Ich denke Daten können uns tatsächlich noch menschlicher machen. Wir sammeln und produzieren alle möglichen Arten von Daten, die uns unsere Lebensweise aufzeigen, und sie erlauben uns, verblüffende Geschichten zu erzählen. Vor kurzem hat ein weiser Medientheoretiker Folgendes getwittert: Im 19. Jahrhundert wurde die Kultur durch den Roman definiert, Im 20. Jahrhundert durch das Kino, und die Kultur des 21. Jahrunderts wird durch das Interface definiert werden. Und ich denke, es wird sich bewahrheiten. Unser Leben wird durch Daten bestimmt, und die Präsentation dieser Daten ist für uns eine Chance fantastische Interfaces zu erschaffen, die großartige Geschichten erzählen können. Ich werde euch einige Projekte zeigen, an denen ich über die letzten Jahre gearbeitet habe, die ein Licht auf unser Leben und unsere Systeme werfen.
Das ist ein Projekt mit dem Namen Flight Patterns. Was ihr seht, sind die Flugbewegungen über Nordamerika über einen Zeitraum von 24-Stunden. Wie ihr seht, verdunkelt sich alles und ihr könnt sehen wie die Menschen zu Bett gehen. Darauf folgend seht ihr, wie an der Westküste einige Flüge das Land überqueren, die Red-eye Flüge zur Ostküste. Und dann seht ihr wie die Menschen an der Ostküste aufwachen, gefolgt von europäischen Flügen, die oben rechts reinkommen. Alle bewegen sich von der Ostküste zu Westküste. Ihr seht San Francisco und Los Angeles wie sie sich auf dem Weg nach Hawaii begeben, in der unteren linken Ecke.
Ich denke, es ist eine Sache zu sagen dass es 140,000 Flugzeuge gibt, die durch die Bundesregierung jederzeit beobachtet werden, und eine andere, die Ströme des System zu sehen. Das ist ein Zeitraffer-Bild der exakt gleichen Daten, jedoch habe ich es nach Typen eingefärbt, so könnt ihr die Vielfalt der Flugzeuge sehen, die sich am Himmel über uns bewegen. Und ich fing an, diese zu erstellen und sie in Google Maps zu setzen und es erlaubt euch rein zu zoomen und die einzelnen Flughäfen zu sehen, und die Muster, die hier entstehen. Hier sehen wir die weißen, die für die tiefen Flughöhen stehen und die blauen zeigen die hohen Flughöhen. Und man kann rein zoomen. Das hier zeigt Atlanta. Man sieht dass es ein wichtiger Frachtflughafen ist, und dass sich dort alle möglichen Aktivitäten abspielen. Man kan zwischen den Höhen flippen und verschiedene Modelle und Fabrikanten anzeigen lassen. Hier wieder, die Vielfalt. Und man kann herum scrollen und einige der verschiedenen Flughäfen und unterschiedlichen Muster sehen, die es gibt. Hier scrollen wir die Ostküste hoch. Ihr könnt das Chaos von New York sehen, mit der Luftverkehrskontrolle, die mit all den grossen Flughäfen nebeneinander klar kommen muss.
Jetzt zoomen wir schnell raus und sehen wieder die USA – da ist Florida unten in der rechten Ecke. Bewegen wir uns über die Westküste, sieht man San Francisco und Los Angeles– grosse verkehrsfreie Zonen über Nevada und Arizona. Und das sind wir hier in L.A. und Long Beach am unteren Rand. Ich habe auch einen Blick auf die verschiedenen Perimeter geworfen, da man auswählen kann was man aus der Datenmenge hervorheben möchte. Das hier zeigt die Abflüge im Vergleich zu den Anflügen. Und man kann sehen, wie sich die Flughäfen über die Zeit verändern. Man sieht die Warteschleifen, die unten auf dem Bildschirm entstehen Und man sieht wie der Flughafen schliesslich die Richtung wechselt.
