Wir können bei einem Nachteil von einer Million zu eins nicht kämpfen. Was wir also tun müssen - wir brauchen bessere Richtlinien. Und zu diesen Dingen gehören Lösungen, die im Moment nicht in die politische Atmosphäre passen, aber vielleicht ja nach einem Machtwechsel - etwa die Verwendung von Märkten.
Märkte sind eine sehr starke Macht. Zum Beispiel könnten wir, anstelle die Probleme wegzuregulieren, was wahrscheinlich nicht funktionieren würde, die Kosten von Katastrophen in die Kosten des Unterfangens einkalkulieren, damit Leute, die bei ihren Aktivitäten höhere Katastrophenkosten hätten, sich gegen dieses Risiko versichern müssten. Wenn man also ein Medikament auf den Markt bringen möchte, kann man das tun. Aber es würde nicht von Behörden zugelassen, man müsste einen Versicherungsstatistiker von seiner Sicherheit überzeugen. Und wenn man das Konzept von Versicherungen breiter anwendet, kann man eine viel mächtigere Instanz - die Instanz des Marktes - dazu verwenden, Feedback zu liefern. Wie könnte man das Gesetz aufrechterhalten? Es wäre eine ziemlich gute Idee, das Gesetz aufrechtzuerhalten. Na ja, die Leute tragen natürlich die Rechenschaft. Das Gesetz setzt Rechenschaftspflicht voraus. Heute tragen Wissenschaftler, Technologen, Geschäftsleute, Ingenieure keine persönliche Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Handlungen. Wenn man das also - man muss das in dem Gesetz festhalten.
Und schließlich müssen wir etwas tun, das nicht sehr -- es ist fast inakzeptabel, das zu erwähnen -- also... wir müssen beginnen, unsere Zukunft zu gestalten. Wir können uns die Zukunft nicht auswählen, aber wir können sie beeinflussen. Unsere Investitionen darin, einer Grippepandemie vorzubeugen, hat einen Einfluss auf die möglichen Resultate. Vielleicht können wir sie nicht aufhalten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie uns verschont, ist höher, wenn wir uns auf das Problem konzentrieren. Wir können also die Zukunft gestalten, wenn wir entscheiden, wir zulassen möchte und welche nicht. und uns so in eine risikoärmere Zone lenken können. Vizepräsident Gore wird darüber sprechen, wie wir die Entwicklung der Klimakurve in einen Bereich mit weniger Katastrophenrisiko lenken können.
Aber jenseits von all dem haben wir die Aufgabe, den Guten zu helfen, den Leuten auf der Seite der Verteidigung, damit sie einen Vorteil über diejenigen haben, die Dinge missbrauchen möchten. Und was wir dafür tun müssen, ist den Zugang zu bestimmten Informationen zu begrenzen. Und bedingt durch unsere Vergangenheit wissen wir den Wert der freien Meinungsäußerung sehr zu schätzen und finden das nur schwer zu akzeptieren. Es ist schwer, das für uns alle zu akzeptieren. Besonders schwer ist es für die Wissenschaftler, die sich daran erinnern, dass - na ja - dass Galileo im Prinzip eingesperrt war, und die immer noch diesen Kampf gegen die Kirche kämpfen. Doch das ist der Preis einer Zivilisation. Der Preis dafür, das Gesetz aufrechtzuerhalten, ist die Begrenzung des Zugangs zu grenzenloser und ungezähmter Macht. Danke. (Applaus)
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Technologe und Futurist Bill Joy spricht über einige große Sorgen der Menschheit - sowie einige große Hoffnungsträger auf den Gebieten der Gesundheit, Bildung und Zukunftstechnologie.
The co-founder of Sun Microsystems, Bill Joy has, in recent years, turned his attention to the biggest questions facing humanity: Where are we going? What could go wrong? What's the next great thing? Full bio »
Translated into German by Judith Matz
Reviewed by Valentina Wellbrock
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You can’t solve a problem with the management of technology with more technology.” (Bill Joy)
17:26 Posted: Jan 2007
Views 552,638 | Comments 134
20:00 Posted: Nov 2006
Views 495,537 | Comments 116
29:42 Posted: Sep 2007
Views 412,078 | Comments 150
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