Das hier ist ein anderes Projekt, das ich zusammen mit dem Sensible Cities Lab am MIT gemacht habe. Es zeigt internationale Verbindungen. Das ist wie New York mit anderen internationalen Städten kommuniziert. Und wir stellten das auf, als einen live Globus im Museum of Modern Art in New York für die Design the Elastic Mind Ausstellung. Es hatte einen live Einspeisung mit einem 24-Stunden Abstand sodass man die sich verändernde Beziehungen sehen kann, und einige demographische Informationen die sich durch AT&Ts Daten offenbaren. Das ist ein anderes Projekt, das ich zusammen mit dem Sensible Cities Lab und CurrentCity.org gemacht habe. Und es zeigt SMSs, die in der Stadt Amsterdam geschickt wurden. Man sieht den täglichen Rhythmus der Menschen, die aus den unterschiedlichen Teilen der Stadt SMSs verschicken, bis wir uns Silvester nähern und alle "Frohes neues Jahr!" sagen.
Also das ist ein interaktives Werkzeug das man durch die verschiedenen Teilen der Stadt bewegen kann. Das hier zeigt ein anderes Ereignis. Es heisst Königinnentag. Und wieder sieht man den Rhythmus der Menschen die SMSs aus den verschiedenen Teilen der Stadt verschicken. Und dann sieht man Menschen, die sich im Stadtzentrum ansammeln um die letzte Nacht zu feiern, was genau hier passiert. Und dann sieht man Menschen, die am nächsten Tag feiern. Und man kann es anhalten und vor und zurück gehen um die unterschiedlichen Phasen zu sehen.
So jetzt zu etwas ganz anderem. Manche von euch werden das erkennen. Das ist Baron Wolfgang von Kempelens mechanisches Schachtürke. Und dieser erstaunliche Roboter spiel Schach extrem gut, abgesehen von einer Sache: es ist überhaupt kein Roboter. Es ist ein beinloser Mann, der in der box sitzt und diesen Schachspieler kontrolliert. Das war die Inspiration für einen Webdienst von Amazon, der Mechanical Turk – nach diesem Typen benannt. Es basiert auf der Prämisse dass es Dinge gibt, die einfach für Menschen, aber wirklich schwierig für Computer sind. Also haben sie diesen Webdienstleistung gemacht und gesagt: "Jeder Programmierer kann eine Software schreiben und auf den Geist von tausenden von Menschen zugreifen." Die nerdige Seite von mir dachte: "Wow, das ist Wahnsinn. Ich kann auf den Geist von tausenden von Menschen zugreifen." Und die andere Seite von mir dachte: "Das ist ja schrecklich. Das ist absolut grotesk. Was bedeutet das für die Zukunft der Menschheit, in der wir alle in diesem Cyborg eingestöpselt sind?" I habe vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber was bedeutet das, wenn wir keinen Kontext zu dem haben, woran wir arbeiten, und wir nur noch diese kleinen Aufgaben erledigen?
Also habe ich dieses Zeicheninstrument kreiert. Und ich habe Menschen gebeten ein Schaf zu zeichnen, das nach links zeigt. Und ich sagte: "Ich zahle euch 2 Cents für euren Beitrag." Und ich fing an, Schafe zu sammeln. Und ich sammelte viele, viele verschiedene Schafe. Viele Schafe. Ich nahm die ersten 10,000 Schafe, die ich sammelte und stellte sie auf eine Website mit dem Namen TheSheepMarket.com, wo man einen Bestand von 20 Schafe kaufen kann. Man kann keine einzelnen Schafe auswählen, Aber man kann einen ganzen Klotz als Massenware kaufen. Und entgegen diesem Gitter, kann man an und für sich, indem man über jeden einzelnen rollt, die Menschlichkeit hinter diesem riesigen mechanischen Prozess sehen. Ich denke es ist etwas wirklich interessantes, zuzusehen wie Menschen kreativ schuften – etwas das wir alle kennen, diesen kreativen Prozess, aus dem Nichts etwas zu erschaffen. Ich denke es war wirklich interessant diese Menschheit gegenüber diesem massiven dezentralisierten Gitter zu setzen. Es ist ziemlich erstaunlich, was manche gemacht haben.
Hier sind einpaar Statistiken des Projektes. Eine Sammlungsgeschwindigkeit von etwa 11 Schafe pro Stunde, was einen Stundenlohn von 68 cents entspricht. Es wurden 662 Schafe zurückgewiesen, da sie die schafähnlichen Kriterien nicht erfüllten und aus der Herde geworfen worden sind. (lacht) Der Zeitaufwand der Zeichnungen bewegt sich zwischen 4 Sekunden und 46 Minuten. Das verschafft einen Eindruck über die verschiedenen Grade der Motivation und Hingabe. Und es haben 7,599 Menschen zu dem Projekt beigetragen, oder waren einzelne IP Adressen – soviel dazu wie viele Menschen dazu beigetragen haben. Aber nur einer der 7,599 Menschen sagte dies: ("Warum machst du das?") Was mich ziemlich überrascht hat. Ich habe erwartet dass Menschen sich fragen "Warum musste ich ein Schaf zeichnen?" Und ich denke es ist eine überaus zulässige Frage.
Und es gibt viele Gründe warum ich das Schaf ausgewählt habe. Schafen waren die ersten Tiere, die mit mechanisch verarbeitete Abfallprodukte aufgezogen worden sind, die ersten die selektiv für ihre Erzeugniseigenschaften gezüchtet worden sind, die ersten geklonten Tiere. Offensichtlich betrachte wir Schafe als folgsam. Und da ist diese Referenz zu "Der kleine Prinz", wo der Erzähler den kleinen Prinz bittet ein Schaf zu zeichnen. Er zeichnet ein Schaf nach dem anderen. Der Erzähler ist erst dann zufrieden als er eine Box zeichnet. Und er sagt: "Es geht nicht um die naturgetreue Darstellung eines Schafes. Sondern um deine eigene Interpretation und darum etwas anderes zu machen." Ich mag das.
Das hier ist ein Ausschnitt aus Charlie Chaplins "Moderne Zeiten". Es zeigt wie Charlie Chaplin mit einige der grossen Veränderungen während der Industriellen Revolution zurecht kommt. Da gab es keine Schuhmacher mehr, sondern Menschen, die Sohlen auf anderer Leute s Schuhe klatschen. Es hat das Verständnis der Beziehung zwischen dem Arbeiter und sein Handwerk enorm verändert. Also dachte ich, es ist ein interessanter Ausschnitt um in 16 Teile zu zerlegen und in den Mechanical Turk mit einem Zeichnungswerkzeug einzuspeisen. Im Grund kann man dadurch – was ihr auf der linken Seite seht ist das Originalframe, und auf der rechten Seite seht ihr den Frame wie er von 16 Leuten interpretiert wurde, die keine Ahnung hatten, was sie machen.
Und das war die Inspiration für ein Projekt, das ich zusammen mit meinem Freund Takashi Kawashima gemacht habe. Wir haben uns entschieden den Mechanical Turk genau dafür einzusetzen, wofür er geschaffen wurde: Um Geld zu machen. Also haben wir ein Hundert-Dollar-Schein genommen und in 10,000 winzig kleine Teile zerlegt, und diese in den Mechanical Turk eingespeist. Wir baten die Leute zu zeichnen, was sie darin sahen. Aber es gab keine Schafähnlichkeitskriterein. Menschen, die ein Strichmännchen oder ein Smiley gemalt haben, wurden auch tatsächlich in dem Schein aufgenommen. Was ihr seht ist effektiv eine Repräsentation davon wie gut sich die Leute indem gemacht haben, worum sie gebeten worden sind. Also haben wir diese Hundert-Dollar-Scheine genommen, und sie auf die Website namens TenThousandsCents.com gesetzt, auf der man durch alle individuellen Beiträge browsen kann. Und man kann auch echte Hundert-Dollar-Scheine gegen unechte Hundert-Dollar-Scheine eintauschen und eine Spende an das Hundert-Dollar-Laptop Projekt machen, das unter dem Namen One Laptop Per Child bekannt ist. Das hier zeigt wieder all die verschiedenen Beiträge. Man sieht, dass manche Menschen wunderschöne gestreifte Darstellungen gemacht haben, wie dieses hier oben– sie haben sich viel Zeit genommen um realistische Versionen zu zeichnen. Und andere Menschen haben Strichmännchen oder Smileys gezeichnet. Hier auf der rechten Seite in der Mitte seht ihr diesen Typen, der geschrieben hat: "$0.01!!! Im Ernst?" Das ist alles, was ich dafür kriege?
Das letzte Mechanical Turk Projekt, von dem ich euch erzählen werde heisst Bicycle Built for 2000. Das ist eine Zusammenarbeit mit meinem Freund Daniel Massey. Ihr erkennt vielleicht diese zwei Typen. Das sind Max Mathews und John Kelly von Bell Labs in den 60er, als sie das Lieb "Daisy Bell" geschaffen haben, was das welterste singende Computer war. Ihr kennt es vielleicht aus "2001: A Space Odyssey." Als HAL am Ende des Films stirbt, fängt er an, das Lieb zu singen, als eine Referenz auf die Vermenschlichung des Computers. Also haben wir dieses Lied resynthetisiert. So klang es. We brachen alles in einzelne Töne herunter beim Singen und beim Phänomen des Singens.
Daisy Bell: ♫ Daisy, Daisy ... ♫
Aaron Koblin: Und wir nahmen all diese einzelnen Stücke und speisten sie in eine weitere Mechanical Turk Anfrage. Das ist was ihr sehen würdet, wenn ihr zu der Website geht. Man tippt den Code ein, Aber erst muss man das Mikro testen. Man bekommt einen einfachen Audioclip. (tuut) Und man versucht es mit seiner eigenen Stimme so gut es geht nachzumachen. Nachdem der Vorschau und der Bestätigung das es, was man einreichen will, konnte man beim Mechanical Turk einreichen ohne weiteren Kontext. Und das ist was wir mit dem allerersten Rücksendungen zurückbekommen haben.
Aufnahme: ♫ Daisy, Daisy ♫ ♫ give me your answer do ♫ ♫ I'm half crazy ♫ ♫ all for the love of you ♫ ♫ It can't be a stylish marriage ♫ ♫ I can't afford a carriage ♫ ♫ But you'll look sweet upon the seat ♫ ♫ of a bicycle built for two ♫
AK: James Surowieki hatte diese Idee der Weisheit der Masse das besagt, das eine Menge Leute schlauer sind als ein einzelner. Wir wollten sehen wie es sich anwenden lässt auf das gemeinschaftliche, verteilte Musik machen, wo keiner weiss woran sie arbeiten. Geht man also zu BicycleBuiltforTwoThousand.com, kann man tatsächlich höre wie alles zusammen klingt. Ich entschuldige mich dafür.
Chor: ♫ Daisy, Daisy ♫ ♫ Give me your answer do ♫ ♫ I'm half crazy ♫ ♫ all for the love of you ♫ ♫ It can't be a stylish marriage ♫ ♫ I can't afford a carriage ♫ ♫ But you'd look sweet upon the seat ♫ ♫ of a bicycle built for two ♫
AK: Geht man einen Schritt zurück, als ich an der UCLA studiert habe, habe ich an einem Ort mit dem Namen Center for Embedded Network Sensing gearbeitet. Und ich schrieb Software um Laserscanner zu visualisieren. Also im Grunde Bewegung durch einen 3D Raum. Und es wurde von einem Regisseur in L.A. mit dem Namen James Frost gesehen, der gesagt hat: "Moment mal- du meinst wir können ein Musikvideo drehen ohne überhaupt Video zu benutzen?" Also haben wir genau das gemacht. Wir machten ein Musikvideo für eine meiner Lieblingsbands, Radiohead. Und ich denke, was ich am Projekt am liebsten mochte, war nicht nur das Drehen mit Lasern, sondern auch die Tatsache, dass wir es über Open Source zur Verfügung gestellt haben, und wir haben es als ein Google Code Projekt veröffentlicht wo man eine ganze Menge Daten und einige Source Codes downloaden konnte um die eigene Version zu bauen. Und es gab Menschen die erstaunliche Dinge gemacht haben. Das sind zwei meiner Lieblinge: Der Nagelbrett Thom Yorke und ein LEGO Thom Yorke. Ein ganzes Youtube Channel auf dem Menschen wirklich interessante Inhalte geladen haben. Vor kurzem hat sogar jemand Thom Yorkes Kopf 3D ausgedruckt, was ein bisschen unheimlich ist, aber ziemlich cool.
Da alle so viele fantastische Sachen machen und dabei wirklich wissen woran sie arbeiteten, war ich wirklich daran interessiert ein Gemeinschaftsprojekt auszuprobieren, bei dem Menschen zusammenarbeiten um etwas zu erschaffen. Und ich traf ein Musikvideo Regisseur namens Chris Milk. Und wir liessen uns viele Ideen durch den Kopf gehen wie man ein gemeinschaftliches Musikvideoprojekt machen konnt. Aber wir wussten, dass wir auf jeden Fall die richtige Person brauchten um uns dahinter zu stellen und für den wir etwas aufbauen konnten. Also haben wir die Idee ein paar Monate lang auf Sparflamme gehalten. Und landeten dann schliesslich bei Rick Rubin, der gerade das letzte Album von Johnny Cash fertig stellte, welches "Ain't No Grave." heissen soll. Der Text zum Haupttrack ging so: "Ain't no grave can hold my body down." Also haben wir gedacht, es ist das perfekte Projekt um eine kollektives Denkmal zu bauen, eine virtuelle Wiederauferstehung von Johnny Cash.
So tat ich mich zusammen mit meinem guten Freund Ricardo Cabello, auch bekannt als Mr. doob, der ein viel besserer Programmierer ist als ich, und er machte dieses fantastische Zeichenwerkzeug. Wie ihr wisst, besteht eine Animation aus einer Abfolge von Bildern. Also haben wir querbeet einen Haufen Archivaufnahmen von Johnny Cash genommen und mit 8 Frames pro Sekunde haben wir Einzelpersonen erlaubt ein einziger Frame zu zeichnen, der verwebt wird in dieses dynamisch sich verändernde Musikvideo. Ich werde euch nicht das ganze abspielen, aber ich möchte euch zwei kurze Ausschnitte zeigen. Das erste ist der Anfang des Musikvideos. Gefolgt von einem kurzen Clip von Menschen, die sich schon daran beteiligt haben, und es kurz vorstellen.
(Video) Johnny Cash: ♫ There ain't no grave ♫ ♫ can hold my body down ♫ ♫ There ain't no grave ♫ ♫ can hold body down ♫ ♫ When I hear the trumpet sound ♫ ♫ I'm going to ride right out of the ground ♫ ♫ Ain't no grave ♫ ♫ can hold my body ... ♫
AK: Man könnte den Mann nicht besser ehren, als etwas zu einem seiner Lieder beizutragen.
Teilnehmer: Ich war traurig, als er starb. Und dachte, es wäre wunderbar, es wäre wirklich nett etwas zu seinem Andenken beizutragen.
Teilnehmer zwei: Es erlaubt seiner letzten Aufnahme seiner letzten Aufnahme wirklich ein lebendiges, atmendes Denkmal zu sein.
Teilnehmer drei: Alle dieser Frames, die von Fans gezeichnet sind, jedes einzelne, erzeugt ein gewaltiges Gefühl.
Teilnehmer vier: Ich habe alle möglichen Leute gesehen, aus Japan, Venezuela, den USA, aus Knoxville, Tennessee.
Teilnehmer fünf: Jedes Frame ist unterschiedlich und wirklich persönlich. Teilnehmer sechs: Als ich dieses Video in meinem Zimmer anschaute, konnte ich sehen, wie ich es anfangs nicht begriff. Und ich arbeitete mich durch die Probelme bis meine winzig kleine Auseinandersetzungen, die ich mit dem Bild führte sich alle langsam lösten. Ich konnte so wirklich sehen, an welchem Punkt ich begann zu begreifen, was ich tat und eine Menge helle und dunkle Stellen kamen dazu. Auf einer seltsamen Art war es genau das, was ich an Johnny Cashs Musik so mag. Es ist die Endsumme seines Lebens, alles, was passiert ist– die schlechten Dinge, die guten Dinge. Du hörst das Leben einer Person.
AK: Wenn ihr zu der Website JohnnyCashProject.com geht, wird ihr das Video oben sehen. Und darunter alle einzelnen Frames, die Menschen bei dem Projekt eingereicht haben. Aber es ist noch gar nicht abgeschlossen sondern ein fortlaufendes Projekt, an dem sich Menschen weiter beteiligen können. Wenn man über eines der individuellen Thumbnails geht, kann man die Person sehen, die dieses einzelne Thumbnail gezeichnet hat, und wo sie sind. Und wenn man ein interessantes findet, kann man es anklicken und ein Informationsfeld öffnet sich, wo man den Frame bewerten kann, was ihn hilft bis nach oben zu tragen. Und man kan auch sehen, wie es gezeichnet worden ist. Und wieder bekommt man die Wiederholung und persönlichen Informationen. Darüber hinaus sind Name, Ort des Künstler aufgelistet und wie lange sie daran gezeichnet haben. Man kann auch einen Stil aussuchen. Dieses hier heisst "Abstrakt". Aber da sind ein Haufen verschiedener Stile. Und man kann das Video in einer Vielzahl verschiedener Weisen sortieren. Man kann sagen: "Ich will die pointillistische Version sehen." oder die skizzenhafte Version oder die realistische Version. Und das ist wieder die abstrakte Version, das am Ende etwas verrückt wird.
Das letzte Projekt, über den ich euch erzählen will, ist eine weitere Zusammenarbeit mit Chris Milk. Und es heisst "The Wilderness Downtown." Es ist ein online Musikvideo für die Band The Arcade Fire. Chris und ich waren wirklich erstaunt über das Potential der modernen Webbrowser, wo man HTML5 Audio und Video hat und die Kraft von JavaScript um wahnsinnig schnell zu rendern. Wir wollten die Idee des Musikvideos, das für den Web gedacht ist über die 3 auf 4 oder 16/9 Fenster erweitern und versuchen es spielerisch über den Bildschirm zu choreografieren. Aber ich denke am Wichtigsten ist, dass wir wirklich eine Erfahrung machen wollten, welches anders als das Johnny Cash Projekt, an welchem eine kleine Anzahl Menschen viel Zeit verbrachten, um etwas für alle zu schaffen. Was ist, wenn man mit einem sehr kleinen Beitrag etwas individuelles, einzigartig für jede Person, die etwas beiträgt, bieten könnte?
Dieses Projekt fängt damit an, dich nach der Adresse zu fragen, wo du aufgewachsen bist. Wenn man die Adresse eingibt, generiert es ein Video eigens für dich, in dem es Google maps und Streetview Bilder in die Erfahrung miteinbindet. Das hier sollte wirklich bei euch zu Hause mit eurer eigenen Adresse angeschaut werden, aber ich werde euch eine kleine Vorschau von dem zeigen, was ihr erwarten könnt.
(Video) Win Butler: ♫ Now our lives are changing fast ♫ ♫ Now our lives are changing fast ♫ ♫ Hope that something pure can last ♫ ♫ Hope that something pure can last ♫ ♫ Ooh we used to wait ♫ ♫ Ooh we used to wait ♫ ♫ Ooh we used to wait ♫ ♫ Sometimes it never came ♫ ♫ Sometimes it never came ♫ ♫ Still moving through the pain ♫ ♫ We used to wait for it ♫ ♫ We used to wait for it ♫ ♫ We used to wait for it ♫
AK: Ich denke, wenn es eine Sache gibt, die ihr von meiner Rede heute mitnehmen sollt, ist dass ein Interface ein starkes erzählerisches Instrument sein kann. Und da wir mehr und mehr persönliche und sozial relevante Daten sammeln, haben wir die Chance, und vielleicht sogar die Pflicht, die Menschlichkeit zu bewahren und so manche beeindruckende Geschichten zu erzählen, indem wir zusammen forschen und arbeiten.
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Der Künstler Aaron Koblin sammelt riesige Mengen von Daten – und bisweilen auch eine riesige Anzahl von Menschen – und verwebt diese zu atemberaubenden Visualisierungen. Ganz gleich ob elegante Linien, die Flugreisen nachzeichnen oder Landschaften von Handydaten, ein Johnny Cash Video, welches sich aus Zeichnungen über crowd-sourcing zusammensetzt, oder das "Wilderness Downtown" Video, das sich jedem User individuell anpasst, das Werk von Aaron Koblin erkundet auf brillanter Weise wie moderne Technologie uns noch menschlicher machen kann.
Aaron Koblin is an artist specializing in data and digital technologies. His work takes real world and community-generated data and uses it to reflect on cultural trends and the changing relationship between humans and technology. Full bio »
06:27 Posted: Apr 2009
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04:39 Posted: Sep 2009
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15:46 Posted: May 2011
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